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Springers Mitschuld? Zur Reziprozität der Roten Armee Fraktion und der deutschen Medien

Title: Springers Mitschuld? Zur Reziprozität der Roten Armee Fraktion und der deutschen Medien

Term Paper (Advanced seminar) , 2014 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Isabella Caldart (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War

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Summary Excerpt Details

»Zu meiner Empörung gegen die Mörder gehört für mich untrennbar die Frage: Sind die Terroristen vom Himmel gefallen oder sind sie aus dem Boden dieser Gesellschaft gewachsen?«

Inwiefern bedingten sich die damalige Gesellschaft und die RAF gegenseitig? Welche Schuld tragen die Medien bei Gründung und Fortbestehen der RAF?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Hassliebe: Die Rote Armee Fraktion und die Medien der Bundesrepublik

2.1 Gründung der ersten Generation: Die Anschläge auf Benno Ohnesorg und Rudi Dutschke

2.2 Gründung der zweiten Generation: Der Tod Holger Meins'

3.0 Ergebnis und Fazit

4.0 Quellenverzeichnis

4.1 Literatur

4.2 Internet

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen der terroristischen Rote Armee Fraktion (RAF) und den deutschen Massenmedien, insbesondere dem Springer-Verlag, während der 1960er- und 1970er-Jahre. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, inwiefern die mediale Präsentation von Ereignissen und die öffentliche Stimmungsmache zur Entstehung, Radikalisierung und dem Fortbestehen der RAF beigetragen haben könnten.

  • Die Rolle der Medien als Katalysator für gesellschaftliche Polarisierung.
  • Wechselseitige Kommunikationsstrategien zwischen Terrorgruppe und Presse.
  • Die Bedeutung von Schlüsselereignissen (Tod von Benno Ohnesorg, Anschlag auf Rudi Dutschke).
  • Der medienwirksame Hungerstreik und Tod von Holger Meins als Initialzündung.
  • Kritische Reflexion der "Mitschuld" von Medien und Politik an der Radikalisierung.

Auszug aus dem Buch

2.1 Gründung der Ersten Generation: Die Anschläge auf Benno Ohnesorg und Rudi Dutschke

Auch wenn zwischen dem tödlichen Anschlag auf Benno Ohnesorg am 02. Juni 1967 und dem versuchten Mordanschlag am 11. April 1968 auf Rudi Dutschke, an dessen Spätfolgen er im Jahre 1979 starb, zehn Monate liegen und die Hintergründe und Motivationen zu den jeweiligen Schüssen gänzlich unterschiedlich sind, können diese singulären Ereignisse als gemeinsamer Auslöser für die Radikalisierung kleiner Teile der protestierenden Studentenbewegung Ende der 1960er Jahre gesehen werden. Zeithistorisch gilt anzumerken, dass es, wie oben bereits angemerkt, noch wichtigere Beweggründe für die Konstituierung der Baader-Meinhof-Gruppe gab, die hier nicht näher beleuchtet werden.

Bei den Protesten gegen den iranischen Schah, der in seinem Land zwar die Menschenrechte mit Füßen trat, in Berlin jedoch mit Prunk und Protz empfangen wurde, kam der 21jährige Student Benno Ohnesorg ums Leben. Die sogenannten „Jubelperser“, die auf die Demonstranten mit Stöcken einschlugen, und die Polizei gingen gewaltsam gegen die Protestierenden vor. Ohnesorg, der als nicht sehr politisch galt, war wie viele Studenten zwar aus Überzeugung zu der Demonstration gekommen, befand sich aber eher in hinteren Reihen. Der Kriminalobermeister Karl-Heinz Kurras schoss dem jungen Mann in angeblicher Notwehr in den Hinterkopf. Er starb noch im Krankenhaus. In den Medien wurde zunächst verbreitet, es habe sich dabei um einen „Schädelbruch“ gehandelt – erst Nachforschungen Horst Mahlers brachten die Wahrheit ans Licht.

