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Das Jungneolithikum in Europa. Siedlungswesen, Keramik und Artefakte der Altheimer Gruppe

Titel: Das Jungneolithikum in Europa. Siedlungswesen, Keramik und Artefakte der Altheimer Gruppe

Hausarbeit , 2013 , 45 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nathalie Peter (Autor:in)

Archäologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Untersuchung einer Kulturerscheinung aus dem späten Jungneolithikum verzeichnete 1924 durch Paul Reinecke einen großen Fortschritt in der ur‐ und frühgeschichtlichen Forschung. Denn das 1911 entdeckte Erdwerk bei Altdorf, Essenbach‐ Altheim wurde namensgebend für eine bis dahin schon von verschiedenen südbayerischen Plätzen zutagegekommenen Kulturfacies: Die Altheimer Gruppe. Ausgehend von den neuen Erkenntnissen wurden weitere Fundstellen in Niederbayern und der südlichen Oberpfalz untersucht und konnten mit den Funden aus Essenbach-Altheim verglichen und verknüpft werden. In der vorliegenden Arbeit liegt der Fokus auf der Vermittlung eines umfassenden und detaillierten Überblicks über diese Kultur. Zu Beginn wird ein Einblick in die Forschungsgeschichte gegeben. Im Anschluss beschäftigt sich diese Arbeit mit einer kurzen chronologischen Einordnung und der Verbreitung. An dieser Stelle werden diev erschiedenen Fundstellen, die in dieser Arbeit behandelt werden, kurz vorgestellt. Im weiteren Verlauf wird das Siedlungswesen der Altheimer Kultur mit all ihren spezifischen Ausprägungen und Ausgestaltungen näher erläutert. Weitere große Gliederungspunkte sind die charakteristische Altheimer Keramik und die Knochen‐, Feuerstein‐ und Felsgesteinartefakte, die als Werkzeug, Schmuck oderJagdausrüstung gedient haben. DesWeiteren wird die Wirtschaftsstruktur dieser Kulturerscheinung ausgearbeitet und um das Bild abzurunden kurz auf das Bestattungswesen, welches leider kaum erforscht ist, eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Forschungsgeschichte

3 Datierung

4 Verbreitung

5 Siedlungswesen

5.1 Siedlungsausprägungen

5.2 Siedlungsausbau

6 Die Keramik der Altheimer Gruppe

6.1 Tonbeschaffenheit, Magerung und Wandstärke

6.2 Herstellung und Oberflächenbehandlung

6.3 Formenspektrum

6.4 Verzierung

7 Knochenartefakte der Altheimer Gruppe

7.1 Untersuchung der Tierknochen

7.2 Die Altheimer Knochenartefakte

7.3 Bearbeitungstechnologie

8 Feuerstein- und Felsgesteinartefakte der Altheimer Gruppe

8.1 Feuersteinartefakte der Altheimer Kultur

8.2 Felsgesteinartefakte der Altheimer Kultur

9 Wirtschaftsstruktur der Altheimer Gruppe

10 Bestattungswesen der Altheimer Gruppe

11 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden und detaillierten Überblick über die Altheimer Gruppe zu vermitteln, wobei der Fokus auf der archäologischen Aufarbeitung von Siedlungsstrukturen, materieller Kultur und Wirtschaftsweise liegt.

  • Historische Einordnung und Forschungsgeschichte der Altheimer Gruppe.
  • Analyse der Siedlungsformen, Bautechniken und Grabenwerke.
  • Detaillierte Untersuchung der Keramikherstellung und -typologie.
  • Technologische Analyse von Knochen-, Feuerstein- und Felsgesteinartefakten.
  • Auswertung der Wirtschaftsstruktur anhand von botanischen und faunistischen Befunden.

Auszug aus dem Buch

6.2 Herstellung und Oberflächenbehandlung

Für die Herstellung der Altheimer Keramik gab es in den einzelnen Siedlungen keine archäologischen Befunde. In der Literatur wurde deshalb angenommen, dass sich die Brennöfen vermutlich außerhalb der Siedlung befunden haben, oder dass die Keramik im offenen Feuer oder in privaten Haushalten gebrannt wurde. Die Untersuchung zur Herstellung der Gefäße wurde größtenteils an unvollständigen oder fehlerhaften Stücken, welche deutliche Spuren des Fertigungsprozesses aufweisen, durchgeführt. Zur damaligen Zeit wurden zwei verschiedene Herstellungstechniken angewandt, die Wulst- und die Plattenmethode41. Bei der Plattenmethode wurde das Gefäß aus abgeflachten, aufgewickelten Tonwülsten durch innere oder äußere Überlappung hergestellt42. Der Grund der differenzierten Anwendung lag darin, dass die Wulstmethode eher bei kleineren, dünneren Töpfen aus feinem Lehm und die Plattenmethode bei großen Töpfen aus mittelfeinem bis groben Ton verwendet wurde. Allerdings ergab die Untersuchung der 1081 bestimmbaren Scherben, dass sich eine große Anzahl keiner der beiden Herstellungstechniken zuordnen ließ. Der Aufbau der Gefäße erfolgte bei der überwiegenden Anzahl der Töpfe von der Basis her, es wurden aber auch einige in umgekehrter Reihenfolge geformt, sodass erst mit dem Rand begonnen und die Basis als letztes eingefügt wurde43. Als Oberflächenbehandlung wurde in den meisten Fällen ein rauer Schlickauftrag aufgetragen. Dieser bestand aus mit Wasser verdünntem, schamotte- und quarzitgemagertem Ton und wurde vermutlich mit der Hand auf die untere Hälfte bzw. unterhalb des Umbruchs auf die Gefäßwand aufgestrichen. Es wird angenommen, dass der Schlickauftrag bei großen Vorratsgefäßen zur Erleichterung der Handhabung, als Verzierung, aufgrund glänzender Glimmereinschlüsse und bei Kochtöpfen zur besseren Verteilung der Hitze gedient hat. Die glatten Töpfe wurden entweder durch das Auftragen eines Tonschlicks oder durch Glätten, was ein schlickähnliches Erscheinungsbild liefert, gestaltet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Entdeckung der Altheimer Gruppe durch Paul Reinecke und Zielsetzung der vorliegenden Arbeit.

2 Forschungsgeschichte: Darstellung des Wandels in der wissenschaftlichen Wahrnehmung der Altheimer Gruppe von einer eng umgrenzten Einheit hin zu einem überregionalen Kulturkreis.

3 Datierung: Chronologische Einordnung der Altheimer Gruppe in das späte Jungneolithikum anhand von 14C-Daten und dendrochronologischen Analysen.

4 Verbreitung: Erläuterung des geografischen Verbreitungsgebietes im heutigen Südbayern und Vorstellung bedeutender Fundstellen.

5 Siedlungswesen: Untersuchung der verschiedenen Siedlungstypen, von Höhensiedlungen bis zu Feuchtbodensiedlungen, und deren funktioneller Bedeutung.

5.1 Siedlungsausprägungen: Differenzierung zwischen Feucht- und Mineralbodensiedlungen sowie Analyse der Grabenwerke.

5.2 Siedlungsausbau: Detailbetrachtung der Hauskonstruktionen, Grundrisse und der infrastrukturellen Erschließung der Siedlungen.

6 Die Keramik der Altheimer Gruppe: Einleitung in die technologischen Aspekte der Keramikfertigung basierend auf den Funden der Fischergasse.

6.1 Tonbeschaffenheit, Magerung und Wandstärke: Analyse der verwendeten Rohmaterialien und der technologischen Unterschiede bei der Keramikware.

6.2 Herstellung und Oberflächenbehandlung: Beschreibung der angewandten Fertigungstechniken sowie der Oberflächenveredelung der Gefäße.

6.3 Formenspektrum: Kategorisierung der Gefäßformen anhand von Randscherben und Bodenfunden sowie Diskussion funktionaler Aspekte.

6.4 Verzierung: Analyse der dekorativen Elemente, wie Arkadenleisten, Knubben und Henkelformen.

7 Knochenartefakte der Altheimer Gruppe: Untersuchung des Fundmaterials aus Knochen und Geweih.

7.1 Untersuchung der Tierknochen: Analyse der Faunenreste zur Bestimmung des Spektrums domestizierter und wildlebender Tiere.

7.2 Die Altheimer Knochenartefakte: Typologie der aus Knochen und Geweih gefertigten Werkzeuge und Schmuckobjekte.

7.3 Bearbeitungstechnologie: Erläuterung der Techniken zur Herstellung von Knochenartefakten, wie Absplittern und Schleifen.

8 Feuerstein- und Felsgesteinartefakte der Altheimer Gruppe: Beschreibung des lithischen Inventars und der Steinbearbeitungstechniken.

