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Zur Shop-Startseite › Soziologie - Kommunikation

Veränderung zwischenmenschlicher Beziehungen durch die Entwicklung sozialer Netzwerke

Titel: Veränderung zwischenmenschlicher Beziehungen durch die Entwicklung sozialer Netzwerke

Bachelorarbeit , 2012 , 68 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: B.A. Vanessa Mühlhausen (Autor:in)

Soziologie - Kommunikation

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

The Social Network – heißt der Titel eines Spielfilms aus dem Jahre 2010. Drei Wörter, die eigentlich soziologisch terminiert sind. Mit diesem Titel lässt sich allerdings der Rahmen für
Bedeutungsspekulationen ausdehnen. Der Inhalt des Films dreht sich nicht allein um soziologische Fachbegrifflichkeiten – der technologische Fortschritt spielt nämlich zusätzlich
eine signifikante Rolle.
Seitdem das world wide web im Jahre 1993 für jedermann zugänglich wurde, veränderte sich einiges im Leben der Menschen. So wie einst die Einführung des Fernsehens 1935 oder des Mobiltelefons, Ende der 90er Jahre, das alltägliche Leben der Deutschen auf neue Art beeinflusste, brachte auch das Internet weitere Chancen für Alltag und Beruf. Im Jahre 2007 wurde von der EITO prognostiziert, dass Anfang 2010 vermutlich 1,5 Milliarden Menschen das Internet täglich nutzen werden. Die Prognose bestätigte sich. Allein in Deutschland
wurde im Jahre 2011 festgestellt, dass mehr als 50 Millionen Bundesbürger das Internet regelmäßig nutzten.
Dies zeugt von der hohen Nützlichkeit dieses neuen Mediums für die meisten Menschen. Sei es eine Informationsquelle für Forschung und Wissenschaft oder die Möglichkeit unterwegs
das E-Mail-Postfach abzurufen – das Internet bietet vielseitige Funktionen. Doch wenn es unser Leben bereichern kann, kann das Web es nicht auf gleichem Wege verkomplizieren?
Offensichtlich, denn mit diesem technischen Fortschritt kamen auch neue soziale Konflikte und Risiken auf, die heutzutage öffentlich diskutiert werden. Jede neue Erfindung rief neue
Diskurse hervor – beispielsweise auch der Fernsehkonsum, wie er sich zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung entwickelte und zu Anfang schon nicht selten den Unternehmungen mit
Freunden vorgezogen wurde. Wie beeinflusst das Internet, als eine der gewinnbringendsten Erfindungen unseres Jahrhunderts, unsere sozialen Netzwerke? Werden, wie befürchtet, soziale Kontakte durch die Technik unterbunden?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Phänomen: soziales Netzwerk

