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Scaffolding. Eine Methode für den sprachsensiblen Fachunterricht

Titel: Scaffolding. Eine Methode für den sprachsensiblen Fachunterricht

Hausarbeit , 2014 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik - Germanistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Begriff der „Bildungssprache“ ist in der Fachliteratur kein neuer Terminus, er hat jedoch in den letzten Jahren sehr viel an Bedeutung gewonnen und ist ein zentrales Thema der Bildungspolitik (vgl. Feilke 2012: 4). Der Grund dafür ist, dass die Schule bestimmte sprachliche Kompetenzen, welche die Voraussetzungen der Bildungssprache sind, nicht lehrt. Die Sprache ist das Medium des Lehrens und Lernens (vgl. Quehl, Trapp 2013: 9). Aufgrund von defizitären bildungssprachlichen Fähigkeiten werden somit viele Schülerinnen und Schüler in der Bildungsteilhabe benachteiligt. Darunter fallen vor allem Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund, die mit zwei oder mehr Sprachen aufwachsen, jedoch nicht ausschließlich (vgl. Beese, Benholz et al. 2014: 7).
Dieses Problem steht seit vielen Jahren in der Bildungspolitik zur Debatte. Die internationalen Schulleistungsvergleichsstudien zeigen, dass die Interdependenz zwischen sprachlichen Kompetenzen und dem fachlichen Lernerfolg sehr groß ist (vgl. Stanat, Watermann 2002: 15). So wirken sich sprachliche Mängel auch auf das fachliche Lernen aus. „Ohne ausreichende sprachliche Kompetenzen können auch keine Kenntnisse in den Naturwissenschaften erworben werden“ (Kniffka, Siebert-Ott 2007: 9). Sprachliche Kompetenzen sind also der Schlüssel, um bildungserfolgreich sein zu können.
Daraus erwächst für die Schulen die didaktische Herausforderung eines sprachsen-siblen und sprachbewussten Unterrichts, der den unterschiedlichen sprachlichen Voraussetzungen, die die Schülerinnen und Schüler mitbringen, gerecht werden muss. In didaktischer Hinsicht muss dabei die sprachliche Bildung als fächerübergreifende Aufgabe verstanden werden (sog. durchgängige Sprachbildung) (vgl. Beese, Benholz et al. 2014: 7).
Den Lehrerinnen und Lehrern kommt die wichtige Aufgabe zu, die sprachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schülern gezielt und konsequent durch einen sprachsensiblen Fachunterricht zu fördern. Das heißt, Lehrerinnen und Lehrer sollten didaktische Wege einleiten, um die sprachlichen Defizite der Schülerinnen und Schüler zu kompensieren und ihre bildungssprachlichen Fähigkeiten auszubauen, und das über Fächergrenzen hinweg.

Das sogenannte „Scaffolding-Learning“ ist ein sehr junges Bildungskonzept, das genau auf dieses Ziel gerichtet ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bildungssprache: Begriffsbestimmung und Abgrenzung

3. Scaffolding: Begriffsbestimmung und theoretische Grundlagen

3.1 Der Scaffolding-Unterricht und seine Merkmale und Prinzipien

3.1.1 Makro-Scaffolding

3.1.2 Mikro-Scaffolding

3.1.3 Phasen des Scaffoldings

4. Schlussbetrachtung

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Scaffolding-Learning als Förderkonzept im schulischen Fachunterricht, um bildungssprachliche Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern gezielt aufzubauen und den Lernerfolg in sprachlich heterogenen Klassen zu sichern.

  • Definition und Abgrenzung der Bildungssprache
  • Theoretische Grundlagen des Scaffolding-Konzepts
  • Unterscheidung und Anwendung von Makro- und Mikro-Scaffolding
  • Die drei Phasen des Scaffoldings in der Unterrichtspraxis
  • Bedeutung der Lehrer-Schüler-Interaktion für den sprachlichen Lernerfolg

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Makro-Scaffolding

Die Bedarfsanalyse ist ein Teil der Unterrichtsplanung und dient der Ermittlung des Sprachbedarfs. Genauer geht es dabei um die Analyse des jeweiligen Sachthemas auf sprachliche Besonderheiten und Schwerpunkte (vgl. Kniffka, Siebert-Ott 2007: 111). Die Lehrkraft überprüft das Sachthema auf mögliche sprachliche Hürden (z. B. komplexe Sätze, Fachtermini o. Ä.), die für die Schülerinnen und Schüler auftreten könnten. Diese Aufgabe kann für Lehrerinnen und Lehrer ohne sprachliche Ausbildung besonders schwierig sein (vgl. ebd.). Die folgende Tabelle zeigt eine Checkliste, die von Pauline Gibbons entwickelt wurde, und an der man sich bei der Bedarfsanalyse orientieren kann (vgl. Beese, Benholz et al. 2014: 74). Sie umfasst die drei Kompetenzbereiche „Sprechen, Hören, Lesen, Schreiben“ und die grammatikalische und lexikalische Ebene.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Bildungssprache für den fachlichen Lernerfolg und definiert die Notwendigkeit eines sprachsensiblen Unterrichts.

