Die im privaten Bereich weit verbreiteten Sozialen Medien ergeben auch für Unternehmen ein erhebliches Potential. Besonders die Art und Weise der Kommunikation wird durch Soziale Medien grundsätzlich verändert. In einem agilen Projektumfeld liegt der Fokus auf Flexibilität und einer iterativen Vorgehensweise. Dadurch werden eine bessere Performance, ein höherer Innovationsgrad, sowie ein gesteigerter Mehrwert für den Kunden trotz weniger Management-Aufwand angestrebt. Allerdings erfordert dies zwangsläufig einen höheren Kommunikationsbedarf, wodurch Enterprise Social Software im agilen Projektumfeld besonders an Bedeutung gewinnt. In der Masterarbeit werden, im Rahmen eines Laborexperiments mit 24 Masterstudenten, der Einsatz und die Auswirkungen von Enterprise Social Software im agilen Projektumfeld untersucht. Zum einen wird hierbei eine Hypothese in Bezug auf die Kommunikationseffizienz sowohl aufgestellt als auch überprüft und zum anderen ein Etablierungskonzept für die Praxis erarbeitet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Hypothese
1.4 Vorgehensweise
1.5 Aufbau
2. Grundlagen
2.1 Groupware
2.2 Enterprise Social Software
2.3 Agiles Projektumfeld
2.4 Kommunikationseffizienz
3. Experiment
3.1 Allgemeine Rahmenbedingungen
3.2 Problembeschreibung
3.3 Unabhängige und abhängige Variablen
3.4 Experiment-Aufbau
3.5 Vorgaben an Experiment-Teilnehmer
3.5.1 Allgemeine Vorgaben
3.5.2 Tool-Vorgaben
3.5.3 Kanban
3.5.4 Zeiterfassung
3.5.5 Unterstützung durch den Projektleiter
3.5.6 E-Mail-Benachrichtigungen
3.6 Durchführung
3.7 Störvariablen
3.8 Fragebogen
4. Datenauswertung
4.1 E-Mails
4.2 Enterprise Social Software
4.3 Zeiterfassung Besprechungen
4.4 Fragebogen
4.4.1 Quantitative Auswertung
4.4.2 Qualitative Auswertung
4.5 Bewertung
4.6 Operation Reviews
4.6.1 Groupware-Szenario
4.6.2 Enterprise Social Software Szenario
4.7 Zusammenfassung der Auswertung
4.8 Kritische Reflexion
4.9 Überprüfung der Hypothese
5. Konzeptionelle Vorarbeit
5.1 Fallstudienanalyse
5.2 Analyse eines Leitfadens
5.3 Analyse des "Model of Employee's adoption of Enterprise 2.0"
5.4 Erfolgsmessung von Enterprise Social Software
5.5 Human-Performance-Cycle
6. Etablierungskonzept
6.1 Kommunizieren der Mehrwerte
6.1.1 Identifikation von Experten
6.1.2 Auffinden von Informationen
6.1.3 Kommunikation
6.1.4 Teilen von Wissen
6.1.5 Sozialer Austausch
6.1.6 Freude an der Nutzung
6.1.7 Offene Unternehmenskultur und Selbstorganisation
6.2 Mitarbeitergespräche
6.3 Schulungen
6.4 Motivation und Hilfestellung
6.5 Erfolgsmessung
6.6 Weiterentwicklung
7. Fazit
7.1 Zusammenfassung
7.2 Beitrag zur Forschung
7.3 Praktischer Nutzen
7.4 Einschränkungen
7.5 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Überprüfung der Hypothese, ob durch den Einsatz von Enterprise Social Software (in Kombination mit klassischer Groupware) die Kommunikationseffizienz in agilen Projektumfeldern gesteigert werden kann. Zusätzlich soll ein Etablierungskonzept für die praktische Anwendung dieser Technologien erarbeitet werden.
- Untersuchung des Potenzials von Enterprise Social Software in modernen Unternehmen
- Analyse der Auswirkungen auf die Kommunikationseffizienz in agilen Projekten
- Durchführung eines Laborexperiments mit Masterstudenten zur Validierung der Hypothesen
- Entwicklung eines strategischen Konzepts zur erfolgreichen Einführung in die Praxis
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung
Wäre es nicht schön, auch im Berufsleben nicht mehr in der täglichen E-Mail-Flut zu ertrinken und stattdessen bekannte Funktionalitäten sozialer Medien zu nutzen?
Aus einer Studie der International Data Corporation (IDC), die im August 2013 veröffentlicht wurde, wird das Potential von Social Media im Bereich von Unternehmen deutlich. Ein Drittel der befragten 359 Unternehmen setzt bereits Social Media ein, Tendenz steigend, sowohl für die externe Interaktion (beispielsweise mit Geschäftspartnern) als auch für die interne Zusammenarbeit. Bis 2017 wird für Enterprise Social Software ein Marktvolumen von 134 Millionen EUR prognostiziert, was im Vergleich zur Hochrechnung aus 2013 einer Vervierfachung entsprechen würde. Doch es gibt auch zu überwindende Hürden. Als größte Hürde wird die Messbarkeit des Einflusses auf die Geschäftsziele angegeben.
Dies deckt sich mit den Aussagen einer Veröffentlichung im Rahmen der Wirtschaftsinformatik-Konferenz 2014 in Paderborn, welche basierend auf 26 Experteninterviews einen Bedarf an Erfolgsmessungsmodellen im Bereich Enterprise Social Software aufzeigt, die einfach und praktikabel sind und verschiedene Lebenszyklen sowie Aufwand-Nutzen-Aspekte betrachten.
Somit besteht ein hoher Bedarf, beispielsweise Produktivitätsverbesserungen zu ermitteln. Allerdings sollten auch weiche Faktoren, wie beispielsweise eine Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit, nicht außer Betracht gelassen werden.
In dem genannten Forschungsgebiet setzt diese Masterarbeit an. Es werden hierbei der Einsatz sowie die Auswirkungen von Enterprise Social Software untersucht. Der Anwendungsbereich wird hierbei auf das agile Projektumfeld eingegrenzt. Im Kern geht es um Flexibilität und Iteration, eine genauere Erläuterung zum agilen Projektumfeld findet sich im Abschnitt 2.3. Die erforderliche Flexibilität basiert auf häufigen Änderungen. Diese erhöhen zwangsläufig die notwendige Menge an Kommunikation, ebenso wie die genannte Iteration. Der Fokus auf das agile Projektumfeld wirkt sich somit vor allem durch eine intensive Ausprägung im Bereich Kommunikation aus, weshalb auch in diesem Bereich eine Hypothese aufgestellt (Abschnitt 1.3) und überprüft wird (Abschnitt 4.9).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Problemstellung, Zielsetzung sowie Darstellung des Aufbaus und der methodischen Vorgehensweise der Arbeit.
2. Grundlagen: Vermittlung theoretischer Definitionen zu Groupware, Enterprise Social Software, agilen Projektumfeldern und Kommunikationseffizienz.
3. Experiment: Beschreibung der Rahmenbedingungen, des Aufbaus und der Durchführung des Laborexperiments sowie der Störvariablen und des verwendeten Fragebogens.
4. Datenauswertung: Detaillierte Analyse der E-Mail-Kommunikation, der Zeiterfassung, der Fragebogenergebnisse und abschließende Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
5. Konzeptionelle Vorarbeit: Analyse von Fallstudien, Leitfäden und Modellen als theoretische Basis für die Konzepterstellung.
6. Etablierungskonzept: Erarbeitung eines konkreten Konzepts zur Einführung und Etablierung von Enterprise Social Software im agilen Projektumfeld.
7. Fazit: Zusammenfassender Rückblick auf die Arbeit, Diskussion des wissenschaftlichen Beitrags und Ausblick auf zukünftige Forschungsfelder.
Schlüsselwörter
Enterprise Social Software, Agiles Projektumfeld, Kommunikationseffizienz, Groupware, Laborexperiment, Enterprise 2.0, Kanban, Erfolgsmessung, Wissensmanagement, Etablierungskonzept, Agile Methoden, Collaboration, Unternehmenskultur, Performance-Measurement, Wissensaustausch.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht den Einsatz und die Auswirkungen von Enterprise Social Software innerhalb von agilen Projektumfeldern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen umfassen die Steigerung der Kommunikationseffizienz, agile Arbeitsmethoden wie Kanban sowie die Einführung und Messbarkeit von Enterprise Social Software in Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu belegen, dass durch den Einsatz von Enterprise Social Software in Kombination mit klassischer Groupware die Kommunikationseffizienz gegenüber rein klassischen Groupware-Lösungen gesteigert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Der Autor führt ein Laborexperiment mit 24 Masterstudenten durch, kombiniert mit einer quantitativen und qualitativen Datenauswertung (Nutzungsdaten und Fragebögen) sowie einer Literaturanalyse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die detaillierte Beschreibung des Experiments, die Datenauswertung sowie die Erarbeitung eines auf diesen Erkenntnissen basierenden Etablierungskonzepts.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Enterprise Social Software, Agiles Projektumfeld, Kommunikationseffizienz, Kanban und Erfolgsmessung charakterisieren.
Warum ist die Messbarkeit des Erfolgs so wichtig?
Wie im Dokument erwähnt, gilt die Messbarkeit des Einflusses auf Geschäftsziele als größte Hürde für die Einführung von Enterprise Social Software in Unternehmen.
Welche Rolle spielen die "weichen Faktoren" im Experiment?
Neben objektiven Kennzahlen wie der E-Mail-Anzahl spielen weiche Faktoren wie Mitarbeiterzufriedenheit, Spaß bei der Nutzung und das Zusammengehörigkeitsgefühl eine entscheidende Rolle für die Akzeptanz und den langfristigen Erfolg der Software.
- Arbeit zitieren
- Thomas Linner (Autor:in), 2014, Untersuchung des Einsatzes und der Auswirkungen von Enterprise Social Software im agilen Projektumfeld, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/285852