2.1. Was ist ein Netzwerk?

2.2. Was ist ein soziales Netzwerk?

2.3. Bildung sozialer Netzwerke

2.4. Bezeichnung eines sozialen Netzwerks

2.5. Formen sozialer Netzwerke

2.6. Soziales Kapital

3. Die Entwicklung der sozialen Online-Netzwerke

3.1. Definition des sozialen Online-Netzwerks

3.2. Historie

3.3. Konzept und Aufbau sozialer Online-Netzwerke

3.4. Soziale Online-Netzwerke: Eine Übersicht

3.4.1. Facebook

3.4.2. Die VZ-Netzwerke

3.4.3. Xing

3.4.4. Twitter

3.4.5. Stayfriends

3.5. Kommunikationswege und Inhalte sozialer Online-Netzwerke

3.6. Die Frage des Datenschutzes: Was macht Facebook mit persönlichen Daten?

4. Veränderungen sozialer Beziehungen durch die Nutzung virtueller Netzwerke

4.1. Definition soziale Beziehung

4.2. Virtuelle zwischenmenschliche Beziehungen

4.3. Marc Granovetters „The strength of weak ties“

4.3.1. Die Studie

4.3.2. Weak ties versus strong ties online

4.4. Einfluss der Online-Nutzung auf das Individuum

4.4.1. Gefahr der sozialen Isolation?

4.4.2. Suchtgefahr

4.5. Auswirkungen der Online-Interaktion auf zwischenmenschliche Beziehungen

4.5.1. Freundschaft

4.5.2. Berufswelt

4.5.3. Romantische Beziehungen

4.6. Sozialkapital in Online-Netzwerken

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern die zunehmende Nutzung sozialer Online-Netzwerke die Qualität und Art zwischenmenschlicher Beziehungen verändert. Die Forschungsfrage fokussiert dabei, ob virtuelle Kontakte reale Bindungen ergänzen, ersetzen oder deren Charakter fundamental transformieren.

  • Wandel zwischenmenschlicher Kommunikationsmuster durch soziale Netzwerke
  • Einfluss der Internetnutzung auf soziales Kapital und Isolation
  • Stärken und Schwächen von Online-Kontakten im Vergleich zu face-to-face-Interaktionen
  • Die Rolle von "weak ties" und "strong ties" in virtuellen Umgebungen

Auszug aus dem Buch

3.3. Konzept und Aufbau sozialer Online-Netzwerke

Innerhalb kürzester Zeit entwickelten sich einige soziale Online-Dienste. Die Nutzer konnten sich damit so einfach wie nie an der Gestaltung des Webs beteiligen, wie auch mit anderen Nutzern virtuell verknüpfen und kommunizieren.

Die schnelllebige Entwicklung verschiedener virtueller sozialer Dienste führte zu einem Konkurrenzkampf der Betreiber um jeden user sodass die Anzahl der Mitgliedschaften für die Netzwerke von Anfang an eine bedeutende Rolle spielte. Aufgrund der vorherrschenden Unentgeltlichkeit können die Nutzer schnell und unproblematisch ihre Mitgliedschaften beenden bzw. pausieren, so dass sie sich ohne Verpflichtung einem anderen Netzwerk anschließen können. Demnach kann es den Betreibern nicht nur um hohe Einnahmen aus den Anmeldungen für ihre Internet-Portale gehen. Umso größer ein Netzwerk ist, umso mehr Nutzer-Aktivität ist vorhanden und daraus ergibt sich ein hoher Beliebtheitsgrad bei anderen Unternehmen. Diese können die sozialen Dienste nutzen, um Kunden anzuwerben und zu binden – damit verdient beispielsweise Mark Zuckerberg, der Erfinder und Gründer des Online-Netzwerk-Giganten Facebook, hauptsächlich sein Geld: das soziale Netzwerk zur Verfügung gestellt als Online-Werbeträger. Für Unternehmen ist diese Art von Kundenanwerbung durchaus attraktiv, da mit wenig Aufwand die Zielgruppe aufgespürt und erreicht werden kann und das mit wenig Streuverlusten. Durch die Informationen, die die Mitglieder preisgeben, wird die Werbung gezielt angepasst.

Ein besonderes Kennzeichen für die virtuellen sozialen Netzwerke ist die unmittelbare Darstellung der eigenen Person über das Netzwerk-Profil. Hier werden die persönlichen Daten, wie Alter, Name (oder auch ein Pseudonym), Beruf und Herkunftsort an das Netzwerk weitergegeben und dann für andere Nutzer lesbar gemacht. Diese privaten Daten würden wahrscheinlich im realen Leben erst in einem dyadischen face-to-face-Gespräch ausgetauscht werden. Im Web aber machen die Nutzer sich über ihre Profilinformation bekannt, sie beschreiben sich selbst, stellen ihre Persönlichkeit einem großen Publikum öffentlich dar. Die publiken Informationen der Nutzer bilden sozusagen das „Gerüst“ der virtuellen Plattformen, denn die Netzwerke wachsen über die Generierung von neuen Mitgliedern. Doch es sind nicht die Mitglieder selbst, die es ausmachen, sondern ihre Beziehungen untereinander. Die registrierten Nutzer können sich gegenseitig über die Suchfunktionen im Netzwerk auffinden und dadurch virtuell anfreunden. Dies geschieht eben über die veröffentlichten persönlichen

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der digitalen Transformation sozialer Beziehungen und Aufstellung der zentralen Hypothese zur Auswirkung sozialer Netzwerke.

