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William James und der radikale Empirismus

Titel: William James und der radikale Empirismus

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Magister Patrick Oliver Müller (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie manche Philosophien stets aktuell bleiben, während sich gleichzeitig die Welt in einem zunehmend beschleunigten Wandel zu befinden scheint. Mit diesem Wandel ist besonders der technologische Fortschritt gemeint, der nicht nur mit einem größeren Wohlstand für die moderne Zivilgesellschaft einhergeht, sondern der gleichzeitig auch ein verändertes Weltbild des Menschen zur Folge hat. Die Errungenschaften der Technik sind offensichtlich und die Gesetzmäßigkeiten der Wissenschaften haben eine so gewaltige Überzeugungskraft, dass es für viele Menschen wohl das naheliegende zu sein scheint, sich selbst auch nach diesen wissenschaftlichen Ergebnissen zu definieren. Bei den Frühlingsgefühlen handelt es sich dann nur noch um biochemische Reaktionen, bei denen vermehrt Dopamine ausgeschüttet werden, bei den Ernährungswissenschaften wird dem Menschen die genau Art und das Maß der Ernährung vorgeschrieben und auch in der Gesellschaft ist der Mensch - wie man allgemein gerne sagt - nur ein kleines Rädchen in der ganzen Maschinerie, die man dann “Welt” nennt. Und als dieses “kleine Rädchen” muss der Mensch dann seine ihm bestimmte “Funktion” erfüllen. Wahrscheinlich hat William James an eine ähnliche Weltanschauung gedacht,
wenn er über den Materialismus folgendes schreibt:

"This is the opposite condition from that of nightmare, but when acutely brought home to consciousness it produces a kindred horror. In nightmare we have motives to act, but no power; here we have powers, but no motives. A nameless Unheimlichkeit [dt. im Original] comes over us at the thought of there being nothing eternal in our final purposes, in the objects of those loves and aspirations which are our deepest energies."
(William James: “The Principles of Psychology”, Band 2, S. 313)
[...]
Die Frage, die in dieser Arbeit bearbeitet werden soll, ist nun, wie schafft es William James eine Philosophie zu entwickeln, die auf das Absolute verzichtet und der Empirie den Vorzug gibt, während sie gleichzeitig die Willensfreiheit bestehen lassen kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Psychologie

3 Der radikale Empirismus

3.1 Was ist der radikale Empirismus?

3.2 Die »pure experience«

3.3 Der Subjekt-Objekt-Dualismus

3.4 Die Transformation des Bewusstseinsstroms in den Erfahrungsstrom

3.5 Die Wahrheitstheorie und die zweite Variante des Subjekt-Objekt-Dualismus

3.6 Freiheit

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie William James eine Philosophie entwickelt, die auf metaphysische Absolutheiten verzichtet und den Empirismus in den Vordergrund stellt, ohne dabei die Möglichkeit der Willensfreiheit auszuschließen.

  • Grundlagen der Psychologie von William James
  • Kritik am Subjekt-Objekt-Dualismus
  • Konzept der „pure experience“ (reine Erfahrung)
  • Wahrheitstheorie und pragmatische Methode
  • Vereinbarkeit von Naturwissenschaft und Willensfreiheit

Auszug aus dem Buch

3.2 Die »pure experience«

Besondere Bedeutung bei dem radikalen Empirismus gewinnt der Begriff der »reinen« Erfahrung, der »pure experience«, der sich deutlich von dem Begriff der Erfahrung anderer empirischer Philosophien unterscheidet. Denn der Begriff der »reinen Erfahrung« ist bei James viel umfassender und radikaler gedacht. Doch was meint nun William James mit dem Begriff der »pure experience«?

Man kann sicherlich sagen, dass dieser Begriff den Ausgangspunkt des radikalen Empirismus ausmacht, hinter den nicht weiter zurückgegangen werden kann. William James beschreibt ihn als den einzigen »[...] primal stuff or material in the world, a stuff of which everything is composed [...]«. Dabei darf man sich von diesem Zitat nicht in die Irre führen lassen, denn es ist hier nicht etwa eine ursprüngliche Substanz, wie sie bei dem Idealismus auftritt, gemeint. Die reine Erfahrung meint eher ein einfaches »Das«, ein »that«. Es ist keine Substanz im herkömmlichen Sinne, sondern einfach eine Bezeichnung für die Menge aller wahrnehmbaren Eigenschaften. Es gibt sozusagen so viele unterschiedliche Stoffe, wie es Gegenstände gibt, die erfahren werden können:

»It [die »pure experience«] is made of that, of just what appears, of space, of intensity, of flatness, brownness, heaviness, or what not. [...] Experience is only a collective name for all these sensible natures, and save for time and space (and, if you like, for ’being’) there appears no universal element of which all things are made.«

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Materialismus und Determinismus bei William James ein und umreißt das Ziel, Willensfreiheit innerhalb einer empirischen Philosophie zu verorten.

