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Wenn ein Kind stirbt. Der Trauerprozess der Familie und die Begleitung im Rahmen der Sozialen Arbeit

Title: Wenn ein Kind stirbt. Der Trauerprozess der Familie und die Begleitung im Rahmen der Sozialen Arbeit

Bachelor Thesis , 2013 , 49 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Janike Kreinhacke (Author)

Social Work

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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit mit dem Thema „Wenn ein Kind stirbt. Der Trauerprozess der Familie“ werde ich mich mit den Rahmenbedingungen und Handlungsmöglichkeiten im Sinne der Trauerbegleitung im System Familie beschäftigen.
In unserer Gesellschaft ist der Tod ein gern unbeachtetes Thema, was unter anderem daran liegt, dass es schwer fällt, über ihn zu sprechen. Das liegt daran, dass es mit dem in unserer Gesellschaft verbreiteten glauben an die Allmacht des Menschen kollidiert und Angstgefühle hervor ruft. Bereits vor etwa 2300 Jahre beschließt Epikur, dass der Tod uns Lebende nichts an geht. Denn wenn wir nicht tot sind, leben wir nicht und somit ginge der Tod uns auch nichts an. Diese Aussage klingt so leicht und verlockend, doch ein jeder Mensch der bereits eine Verlusterfahrung erleiden musste weiß, dass der Tot besonders für Lebende eine enorme Rolle spielt, da sie diejenigen sind, die ihn fühlen und die entstehende Trauer empfinden.
Als Einstieg in meine Arbeit habe ich mich, nachdem ich die wichtigsten Begrifflichkeiten und einen kurzen Überblick über den Stand der Forschung erbracht habe, zunächst mit der Arbeit und der Interaktion mit sterbenden Kindern beschäftigt. Dabei ist deutlich geworden, dass die Wahrheit ein unabdingbarer Teil in dem Trauerprozess der Familie dar stellt und sie dem sterbenskranken Kind nicht vorenthalten werden darf. Die Wahrheit soll den sterbenden Kindern die Möglichkeit geben, sich ein eigenes Bild ihrer Lage zu machen, ihre Ängste verbalisieren zu dürfen und der Familie ganzheitlich die Möglichkeit zu geben, Antworten und Gedanken des Kindes Teil zu werden. Damit stellt die Möglichkeit der Kommunikation durch unverfälschte Informationen einen Teil der Trauerarbeit der Eltern dar, indem sie mit ihrem Kind die Krankheit und den Tod gemeinsam verarbeiten können. Zudem können Tatsachen, die nicht ausgesprochen werden dazu führen, dass sich das Kind verantwortlich für seine Lage fühlt, da es lediglich die Illusion des positiven Ausgangs der Lage zugesprochen bekommen hat und somit die Erklärung dafür fehlt, dass es nicht wieder gesund wird. Dies stört die Chance auf eine erhöhte Lebensqualität der verbleibenden Zeit durch Offenheit und die Möglichkeit des Rückblickst auf die letzte, ehrliche, familiäre Zeit.
Im Anschluss wurde die Interaktion mit den trauernden Eltern thematisiert, die viele Erkenntnisse über das individuelle Trauerver

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Theoretische Grundlagen

2.1.) Der Tod

2.2.) Sterben und Sterbephasen

2.3.) Trauer und Trauerphasen

2.4.) Familie

3.) Stand der Forschung zum Thema „Das Sterben von Kindern

4.) In Interaktion mit dem sterbenden Kind - Vertrauen und Wahrheit als ein Teil der Trauerarbeit

5.) In Interaktion mit den trauernden Eltern

5.1.) Trauerarbeit vor dem Tod

5.2.) Trauerarbeit nach dem Tod

5.2.1.) Dem Tod ins Auge blicken

5.2.2.) Möglichkeiten der Gestaltung

5.3.3.) Die Beerdigung und das Grab

5.3.) Geschlechtsspezifische Aspekte

5.3.1) Mütter

5.3.2.) Väter

5.4.) Die Bedeutung der Todesursache bei der Trauerarbeit

6.) In Interaktion mit den trauernden Geschwistern - Das Todeskonzept des Kindes

6.1.) Die Bedeutung von Geschwisterbeziehungen

6.2.) Die Trauer von Geschwisterkindern

6.2.1.) Schuldgefühle

6.2.2.) Suizid von Bruder oder Schwester

6.2.3.) Aberkannte Trauer

6.2.4.) Schwierigkeiten und Möglichkeiten der Trauerarbeit mit Kindern

7.) Aufgaben der Begleitung für die Praxis der Sozialen Arbeit im Rahmen der Unterstützung trauernder Familien

7.1) Aufgabenmodelle als eine Bewältigungsstrategie in perimortalen Trauersituationen

7.2.) Professionelle Einrichtungen als räumlicher Rahmen der Begleitung für trauernde Familien am Beispiel des Hospizes

8.) Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die komplexen Rahmenbedingungen und Handlungsmöglichkeiten im Bereich der professionellen Trauerbegleitung innerhalb des Systems Familie, wenn ein Kind stirbt. Dabei steht das Ziel im Vordergrund, eine Orientierung für Fachkräfte der Sozialen Arbeit zu schaffen, die den Trauerprozess von Eltern und Geschwistern verständlich macht und Ansätze für eine gelingende Begleitung sowie die Enttabuisierung des Themas Tod liefert.

  • Die Rolle von Wahrheit und Vertrauen in der Sterbebegleitung bei Kindern.
  • Geschlechtsspezifische Trauerarbeit und die Bedeutung unterschiedlicher Todesursachen.
  • Das Todeskonzept von Kindern und die besondere Situation trauernder Geschwister.
  • Aufgabenmodelle zur Trauerbewältigung als Werkzeuge für die Soziale Arbeit.
  • Das Hospiz als professioneller Rahmen für die Begleitung in der perimortalen Phase.

Auszug aus dem Buch

4.) In Interaktion mit dem sterbenden Kind - Vertrauen und Wahrheit als ein Teil der Trauerarbeit

Die Arbeit mit Sterbenden stellt wohl die meisten Menschen vor eine schwierige Aufgabe, obgleich sich das Sterben als ein natürlicher und vor Allem unumgänglicher Bestandteil des Menschen darstellt. Stirbt ein Kind, scheint der Umgang zunächst noch schwieriger zu sein. Erwachsene tun sich oftmals schwer mit (ihren) Kindern über den Tod zu sprechen, weil sie auf dieses Thema nicht vorbereitet sind oder auch, weil sie selbst nicht wissen wie sie dem Tod gegenüber stehen. Sie wollen das Kind schonen, allerdings schließen sie das Kind und damit auch ein Stück der Wirklichkeit aus.

Als Einstieg in meine Arbeit möchte ich mich nun mit dieser Annahme befassen und heraus finden, ob dem Kind die Wahrheit über den eigenen Tod verdeutlicht werden sollte, was vermeintlich helfende Lügen anrichten können, und womit Eltern ihrem Kind, als auch Begleitende der Familie helfen können, den bevorstehenden Abschiedsprozess gemeinsam und positiv beschreiten zu können.

Sterbe- und TrauerbegleiterInnen, Ärzte und auch Eltern stehen vor der Frage, ob sie dem kranken Kind sagen sollen, dass es stirbt. Nahe liegt, dass die Angst und die Befürchtung das Kind mit der unheilvollen Wahrheit zu entmutigen groß ist. Aber die Wahrheit ist, dass wir alle sterben müssen. Es ist nur eine Frage wann und wie. Die Frage ist vor allem nicht nur ob ein Kind stirbt oder nicht, sondern besteht aus vielen kleinen und großen Teilen. So soll die Wahrheit Patientenkindern zu Verfügung stehen damit sie die Möglichkeit haben, sich ihr eigenes Bild über ihre Lage machen zu können das mit ihrem eigenen Wissen und ihren eigenen Vorstellungen von ihrem Zustand zusammenpasst. Zumal davon ausgegangen werden kann, dass Kinder intuitiv von der Existenz und dem Ausgang ihrer Krankheit wissen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Die Verfasserin erläutert die Motivation für ihre Bachelorarbeit, die sich mit der Trauerbegleitung im System Familie auseinandersetzt, und hebt die Notwendigkeit der Enttabuisierung des Themas Tod hervor.

2.) Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie den Tod (biologisch vs. sozial), Sterbephasen nach Kübler-Ross, den Trauerprozess sowie den Begriff der Familie als soziales System.

3.) Stand der Forschung zum Thema „Das Sterben von Kindern: Es wird ein Überblick über die wissenschaftliche Forschung gegeben, angefangen bei den Pionierarbeiten von Kübler-Ross bis hin zu neueren Ansätzen und der Bedeutung von Fachliteratur.

4.) In Interaktion mit dem sterbenden Kind - Vertrauen und Wahrheit als ein Teil der Trauerarbeit: Das Kapitel beleuchtet, warum Ehrlichkeit und das Teilen der Wahrheit für das sterbende Kind sowie die Eltern essenziell sind, um Ängste abzubauen und den Abschiedsprozess bewusst zu gestalten.

