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Einführung in die Humanistische Pädagogik nach Erich Fromm

Titel: Einführung in die Humanistische Pädagogik nach Erich Fromm

Hausarbeit , 2013 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Melanie Fuchs (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Erziehung ist ein unausweichlicher Teil unseres Lebens. Schließlich wird jeder Mensch in seiner Kindheit zwangsläufig zum Objekt von Erziehung. Dies fängt bei der Familie als erster Sozialisationseinheit an und erstreckt sich auf sämtliche soziale Systeme, in die der Einzelne bis zum Erreichen des Erwachsenenalters eingebunden wird.

Später schlüpfen viele von uns selbst in die Rolle des Erziehers, sei es als Elternteil oder professioneller Pädagoge, und sehen sich spätestens dann mit der Frage konfrontiert, was denn eigentlich eine gute Erziehung ausmacht. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Antwort des Psychoanalytikers und Sozialphilosophen Erich Fromm auf diese Frage. Fromms humanistische Pädagogik wird dabei anhand seines Buches „Haben oder Sein“ näher beleuchtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. HABEN UND SEIN: BEGRIFFSKLÄRUNG

3. DIE HUMANISTISCHE PÄDAGOGIK ERICH FROMMS

4. LERNEN

5. LESEN

6. AUTORITÄT

7. FAZIT

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das pädagogische Denken Erich Fromms, insbesondere unter Bezugnahme auf sein Werk „Haben oder Sein“. Ziel ist es, Fromms humanistische Perspektive auf Erziehung und Bildung darzulegen und durch die Analyse der Existenzweisen des Habens und Seins aufzuzeigen, wie eine entfaltungsfördernde Erziehungspraxis aussehen kann.

  • Gegenüberstellung der Existenzweisen „Haben“ und „Sein“
  • Kritik an gegenwärtigen gesellschaftlichen und bildungstheoretischen Strukturen
  • Bedeutung von aktivem Lernen und kritischer Lesekompetenz
  • Die Rolle der „Seinsautorität“ als Grundlage für gelingende Erziehung

Auszug aus dem Buch

Lernen

Fromm wählt als erstes Beispiel das des Lernens (vgl. Fromm 2001, S. 38ff), an dem sich sehr gut die unterschiedlichen Herangehensweisen an Bildung demonstrieren lassen. So beschreibt er zwei Arten, einer Vorlesung zuzuhören, je nachdem, ob die zuhörenden Studenten an der Existenzweise des Habens oder an der des Seins orientiert sind. Erstere „hören eine Vorlesung, indem sie auf die Worte hören, ihren logischen Zusammenhang und ihren Sinn erfassen und so vollständig wie möglich alles in ihr Notizbuch aufschreiben, so daß sie sich später ihre Notizen einprägen und die Prüfung ablegen können“ (ebd., S. 38). Auf den ersten Blick scheint es an dieser Art des Zuhörens nichts auszusetzen zu geben, denn immerhin schenken die Studenten dem Inhalt der Vorlesung ihre Aufmerksamkeit und sind auch in der Lage, ihn intellektuell zu erfassen. Fromm macht jedoch deutlich, dass es dennoch ein inhaltsleeres Zuhören ist, da „der Inhalt […] nicht Bestandteil [der] eigenen Gedankenwelt [wird], er bereichert und erweitert diese nicht“ (ebd.).

Die Studenten hören zwar, was gesagt wird, aber sie hören nicht wirklich zu, das heißt, sie hören nicht mit Herz, Seele und Verstand, denken nicht kritisch über das Gehörte nach, erwägen nicht ihre eigene Einstellung dazu, und verinnerlichen es so nur auf einer rein oberflächlichen Ebene. In Fromms Worten: „Sie pressen das, was sie hören, in starre Gedankensammlungen oder ganze Theorien, die sie speichern. Inhalt der Vorlesung und Student bleiben einander fremd“ (ebd.). Hier verrät bereits Fromms Wortwahl, welch leb- und liebloser Prozess diese Art des Lernens ist. Das Gehörte wird fast schon gewaltsam verstaut und auf eine leichter verdauliche Größe reduziert, es wird „gepresst“ (ebd.), und zwar in „starre Gedankenformen“ (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung begründet die Notwendigkeit pädagogischer Reflexion und führt in die Relevanz der humanistischen Perspektive von Erich Fromm für die Erziehungswissenschaft ein.

