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Psychische Gefährdungsbeurteilung. Ein Verfahren zur Optimierung psychischer Belastungen in der Arbeitswelt?

Titel: Psychische Gefährdungsbeurteilung. Ein Verfahren zur Optimierung psychischer Belastungen in der Arbeitswelt?

Bachelorarbeit , 2014 , 103 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nadine Dräger (Autor:in)

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Schlagzeilen, wie „Psychische Belastung wirkt sich auf die Enkel aus“, „Immer mehr psychische Belastungen“, „Wie sich Arbeitnehmer gegen psychische Belastungen wehren“ lassen sich in Medien vorfinden. Vermehrt wird von den verschiedensten Akteuren in Politik, Medizin und Arbeitswissenschaft berichtet und diskutiert, dass Menschen
dem alltäglichen Stress unserer modernen und hoch technologisierten Welt kaum noch standhalten können. Viele von ihnen fühlen sich physisch als auch psychisch belastet.
Diese Aussagen sowie vor allem die Berücksichtigung der Thematik im Koalitionsvertrag der Bundesregierung verschärfen das Bewusstsein in der Bevölkerung, dass Themen zur psychischen Belastung und die daraus resultierenden Gefährdungen für jede Person relevant sind. Allein die Suche bei Google nach „Psychische Gefährdungsbeurteilung“ liefert ca. 225.000 Ergebnisse. Die Eingabe bei Amazon in der Kategorie Bücher mit diesem Stichwort fast 75 Treffer. Diese Zahlen verdeutlichen zudem die Prägnanz der psychischen Gefährdungsbeurteilung in der Öffentlichkeit.

Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz gewinnt zunehmend an Bedeutung. 53 Millionen Krankheitstage entfielen im Jahr 2012 auf psychische Störungen. Für mehr als 40 Prozent sind psychische Erkrankungen die Ursache von Frühberentungen der zu diesem Zeitpunkt durchschnittlich 48 Jahre alten Beschäftigten. Volkswirtschaftlich ergeben sich jährliche finanzielle Einbußen von über 20 Milliarden Euro. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Psychische Belastungen in der Arbeitswelt

3 Zentrale Begriffe und deren Zusammenhang

3.1 Gefährdungsbeurteilung

3.2 Psychische Belastungen

3.2.1 Merkmale, Arten und Beispiele psychischer Belastungen

3.2.2 Psychische Belastungs-/Einflussfaktoren

3.3 Psychische Beanspruchungen

3.3.1 Auswirkungen psychischer Beanspruchungen

3.3.2 Beanspruchungsfolgen

3.4 Psychische und psychosomatische Erkrankungen

3.5 Zusammenhang zwischen Belastung, Beanspruchung und Umwelt

4 Rechtsgrundlagen und geltende Normen zur psychischen Gefährdungsbeurteilung

4.1 Arbeitsschutzgesetz

4.2 DIN-Normen

4.3 Rechte und Pflichten der im Prozess integrierten Personen

5 Prozess der psychischen Gefährdungsbeurteilung

5.1 Vorbereitung und Vorgehensweise

5.2 Festlegung von Tätigkeit und Bereich

5.3 Ermittlung psychischer Gefährdungen

5.3.1 Beobachtung/Beobachtungsinterviews

5.3.2 Schriftliche Mitarbeiterbefragung

5.3.3 Analyseworkshops

5.4 Beurteilung psychischer Gefährdungen

5.5 Maßnahmenentwicklung und -umsetzung

5.5.1 Maßnahmen in Bezug auf die Arbeitstätigkeit

5.5.2 Maßnahmen in Bezug auf die Arbeitsorganisation

5.5.3 Maßnahmen in Bezug auf die sozialen Bedingungen

5.5.4 Maßnahmen in Bezug auf psychische Beanspruchungsfolgen

5.6 Maßnahmenüberprüfung

5.7 Ergebnisdokumentation und Fortschreibung

6 Kritische Betrachtung der Thematik der psychischen Gefährdungsbeurteilung

6.1 Faktoren für eine erfolgreiche Umsetzung der psychischen Gefährdungsbeurteilung

6.2 Chancen und Risiken bei dem Verfahren der psychischen Gefährdungsbeurteilung

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der psychischen Gefährdungsbeurteilung mit dem Ziel, die Komplexität dieses Instruments verständlich darzustellen und ein Bewusstsein für die Relevanz psychischer Belastungen bei Arbeitgebern und betrieblichen Akteuren zu schaffen.