5.) In Interaktion mit den trauernden Eltern: Die spezifischen Herausforderungen elterlicher Trauer vor und nach dem Tod werden analysiert, inklusive geschlechtsspezifischer Unterschiede und der Auswirkungen verschiedener Todesursachen.

6.) In Interaktion mit den trauernden Geschwistern - Das Todeskonzept des Kindes: Hier steht die besondere Lage von Geschwisterkindern im Fokus, ihr individuelles Todeskonzept, die Gefahr der „aberkannten Trauer“ sowie Schuldgefühle bei den überlebenden Kindern.

7.) Aufgaben der Begleitung für die Praxis der Sozialen Arbeit im Rahmen der Unterstützung trauernder Familien: Es werden praxisorientierte Aufgabenmodelle (nach Worden und Spiegel) vorgestellt und die Rolle professioneller Einrichtungen wie des Hospizes bei der Begleitung erläutert.

8.) Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse, wobei die Wichtigkeit einer ganzheitlichen, systemischen Trauerbegleitung nochmals hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Trauerbegleitung, Soziale Arbeit, Sterbende Kinder, verwaiste Eltern, Geschwistertrauer, perimortale Phase, Todesursache, Sterbephasen, professionelle Einrichtung, Hospiz, Trauerprozess, Familiensystem, psychische Unterstützung, Enttabuisierung, Wahrheit und Vertrauen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Schicksal von Familien, in denen ein Kind stirbt. Dabei steht die professionelle Begleitung in der Sozialen Arbeit im Mittelpunkt, um trauernde Eltern und Geschwister in dieser schwierigen Lebensphase zu unterstützen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit gliedert sich in theoretische Grundlagen, die spezifische Situation sterbender Kinder, die elterliche Trauer, die besondere Belastung von Geschwistern sowie die praktischen Aufgaben der Trauerbegleitung und das Beispiel der Hospizarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Handlungs- und Orientierungsmöglichkeiten für Begleitpersonen zu bieten und aufzuzeigen, wie Soziale Arbeit dazu beitragen kann, das Thema Tod zu enttabuisieren und Familien ganzheitlich durch den Trauerprozess zu führen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Verfasserin nutzt eine fundierte Literaturanalyse und stützt sich auf etablierte Trauermodelle, um die theoretischen Zusammenhänge mit praktischen Anforderungen für Fachkräfte der Sozialen Arbeit zu verknüpfen.

Welche Aspekte der Trauerarbeit werden im Hauptteil besonders hervorgehoben?

Besonderes Augenmerk liegt auf der Kommunikation zwischen Eltern und Kind, den geschlechtsspezifischen Unterschieden im Trauerverhalten und der kritischen Auseinandersetzung mit der „aberkannten Trauer“ bei Geschwistern.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Trauerbegleitung, System Familie, perimortale Phase, Geschwistertrauer und professionelle Hospizarbeit definiert.

Warum ist die „aberkannte Trauer“ von Geschwistern ein zentrales Problem?

Oftmals werden trauernde Geschwister von Erwachsenen übersehen, da diese stark mit dem eigenen Schmerz oder der Betreuung des kranken Kindes beschäftigt sind, wodurch die Kinder sich isoliert fühlen und ihre Trauer nicht ausreichend würdigen können.

Welche Rolle spielt die Todesursache für den Trauerprozess?

Die Arbeit macht deutlich, dass plötzliche Tode, etwa durch Suizid oder Unfälle, den Trauerprozess erschweren, da sie keine antizipatorische Trauerarbeit erlauben und oft Schuldgefühle bei den Angehörigen auslösen.

Was unterscheidet das Kinderhospiz von einem Hospiz für Erwachsene?

Kinderhospizarbeit beginnt idealerweise bereits sehr früh im Krankheitsverlauf und fokussiert sich stärker auf die Entlastung der gesamten Familie, um Freiräume für die noch verbleibende Lebenszeit zu schaffen.

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Details

Title
Wenn ein Kind stirbt. Der Trauerprozess der Familie und die Begleitung im Rahmen der Sozialen Arbeit
College
University of Applied Sciences and Arts Hildesheim, Holzminden, Göttingen
Grade
1,3
Author
Janike Kreinhacke (Author)
Publication Year
2013
Pages
49
Catalog Number
V284079
ISBN (eBook)
9783656848370
ISBN (Book)
9783656848387
Language
German
Tags
wenn kind trauerprozess familie begleitung rahmen sozialen arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janike Kreinhacke (Author), 2013, Wenn ein Kind stirbt. Der Trauerprozess der Familie und die Begleitung im Rahmen der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/284079
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