2. HABEN UND SEIN: BEGRIFFSKLÄRUNG: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe „Haben“ und „Sein“ als grundlegende menschliche Existenzweisen und ordnet sie in den gesellschaftlichen Kontext ein.

3. DIE HUMANISTISCHE PÄDAGOGIK ERICH FROMMS: Hier wird Fromms psychoanalytisch-soziologischer Blick auf Erziehung analysiert, wobei der Fokus auf der Entwicklung kritischer Bewertungsmaßstäbe liegt.

4. LERNEN: Das Kapitel kontrastiert die Haben-orientierte, konsumierende Lernweise mit einem Sein-orientierten, aktiven und lebensverändernden Lernprozess.

5. LESEN: Es wird die Kritik an einem Schulsystem geäußert, das Lesen als reine Wissensakkumulation betrachtet, und dem die Fähigkeit zur tiefgehenden Auseinandersetzung mit Inhalten gegenübergestellt.

6. AUTORITÄT: Das Kapitel unterscheidet zwischen irrationaler, machtbasierter Autorität und rationaler „Seinsautorität“, die durch die Persönlichkeit des Erziehers motivierend wirkt.

7. FAZIT: Das Fazit fasst das Ideal einer „Wachstumspädagogik“ zusammen, die auf das tieferes Wissen und die individuelle Entfaltung des Menschen abzielt.

Schlüsselwörter

Humanistische Pädagogik, Erich Fromm, Haben, Sein, Erziehungstheorie, Bildung, Existenzweise, Sozialisation, Seinsautorität, Wachstumspädagogik, kritische Pädagogik, Texthermeneutik, Selbstverwirklichung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Übertragung der humanistischen Sozialphilosophie Erich Fromms, speziell seines Konzepts von „Haben“ und „Sein“, auf pädagogische Fragestellungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Schwerpunkte sind die Kritik an der gegenwärtigen Wissensvermittlung, die Rolle des Lernens und Lesens sowie das Verständnis von Autorität in der Erziehung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, ein pädagogisches Verständnis zu entwickeln, das den Menschen in seiner individuellen Entfaltung fördert, statt ihn nur zur Anpassung an gesellschaftliche Systeme zu erziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt das Verfahren der Texthermeneutik nach Wolfgang Klafki, um Fromms Aussagen zu interpretieren und pädagogisch zu erschließen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Fromms Hauptbegriffe erläutert und anhand von Anwendungsbeispielen wie der Vorlesungssituation, dem schulischen Lesen und dem Konzept der Autorität kritisch reflektiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Haben-Orientierung, Sein-Orientierung, humanistische Erziehung, Persönlichkeitsentwicklung und kritische Reflexion beschreiben.

Wie unterscheidet sich die „Seinsautorität“ von einer herkömmlichen Autorität?

Während herkömmliche irrationale Autorität auf Macht und Gehorsam beruht, basiert die Seinsautorität auf der Integrität und Selbstverwirklichung der Person, die durch ihr Vorbild motivierend wirkt.

Warum kritisiert der Autor die Schule als „Fabrik“?

Die Metapher kritisiert die rein effizienz- und funktionalitätsorientierte Wissensvermittlung, die Schüler zur bloßen Reproduktion von Wissen anhält, statt kritisches Denken zu fördern.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Einführung in die Humanistische Pädagogik nach Erich Fromm
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Institut für Pädagogik)
Veranstaltung
Grundlagen der Bildungstheorie unter besonderer Berücksichtigung der geisteswissenschaftlichen Hermeneutik
Note
1,0
Autor
Melanie Fuchs (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
15
Katalognummer
V283788
ISBN (eBook)
9783656836667
ISBN (Buch)
9783656836674
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pädagogik Humanistische Pädagogik Erich Fromm Haben und Sein
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Melanie Fuchs (Autor:in), 2013, Einführung in die Humanistische Pädagogik nach Erich Fromm, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/283788
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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