Die Bild hatte ihre eigene Version und propagierte in einer Schlagzeile, es habe sich dabei um einen „Warnschuß“ gehandelt, während die Berliner Zeitung, ebenfalls zum Springer-Verlag gehörend, lakonisch titelte: „Wer Terror produziert, muss Härte in Kauf nehmen.“ Als vermeintliche Hüter der deutschen Moral wurden die Ereignisse außerdem mit einem „Wer Anstand und Sitte provoziert, muß sich damit abfinden, von den Anständigen zur Ordnung gerufen zu werden.“ von der Bild kommentiert. Die Hetzkampagne der Springer-Presse, die schon im Vorfeld nicht zimperlich in ihrer Wortwahl war, verstärkte die Wut der Studenten über den Mord an Benno Ohnesorg zusätzlich und auch das medial verbreitete Photo des am Boden liegenden, stark blutenden Mannes trug zur Radikalisierung bei.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Die Einleitung führt in das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen der RAF und den Medien ein und formuliert die zentrale Fragestellung nach der medialen Mitverantwortung für die Radikalisierung.

2.0 Hassliebe: Die Rote Armee Fraktion und die Medien der Bundesrepublik: Dieses Kapitel analysiert die symbiotische, aber spannungsgeladene Beziehung zwischen der RAF, die Medien als Bühne nutzte, und den Massenmedien, die von den dramatischen Ereignissen wirtschaftlich profitierten.

2.1 Gründung der ersten Generation: Die Anschläge auf Benno Ohnesorg und Rudi Dutschke: Der Fokus liegt auf den Schlüsselereignissen der späten 1960er Jahre und wie die Berichterstattung, insbesondere der Springer-Presse, die Wut der Studentenbewegung verstärkte.

2.2 Gründung der zweiten Generation: Der Tod Holger Meins': Dieses Kapitel beschreibt, wie der medienwirksame Hungerstreik und Tod von Holger Meins als symbolische Initialzündung für die zweite Generation der RAF fungierte.

3.0 Ergebnis und Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Medien, Politik und die RAF in einer gefährlichen Eigendynamik agierten, in der die mediale Überreaktion maßgeblich zur Eskalation beitrug.

Schlüsselwörter

Rote Armee Fraktion, RAF, Springer-Verlag, Bild-Zeitung, Radikalisierung, Studentenbewegung, Benno Ohnesorg, Rudi Dutschke, Holger Meins, Medienmanipulation, Symbiose, Terrorismus, Bundesrepublik, 1968, Medienkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der wechselseitigen Beeinflussung von Terrorismus und Massenmedien in der Bundesrepublik Deutschland während der 1960er und 1970er Jahre.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die mediale Berichterstattung über linke Studentenproteste, die Rolle der Springer-Presse und die Art und Weise, wie die RAF ihre mediale Präsenz gezielt für ihre Ziele einsetzte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Autorin untersucht die These, inwieweit die mediale Hetze und die Überreaktion von Politik und Gesellschaft zur Entstehung und Radikalisierung der Roten Armee Fraktion beigetragen haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?

Es handelt sich um eine medienhistorische Analyse, die auf der Auswertung von Zeitzeugenberichten, Fachliteratur, zeitgenössischen Presseartikeln und Expertenanalysen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Schlüsselereignisse wie die Ermordung von Benno Ohnesorg, den Anschlag auf Rudi Dutschke und den Tod von Holger Meins unter dem Aspekt ihrer medialen Aufbereitung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Rote Armee Fraktion, Springer-Presse, Radikalisierung, Medienmanipulation, Terrorismus und die Symbiose zwischen Presse und Terrorgruppen geprägt.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Springer-Verlags?

Die Autorin sieht in der Springer-Presse einen Akteur, der durch eine polemische Berichterstattung und Hetzkampagnen das gesellschaftliche Klima stark polarisiert und somit eine Mitschuld an der Radikalisierung von Teilen der Studentenbewegung trägt.

Welche Bedeutung kommt Holger Meins im Kontext der zweiten RAF-Generation zu?

Sein Tod durch Hungerstreik wird als Initialzündung gewertet, da die mediale Inszenierung seines Schicksals als "Märtyrer" der linken Szene den Zulauf zur zweiten Generation der RAF massiv begünstigte.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Springers Mitschuld? Zur Reziprozität der Roten Armee Fraktion und der deutschen Medien
College
University of Frankfurt (Main)
Course
Studentenbewegung und RAF
Grade
1,3
Author
Isabella Caldart (Author)
Publication Year
2014
Pages
16
Catalog Number
V285183
ISBN (eBook)
9783656851608
ISBN (Book)
9783656851615
Language
German
Tags
springers mitschuld reziprozität roten armee fraktion medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Isabella Caldart (Author), 2014, Springers Mitschuld? Zur Reziprozität der Roten Armee Fraktion und der deutschen Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/285183
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