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Carl Schmitt. Theorie und Aktualität im "war on terror"

Title: Carl Schmitt. Theorie und Aktualität im "war on terror"

Term Paper , 2014 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Alexander Wittwer (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

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Als einer der bedeutendsten und zugleich umstrittensten politischen Denker des 20. Jahrhunderts, gilt der deutsche Staats- und Völkerrechtler Carl Schmitt (1888-1985). In dieser Eigenschaft zählt Schmitt zu den Vertretern der „Konservativen Revolution“ in Deutschland, einer antidemokratischen, gegen die Weimarer Republik gerichteten, sehr heterogenen Strömung des politischen Denkens, die dem Nationalsozialismus nahe stand, ohne in ihm aufzugehen.
Ebenso umstritten wie das Wirken und Leben von Schmitt ist die von ihm entwickelte Theorie. Während Schmitt für seine Theorie besonders nach dem Nationalsozialismus zahlreiche Kritiken einfährt, wird er beispielsweise von Herfried Münkler, nicht zuletzt aufgrund seiner Wirkung auf das Staatsrecht und die Rechtswissenschaft der frühen Bundesrepublik, als „Klassiker des politischen Denkens“ geehrt. Aufgrund der radikalen Ablehnung des pluralistischen Liberalismus findet Schmitt bis heute Anhänger bei jenen, die dem Liberalismus gegenüber kritisch eingestellt sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Carl Schmitt als Denker der „Konservativen Revolution“

2. Der Begriff des Politischen

2.1 Freund-Feind-Beziehungen

2.2 Der Ausnahmefall und die Normalität

2.3 Die Souveränität des Staates

2.4 Die Legitimität des Krieges

2.5 Der Pluralismus der Staatenwelt

2.6 Schmitts Kritik am Liberalismus

3. Die Aktualität Carl Schmitts im „war on terror“

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert Carl Schmitts Hauptwerk „Der Begriff des Politischen“ (1932) unter besonderer Berücksichtigung seiner Theorie der Feindschaft, der Souveränität und seiner Kritik am Liberalismus, um darauf aufbauend die theoretische Aktualität seines Denkens im Kontext des „war on terror“ zu untersuchen.

  • Freund-Feind-Unterscheidung als konstitutives Merkmal des Politischen
  • Staatliche Souveränität und die Entscheidung im Ausnahmefall
  • Kritische Auseinandersetzung mit liberalen Universalismusvorstellungen
  • Übertragbarkeit von Schmitts Begrifflichkeiten auf moderne sicherheitspolitische Krisen

Auszug aus dem Buch

2.1 Freund-Feind-Beziehungen

Schmitt geht von verschiedenen Gegenstandsfeldern menschlichen Denkens und Handelns aus, die jeweils von einem Grundwiederspruch geprägt und auf einander angewiesen sind. Der Gegensatz in der Moral ist dabei die Unterscheidung von „gut und böse“, in der Ästhetik die Unterscheidung von „schön und hässlich“ und in der Wirtschaft die Unterscheidung in „rentabel und nicht-rentabel“. Mit dem Verschwinden dieser Grundunterscheidungen würde sich auch das jeweilige Gegenstandsfeld auflösen, wobei sich die Attribute der einzelnen Kategorien nicht gegenseitig bedingen. Ein hässlicher Gegenstand kann also sowohl ökonomisch rentabel, als auch ökonomisch irritabel sein.

Der Gegensatz von Freund und Feind ist dabei die spezifische politische Unterscheidung, auf die sich politische Handlungen und Motive zurückführen lassen. Schmitt stützt sich dabei auf der Annahme „[…],daß alle echten politischen Theorien den Menschen als 'böse' voraussetzen, d.h. als keineswegs unproblematisches, sondern als 'gefährliches' und dynamisches Wesen betrachten.“ Dennoch ist unter Feind nicht der persönliche Feind (inimicus) dem man Antipathie entgegenbringt, sondern der öffentliche Feind (hostis) zu verstehen. Jeder ökonomische, moralische oder jede andere Gegensatz kann laut Schmitt politisiert werden, sobald er stark genug die Menschen in Freund und Feind zu gruppieren. Der Feindbegriff ist dabei kein symbolischer Begriff im Sinne eines Konkurrenten oder Diskussionsgegners und politische Entscheidungen sind immer an konkrete Situationen und festgelegte Normen gebunden: „Der Krieg folgt aus der Feindschaft, […].“ Dabei ist der Feindbegriff eng mit dem Begriff des Kampfes verbunden, den an ihm kommt der Ernstfall an dem sich das Politische konstituiert am besten zum Ausdruck: „Die Begriffe Freund, Feind und Kampf erhalten ihren realen Sinn dadurch, daß sie insbesondere auf die reale Möglichkeit der physischen Tötung Bezug haben und behalten.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Carl Schmitt als Denker der „Konservativen Revolution“: Einführung in die Person Carl Schmitt als kontroversen Rechtsgelehrten und die Einordnung seines Denkens in den historischen Kontext der Weimarer Republik.

