Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Sociology - Knowledge and Information

Ist Politik als Wissenschaft möglich? Analyse der Thesen von Karl Mannheim

Title: Ist Politik als Wissenschaft möglich? Analyse der Thesen von Karl Mannheim

Presentation (Elaboration) , 2010 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom Soziologe Sebastian Werfel (Author)

Sociology - Knowledge and Information

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Es ist immer noch sehr fraglich, welche Fragen mit der Politik als Wissenschaft überhaupt untersucht und dargestellt werden können.

Die Politik befindet sich in einem permanenten Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen und ökonomischen Zwängen. Diese Zwänge bilden den Mittelpunkt des menschlichen Seins. Die daraus resultierende Komplexität der vorherrschenden Zwänge, kann es der Politik sehr schwer machen, sich den Interessen der Gesamtheit zu unterstellen.

Die Wissenschaft sollte wertfrei sein, die Politik ist jedoch stets wertegeleitet. Wie genau sich dieser Aspekt auf die oben gestellte Fragestellung auswirkt, soll anhand der gewonnenen Erkenntnisse von Karl Mannheim aufgezeigt werden.

Desweiteren gilt es zu beweisen, ob die von Mannheim mitgeprägte Wissenssoziologie, auf die von Ideologien angesprochenen Probleme einwirkt und dadurch zur politischen Orientierung beiträgt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Problem der gleichzeitigen Verknüpfung von differenzierten Denkstilen

3 Die Synthese von Denkstilen

3.1 Die Schicht der freischwebenden Intelligenz

3.2 Der Missbrauch eines gemeinsamen etablierten Parteiwillens

3.3 Das Verständnis politischer Soziologie

4 Über die Eigenart politischen Wissens

5 Über die Mitteilbarkeit und die Darstellbarkeit politischen Wissens

6 Die Umsetzung der Politik als Wissenschaft mithilfe der Wissenssoziologie

7 Kritische Würdigung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht auf Basis von Karl Mannheims Werk "Ideologie und Utopie" die grundlegende Fragestellung, ob Politik als Wissenschaft möglich ist. Dabei wird analysiert, wie durch die Synthese differenzierter Denkstile und die Rolle einer "freischwebenden Intelligenz" ein Verständnis politischer Prozesse jenseits einseitiger Parteinahme und reiner Ideologie entwickelt werden kann.

  • Die Möglichkeiten und Grenzen der Verknüpfung unterschiedlicher Denkstile
  • Die soziologische Funktion der sogenannten "freischwebenden Intelligenz"
  • Der Zusammenhang zwischen politischem Wissen, Theorie und Praxis
  • Methodische Anforderungen an eine Politikwissenschaft unter Einbeziehung wissenssoziologischer Analysen

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Schicht der freischwebenden Intelligenz

Das Problem des Trägers zweier unterschiedlicher Denkstile ist nach wie vor sehr aktuell, weshalb noch näher erörtert werden muss, wer nun eigentlich berechtigt ist, der Träger dieser Synthese zu sein. Es ist fraglich, inwiefern ein solcher Synthesenträger bereits im sozialen, als auch im politischen Raum integriert ist. Mannheim hinterfragt diese Gegebenheit folgendermaßen: "Welches politische Wollen wird die Synthese als Aufgabe übernehmen, wer kann sie im sozialen Raume erstreben?" (Mannheim 1995, S. 134). Nimmt man die sozialen Schichten genauer unter die Lupe, so ist es auch auffällig, dass einem Verknüpfungswillen stets eine eindeutige Schicht der Geschichte zugeordnet werden kann. Nach Mannheims Auffassung ist dies die Mittelschicht. Sie fühlt sich seiner Ansicht nach stets Zwängen von der Unterschicht und der Oberschicht ausgesetzt und muss deshalb den Willen haben, zwischen diesen beiden Extrempolen zu handeln.

Um eine mögliche Bedrohung beider Schichten auszuschließen, ist die mittlere Schicht darauf angewiesen, ihre eigenen Denkstile zu hinterfragen und mit den Auffassungen der anderen Schichten zu vergleichen, um eine soziale Absicherung zu erreichen. Bezüglich der Vermittlung zwischen den Schichten wird laut Mannheim eine statische und dynamische Gestalt unterschieden. Die Zuordnung zu einer Ausprägung hängt hierbei von der eigenen sozialen Lagerung ab. Die statische Gestalt spiegelt sich beispielsweise in den französischen emporgekommenen Bürgertum wieder. Das französische emporgekommene Bürgertum zeichnet sich durch eine immense Kapitalanhäufung aus, deshalb geht von dieser Schicht nicht die eigentliche Intension aus, sich mit anderen Schichten auseinanderzusetzen und Synthesen in gemeinsamen Aspekten, als auch ähnlichen Theorien zu suchen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Spannungsfelder der Politikwissenschaft und führt in die zentrale Fragestellung ein, ob und wie Politik als Wissenschaft unter Berücksichtigung von Mannheims Theorien möglich ist.

