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Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik

Inklusion in Kanada. Was Deutschland von New Brunswick lernen kann

Titel: Inklusion in Kanada. Was Deutschland von New Brunswick lernen kann

Examensarbeit , 2014 , 74 Seiten , Note: 13/15

Autor:in: André Nier (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema Inklusion, der gemeinsame Unterricht aller SchülerInnen, beschäftigt die Lehrerinnen und Lehrer aktuell wie kaum ein anderes Thema. Das von den Vereinten Nationen bereits 2006 verabschiedete „Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“, auch: UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) genannt, trat schon im Jahre 2008 in Kraft. Am 24. Februar 2009 wurde die BRK auch von Deutschland ratifiziert und stellt damit einen völkerrechtlich verbindlichen Vertrag für die Bundesregierung dar. Damit sind nun auch, spätestens seit der Ratifizierung, die Länder gefragt, die in der Bundesrepublik für Bildungsfragen verantwortlich sind, das Bildungssystem an die neuen Herausforderungen anzupassen. Bisher findet die Anwendung bundesweit meist in kleineren Projekten und nur im beschränkten Umfang statt.
Die Modellschulen zeigen aber auch in Deutschland, dass es möglich ist, Inklusion umzusetzen, wenn auch bisher nur vereinzelt und im teilweise sehr kleinen Rahmen. Es scheint der Wille zu fehlen, die veralteten Strukturen im Schulsystem zu verändern und flächendeckend einen kompletten Neuanfang zu wagen. Am Beispiel von New Brunswick wird deutlich, dass es möglich ist, Inklusion auch auf breiterer Ebene zu verwirklichen. Hier wagte man schon 1986 den Schritt zu einer Schule für alle Kinder und seither wird dort überall gemeinsamer Unterricht angeboten. Im Rest des Landes sieht es aber nicht unbedingt schlechter aus: Alle exeptional children werden in Kanada gemeinsam unterrichtet und bekommen eine individuelle Förderung, genauso wie auch alle anderen SchülerInnen, die Hilfe benötigen, diese bei Bedarf in verschiedenen Einrichtungen innerhalb der Schule bekommen können.
Man darf sich in diesem Kontext bewusst die Frage stellen, warum muss ein Kind gut genug für eine bestimmte Schule sein? Sollte es nicht eher anders herum sein? Denn gerade die Aufgaben der Schule sehen doch vor, das Kind zu einer „guten“ Schülerin oder einem „guten“ Schüler zu machen. Wieso soll dann ein Kind nur auf eine Regelschule dürfen, wenn es „gut genug“ dafür ist?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Inklusion?

2.1. Begriffsklärung

2.2. Die Verwendung des Inklusionsbegriffs in Deutschland

2.3. Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen

2.4. Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit

2.4.1. Dazugehörigkeit und Teilhabe

3. Inklusion in Kanada

3.1. Wurzeln des kanadischen Inklusionskonzepts

3.2. Das kanadische Schulsystem

3.3. Migrationspolitik als Schlüsselfaktor?

3.4. New Brunswick – Ein Beispiel für Inklusion

3.4.1. Geschichte des Inklusionsgedankens in New Brunswick

3.4.2. Die Besonderheiten des Schulsystems in New Brunswick

3.4.2.1. Special Education Plan

3.4.2.2. Zusätzliche Fördermaßnahmen

3.4.3. Bildungsfinanzierung

3.4.4 PISA 2000

3.4.5. Die Lehren aus PISA 2000

3.4.6. Evaluation der SchülerInnen

3.4.7. Evaluation und Reflexion des Inklusionsprozesses

3.4.8. Ziele: Aktionsplan 2012 bis 2015

3.5. Zwischenfazit

4. Inklusion am deutschen Beispiel

4.1. Das Inklusions-Projekt der Gesamtschule Hungen

4.1.1. Voraussetzungen an der Schule

4.1.2. Die Projektklasse der Gesamtschule Hungen

4.1.3. Wichtige Aspekte der pädagogischen Arbeit in der Projektklasse

4.1.4. Wie inklusiv ist die Projektklasse wirklich?

4.1.5. Ergebnisse der Abschlussarbeiten in der Projektklasse

4.1.6. Vorschläge für die Zukunft des Projekts

5. Diskussion

5.1. Was kann Deutschland von New Brunswick lernen?

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Transfermöglichkeiten des erfolgreich erprobten Inklusionsmodells der kanadischen Provinz New Brunswick auf das deutsche Bildungssystem zu untersuchen und konkrete Lösungsansätze für die zögerliche Umsetzung der Inklusion in Deutschland abzuleiten.

  • Grundlagen des Inklusionsbegriffs und dessen Bedeutung im deutschen Kontext
  • Die Rolle der UN-Behindertenrechtskonvention für das Bildungswesen
  • Analyse des kanadischen Inklusionsmodells und dessen Erfolgskriterien in New Brunswick
  • Vergleichende Betrachtung der Migrationspolitik und ihrer Auswirkungen auf das Schulwesen
  • Praktische Untersuchung einer Inklusions-Projektklasse an einer deutschen Gesamtschule

Auszug aus dem Buch

3.4.1. Geschichte des Inklusionsgedankens in New Brunswick

Die Inklusionsphilosophie begründet sich in New Brunswick auf sechs entscheidende Grundsätze, die die Entwicklung in den letzten zwanzig Jahren entscheidend beeinflusst haben (DEPARTMENT OF EDUCATION NEW BRUNSWICK 1994:1):