2 Psychologie: Das Kapitel erläutert James' naturwissenschaftlich fundierte Psychologie, insbesondere die Rolle von Bewusstsein, Introspektion und Evolution.

3 Der radikale Empirismus: Dieses Kernkapitel analysiert das Postulat der reinen Erfahrung, die Überwindung des klassischen Dualismus und die Transformation psychologischer Konzepte in einen Erfahrungsstrom.

3.1 Was ist der radikale Empirismus?: Hier wird der radikale Empirismus als Weltanschauung definiert, die auf erfahrbare Tatsachen setzt und metaphysische Absolutheiten ablehnt.

3.2 Die »pure experience«: Dieses Kapitel klärt den Begriff der reinen Erfahrung als neutralen Ausgangspunkt, der weder Geist noch Materie präsupponiert.

3.3 Der Subjekt-Objekt-Dualismus: Der Text beschreibt, wie James den Dualismus als nachträgliche Konstruktion innerhalb der Retrospektive interpretiert.

3.4 Die Transformation des Bewusstseinsstroms in den Erfahrungsstrom: Es wird untersucht, wie James das Bewusstsein von einer Entität zu einer Funktion umdeutet und auf den Erfahrungsstrom überträgt.

3.5 Die Wahrheitstheorie und die zweite Variante des Subjekt-Objekt-Dualismus: Das Kapitel hinterfragt die Korrespondenztheorie der Wahrheit und führt die pragmatische Methode zur Verifikation ein.

3.6 Freiheit: Hier wird dargelegt, wie Freiheit als aktiver Prozess innerhalb der Erfahrung und der wissenschaftlichen Hypothesenbildung möglich wird.

4 Fazit: Die abschließenden Ergebnisse würdigen den radikalen Empirismus als pragmatische Weltanschauung, die Freiheit und Moral ohne Konflikt zur Naturwissenschaft bewahrt.

Schlüsselwörter

Radikaler Empirismus, William James, reine Erfahrung, Bewusstsein, Pragmatismus, Willensfreiheit, Subjekt-Objekt-Dualismus, Erfahrungsstrom, Materialismus, Determinismus, Wahrheitstheorie, Intentionalität, Psychologie, Weltanschauung, Metaphysik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das philosophische System von William James, insbesondere wie er den Übergang von seiner empirischen Psychologie hin zum radikalen Empirismus vollzieht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Begriff der „reinen Erfahrung“, der Überwindung des Subjekt-Objekt-Dualismus sowie der Frage nach der Willensfreiheit in einer deterministisch anmutenden Welt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie James eine Philosophie entwickelt, die auf das „Absolute“ verzichtet und der Empirie den Vorzug gibt, während sie dennoch Raum für Willensfreiheit lässt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Textanalyse der primären Schriften von William James, insbesondere seiner Aufsätze zum radikalen Empirismus und seiner psychologischen Grundwerke.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise die Begriffe „pure experience“, „Bewusstseinsstrom“, „Wahrheitstheorie“ und die Rolle der „Freiheit“ als praktischer Akt des Glaubens und der Hypothesenbildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Radikaler Empirismus, reine Erfahrung, Pragmatismus, Subjekt-Objekt-Dualismus und Willensfreiheit.

Wie unterscheidet sich der radikale Empirismus von der Psychologie von James?

Während die Psychologie noch von einem dualistischen Bewusstseinsbegriff ausgeht, ersetzt der radikale Empirismus das Bewusstsein als Entität durch die Funktion der reinen Erfahrung.

Welche Rolle spielt die Zeit in der Philosophie von James?

Die Zeit ist wesentlich, da James den Subjekt-Objekt-Dualismus als Resultat eines zeitlichen Versatzes in der retrospektiven Betrachtung von Erfahrung erklärt.

Wie löst James das Problem der Willensfreiheit?

James löst es pragmatisch: Freiheit wird als notwendiger, aktiver Akt bei der Aufstellung wissenschaftlicher Hypothesen verstanden, der nicht mehr naturwissenschaftlich „bewiesen“, sondern als Teil der Lebenswirklichkeit erfahren wird.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
William James und der radikale Empirismus
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Philosophisches Seminar)
Veranstaltung
William James, Die Vielfalt religiöser Erfahrung. Eine Studie über die menschliche Natur
Note
1,0
Autor
Magister Patrick Oliver Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
26
Katalognummer
V286475
ISBN (eBook)
9783656867548
ISBN (Buch)
9783656867555
Sprache
Deutsch
Schlagworte
William James radikaler Empirismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magister Patrick Oliver Müller (Autor:in), 2011, William James und der radikale Empirismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/286475
Blick ins Buch
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