Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Theology - Comparative Religion Studies

Moses als Vorbild für den Propheten Mohammed

Title: Moses als Vorbild für den Propheten Mohammed

Presentation (Elaboration) , 2005 , 21 Pages , Grade: 2+

Autor:in: Fedja Koob (Author)

Theology - Comparative Religion Studies

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

„Niemals wieder ist in Israel ein Prophet wie Mose aufgetreten. Ihn hat der Herr Auge in Auge berufen.“ So fasst das Buch Deuteronomium (Dtn 34,10) die Wirksamkeit des Moses
zusammen. Die besondere Bedeutung, die Moses in diesem Zitat zugesprochen wird, lässt sich kaum überschätzen. Die Wichtigkeit dieser Figur steht im Gegensatz zu unseren
historischen Kenntnissen über diese Person. Der Name ist wahrscheinlich von einem ägyptischen Wort abgeleitet, das soviel wie „gebären“ bedeutet, die Erklärung des Namens in
Ex 2,10 ist eine Volksetymologie. Die Diskussion der Frage nach der Geschichtlichkeit dauert bereits seit über 300 Jahren an, ohne zu einem Ende gekommen zu sein. Zu beachten
ist dabei, dass es den biblischen Schriften, in diesem Zusammenhang vor allem dem Pentateuch, weniger um Konservierung der Geschichte geht, als vielmehr um die Bewahrung einer Erfahrung. Die Erfahrung der Befreiung, die theologisch - soziale Bedeutung dieser Erfahrung für Israel und die Wichtigkeit einer Mittlergestalt sind einige der Zentralen Themen des Pentateuchs. Für Israel ist die Gestalt des Moses Teil dieses Komplexes und dieser Erfahrung.

Aber nicht nur für Israel, sondern auch für die sich bildende christliche Gemeinde ist Moses eine besondere Figur. Er hat natürlich nicht die Bedeutung und Stellung wie im Judentum inne; die Herrlichkeit des Christus überstrahlt ihn. Man kann dennoch sagen, dass für die Christen Moses eine Vorbild ist, das fast nicht zu überbieten ist.

Auch die dritte monotheistische Weltreligion, der Islam, hat eine Mosetradition aufzuweisen. Es gibt Ähnlichkeiten, zwischen der biblischen und der koranischen Tradition, aber es gibt auch Unterschiede. Dabei gibt es Abweichungen in drei Hinsichten. Zum einen gibt es Unterschiede, was die Details der Geschichte angeht. Wichtiger sind aber die unterschiedlichen Intentionen, die sich aus den Texten erkennen lassen. Als drittes gilt es zu bemerken, dass der Koran auch Traditionen verarbeitet von denen die Bibel nichts weiß. Die Frage ist natürlich, in welchem Verhältnis die Traditionen stehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Moses in der Bibel

2.1 Moses im Pentateuch

2.2 Moses im Frühjudentum

2.3 Moses im Christentum

3. Moses im Koran

3.1 Kindheit und Jugend

3.2 Moses in Madjan

3.3 Offenbarung im Feuer

3.4 Die Auseinandersetzung mit dem Pharao

3.5 Der Auszug aus Ägypten

3.6 Weitere Ereignisse

4. Spezifisch Koranische Tradition

5. Der Dekalog in Bibel und Koran

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Figur des Moses in der koranischen Tradition und analysiert deren spezifische Bedeutung sowie Funktion im Kontext des Propheten Mohammed, wobei sie die Erzählungen des Korans mit biblischen Darstellungen vergleicht, um Unterschiede in der Intention und Darstellung aufzuzeigen.

  • Vergleichende Analyse der Moses-Gestalt in Bibel und Koran
  • Untersuchung der Bedeutung des Moses für das Selbstverständnis Mohammeds
  • Analyse der spezifisch koranischen Erzählungen (z.B. al-Chidr)
  • Betrachtung der ethischen Dimensionen und des Dekalogs
  • Herausarbeitung der funktionalen Rolle von Prophetengeschichten im Koran

Auszug aus dem Buch

3.1 Kindheit und Jugend

Sure 28 ist die Sure, welche sich am ausführlichsten mit der Kindheit des Moses beschäftigt. Demnach nahm alles seinen Anfang damit, dass der Pharao seine Bevölkerung in unterschiedliche Gruppen aufteilte und die Gruppe der Israeliten besonders unterdrückte. Wie auch die Bibel, so berichtet der Koran davon, dass der Pharao die männlichen Nachkommen der Israeliten töten ließ. Dies wird durch die Angst des Pharaos begründet, die Israeliten könnten ihnen, d. h. den Ägyptern, das Land wegnehmen. Gott greift ein und gibt der Mutter des Moses die Anweisung ihn auf dem Wasser auszusetzen, verbunden mit der Verheißung Moses zu einem Gesandten zu machen. Moses wird von den Leuten des Pharao gefunden. Die Frau des Pharaos findet den Säugling und nimmt sich seiner an. Das bedeutet sie adoptiert ihn. Die biblische Tradition macht dafür die Tochter des Pharao verantwortlich. Moses möchte aber nicht aus den Brüsten der fremden Amme genährt werden, sodass die Frau gezwungen ist eine Amme aus dem Volk der Israeliten kommen zu lassen. Durch göttliche Fügung wird die richtige Mutter des Moses dafür ausgewählt. Auf diese Weise kommt Moses zu seiner Mutter zurück.