  • Grundlagen und Definitionen zu psychischer Belastung und Beanspruchung
  • Rechtliche Anforderungen durch Arbeitsschutzgesetz und Normen
  • Methodischer Ablauf der Gefährdungsbeurteilung (Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen)
  • Erfolgsfaktoren sowie Chancen und Risiken des Verfahrens
  • Präventionsorientierte Gestaltung von Arbeitsprozessen

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Schlagzeilen, wie „Psychische Belastung wirkt sich auf die Enkel aus“, „Immer mehr psychische Belastungen“, „Wie sich Arbeitnehmer gegen psychische Belastungen wehren“ lassen sich in Medien vorfinden. Vermehrt wird von den verschiedensten Akteuren in Politik, Medizin und Arbeitswissenschaft berichtet und diskutiert, dass Menschen dem alltäglichen Stress unserer modernen und technologisierten Welt kaum noch standhalten können. Viele von ihnen fühlen sich physisch als auch psychisch belastet. Diese Aussagen sowie vor allem die Berücksichtigung der Thematik im Koalitionsvertrag der Bundesregierung verschärfen das Bewusstsein in der Bevölkerung, dass Themen zur psychischen Belastung und die daraus resultierenden Gefährdungen für jede Person relevant sind. Allein die Suche bei Google nach „Psychische Gefährdungsbeurteilung“ liefert ca. 225.000 Ergebnisse. Die Eingabe bei Amazon in der Kategorie Bücher mit diesem Stichwort fast 75 Treffer. Diese Zahlen verdeutlichen zudem die Prägnanz der psychischen Gefährdungsbeurteilung in der Öffentlichkeit.

Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz gewinnt zunehmend an Bedeutung. 53 Millionen Krankheitstage entfielen im Jahr 2012 auf psychische Störungen. Für mehr als 40 Prozent sind psychische Erkrankungen die Ursache von Frühberentungen der zu diesem Zeitpunkt durchschnittlich 48 Jahre alten Beschäftigten. Volkswirtschaftlich ergeben sich jährliche finanzielle Einbußen von über 20 Milliarden Euro.

Reporte und Erhebungen, wie z. B. der Stressreport 2012 oder der Fehlzeiten-Report 2013, spiegeln die Gefahr der psychischen Belastungen und bestätigten sie durch alarmierende Werte. „Bundesweit fühlt sich jeder zweite Beschäftigte bei der Arbeit sehr häufig oder oft gehetzt … 63 Prozent der Beschäftigten machen die Erfahrung, dass sie seit Jahren in der gleichen Zeit immer mehr leisten müssen. 27 Prozent der … Arbeitnehmer müssen … oft außerhalb ihrer Arbeitszeit für betriebliche Belange erreichbar sein. … 15 Prozent der Beschäftigten erledigen sehr häufig … außerhalb ihrer Arbeitszeit Aufgaben für ihren Betrieb. Mehr als einem Drittel … fällt es schwer, nach der Arbeit abzuschalten.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Relevanz psychischer Belastungen im Arbeitskontext ein und skizziert das Ziel der Arbeit, den Prozess der Gefährdungsbeurteilung verständlich zu erläutern.

2 Psychische Belastungen in der Arbeitswelt: Dieses Kapitel beschreibt den Wandel der Arbeitswelt und die daraus resultierenden neuen psychischen Anforderungen, wie Tertiarisierung und ständige Erreichbarkeit.

3 Zentrale Begriffe und deren Zusammenhang: Hier werden die Kernbegriffe der Arbeit, insbesondere Belastung, Beanspruchung und Gefährdungsbeurteilung, anhand theoretischer Modelle definiert und in Beziehung zueinander gesetzt.

4 Rechtsgrundlagen und geltende Normen zur psychischen Gefährdungsbeurteilung: Das Kapitel erläutert die gesetzlichen Anforderungen, insbesondere das Arbeitsschutzgesetz und relevante DIN-Normen, sowie die Verantwortlichkeiten der beteiligten Akteure.

5 Prozess der psychischen Gefährdungsbeurteilung: Dieser umfangreiche Hauptteil beschreibt detailliert die sieben Schritte des Gefährdungsbeurteilungsprozesses von der Vorbereitung über die Ermittlung bis hin zur Dokumentation und Fortschreibung.

6 Kritische Betrachtung der Thematik der psychischen Gefährdungsbeurteilung: Hier erfolgt eine Reflexion über Gelingensfaktoren, Chancen und Risiken der Umsetzung sowie eine Analyse der bestehenden Herausforderungen in der betrieblichen Praxis.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der psychischen Gefährdungsbeurteilung als komplexes, aber essenzielles Instrument zusammen und betont die Notwendigkeit einer gelebten Unternehmenskultur für eine erfolgreiche Umsetzung.

Schlüsselwörter

Psychische Gefährdungsbeurteilung, Psychische Belastung, Psychische Beanspruchung, Arbeitsschutzgesetz, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Prävention, Arbeitsorganisation, Arbeitsgestaltung, Stressprävention, Mitarbeiterbefragung, Gefährdungsanalyse, Gesundheit am Arbeitsplatz, Arbeitsbedingte Faktoren, Arbeitspsychologie, Wirksamkeitskontrolle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der psychischen Gefährdungsbeurteilung als ein Verfahren zur Identifizierung und Optimierung psychischer Belastungen im Arbeitsumfeld.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Belastung und Beanspruchung, die rechtlichen Rahmenbedingungen, der konkrete prozessuale Ablauf der Gefährdungsbeurteilung sowie die kritische Würdigung des Verfahrens.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den komplexen Prozess der psychischen Gefährdungsbeurteilung nachvollziehbar darzustellen und das Problembewusstsein bei Arbeitgebern sowie betrieblichen Akteuren zu schärfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine umfassende Literaturanalyse und wertet aktuelle Studien, Gesetze sowie normkonforme Vorgehensweisen im Kontext der psychischen Gefährdungsbeurteilung aus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition zentraler Begriffe, die Darstellung der rechtlichen Grundlagen und einen detaillierten Prozessleitfaden für die praktische Durchführung der Gefährdungsbeurteilung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Gefährdungsbeurteilung, psychische Belastung, Prävention, Arbeitsschutzgesetz und Gesundheitsmanagement.

Warum ist das Thema der psychischen Belastung in der heutigen Zeit so präsent?

Durch den Wandel der Arbeitswelt, gekennzeichnet durch Digitalisierung, Leistungsdruck und ständige Erreichbarkeit, haben psychische Erkrankungen stark zugenommen, was sowohl das Individuum als auch Unternehmen ökonomisch belastet.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen "Belastung" und "Beanspruchung"?

Die Arbeit folgt arbeitspsychologischen Definitionen, wobei Belastung die äußeren Einflüsse (Input) darstellt und Beanspruchung die unmittelbare psychische und physische Reaktion des Individuums (Output) darauf bezeichnet.

Welche Rolle spielt das "Dreibenenmodell" im Kontext der Arbeit?

Es dient als Erklärungsmodell, um Einflüsse aus der Gesellschaft, der Unternehmensebene und der Ebene der Mitarbeiter zu systematisieren und die Komplexität der Belastungsfaktoren zu verdeutlichen.

Was ist die zentrale Schlussfolgerung der Autorin zur erfolgreichen Umsetzung?

Die Autorin betont, dass eine rein formale Abarbeitung nicht genügt; Erfolg hängt maßgeblich von einer unterstützenden Unternehmenskultur und der aktiven Beteiligung der Beschäftigten ab.

Ende der Leseprobe aus 103 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Psychische Gefährdungsbeurteilung. Ein Verfahren zur Optimierung psychischer Belastungen in der Arbeitswelt?
Hochschule
German open Business School - Hochschule für Wirtschaft und Verwaltung
Note
1,3
Autor
Nadine Dräger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
103
Katalognummer
V284472
ISBN (eBook)
9783656840824
ISBN (Buch)
9783656840831
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychische Gefährdungsbeurteilung Psychische Belastung Psychische Beanspruchung Beanspruchungsfolgen Gefährdungsbeurteiltung Belastungsfaktoren Psychische Einflussfaktoren Auswirkungen psychischer Beanspruchungen Rechtsgrundlagen psychische Gefährdungsbeurteilung Prozess der psychischen Gefährdungsbeurteilung Maßnahmen Arbeitstätigkeit Maßnahmen Arbeitsorganisation Maßnahmen Soziale Beziehungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadine Dräger (Autor:in), 2014, Psychische Gefährdungsbeurteilung. Ein Verfahren zur Optimierung psychischer Belastungen in der Arbeitswelt?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/284472
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Leseprobe aus  103  Seiten
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