Der Stellenwert der Grammatik erfuhr in den letzten 150 Jahren verschiedene Höhen und Tiefen im Fremdsprachenunterricht. Sie wurde in der Grammatik- Übersetzungsmethode hoch gelobt und bildete einen der beiden Bestandteile dieser Lehre. Nach Durchsicht der ausgewählten Literatur kann allerdings festgestellt werden, dass Grammatik neben der Kommunikationskompetenz, eine wichtige Komponente ist, um die mündliche und vor allem schriftliche Handlungsfähigkeit qualitativ zu sichern. Wie kann Grammatik also den Lernenden motivierend vermittelt werden, so dass sie langfristig(er) abgespeichert werden kann?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grammatikalische Aspekte
2.1 Definition von Grammatik
2.2 Grammatik im Fremdsprachenunterricht
2.3 Probleme im Umgang mit Grammatik
2.4 Kriterien für guten Grammatikunterricht
2.5 Neuere Grammatikmethoden
3. Analyse ausgewählter Lehrwerke
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert der Grammatik im modernen Fremdsprachenunterricht, um der häufig negativen Wahrnehmung des Themas entgegenzuwirken und effektive Vermittlungsstrategien für Lehrende aufzuzeigen.
- Historische Entwicklung des Stellenwerts der Grammatik im Sprachunterricht
- Analyse der Notwendigkeit und des Nutzens von Grammatikübungen
- Identifikation von Kriterien für einen motivierenden und effektiven Grammatikunterricht
- Vorstellung moderner, schülerorientierter Lehrmethoden
- Vergleichende Analyse der didaktischen Aufbereitung in ausgewählten Lehrwerken
Auszug aus dem Buch
2.3 Probleme im Umgang mit Grammatik
Im letzten Kapitel wurde unter anderem der reguläre Ablauf von neu eingeführten Grammatikregularien wiedergegeben, soweit klang dies auch erst einmal plausibel. Dennoch tauchen immer wieder Probleme im Grammatikunterricht auf, diese sollen in dem kommenden Unterkapitel behandelt werden. Dazu zu Beginn ein Zitat von Ursula Röllich-Faber:
Grammatik im herkömmlichen Sinn bedeutet: Einführen der Struktur, Erklären der Regel, Anwenden der Struktur in grammatikalisch einwandfreien, kommunikativ oft sinnlosen Zusammenhängen.
Daraus lässt sich ableiten, dass diese Methode oft langweilig für die Schüler sein kann, sie sie nicht erreicht und dass ihnen das so beigebrachte Wissen wenig in realen Sprachsituationen nützt. Des Weiteren kommt noch das Problem hinzu, dass Grammatiken, auch in Lehrbüchern, oft von Linguisten und/ oder Professoren geschrieben worden sind. Dies kann zu Verständnisschwierigkeiten führen, da die Lernenden die wissenschaftliche Sprache recht häufig nicht verstehen können. Für jemanden, der damit täglich agiert, sind Fremdwörter des jeweiligen Fachbereiches üblich und fallen demjenigen auch nicht weiter auf. Für Lernende aus den unterschiedlichsten Bereichen erschwert die für sie komplizierte Sprache meist das Verständnis und behindert demnach auch den Lernprozess. Als letzter Kritikpunkt soll nun die folgende Problematik aufgeführt werden: Die Demotivation der Lernenden, die aufgrund von hoher Fehlerquote bei Grammatikübungen entstehen kann und die daraus resultierenden Folgen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Wandel der Grammatik im Fremdsprachenunterricht und führt in die zentrale Problemstellung sowie die Terminologie der Arbeit ein.
2. Grammatikalische Aspekte: Dieses Kapitel definiert den Begriff Grammatik, diskutiert ihre Notwendigkeit, identifiziert typische Vermittlungsprobleme und erarbeitet Kriterien für einen schülerorientierten Unterricht.
3. Analyse ausgewählter Lehrwerke: Anhand von fünf Spanisch-Lehrwerken wird untersucht, wie diese die grammatikalische Vermittlung und das effektive Notieren von Regeln didaktisch umsetzen.
4. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Grammatik durch Kreativität und methodische Vielfalt als lebendigen Bestandteil des Lernens zu gestalten.
Schlüsselwörter
Grammatik, Fremdsprachenunterricht, Grammatikmethoden, Lehrerrolle, Schülerorientierung, Sprachdidaktik, Fehleranalyse, Lernstrategien, Lehrwerkanalyse, Motivationsförderung, Grammatikvermittlung, Sprachkompetenz, Regelsystem, Unterrichtsgestaltung, Sprachgefühl.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem oft problematischen Stellenwert der Grammatik im Fremdsprachenunterricht und untersucht, wie Lehrende diese durch moderne Didaktik motivierender und effektiver gestalten können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Grammatik, die Analyse von Hindernissen im Lernprozess, didaktische Kriterien für guten Unterricht sowie die praktische Anwendung in Lehrwerken.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu belegen, dass Grammatik eine unersetzliche Komponente des Sprachlernens ist, und aufzuzeigen, wie sie den Lernenden motivierend vermittelt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung sowie auf eine vergleichende Analyse der didaktischen Aufbereitung grammatikalischer Inhalte in fünf gängigen Spanisch-Schülerbüchern.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Aspekte, Probleme und Lösungen (wie Schülerorientierung und Methodenvielfalt) sowie die kritische Begutachtung der gewählten Lehrwerke detailliert dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Grammatik, Fremdsprachenunterricht, Schülerorientierung, Lernstrategien, Lehrwerkanalyse und Motivationsförderung.
Welche Rolle spielt die "Klassengrammatik" laut der Autorin?
Die Klassengrammatik dient als schülerorientiertes Instrument, in dem die Lernenden selbst erarbeitete Regeln festhalten, was den Inhalt persönlicher, verständlicher und einprägsamer macht.
Warum wird im Fazit die Notwendigkeit der Lehrkraft betont?
Die Analyse zeigt, dass kein Lehrbuch alle Anforderungen perfekt abdeckt; daher muss die Lehrkraft als Mediator fungieren, der die Lehrwerke individuell an die Bedürfnisse der Lerngruppe anpasst.
- Arbeit zitieren
- Marlen Jungbluth (Autor:in), 2014, Grammatik im Fremdsprachenunterricht. Wie der Lehrende dem schlechten Ruf entgegenwirken kann, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/288080