2 Das Problem der gleichzeitigen Verknüpfung von differenzierten Denkstilen: Dieses Kapitel erörtert die theoretische Schwierigkeit, unterschiedliche weltanschauliche Ansätze zu einer einheitlichen Basis für das soziale Handeln zu führen.

3 Die Synthese von Denkstilen: Hier wird die Rolle der "freischwebenden Intelligenz" als vermittelnde Instanz und die Gefahr einer Instrumentalisierung durch Parteiwille sowie das Verständnis der politischen Soziologie thematisiert.

4 Über die Eigenart politischen Wissens: Das Kapitel befasst sich mit der notwendigen Erweiterung der Wissenschaftsdefinition, um politisches Wissen als Verbindung von Theorie und Praxis begreifbar zu machen.

5 Über die Mitteilbarkeit und die Darstellbarkeit politischen Wissens: Es wird analysiert, wie politische Theorien vermittelt werden können und warum der "dritte Weg" zwischen reinem Historismus und abstrakter Schematik der bevorzugte Ansatz ist.

6 Die Umsetzung der Politik als Wissenschaft mithilfe der Wissenssoziologie: Dieses Kapitel untersucht, wie eine wissenssoziologische Analyse genutzt werden kann, um eine wertfreie Basis für politisches Verständnis zu schaffen.

7 Kritische Würdigung: Der Verfasser reflektiert die Anwendbarkeit der Mannheimschen Konzepte auf die heutige Zeit und äußert Zweifel an der praktischen Umsetzbarkeit der freischwebenden Intelligenz.

Schlüsselwörter

Karl Mannheim, Politik als Wissenschaft, Wissenssoziologie, Freischwebende Intelligenz, Ideologie, Utopie, Denkstile, Politische Soziologie, Theorie und Praxis, Synthese, Soziale Schichten, Wertfreiheit, Parteiwille, Gesellschaftliche Transformation, Wissenschaftsverständnis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Untersuchung von Karl Mannheims Werk "Ideologie und Utopie" mit dem Ziel zu klären, inwiefern eine Politik als Wissenschaft möglich ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Synthese von Denkstilen, die Rolle des Intellektuellen in der Gesellschaft, das Verhältnis von Theorie und Praxis sowie die methodischen Grundlagen einer politischen Soziologie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Hauptfrage ist, ob und unter welchen Voraussetzungen Politik als Wissenschaft betrieben werden kann, wenn sie gleichzeitig von ökonomischen und gesellschaftlichen Zwängen geprägt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die interpretative Textanalyse von Karl Mannheims soziologischen Werken und wendet wissenssoziologische Kategorien auf die politische Theorie an.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Mechanismen der Denkstil-Synthese, die Funktion der Mittelschicht als freischwebende Intelligenz sowie die Vermittelbarkeit politischen Wissens durch verschiedene wissenschaftliche Ansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wissenssoziologie, Freischwebende Intelligenz, Ideologiekritik, Denkstil-Synthese und Politikwissenschaft definiert.

Warum spielt die "freischwebende Intelligenz" bei Mannheim eine so wichtige Rolle?

Sie gilt als Instanz, die durch ihre relative soziale Ungebundenheit in der Lage ist, zwischen verfeindeten Klassen und Ideologien zu vermitteln und somit eine Synthese geistiger Ansätze zu ermöglichen.

Welches Fazit zieht der Autor bezüglich der heutigen Anwendbarkeit?

Der Autor zeigt sich skeptisch, ob das Konzept der freischwebenden Intelligenz in der heutigen, schnelllebigen Gesellschaft noch als praktikable Nische für den Austausch zwischen politischen Gegnern dienen kann.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Ist Politik als Wissenschaft möglich? Analyse der Thesen von Karl Mannheim
College
Technical University of Darmstadt
Course
Karl Mannheims Wissenssoziologie als Theorie der Moderne
Grade
1,3
Author
Diplom Soziologe Sebastian Werfel (Author)
Publication Year
2010
Pages
16
Catalog Number
V286546
ISBN (eBook)
9783656868323
ISBN (Book)
9783656868330
Language
German
Tags
Mannheim Wissen Soziologie Politik Wissenschaft Intelligenz frei
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Soziologe Sebastian Werfel (Author), 2010, Ist Politik als Wissenschaft möglich? Analyse der Thesen von Karl Mannheim, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/286546
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  16  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint