Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Psychologie - Sozialpsychologie

Der Neurosenbegriff bei Sigmund Freud

Titel: Der Neurosenbegriff bei Sigmund Freud

Akademische Arbeit , 2004 , 23 Seiten , Note: sehr gut

Autor:in: Ortrud Neuhof (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Begriff Neurose wurde erstmals von dem schottischen Arzt William Cullen (1710-90) im Jahre (1769) eingeführt. Er wurde von ihm als Bezeichnung für alle Erkrankungen des Nervensystems, auch der peripheren Nerven, eingesetzt, ohne dass dabei der Nachweis einer Ursache geführt wurde. Das 19. Jahrhundert verstand unter Neurosen „Organstörungen ohne Läsionen der Organstruktur.“ Benannt wurden sie nach einem Organsitz, wie es am Beispiel der Herzneurose deutlich wird. Als Organsitz der Hysterien wurde die Gebärmutter gesehen und für die Hypochondrie der Verdauungskanal. Außerdem wurden Erkrankungen des Nervensystems als Neurosen bezeichnet. Je nach Sitz wurde von peripheren, spinalen und cerebralen Neurosen gesprochen. In Anlehnung an Cullens Definition vertrat auch Charcot (1825-93) die Auffassung „von Neurosen als funktionellen, also nicht strukturell-verankerten Störungen des Nervensystems.“ Der Begriff <funktionell> darf jedoch nicht mit <psychogen> verwechselt werden. Mit funktionell wurden „unentdeckte, möglicherweise erbliche Funktionsstörungen des Nervensystems“ bezeichnet.
Sigmund Freud (1856-1939) entwickelt ein Gegenmodell zu der seinerzeit noch populären Auffassung von Geistes- oder psychischen Krankheiten als Gehirnkrankheiten. Dies Gegenmodell ist ein eigenes „psychogenetisch ausgerichtetes Neurosenkonzept.“

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Der Zwang als lebenserhaltendes Prinzip – ein ideengeschichtlicher Hintergrund

2 Neurose

2.1 Historische Anmerkungen zum Neurosenbegriff

2.2 Der Neurosenbegriff Sigmund Freuds

2.2.1 Freuds Neurosenklassifikation

2.2.2 Charakterneurose und Symptomneurose im Vergleich

2.2.3 Differenzierungen und Modifikationen von Freuds Neurosenkonzept

2.2.4 Freuds drei Faktoren zur Entstehung einer Neurose

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht den Neurosenbegriff bei Sigmund Freud, mit besonderem Fokus auf die Entstehung und psychodynamische Einordnung der Zwangsneurose vor dem Hintergrund der psychoanalytischen Theoriebildung.

  • Historische Entwicklung des Neurosenbegriffs von den Anfängen bis zu Freuds Konzeptualisierung.
  • Differenzierung zwischen verschiedenen Neuroseformen wie Charakterneurosen und Symptomneurosen.
  • Analyse der ätiologischen Faktoren der Neuroseentstehung nach Freud, insbesondere unter Berücksichtigung des Ödipuskomplexes.
  • Kritische Betrachtung des phylogenetischen Faktors und der Bedeutung des Urvatermythos innerhalb der psychoanalytischen Theorie.
  • Gegenüberstellung des klassischen psychoanalytischen Krankheitsmodells mit modernen diagnostischen Klassifikationssystemen.

Auszug aus dem Buch

2.2.4 Freuds drei Faktoren zur Entstehung einer Neurose

Zu den Ursachen, die eine Neurose bedingen, hat sich Freud selbst ausführlich geäußert. In Hemmung, Symptom und Angst (1926d) stellt er drei Faktoren zur Entstehung einer Neurose vor: den biologischen, den psychologischen und den phylogenetischen Faktor.

Der <biologische Faktor> ergibt sich aus dem Menschen als Mängelwesen. Eine langanhaltende Hilflosigkeit und Abhängigkeit von Bezugspersonen ist die Folge. Ohne deren Liebe und Fürsorge hätte der Mensch keine Überlebenschancen. Daraus ergibt sich das Urbedürfnis geliebt zu werden, das ein Leben lang anhält und eine Abhängigkeit, die in späteren Lebensphasen hinderlich sein kann.

Der <psychologische Faktor> ist bedingt durch einen unvollkommenen seelischen Apparat. Die Differenzierung in Ich und Es ist nicht zuletzt Folge des Einflusses der äußeren Realität. Um mit dieser nicht in Konflikt zu kommen, müssen Triebwünsche abgewehrt werden. Der Triebwunsch kann zurückgestellt werden oder hat die Möglichkeit, sich ersatzweise in einem Symptom zu äußern, welches sich das Ich gefallen lassen muss.

Der <phylogenetische Faktor> kann von Freud <nur> aus der Libidoentwicklung <erschlossen werden>. Das Merkwürdige an dieser Entwicklung sei, dass sie nach einer „Frühblüte“ im Alter von fünf Jahren unterbrochen werde. Unterbrochen wird sie durch den Ödipuskomplex, an den sich eine Latenzzeit anschließt. Mit der Pubertät setzt durch Anknüpfung an die infantile Sexualität die Libidoentwicklung wieder ein.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Der Zwang als lebenserhaltendes Prinzip – ein ideengeschichtlicher Hintergrund: Dieses Kapitel beleuchtet den psychischen Zwang als allgemeines Grundphänomen, das eine sicherheitsstiftende Struktur und Dauer in menschliche Lebensbereiche bringt.

2 Neurose: Hier wird der theoretische Rahmen der Neurose aufgespannt, wobei der Fokus auf der psychoanalytischen Krankheitslehre und der kritischen Abgrenzung zu anderen medizinischen Krankheitskonzepten liegt.

2.1 Historische Anmerkungen zum Neurosenbegriff: Dieser Abschnitt zeichnet die begriffliche Entwicklung von den frühen medizinischen Definitionen im 18. und 19. Jahrhundert bis zur Abgrenzung des funktionalen Begriffs nach.

2.2 Der Neurosenbegriff Sigmund Freuds: Das Kapitel führt Freuds psychogenetisches Neurosenkonzept ein, das den Fokus von organischen Erklärungsmodellen hin zu unbewussten Konflikten verschiebt.

2.2.1 Freuds Neurosenklassifikation: Hier werden Freuds begriffliche Modifikationen und Differenzierungen, wie etwa zwischen Abwehr-Neuropsychose, Aktualneurose und Psychoneurose, systematisiert.

2.2.2 Charakterneurose und Symptomneurose im Vergleich: Dieser Teil kontrastiert die symptomorientierte Neurose mit der charakterlichen Fixierung, bei der der Abwehrkonflikt in die Persönlichkeitsstruktur integriert ist.

2.2.3 Differenzierungen und Modifikationen von Freuds Neurosenkonzept: Das Kapitel diskutiert die spätere wissenschaftliche Eingrenzung von Freuds Modell sowie den Übergang von rein konfliktbasierten Erklärungen hin zur Berücksichtigung struktureller Persönlichkeitsdefizite.

2.2.4 Freuds drei Faktoren zur Entstehung einer Neurose: Abschließend werden die drei zentralen Ursachenfaktoren nach Freud – der biologische, psychologische und phylogenetische – detailliert erörtert und kritisch hinterfragt.

Schlüsselwörter

Neurose, Zwangsneurose, Psychoanalyse, Sigmund Freud, Ödipuskomplex, Triebtheorie, Abwehrmechanismen, Phylogenese, Konfliktmodell, Symptomneurose, Charakterneurose, Libidoentwicklung, Unbewusstes, Zwangsstörung, psychodynamische Psychotherapie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Herleitung und psychoanalytischen Einordnung des Neurosenbegriffs bei Sigmund Freud, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Phänomen der Zwangsneurose liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung des Neurosenbegriffs, Freuds Klassifizierung von Neurosen, die Dynamik von Charakter- und Symptomneurosen sowie die Rolle der Trieb- und Konflikttheorie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das psychoanalytische Verständnis von Neurosen und insbesondere Zwängen als Ergebnis unbewusster Konflikte und Entwicklungsverläufe systematisch darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die primär auf einer psychoanalytischen Literaturanalyse und der Aufarbeitung von Freuds Schriften sowie klinischen Grundbegriffen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Herleitung, die spezifische Neurosenklassifikation nach Freud, den Vergleich zwischen Symptom- und Charakterneurose sowie die Analyse der ursächlichen Faktoren für Neuroseentstehung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Psychoanalyse, Neurosenlehre, Ödipuskomplex, Trieb-Abwehr-Konflikt und Zwangsneurose maßgeblich definiert.

Inwiefern unterscheidet Freud die psychogene Ätiologie von der somatischen Ätiologie?

Freud betont die psychogene Ursache von Neurosen, die auf unbewussten Konflikten basiert, und grenzt diese von den Aktualneurosen ab, bei denen er eine somatisch-sexuelle Ätiologie annimmt.

Welche Rolle spielt der phylogenetische Faktor in Freuds Neurosentheorie?

Der phylogenetische Faktor dient Freud dazu, individuelle neurotische Störungen als Niederschläge prähistorischer Ereignisse, wie den Urvatermord, in der Erbmasse begreifbar zu machen.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Neurosenbegriff bei Sigmund Freud
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
sehr gut
Autor
Ortrud Neuhof (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
23
Katalognummer
V284259
ISBN (eBook)
9783656837671
ISBN (Buch)
9783656864479
Sprache
Deutsch
Schlagworte
neurosenbegriff sigmund freud
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ortrud Neuhof (Autor:in), 2004, Der Neurosenbegriff bei Sigmund Freud, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/284259
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  23  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum