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Die Kultur des Scheiterns. Auswirkungen in der Arbeitswelt

Title: Die Kultur des Scheiterns. Auswirkungen in der Arbeitswelt

Bachelor Thesis , 2014 , 59 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Helga Krachler (Author)

Business economics - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Im Rahmen der Beschäftigung mit unternehmerischen Krisen und Insolvenzen ließ sich feststellen, dass das Scheitern an sich selten bis nie thematisiert wird. In jeder Krise und jeder Insolvenz finden sich Gründe im Außen, in den Umständen oder der unmittelbaren Umwelt für einen Rückschlag oder gar den unternehmerischen Untergang. Bedeutet dies, dass es in Österreich eine kaum bis nicht existierende Kultur des Scheiterns gibt? Dennoch wird in letzter Zeit immer häufiger in den Medien, vor allem in Karrieremagazinen und auf Wirtschaftsseiten das Thema aufgegriffen. In einer Zeit hoher Arbeitslosigkeit bei gleichzeitig zunehmenden Bemühungen zur Mitarbeiterbindung findet sich immer wieder die Forderung nach einer Kultur des Scheiterns. Logischerweise muss sich daher eine wenig ausgeprägte Kultur bzw. hauptsächlich negative Begriffsbesetzung des Scheiterns auf die und in der Arbeitswelt auswirken. Was genau versteht man unter Scheitern? Handelt es sich dabei bloß um Fehler, Misserfolge, Erfolglosigkeit oder Fehlschläge? Wie wird Scheitern vom Einzelnen, von Unternehmen und Organisationen verarbeitet? Gibt es Strategien zur Bewältigung? Und ist Scheitern möglicherweise ein Ausgangspunkt für Neues, für Weiterentwicklung und persönliches wie organisationales Lernen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsinteresse und Vorgehensweise

2.1 Problemstellung

2.2 Forschungsfragen

2.3 Geplantes methodisches Vorgehen

3. Zielsetzung

4. Begriffe

4.1 Kultur

4.2 Misserfolg, Versagen und Scheitern

4.2.1 Misserfolg

4.2.2 Versagen

4.2.3 Scheitern

4.3 Arbeitswelt

5. Entwicklung - Geschichte und Fachbereiche des Scheiterns

6. Auswirkungen in der Arbeitswelt

6.1 Organisation

6.2 Rollen und Hierarchien

6.3 Mitarbeiter

6.4 Teams

6.5 Management

7. Ansätze zur Bewältigung

7.1 Resignation

7.2 Bewältigung

7.2.1 Coaching

7.2.2 Supervision

7.2.3 Psychotherapie

7.2.4 Mentoring

7.2.5 Peer Groups

7.3 Resilienz

7.4 Antifragilität

7.5 Ein Blick über die Grenze

8. Zwischenresümee

9. Forschungsprojekt

9.1 Datenerhebung

9.2 Interviewpartner

9.3 Entwicklung des Interviewleitfadens

9.4 Datenauswertung

10. Forschungsergebnisse

10.1 Definition des Scheiterns

10.2 Misserfolg, Fehler und Versagen

10.3 Persönliches Scheitern

10.4 Unterstützung im Scheitern

10.5 Scheitern der Anderen

10.5.1 Mitarbeiter

10.5.2 Vorgesetzte

10.6 Konsequenzen

10.7 Bewältigungsstrategien

10.8 Gedanken zum Scheitern

10.8.1 Kultur des Scheitern

10.8.2 Wahrnehmung des Scheitern

10.8.3 Tabu

10.8.4 Lernen aus dem Scheitern

11. Schlussfolgerungen und Reflexion

12. Verzeichnisse

12.1 Quellenverzeichnis

12.1.1 Literaturverzeichnis

12.1.2 Studien und Statistiken

12.1.3 Fachzeitschriften

12.2 Anhang

12.2.1 - Anhang 1 - Interviewleitfaden

12.2.2 - Anhang 2 - Interviewpartner

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit untersucht, inwieweit eine Kultur des Scheiterns in Österreich ein Tabu darstellt und welche Auswirkungen dies auf die moderne Arbeitswelt hat. Dabei wird analysiert, wie Individuen und Organisationen mit Scheitern umgehen und ob bestehende Bewältigungsansätze ausreichen, um eine konstruktive Fehlerkultur zu etablieren.

  • Kulturelle Wahrnehmung und Tabuisierung des Scheiterns in der Arbeitswelt
  • Unterscheidung zwischen Misserfolg, Versagen und Scheitern
  • Implikationen von Scheitern für Organisationen, Mitarbeiter und Führungskräfte
  • Resilienz und Antifragilität als potenzielle Bewältigungsstrategien
  • Empirische Analyse mittels Experteninterviews zu Umgangsformen und Konsequenzen

Auszug aus dem Buch

4.2.3 Scheitern

Wird Scheitern von Misserfolg und Versagen abgrenzt, da es vorhergehendes Handeln erfordert, stellt sich die Frage nach seinem Nutzen. Die Erfahrung des individuellen Scheiterns ist einem Wachsen und Erkennen der - eigenen - Realität förderlich, erst die Auseinandersetzung damit führt zur Selbstbestimmung über Möglichkeiten und einem möglichen Haltungswandel. Daher steht eine Flucht vor dem Scheitern einer Flucht vor dem möglichen Erfolg gleich.

Die Soziologie unterscheidet graduelles und absolutes Scheitern und stellt implizite und explizite Bezugsrahmen dafür auf. Absolutes Scheitern wird in zeitliche, sachliche, soziale und körperliche Strukturen und deren Auswirkungen unterteilt.

Der Verneinung der Handlungsfähigkeit als Scheitern ist Handeln als Scheiternsvermeidung, aber auch Scheiternsbewältigung gegenüberzustellen. Wird Scheitern als Sanktion für ein Handeln ohne Zielerreichen verstanden, zerstört es im absoluten Sinn jede weitere Handlungschance, führt jedoch im graduellen Sinn zur „Üblichkeit sozialen Handelns zurück“, wobei hier später weiter gehandelt werden kann. Im Unterschied dazu wird im absoluten Scheitern jede Handlungsfähigkeit abgesprochen, woraus sich die Erfahrung des Sozialen ableitet und folglich die Widerständigkeit, die zur Eigenständigkeit des Handelns hinzukommt.

Individuelles Scheitern ist mit dem Eingestehen, selbst gesetzte Ziele endgültig nicht erreicht zu haben, gleichzusetzen - sowohl durch Eigen- wie durch Fremddiagnose. Die sozialen Konsequenzen des Scheiterns spiegeln sich in der Gesellschaft, einerseits in den Fragen, wie die Gesellschaft mit Scheiternden umgeht und ob sie selbst scheitern kann, und andererseits in Unterteilung nach noch aufrechten Handlungsalternativen oder Zwang ohne Optionen. Scheitern stellt in einer auf Erfolg ausgerichteten Leistungsgesellschaft etwas „Unverzichtbares und gleichzeitig äußerst Negatives“ dar, da es nicht revidierbar ist, sondern als endgültig, als absolut gedeutet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation der Autorin und die Relevanz des Scheiterns als oft tabuisiertes Phänomen in einer leistungsfokussierten Arbeitswelt.

2. Forschungsinteresse und Vorgehensweise: Dieses Kapitel definiert die Problemstellung sowie die zentralen Forschungsfragen und erläutert den methodischen Rahmen der Untersuchung.

3. Zielsetzung: Hier wird der Fokus auf die Auseinandersetzung mit der Kultur des Scheiterns in Österreich und die Identifizierung von Bewältigungsstrategien in der modernen Arbeitswelt gelegt.

4. Begriffe: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Fundierung der zentralen Begriffe Kultur, Arbeitswelt sowie der Abstufungen von Misserfolg, Versagen und Scheitern.

5. Entwicklung - Geschichte und Fachbereiche des Scheiterns: Eine historische Betrachtung des Scheiterns verdeutlicht, wie sich der Umgang damit über Disziplinen wie Soziologie und Organisationspsychologie hinweg gewandelt hat.

6. Auswirkungen in der Arbeitswelt: Dieses Kapitel analysiert die konkreten Konsequenzen von Scheitern auf verschiedenen organisationalen Ebenen, von einzelnen Mitarbeitern bis hin zum Management.

7. Ansätze zur Bewältigung: Hier werden verschiedene Strategien wie Coaching, Resilienz und das Konzept der Antifragilität als Wege zum Umgang mit beruflichem Scheitern vorgestellt.

8. Zwischenresümee: Eine Zusammenfassung der theoretischen Erkenntnisse unterstreicht die Komplexität und das Fehlen einer ausgeprägten Kultur des offenen Scheiterns.

