Die Gestaltung von effizienten und zuverlässigen Logistikprozessen wird immer mehr zur Herausforderung für Unternehmen. Steigende Kundenbedürfnisse bezogen auf die Produktqualität, Liefertreue und Variantenvielfalt führen zu einer beträchtlichen Prozesskomplexität und erfordern eine hohe Prozesszuverlässigkeit. Zusätzliche Anforderungen an die Unternehmenslogistik sollen durch Einsatz von neuen Techniken erfüllt werden. Fortschritte in der elektronischen Datenverarbeitung haben daher einen maßgeblichen Einfluss auf die Konzeption von Produktionssteuerungssysteme. Um nicht an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren, gilt der Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationsverfahren als unumgänglich4 Optische Verfahren wie der Barcode sind weit verbreitet, stehen aber bereits am Ende der Entwicklungsstufe.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 Ausgangssituation und Problembeschreibung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau und Struktur
2 GRUNDLAGEN VON RADIO FREQUENZ IDENTIFIKATION
2.1 Die Entwicklung
2.2 Die Bedeutung
2.3 RFID-Nutzenpotenziale
2.4 Unterstützte Prozesse
3 RADIO FREQUENZ IDENTIFIKATION
3.1 Grundsätzliche Funktion
3.2 RFID-Hardwarekomponenten und technologische Grunddaten
3.2.1 Transponder
3.2.2 Bauform
3.2.3 Energieversorgung
3.2.4 Datenspeicherung
3.2.5 Lesegerät
3.2.6 RFID-Etikettendrucker
4 NICHT RFID UNTERSTÜTZTE GESCHÄFTSPROZESSE
4.1 Wacker Neuson Linz GmbH-Kurzvorstellung
4.2 Ist-Prozess des internen Materialflusses und Lackierprozesses
4.3 Kritische Prozesse
4.4 Analyseergebnis
5 IMPLIKATION FÜR DIE PRAXIS: EINSATZ VON RFID IM LACKIERPROZESS
5.1 Konzept 1: Standortübergreifender Einsatz von RFID, dezentrale Datenspeicherung am Produkt
5.2 Konzept 2: Unternehmensinterner Einsatz von RFID, zentrale Speicherung
5.3 Gegenüberstellung beider Konzepte
6 FAZIT UND AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie durch den Einsatz der Radio Frequenz Identifikation (RFID) Logistikprozesse vereinfacht und sicherer gestaltet werden können, um Prozessfehler zu vermeiden und die Prozessqualität zu steigern.
- Grundlagen und historische Entwicklung der RFID-Technologie
- Analyse des Ist-Zustands des Materialflusses und Lackierprozesses bei Wacker Neuson
- Identifikation kritischer Prozesse und Fehlerquellen in der Kleinserienfertigung
- Konzeptionelle Erarbeitung von Lösungsansätzen für den RFID-Einsatz
- Gegenüberstellung zentraler und dezentraler Datenspeicherungsansätze
Auszug aus dem Buch
5.1 Konzept 1: Standortübergreifender Einsatz von RFID, dezentrale Datenspeicherung am Produkt
Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit ist der Einsatz von RFID-Technik zur Sicherung der Abläufe speziell im Lackierprozess bei der Firma Wacker Neuson. Weiters gilt es nicht nur die Transparenz der Prozesse zu erhöhen, sondern auch Störungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu beheben. In den folgenden Fallbeispielen wird der Ansatz einer dezentralen Speicherung verfolgt. Darunter wird die Ablegung produktspezifischer Daten am Objekt verstanden, d.h. direkt auf dem RFID Transponder (Data on Tag). Beispielsweise nützt der Automobilhersteller BMW das RFID-System von Siemens um die Kabelbäume automatisch zu identifizieren, damit am Ende auch der vom Kunden bestellte Wagen ausgeliefert wird. Würde man Kabelbäume falsch einbauen, könnte man den Fehler kaum rückgängig machen. Eine Verschrottung des Fahrzeuges sowie eine Verzögerung der Auslieferung wären die Folgen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der Prozesskomplexität in der Logistik und Darstellung der Zielsetzung sowie des Aufbaus der Bachelor-Arbeit.
2 GRUNDLAGEN VON RADIO FREQUENZ IDENTIFIKATION: Vermittlung der historischen Entwicklung, Bedeutung und Nutzenpotenziale der RFID-Technologie.
3 RADIO FREQUENZ IDENTIFIKATION: Detaillierte technische Beschreibung der RFID-Komponenten und ihrer funktionalen Arbeitsweise.
4 NICHT RFID UNTERSTÜTZTE GESCHÄFTSPROZESSE: Analyse der aktuellen, manuellen Prozesse bei der Firma Wacker Neuson und Identifikation kritischer Schwachstellen.
5 IMPLIKATION FÜR DIE PRAXIS: EINSATZ VON RFID IM LACKIERPROZESS: Vorstellung und Vergleich zweier Konzepte (dezentral vs. zentral) zur Prozessoptimierung mittels RFID.
6 FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der technologischen Einführung aus unternehmerischer Sicht und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Schlüsselwörter
RFID, Radio Frequenz Identifikation, Logistik, Lackierprozess, Prozesssicherheit, Prozessqualität, Transponder, Kleinserienfertigung, Materialfluss, Datenspeicherung, Wacker Neuson, Auto-ID, Prozessoptimierung, Fehlervermeidung, Identifikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelor-Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung von Logistik- und Lackierprozessen in der industriellen Kleinserienfertigung durch den Einsatz der RFID-Technologie.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die RFID-Hardwarekomponenten, die Analyse bestehender Geschäftsprozesse auf Fehlerquellen sowie die Entwicklung von Konzepten zur prozesssicheren Identifikation von Bauteilen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, die Prozesssicherheit durch Automatisierung und Reduktion manueller Informationserfassung zu erhöhen, um Fehlerkosten und Produktionsunterbrechungen zu minimieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Analyse verwendet?
Die Arbeit nutzt die Analyse von Ist-Prozessen bei einem konkreten Praxisbeispiel (Wacker Neuson) und führt eine vergleichende Bewertung verschiedener RFID-Einsatzkonzepte durch.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine technische Einführung zur RFID, die detaillierte Analyse der Prozesse bei Wacker Neuson sowie die Erarbeitung und Gegenüberstellung von zwei spezifischen RFID-Konzepten.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind RFID, Prozesssicherheit, Lackierprozess, Materialfluss, Automatisierung und Identifikation.
Warum wird speziell der Lackierprozess bei Wacker Neuson untersucht?
Der Lackierprozess ist ein kritisches Glied in der Wertschöpfungskette, bei dem Fehler (wie falsche Lackierung oder falsche Zuordnung) hohe Folgekosten verursachen, weshalb hier ein hohes Optimierungspotenzial besteht.
Was ist der Unterschied zwischen den zwei vorgestellten RFID-Konzepten?
Konzept 1 setzt auf eine dezentrale Datenspeicherung direkt auf dem Transponder am Produkt, während Konzept 2 eine zentrale Speicherung in einer Datenbank vorsieht, wobei der Transponder lediglich eine Identifikationsnummer trägt.
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- Anonym (Autor:in), 2012, RFID zur Sicherung des Lackierprozesses in der Kleinserienfertigung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/284876