2. Bildungssprache: Begriffsbestimmung und Abgrenzung: Dieses Kapitel definiert Bildungssprache in Abgrenzung zur Alltags- und Fachsprache und erläutert ihre diskursiven, lexikalischen und syntaktischen Merkmale.

3. Scaffolding: Begriffsbestimmung und theoretische Grundlagen: Hier wird das Scaffolding-Konzept als Unterstützungssystem eingeführt, das auf der Theorie der Zone der proximalen Entwicklung und funktionalen Sprachtheorien basiert.

3.1 Der Scaffolding-Unterricht und seine Merkmale und Prinzipien: Dieser Abschnitt beschreibt die systematische Unterteilung des Scaffolding-Konzepts in Makro- und Mikro-Strukturen sowie die Phasen der praktischen Anwendung.

3.1.1 Makro-Scaffolding: Das Kapitel fokussiert auf die vorbereitenden Schritte der Bedarfsanalyse, Lernstandserfassung und systematischen Unterrichtsplanung.

3.1.2 Mikro-Scaffolding: Dieser Teil befasst sich mit der qualitativen Gestaltung der direkten Lehrer-Schüler-Interaktion zur Unterstützung beim Zweitspracherwerb.

3.1.3 Phasen des Scaffoldings: Das Kapitel erläutert den dreischrittigen Prozess: „Aktivität in kleinen Gruppen“, „Angeleitetes Berichten“ und „Lerntagebuch schreiben“.

4. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Bilanzierung des Scaffolding-Konzepts als komplexes, aber vielversprechendes Modell für den modernen Unterricht.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen.

Schlüsselwörter

Scaffolding, Bildungssprache, Sprachsensibler Fachunterricht, Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Makro-Scaffolding, Mikro-Scaffolding, Lernstandserfassung, Unterrichtsinteraktion, Sprachförderung, Bildungsbiografie, Interaktionistische Lerntheorie, Schriftsprachlichkeit, Sprachliches Register, Fachsprache

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das pädagogische Konzept des „Scaffolding“ und dessen Anwendung als Methode zur Förderung bildungssprachlicher Kompetenzen im Fachunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition der Bildungssprache, die theoretischen Hintergründe des Scaffoldings sowie die praktische Umsetzung durch Makro- und Mikro-Strukturen.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, das Scaffolding-Learning als Förderinstrument näher zu untersuchen und aufzuzeigen, wie Lehrer sprachliche Unterstützung beim Übergang von Alltags- zu Bildungssprache leisten können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und veranschaulicht die praktische Anwendung des Konzepts anhand eines Fallbeispiels aus dem Geografieunterricht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung der Bildungssprache, die theoretischen Grundlagen des Scaffolding-Ansatzes sowie eine detaillierte Aufschlüsselung der Ebenen (Makro-/Mikro-Scaffolding) und der Umsetzungsphasen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Scaffolding, Bildungssprache, sprachsensibler Fachunterricht, Sprachförderung, Zweitspracherwerb und Unterrichtsinteraktion.

Was unterscheidet das Makro- vom Mikro-Scaffolding?

Das Makro-Scaffolding bezieht sich auf die langfristige Planung und Vorbereitung des Unterrichts, während das Mikro-Scaffolding die spontane, qualitative Lehrer-Schüler-Interaktion während der Unterrichtsstunde bezeichnet.

Welche Rolle spielt die „Zone der proximalen Entwicklung“ nach Wygotski?

Sie bildet die theoretische Basis des Konzepts und beschreibt den Prozess, bei dem Lernende durch Unterstützung einer fachkundigen Person Aufgaben bewältigen, die sie alleine noch nicht lösen könnten.

Warum ist eine sprachsensible Unterrichtsplanung so aufwendig?

Weil jede Unterrichtseinheit im Vorfeld auf spezifische sprachliche Hürden analysiert werden muss, um passende Hilfestellungen (Scaffolds) für Schüler mit unterschiedlichen Sprachständen zu entwickeln.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Scaffolding. Eine Methode für den sprachsensiblen Fachunterricht
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Geisteswissenschaften)
Veranstaltung
Sprachsensibler Fachunterricht
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
22
Katalognummer
V285353
ISBN (eBook)
9783656864523
ISBN (Buch)
9783656864530
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Scaffolding Sprachsensibel Fachunterricht Sprachförderung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2014, Scaffolding. Eine Methode für den sprachsensiblen Fachunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/285353
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Leseprobe aus  22  Seiten
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