Von der weiteren Entwicklung, die Moses durchlebt hören wir nichts. Die Geschichte setzt bei der Jugend, bzw. dem frühen Mannesalter des Moses wieder ein. Der Koran hält fest, dass Moses erwachsen war und Urteilsfähigkeit und Wissen gewonnen hatte. Moses ist zu Besuch in der Stadt und bemerkt eine handfeste Auseinandersetzung zwischen einem Israeliten und einem Ägypter. Er greift in diesen Streit ein und schlägt den Ägypter durch einen unachtsamen Schlag tot. Moses macht den Satan für den Totschlag verantwortlich und bittet Gott um Vergebung, die auch gewährt wird. Aus Furcht entlarvt zu werden und dem Hinweis eines Ungenannten folgend, flieht Moses aus dem Land der Ägypter und kommt nach Madjan, biblisch Midian.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung der Moses-Figur und die Forschungsfrage bezüglich des Verhältnisses der Traditionen.

2. Moses in der Bibel: Charakterisierung der komplexen und vielgestaltigen Figur des Moses innerhalb der biblischen Schriften und ihrer Bedeutung für Judentum und Christentum.

3. Moses im Koran: Darstellung der nicht linearen Erzählweise im Koran und der einzelnen Stationen im Leben Moses, von der Kindheit bis zu spezifischen Ereignissen in der Wüste.

4. Spezifisch Koranische Tradition: Analyse der für den Koran einzigartigen Geschichte von al-Chidr und deren Bedeutung im Kontext des Erkenntnisverständnisses.

5. Der Dekalog in Bibel und Koran: Vergleich der ethischen Vorgaben und der Rolle von Gesetzen in der jüdischen Tradition und dem Islam.

6. Zusammenfassung: Synthese der Unterschiede zwischen biblischer und koranischer Darstellung sowie Fazit zur Funktion von Moses für Mohammed.

Schlüsselwörter

Moses, Koran, Bibel, Mohammed, Islam, Prophet, Pentateuch, Pharao, Ethik, Scharia, Religion, Tradition, Mittlergestalt, Offenbarung, Identifikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie die Figur des Moses im Koran dargestellt wird und in welchem Verhältnis diese Erzählungen zur biblischen Tradition stehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind der Vergleich der Lebensstationen Moses, die Bedeutung der Gesetzgebung (Dekalog/Scharia) sowie die Funktion, die die Moses-Geschichte im Leben des Propheten Mohammed einnimmt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, dass der „Moses des Korans“ eine eigenständige, auf Mohammed funktionalisierte Identifikationsfigur darstellt, die sich in ihrer Intention vom biblischen Moses unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine textvergleichende und religionswissenschaftliche Analyse, die primär die biblischen und koranischen Texte sowie deren jeweilige Kommentierungen auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die biblische Grundlagenbeschreibung, die chronologische Darstellung der koranischen Moses-Erzählungen, eine Analyse spezifischer koranischer Stoffe sowie den Vergleich ethischer Gesetzeskonzepte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Identifikationsfunktion, Mittlergestalt, Legitimationsanspruch, prophetische Tradition und die kontextuelle Ausrichtung auf Mohammed.

Welche Rolle spielt die Figur al-Chidr im Koran?

Al-Chidr repräsentiert ein ursprüngliches, lebendiges Wissen und fordert Moses in einer spezifisch koranischen Erzählung heraus, was als Kontrast zum starren Gesetz verstanden werden kann.

Warum wird der Koran nicht als „Gesetzesreligion“ bezeichnet?

Die Arbeit argumentiert, dass die Lebensführung im Islam komplexer ist als das bloße Befolgen von Gesetzen, da das Handeln auch auf göttlicher Barmherzigkeit und Weisheit basiert.

Excerpt out of 21 pages  - scroll top

Details

Title
Moses als Vorbild für den Propheten Mohammed
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
2+
Author
Fedja Koob (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V286148
ISBN (eBook)
9783656863380
ISBN (Book)
9783656863397
Language
German
Tags
Moses Mohammed Prophet Islam Koran Bibel Christentum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fedja Koob (Author), 2005, Moses als Vorbild für den Propheten Mohammed, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/286148
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  21  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint