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Literarische Frauenbilder in der DDR und BRD. Ein Vergleich

Frauenbilder in Christa Wolfs „Was bleibt“ und Wolfgang Koeppens „Tauben im Gras“

Titel: Literarische Frauenbilder in der DDR und BRD. Ein Vergleich

Hausarbeit , 2012 , 24 Seiten , Note: 2,1

Autor:in: Anastasia Wolter (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Sowohl in Koeppens Roman "Tauben im Gras", als auch in Wolfs Erzählung "Was bleibt" werden unterschiedliche Frauenbilder dargestellt. Meist befinden sich die Frauen in schwierigen Lebenslagen und versuchen, angemessen damit umzugehen. Sie sind dem politischen oder gesellschaftlichen Druck ausgesetzt und reagieren verschieden darauf. In dieser Hausarbeit soll der Weg aufgewiesen werden, welchen die Frauen in den Erzählungen, die sowohl in der DDR als auch in der BRD spielen, wählen, um mit ihren Erlebnissen umzugehen. Des Weiteren werden ihre Charakterzüge und ihr Verhalten dargestellt. Außerdem wird die teilweise unterschiedliche Darstellung der Frauenbilder in der DDR und der BRD deutlich. In einigen Hinsichten korrespondieren diese Frauenbilder mit den jeweiligen politischen Systemen. Während in Wolfs Erzählung die Ostberliner Schriftstellerin versucht, mit ihren Ängsten alleine umzugehen, ist eine wesentlich größere Abhängigkeit von Männern bei den Frauen in der BRD erkennbar.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Die Darstellung von Frauen in der DDR in Christa Wolfs Erzählung „Was bleibt“

2.1 Der Einfluss der Observation durch die Stasi auf die Protagonistin

2.2 Die Protagonistin und ihr Umgang mit Menschen aus ihrer direkten Umgebung

3. Die Darstellung von Frauen in der BRD in Wolfgang Koeppens Roman „Tauben im Gras“

3.1 Die Darstellung der unterschiedlichen Frauencharaktere

3.2 Die Abhängigkeit der Frauen in „Tauben im Gras“

4. Vergleich der unterschiedlichen in der DDR oder BRD dargestellten literarischen Frauenbilder

5. Literatur und Kritik in Ost und West

5.1 Die Rezeption von Christa Wolfs Erzählung „Was bleibt“ in der DDR und in der BRD

5.2 Die Rezeption von Wolfgang Koeppens Roman „Tauben im Gras“ in der DDR und in der BRD

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Darstellung von Frauenbildern in Christa Wolfs Erzählung „Was bleibt“ (DDR) und Wolfgang Koeppens Roman „Tauben im Gras“ (BRD), um den Einfluss politischer Systeme auf die weibliche Identität und Handlungsfähigkeit aufzuzeigen.

  • Analyse der Beobachtung und staatlichen Unterdrückung in der DDR
  • Untersuchung von Abhängigkeitsverhältnissen und gesellschaftlichem Druck in der BRD
  • Vergleichende Gegenüberstellung der weiblichen Charakterzeichnungen in Ost und West
  • Untersuchung der Rezeption beider Werke in den jeweiligen politischen Systemen
  • Diskussion über Werteverlust und Emanzipation im literarischen Kontext

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Einfluss der Observation durch die Stasi auf die Protagonistin

Die Ostberliner Schriftstellerin, deren Leben komplett von der Stasi observiert wird, lebt in völliger Unruhe. Sie hat das Gefühl, es spüren zu können, wenn vor ihrem Fenster die Autos stehen, in denen die Männer sitzen, die sie beobachten (Vgl. Wolf 1990: 15). Auch das sich ständig wiederholende Verhalten von Frau G., das sie voraussagen kann und das sie zumindest beruhigen könnte, da es auf Gewohnheit hinweist (Vgl. Wolf 1990: 8), hält sie nicht davon ab, sich viele Gedanken um ihre Observation zu machen. Frau G., eine Nachbarin, beschwert sich über die anderen Bewohner, über Betrunkene, die nachts heimkehren und über die „Kommunale Wohnungsverwaltung, die es nicht fertigbrachte, eine Klingelleitung zu legen“ (Wolf 1990: 8). Sie wird als missmutige, verbissene und wütende Frau charakterisiert. Wütend sowohl auf ihre Mitmenschen als auch auf die Stadtbehörden, was sie letztlich dann zu ihrem Missmut führt.

Die Hauptfigur der Erzählung schöpft Hoffnung darin, sich durch ihre „andere Sprache“ eines Tages öffnen zu können (Wolf 1990: 7). „[…] [M]eine andere Sprache, die in mir zu wachsen begonnen hatte, zu ihrer vollen Ausbildung aber noch nicht gekommen war, würde gelassen das Sichtbare dem Unsichtbaren opfern […]“ (Wolf 1990: 15). Dieser Gedanke von ihr zeigt, dass sie überzeugt ist, eines Tages das „unsichtbare Wesentliche aufscheinen“ (Wolf 1990: 15) zu lassen durch eine kommunikative Art, die sie sich noch nicht vollends angeeignet hat. Sie möchte sich gerne auf eine ehrliche Art und Weise mitteilen, was sie jedoch nicht kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Einführung in die Thematik der Frauenbilder in Christa Wolfs „Was bleibt“ und Wolfgang Koeppens „Tauben im Gras“ sowie Erläuterung des Forschungsziels.

2. Die Darstellung von Frauen in der DDR in Christa Wolfs Erzählung „Was bleibt“: Analyse der Auswirkungen staatlicher Observation auf das Leben, die Identität und die Ängste der ostberliner Protagonistin.

2.1 Der Einfluss der Observation durch die Stasi auf die Protagonistin: Untersuchung, wie die ständige Überwachung die Psyche und das Verhalten der Schriftstellerin innerhalb der DDR verändert.

2.2 Die Protagonistin und ihr Umgang mit Menschen aus ihrer direkten Umgebung: Darstellung, wie die Protagonistin versucht, ihre Familie zu schützen und ihre Ängste vor ihrem sozialen Umfeld zu verbergen.

3. Die Darstellung von Frauen in der BRD in Wolfgang Koeppens Roman „Tauben im Gras“: Betrachtung der unterschiedlichen Frauenfiguren in einer vom Wirtschaftswunder und Nachkriegsproblemen geprägten Gesellschaft.

3.1 Die Darstellung der unterschiedlichen Frauencharaktere: Detaillierte Charakterisierung der verschiedenen Frauenfiguren und ihrer spezifischen Lebensumstände im Westdeutschland der Nachkriegszeit.

3.2 Die Abhängigkeit der Frauen in „Tauben im Gras“: Analyse der soziopolitischen Abhängigkeitsverhältnisse der Frauen von Männern und dem gesellschaftlichen Ruf.

4. Vergleich der unterschiedlichen in der DDR oder BRD dargestellten literarischen Frauenbilder: Synthese der Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den ost- und westdeutschen Frauenbildern unter Berücksichtigung des politischen Kontextes.

5. Literatur und Kritik in Ost und West: Untersuchung des Einflusses der marxistischen Weltanschauung und westlicher Literaturkritik auf die Wahrnehmung der Werke.

5.1 Die Rezeption von Christa Wolfs Erzählung „Was bleibt“ in der DDR und in der BRD: Analyse der unterschiedlichen Rezeptionsweisen von Christa Wolfs Werk in den beiden deutschen Staaten.

5.2 Die Rezeption von Wolfgang Koeppens Roman „Tauben im Gras“ in der DDR und in der BRD: Betrachtung der Wahrnehmung von Koeppens Gesellschaftskritik in Ost und West.

Schlüsselwörter

Christa Wolf, Wolfgang Koeppen, Was bleibt, Tauben im Gras, Frauenbild, DDR, BRD, Stasi, Literaturkritik, Nachkriegsliteratur, Emanzipation, Identität, Geschlechterrollen, Gesellschaftskritik, Observation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie literarische Frauenfiguren in den Romanen „Was bleibt“ von Christa Wolf und „Tauben im Gras“ von Wolfgang Koeppen dargestellt werden und wie diese Darstellungen mit den jeweiligen politischen Systemen von DDR und BRD korrespondieren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind der Einfluss staatlicher Überwachung, die Abhängigkeit der Frau in patriarchalen Strukturen, der Umgang mit Ängsten sowie die Bedeutung gesellschaftlicher Normen und Werte in Ost und West.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen politischem System und der literarischen Ausgestaltung weiblicher Charaktere sowie deren Handlungsspielräume aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse und ein komparativer Vergleich der primären erzählerischen Texte unter Einbeziehung von Fachliteratur und Literaturkritik angewendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Frauenfiguren in beiden Werken, gefolgt von einem direkten Vergleich sowie einer Betrachtung der zeitgenössischen Rezeption dieser Werke in Ost und West.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Wesentliche Begriffe sind Frauenbild, politische Systeme, Observation, Abhängigkeit, Emanzipation und Literaturkritik.

Inwiefern unterscheidet sich die Rolle der Protagonistin bei Christa Wolf von den Frauenfiguren bei Koeppen?

Während die Schriftstellerin bei Wolf trotz ihrer Isolation und Angst als starke, rationale Persönlichkeit dargestellt wird, die über ihr Schicksal reflektiert, wirken die Frauenfiguren bei Koeppen stärker fremdbestimmt, oft als Objekte männlicher Interessen und weniger als eigenständige Charaktere.

Welche Rolle spielt das Thema „Geld“ bei der Charakterisierung der Frauen in „Tauben im Gras“?

In Koeppens Roman dient das Streben nach finanziellem Wohlstand oder die Not durch Geldmangel als zentrales Motiv, das die Handlungen der Frauen beeinflusst und ihre Abhängigkeit von Männern oder gesellschaftlichem Status verdeutlicht.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Literarische Frauenbilder in der DDR und BRD. Ein Vergleich
Untertitel
Frauenbilder in Christa Wolfs „Was bleibt“ und Wolfgang Koeppens „Tauben im Gras“
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Germanistik)
Veranstaltung
Vergleichende Darstellung von Frauenbildern in der Literatur der DDR und BRD
Note
2,1
Autor
Anastasia Wolter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
24
Katalognummer
V286758
ISBN (eBook)
9783656876298
ISBN (Buch)
9783656876304
Sprache
Deutsch
Schlagworte
frauen tauben im gras christa wolf brd ddr koeppen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anastasia Wolter (Autor:in), 2012, Literarische Frauenbilder in der DDR und BRD. Ein Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/286758
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Leseprobe aus  24  Seiten
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