1. Alle Kinder können lernen.

2. Alle Kinder besuchen altersentsprechende Regelklassen in den Schulen ihres Umfelds.

3. Alle Kinder erhalten angemessene Bildungsangebote.

4. Alle Kinder erhalten ein Curriculum, das ihren Bedürfnissen entspricht.

5. Alle Kinder nehmen an co-curricularen und extra-curricularen Aktivitäten teil.

6. Alle Kinder profitieren von der Kooperation zwischen ihrem Zuhause, ihrer Schule und der Gemeinde.

Zwar gilt New Brunswick mit dieser Philosophie und seit den geänderten Schulgesetzen von 1986 als Inklusionsvorreiter, die eigentlichen Wurzeln dieses Gedankenguts liegen aber noch viel weiter zurück: Das moderne Schulsystem New Brunswicks wurde bereits 1871 eingerichtet und bereits 1892 wurde das erste Schulgesetz zur Erziehung und Bildung sehbehinderter Menschen erlassen. 1903 wurde dann auch gehörlosen Menschen nicht mehr das Recht auf Erziehung und Bildung abgesprochen, allerdings konnten noch bis 1957 die Schulträger selbst entscheiden, ob geistig und schwermehrfachbehinderte Kinder vom Schulunterricht ausgeschlossen werden oder nicht (STEIN 2011a:99).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz von Inklusion in Deutschland, insbesondere unter Berücksichtigung der UN-Behindertenrechtskonvention und des hessischen Schulgesetzes.

2. Was ist Inklusion?: In diesem Kapitel werden der Begriff der Inklusion definiert, begriffliche Unstimmigkeiten geklärt und die theoretischen Grundlagen sowie die Forderungen der Inklusionsphilosophie erörtert.

3. Inklusion in Kanada: Das Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über das kanadische Schulsystem und die spezifische Inklusionspraxis in New Brunswick.

4. Inklusion am deutschen Beispiel: Anhand einer hospitierten Projektklasse einer Gesamtschule wird die praktische Umsetzung von Inklusion im deutschen Schulalltag analysiert und kritisch hinterfragt.

5. Diskussion: Die Diskussion reflektiert, welche Ansätze aus dem Modell New Brunswick auf Deutschland übertragbar sind und welche gesellschaftlichen Bedingungen hierfür geschaffen werden müssen.

6. Zusammenfassung: Das letzte Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und zieht ein Resümee über den langwierigen Prozess des Inklusionsumbaus.

Schlüsselwörter

Inklusion, Kanada, New Brunswick, Inklusionsmodell, Sonderpädagogik, Schulsystem, Bildungsgerechtigkeit, Chancengleichheit, UN-Behindertenrechtskonvention, Projektklasse, Mainstreaming, Pädagogische Arbeit, Schulentwicklung, Förderbedarf, Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Inklusionsmodell der kanadischen Provinz New Brunswick die Umsetzung der Inklusion in deutschen Schulen fördern kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die theoretische Definition von Inklusion, der internationale Vergleich zwischen Kanada und Deutschland sowie die praktische Analyse eines Inklusionsprojekts in Deutschland.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt die Frage, welche spezifischen Elemente des Inklusionsmodells aus New Brunswick dazu dienen können, die Inklusion im deutschen Schulsystem effektiver voranzubringen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Verfasser nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse und empirischer Hospitation an einer deutschen Gesamtschule, um die praktische Anwendung inklusiver Maßnahmen zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit dem Inklusionsbegriff, eine Analyse des kanadischen Schulsystems und eine Fallstudie zu einem Inklusionsprojekt in einer hessischen Schule.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Inklusion, kanadisches Schulmodell, Bildungsgerechtigkeit, Sonderpädagogik und Schulentwicklung charakterisiert.

Was macht New Brunswick zu einem Vorreiter in Inklusionsfragen?

New Brunswick zeichnet sich durch eine konsequente horizontale Gliederung des Schulsystems, den Verzicht auf Sonderschulen und ein ausgeprägtes Netzwerk von Fachkräften wie dem "methods and resource teacher" aus.

Welche Rolle spielen die "Special Education Plans" in New Brunswick?

Sie sind ein dreistufiges Instrument zur individuellen Anpassung von Lerninhalten, um SchülerInnen bestmöglich im Klassenverband zu fördern, statt sie auszugrenzen.

Wie unterscheidet sich die Migrationspolitik Kanadas von der Deutschlands?

Kanada verfolgt eine multikulturelle Politik, die Diversität als Bereicherung sieht, während Deutschland laut Arbeit lange assimilierende Tendenzen aufwies, die die Eingliederung erschwerten.

Wie schätzen die Lehrkräfte in der hessischen Inklusions-Projektklasse ihren Erfolg ein?

Die verantwortlichen Lehrkräfte bewerten das Projekt aufgrund hoher Abschlussquoten des Hauptschulabschlusses bei zuvor als "unbeschulbar" geltenden SchülerInnen als vollen Erfolg.

Ende der Leseprobe aus 74 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Inklusion in Kanada. Was Deutschland von New Brunswick lernen kann
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
13/15
Autor
André Nier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
74
Katalognummer
V288315
ISBN (eBook)
9783656885672
ISBN (Buch)
9783656885689
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Inklusion Kanada Deutschland New Brunswick MacKay-Report Erziehungswissenschaften Gemeinsamer Unterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
André Nier (Autor:in), 2014, Inklusion in Kanada. Was Deutschland von New Brunswick lernen kann, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/288315
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Leseprobe aus  74  Seiten
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