2. Der Begriff des Politischen: Zentrale theoretische Herleitung der Freund-Feind-Unterscheidung als Fundament des Politischen, losgelöst von einer rein staatlichen Monopolstellung.

2.1 Freund-Feind-Beziehungen: Erläuterung der qualitativen Unterscheidung von moralischen oder ästhetischen Gegensätzen hin zur existenziellen politischen Feindschaft.

2.2 Der Ausnahmefall und die Normalität: Analyse der Bedeutung des Ausnahmezustands, in dem sich die Souveränität des politischen Akteurs erst manifestiert.

2.3 Die Souveränität des Staates: Untersuchung des Entscheidungsmonopols des Staates in Bezug auf die Bestimmung des öffentlichen Feindes.

2.4 Die Legitimität des Krieges: Erörterung von Schmitts Ansicht zum bellum justum, bei dem nur der Existenzkampf zur Verteidigung legitime Gewalt rechtfertigt.

2.5 Der Pluralismus der Staatenwelt: Ablehnung eines universalen Weltstaates zugunsten einer Koexistenz souveräner Einheiten.

2.6 Schmitts Kritik am Liberalismus: Darstellung der Ablehnung liberaler Ideale, denen Schmitt eine Entpolitisierung und moralische Inkonsequenz vorwirft.

3. Die Aktualität Carl Schmitts im „war on terror“: Übertragung von Schmitts Theorie auf moderne sicherheitspolitische Praktiken, insbesondere im Umgang mit Ausnahmezuständen.

4. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung zum kritischen Umgang mit Schmitts Werk vor dem Hintergrund seiner nationalsozialistischen Vergangenheit und seiner heutigen ideologischen Rezeption.

Schlüsselwörter

Carl Schmitt, Der Begriff des Politischen, Freund-Feind-Unterscheidung, Ausnahmezustand, Souveränität, Liberalismuskritik, Konservative Revolution, War on terror, Politische Theorie, Existenzkampf, bellum justum, Politische Ideengeschichte, Staatsrecht, Dezisionismus, Politische Einheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Hauptwerk von Carl Schmitt, „Der Begriff des Politischen“, und analysiert dessen Kernkonzepte wie die Freund-Feind-Unterscheidung und die Souveränität des Staates.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Mittelpunkt stehen das Verhältnis von Staat und Politik, die philosophische Anthropologie Schmitts, seine scharfe Kritik am liberalen Weltbild sowie die Legitimität des Krieges.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die theoretische Konsistenz von Schmitts Denken zu prüfen und zu untersuchen, inwiefern seine Konzepte heute zur Analyse globaler sicherheitspolitischer Phänomene dienen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer politiktheoretischen Analyse und Ideengeschichte, welche Schmitts Originaltexte mit zeitgenössischer wissenschaftlicher Literatur abgleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Schmittschen Begrifflichkeiten und eine anschließende Anwendung auf das aktuelle Beispiel des internationalen Antiterrorkampfes.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind vor allem „Freund-Feind-Unterscheidung“, „Ausnahmezustand“, „Souveränität“ und die „Kritik am Liberalismus“.

Inwieweit spielt die historische Person Schmitt eine Rolle für die Theoriebewertung?

Die Arbeit diskutiert, ob eine Trennung zwischen Schmitts historischem Handeln als „Kronjurist des Dritten Reiches“ und seiner politisch-theoretischen Theoriebildung möglich und sinnvoll ist.

Wie bezieht die Arbeit Schmitt auf den „war on terror“?

Es werden Parallelen gezogen zwischen Schmitts Konzept des Ausnahmezustands und der Praxis der USA nach dem 11. September, etwa durch das Schaffen rechtlicher „Grauzonen“ oder die Rhetorik der kollektiven Selbstverteidigung.

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Details

Title
Carl Schmitt. Theorie und Aktualität im "war on terror"
College
Martin Luther University  (Institut für Politikwissenschaft & Japanologie)
Course
Antidemokratisches Denken in der Weimarer Republik
Grade
2,0
Author
Alexander Wittwer (Author)
Publication Year
2014
Pages
13
Catalog Number
V286711
ISBN (eBook)
9783656876076
ISBN (Book)
9783656876083
Language
German
Tags
Carl Schmitt Weimarer Republik Antidemokratisches Denken in der Weimarer Republik Konservatismus Konservativismus Konservatives Denken
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Wittwer (Author), 2014, Carl Schmitt. Theorie und Aktualität im "war on terror", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/286711
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