Bevor ein Kunde mit dem Gerätetraining beginnen kann, ist ein Einführungsgespräch nötig. Wichtig sind Informationen über die Person sowie biometrische Daten und Daten über Krankheiten und gesundheitlichen Einschränkungen, es wird also eine ausführliche Anamnese durchgeführt. Aber auch Informationen über bisherige Sportarten und Motivation mit einem Gerätetraining zu beginnen und der zur Verfügung stehenden Zeit sind wichtig. Des Weiteren werden Tests durchgeführt, die etwas über die Kraftausdauer oder die Maximalkraft aussagen (z.B. 1- RM-Test, X-RM-Test und ähnliche). Bevor aber ein Trainingsplan individuell erstellt werden kann, braucht der Kunde ein Ziel.Außerdem ist er vom gesundheitlichen Zustand des Klienten abhängig, denn wenn der Klient gesundheitliche Einschränkungen haben sollte, so muss das in der Trainingsplanung berücksichtigt werden. In dieser Hausaufgabe wird dies am Beispiel von Herrn Ü. gezeigt.
Inhaltsverzeichnis
1) Diagnose
1a) Allgemeine und biometrische Daten von Herrn Ü.
1b) Kraftausdauertest nach Hans Spring
2) Herr Ü. hat folgende Ziele:
3) Makrozyklusplan von Herrn Ü. und Begründung
4) Mesozyklusplan von Herrn Ü. und seine Begründung
5) Studien zum Thema Krafttraining bei Beschwerden im unteren Rücken
6) Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Erstellung eines individuellen Trainingsplans für Herrn Ü., der unter Übergewicht, leichter Hypertonie und Rückenschmerzen leidet. Ziel ist es, durch eine wissenschaftlich fundierte Trainingsplanung die physische Leistungsfähigkeit zu steigern, das Körpergewicht zu reduzieren und chronische Beschwerden im Lendenwirbelbereich durch gezielte Kräftigung der Rumpfmuskulatur zu lindern.
- Analyse der biometrischen Daten und des Gesundheitszustands
- Einsatz des funktionsgymnastischen Kraftausdauertests nach Hans Spring
- Entwicklung eines strukturierten Makro- und Mesozyklusplans
- Begründung der Übungsauswahl basierend auf sportwissenschaftlichen Prinzipien
- Evaluation von Studien zur Wirksamkeit von Krafttraining bei Rückenschmerzen
Auszug aus dem Buch
1b) Kraftausdauertest nach Hans Spring
Herr Ü. hat den Funktionsgymnastischen Kraftausdauertest von Hans Spring absolviert. Die Trainerin hat ihm erklärt wofür dieser Test gut ist. Sie sagte Ihm, dass man mit diesem Test in Erfahrung bringt wie viel Kraftausdauer vorhanden ist und der Test zeigt auf, wo Defizite vorhanden sind. Der Testablauf fand folgender Weise statt:
Die Trainingsleiterin zeigte und erklärte ihm die erste Übung. Sie teilte dem Kunden mit das mit dieser Übung die Rumpfmuskulatur getestet wird. Beim Unterarmstütz werden die Unterarme, auf dem Boden, abgestützt. Hierbei ist zu beachten, dass die Ellenbogen unterhalb des Schultergelenkes und die Arme parallel mit den Daumen nach oben liegen. Die Rumpfmuskulatur wird angespannt und der gesamte Körper wird angehoben. Der Rücken bleibt Gerade und der Kopf bleibt in der Verlängerung der Wirbelsäule (siehe Abb.1). Nun werden, im 1-Sekunden-Takt, die Füße bei gestreckten Knien abwechselnd um eine Schuhgröße angehoben (Spring, Dvorak, Dvorak, Schneider, Tritschler, & Villiger, 2008).
Zusammenfassung der Kapitel
1) Diagnose: Erfassung der biometrischen Ausgangsdaten sowie Durchführung und Auswertung des funktionsgymnastischen Kraftausdauertests nach Hans Spring.
2) Herr Ü. hat folgende Ziele: Definition der Haupt- und Teilziele in Bezug auf Gewichtsreduktion, Schmerzlinderung und Blutdrucksenkung.
3) Makrozyklusplan von Herrn Ü. und Begründung: Darlegung der langfristigen Trainingsplanung unter Berücksichtigung allgemeiner Trainingsprinzipien wie der Periodisierung.
4) Mesozyklusplan von Herrn Ü. und seine Begründung: Konkretisierung der Trainingsinhalte für den ersten Mesozyklus inklusive spezifischer Übungsauswahl und Begründungen.
5) Studien zum Thema Krafttraining bei Beschwerden im unteren Rücken: Wissenschaftliche Einordnung der Trainingsmethode anhand von Studien zur Wirksamkeit von Gerätetraining bei chronischen Rückenbeschwerden.
6) Zusammenfassung: Abschließende Betrachtung des Prozesses der Trainingsplanerstellung und Bestätigung des Nutzens von Krafttraining für Gesundheit und Wohlbefinden.
Schlüsselwörter
Trainingsplanung, Kraftausdauer, Herr Ü., Rückenschmerzen, Hypertonie, Adipositas, Funktionsgymnastik, Makrozyklus, Mesozyklus, Rumpfstabilisation, Gerätetraining, Trainingswissenschaft, Hans Spring, Gesundheitsförderung, Gewichtsreduktion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die Erstellung und Begründung eines individuellen Trainingsplans für einen Probanden mit spezifischen gesundheitlichen Herausforderungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Trainingslehre, der Leistungsdiagnostik durch Kraftausdauertests und der wissenschaftlichen Fundierung von Krafttraining bei Rückenschmerzen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist die Verbesserung des Gesundheitszustands des Klienten durch Gewichtsreduktion und Schmerzlinderung mittels eines periodisierten Krafttrainings.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird das Modell der Makro- und Mesozyklusplanung sowie der Funktionsgymnastische Kraftausdauertest nach Hans Spring zur Leistungsdiagnose genutzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Diagnose, die Zielformulierung sowie die detaillierte Trainingsplanung inklusive der wissenschaftlichen Begründung der ausgewählten Übungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen Trainingsplanung, Kraftausdauer, Rumpfstabilisation und Gesundheitsförderung.
Wie werden die Trainingsreize im Plan angepasst?
Die Belastungsparameter werden durch das Prinzip der variierenden Belastung und der Periodisierung in Mesozyklen gesteuert, um kontinuierliche Fortschritte zu gewährleisten.
Welche Rolle spielt die Hypertonie bei der Übungsauswahl?
Die leichte Hypertonie erfordert spezielle Vorsicht, beispielsweise durch den Ausschluss von Übungen, bei denen sich der Kopf unterhalb des Herzniveaus befindet.
- Arbeit zitieren
- Edelgard Kaczmarek (Autor:in), 2013, Individueller Trainingsplan für das Krafttraining, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/286678