8.1 Feuersteinartefakte der Altheimer Kultur: Untersuchung der Silexverarbeitung und der verschiedenen Werkzeugtypen aus Plattensilex.

8.2 Felsgesteinartefakte der Altheimer Kultur: Analyse der aus Felsgestein gefertigten Werkzeuge und deren handwerkliche Herstellung.

9 Wirtschaftsstruktur der Altheimer Gruppe: Zusammenfassung der agrarischen Wirtschaftsweise, des Ackerbaus und der Nutztierhaltung.

10 Bestattungswesen der Altheimer Gruppe: Diskussion über die wenigen bekannten Bestattungsfunde und die damit verbundenen Herausforderungen der Forschung.

11 Fazit: Zusammenfassende Bewertung des aktuellen Forschungsstandes und Ausblick auf die zukünftige Notwendigkeit der Datengewinnung.

Schlüsselwörter

Altheimer Gruppe, Jungneolithikum, Siedlungsarchäologie, Feuchtbodensiedlung, Pestenacker, Keramikherstellung, Plattensilex, Knochenartefakte, Wirtschaftsstruktur, Ackerbau, Tierhaltung, Grabenwerke, Archäologie Südbayern, Dendrochronologie, Materielle Kultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Kulturerscheinung der Altheimer Gruppe im späten Jungneolithikum und liefert eine strukturierte Übersicht über Siedlungsweisen, materielle Hinterlassenschaften und die Wirtschaftsstruktur.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zu den Kernbereichen gehören das Siedlungswesen, die Keramikherstellung, die technologische Verarbeitung von Knochen- und Steinartefakten sowie die Analyse botanischer und faunistischer Überreste.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Vermittlung eines umfassenden, detaillierten Überblicks über die Altheimer Kultur auf Basis aktueller archäologischer Befunde und vergleichender Literaturanalysen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Es handelt sich um eine auswertende Studie, die auf archäologischen Grabungsberichten, naturwissenschaftlichen Analysen (14C-Datierung, Dendrochronologie, Makrorestanalysen) und typologischen Vergleichen beruht.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Siedlungswesen, materielle Kultur (Keramik, Knochen, Stein) sowie die Auswertung der Wirtschaftsweise und des Bestattungswesens.

Wie lässt sich die Altheimer Gruppe durch Schlüsselwörter definieren?

Die Charakterisierung erfolgt über Begriffe wie Jungneolithikum, Feuchtbodensiedlung, Silextechnik, Knochenartefakte und Ackerbaugesellschaft.

Welche Bedeutung haben die Grabenwerke für die Siedlungsstruktur?

Grabenwerke werden als zentraler Bestandteil der Siedlungsgemeinschaft interpretiert, wobei ihre genaue Funktion – ob profan, defensiv oder sozial separierend – in der Forschung weiterhin diskutiert wird.

Warum ist das Bestattungswesen der Altheimer Gruppe so schwer zu erfassen?

Aufgrund mangelnder Grabungsfunde und der schlechten Erhaltungsbedingungen für organisches Material im Boden ist die Datenlage für Bestattungssitten äußerst dünn.

Welche Rolle spielt die Keramik bei der kulturellen Einordnung?

Die Keramik, insbesondere durch ihre spezifische Magerung und Arkadenleisten-Verzierung, dient als wesentlicher Indikator zur Identifizierung und zeitlichen sowie kulturellen Einordnung der Altheimer Gruppe.

Ende der Leseprobe aus 45 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Jungneolithikum in Europa. Siedlungswesen, Keramik und Artefakte der Altheimer Gruppe
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Professur für ur- und frühgeschichtliche Archäologie)
Veranstaltung
Das Jungneolithikum in Europa
Note
1,3
Autor
Nathalie Peter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
45
Katalognummer
V288081
ISBN (eBook)
9783656883524
ISBN (Buch)
9783656883531
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Die Altheimer Gruppe Jungneolithikum in Europa Feuchtbodensiedlung Pestenacker Grabenwerk von Essenbach-Altheim Ergolding-Fischergasse Altheimer Keramik Altheimer Knochenartefakte Altheimer Feuersteinartefakte Altheimer Felsgesteinartefakte Wirtschaftsstruktur der Altheimer Gruppe Bestattungswesen der Altheimer Gruppe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nathalie Peter (Autor:in), 2013, Das Jungneolithikum in Europa. Siedlungswesen, Keramik und Artefakte der Altheimer Gruppe, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/288081
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