9. Forschungsprojekt: Das Kapitel beschreibt den Aufbau und die Durchführung der qualitativen Experteninterviews zur praktischen Untersuchung der Thematik.

10. Forschungsergebnisse: Die Ergebnisse der Befragungen zeigen eine deutliche Diskrepanz zwischen dem Wunsch nach einer offenen Fehlerkultur und der realen Praxis in österreichischen Unternehmen auf.

11. Schlussfolgerungen und Reflexion: Abschließend werden die Ergebnisse interpretiert und die Notwendigkeit eines kulturellen Wandels hin zu einer konstruktiven Auseinandersetzung mit Fehlern bekräftigt.

12. Verzeichnisse: Dieser Abschnitt enthält das umfassende Literaturverzeichnis, Studienquellen und weiterführende Belege.

Schlüsselwörter

Scheitern, Arbeitswelt, Unternehmenskultur, Misserfolg, Versagen, Resilienz, Antifragilität, Fehlerkultur, Coaching, Organisationspsychologie, Leistungsdruck, Management, Tabuisierung, Führung, Bewältigungsstrategien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Scheiterns in der österreichischen Arbeitswelt, beleuchtet dessen Tabuisierung und analysiert, wie Betroffene und Organisationen mit dieser Erfahrung umgehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die soziologische und psychologische Bedeutung von Scheitern, die Analyse der Unternehmenskultur sowie verschiedene Strategien zur Bewältigung, wie Mentoring, Coaching und Resilienzkonzepte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es herauszufinden, ob Scheitern in der österreichischen Arbeitswelt tatsächlich ein Tabu ist und ob Unternehmen über Strategien verfügen, dieses als Chance für organisationales Lernen zu nutzen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung des Forschungsstands und ergänzt diese durch eine empirische Untersuchung in Form von neun Experteninterviews mit Personen in leitenden Funktionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, eine historische Einordnung, eine Analyse der Auswirkungen von Scheitern in Organisationen sowie die Vorstellung verschiedener Bewältigungsansätze und der Ergebnisse aus den Experteninterviews.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kultur des Scheiterns, Arbeitswelt, Resilienz, Antifragilität und Organisationskultur sind zentrale Begriffe, die den theoretischen und praktischen Diskurs der Arbeit bestimmen.

Welche Erkenntnis lässt sich über Vorgesetzte und deren Scheitern gewinnen?

Die Interviews zeigen, dass Vorgesetzte in der Praxis seltener ihre eigenen Fehlentscheidungen als Scheitern wahrnehmen oder zugeben, wobei Mitarbeiter meist hilflos auf das Scheitern ihrer Führungskräfte reagieren.

Warum wird Scheitern in Unternehmen oft verschleiert?

Scheitern wird in der Leistungsgesellschaft meist negativ besetzt und als Zeichen von Unfähigkeit gewertet; Unternehmen tendieren daher dazu, Probleme zu verschleiern, anstatt sie proaktiv für Lernprozesse zu nutzen.

Was unterscheidet „Fehler“ von „Scheitern“ nach Ansicht der Experten?

Fehler werden als normaler, korrigierbarer Prozess auf dem Weg zum Ziel eingestuft, während Scheitern oft als endgültige Niederlage oder schwerwiegendes Versagen wahrgenommen wird.

Ist laut der Arbeit eine neue Kultur des Scheiterns sinnvoll?

Die Befragten bejahen den Bedarf an einer offeneren Fehlerkultur, betonen jedoch, dass eine solche nur durch aktives Vorleben und eine vertrauensvolle Kommunikation implementiert werden kann.

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Details

Title
Die Kultur des Scheiterns. Auswirkungen in der Arbeitswelt
Grade
1,0
Author
Helga Krachler (Author)
Publication Year
2014
Pages
59
Catalog Number
V286871
ISBN (eBook)
9783656873563
ISBN (Book)
9783656873570
Language
German
Tags
Kultur Scheitern Erfolg Misserfolg Fehler Krise Insolvenz Arbeitslosigkeit Arbeit Arbeitswelt Unternehmen Organisation Lernen Management Resignation Resilienz Antifragilität Versagen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Helga Krachler (Author), 2014, Die Kultur des Scheiterns. Auswirkungen in der Arbeitswelt, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/286871
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