2. Das Phänomen: soziales Netzwerk: Theoretische Klärung des Netzwerkbegriffs, der soziologischen Relevanz menschlicher Bindungen und des Konzepts des Sozialkapitals.

3. Die Entwicklung der sozialen Online-Netzwerke: Untersuchung der historischen Entwicklung virtueller Plattformen, ihres Aufbaus und der spezifischen Funktionen wichtiger Anbieter wie Facebook und Xing.

4. Veränderungen sozialer Beziehungen durch die Nutzung virtueller Netzwerke: Analyse der Auswirkungen auf Freundschaften, berufliche Kontakte und Partnerschaften unter Einbeziehung soziologischer Studien wie jener von Granovetter.

5. Resümee: Synthese der Ergebnisse, die eine ergänzende, aber keine vollständige Ersetzung realer durch virtuelle Interaktionen nahelegt.

Schlüsselwörter

Soziale Netzwerke, Internet, zwischenmenschliche Beziehungen, Soziologie, Sozialkapital, Facebook, Online-Kommunikation, Networking, Digitale Generation, Privatsphäre, virtuelle Identität, Freundschaft, Arbeitswelt, Informationsaustausch, Strukturanalysen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie soziale Online-Netzwerke wie Facebook oder Xing die Art und Weise beeinflussen, wie Menschen miteinander in Kontakt treten, Beziehungen pflegen und sich sozial vernetzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der Wandel der Kommunikation, das Konzept des Sozialkapitals, die Unterscheidung zwischen starken und schwachen sozialen Bindungen sowie die Herausforderungen des Datenschutzes und der Privatsphäre im digitalen Raum.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Netzwerke und der Veränderung zwischenmenschlicher Beziehungen aufzuzeigen und zu prüfen, ob Online-Netzwerke tatsächlich zu Vereinsamung führen oder bestehende Kontakte stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung bestehender soziologischer und kommunikationswissenschaftlicher Studien, insbesondere jener von Bernadette Kneidinger und Marc Granovetter.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung und Struktur sozialer Online-Dienste, vergleicht virtuelle mit realen Interaktionen und diskutiert empirische Ergebnisse bezüglich der Auswirkungen auf Freundschaften, berufliche Netzwerke und romantische Partnerschaften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Soziale Netzwerke, Sozialkapital, Online-Kommunikation, Digitale Transformation und zwischenmenschliche Beziehungen beschreiben.

Wie wirken sich soziale Netzwerke auf die berufliche Karriere aus?

Netzwerke wie Xing ermöglichen ein effizientes "Networking" und den Zugriff auf Informationen, die den beruflichen Erfolg durch bessere Kontaktmöglichkeiten und schnellere Informationsflüsse fördern können.

Welche Rolle spielt Eifersucht in sozialen Netzwerken?

In Partnerschaften können soziale Netzwerke als Quelle für Eifersucht dienen, da die permanente Sichtbarkeit der Aktivitäten des Partners und die Möglichkeit der "Überwachung" das Vertrauen belasten können.

Ende der Leseprobe aus 68 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Veränderung zwischenmenschlicher Beziehungen durch die Entwicklung sozialer Netzwerke
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Veranstaltung
Sozialwissenschaften
Note
1,3
Autor
B.A. Vanessa Mühlhausen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
68
Katalognummer
V287842
ISBN (eBook)
9783656879831
ISBN (Buch)
9783656879848
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziales Netzwerk Soziale Beziehungen Studi VZ Facebook Freundschaft Internet Technischer Fortschritt Virtuell Twitter Xing Datenschutz Stayfriends Online-Netzwerke Social networks Weak Ties Strong Ties Soziale isolation Suchtgefahr Online-Games
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Vanessa Mühlhausen (Autor:in), 2012, Veränderung zwischenmenschlicher Beziehungen durch die Entwicklung sozialer Netzwerke, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/287842
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Leseprobe aus  68  Seiten
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