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Thomas von Aquin über die Glückseligkeit

Title: Thomas von Aquin über die Glückseligkeit

Term Paper , 2013 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Thomas Marx (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World

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Summary Excerpt Details

Jeder Mensch strebt nach Glück beziehungsweise Glückseligkeit, so die Erkenntnis des Thomas von Aquin. Ein Leben ohne das Streben nach Glück anzunehmen, ist für Thomas in etwa so plausibel, als stellte man sich vor, die Wallstreet würde ohne das Interesse an Geld funktionieren.

Ohne Zweifel ist das Glück oder die Glückseligkeit, die εὐδαιμονία, das zentrale Konzept, in welchem die antike Moralphilosophie ihr Fundament findet. Die Bedeutung der Eudaimonia liegt nicht nur in ihrem Wesen als theoretisches Konzept. Sie ist ein Lebensentwurf. Der Entwurf dieses Lebens in der Nikomachischen Ethik des Aristoteles hat wiederum Thomas von Aquin stark in seiner eigenen Lehre beeinflusst. An vielen Stellen verweist er direkt auf Aristoteles, viele seiner Schriften tragen noch deutliche Spuren seines Einflusses.
Für beide, Thomas und Aristoteles, ist die Glückseligkeit erfahrbar, den Weg dorthin kann man finden. Beide sehen dies hauptsächlich in einem Leben als möglich an, das sich als tugendhaft beweist. Beide haben ähnliche Tugenden im Sinn wenn sie von einem gelingenden Leben ausgehen, trotz der völlig unterschiedlichen Rahmenbedingungen, denen beide entstammen.

Wie es Thomas gelingt, diesen antiken Ansatz in eine christliche Ethik zu transformieren und wie der Weg zum Glück für ihn aussieht, wo die deutlichsten Beeinflussungen und
Abwandlungen sind, dies nachzuvollziehen, ist Ziel dieser Arbeit. Grundlage der Untersuchung sollen die Kommentare des Thomas zu den Kapiteln der Nikomachischen Ethik sein, die sich mit der Glückseligkeit befassen. Hierzu werden zunächst die betreffenden Abschnitte selbst erörtert werden und im Anschluss die Kommentare. Folgen wird ein Exkurs über die Eigenarten der Übersetzung der entsprechenden Texte, um die Eindeutigkeit der Überlieferung nicht als selbstverständlich zu unterschätzen. Im Anschluss werden die das Glück betreffenden Questiones in Thomas Summa Theologiae untersucht, um die Entwicklung seiner eigenen Position nachzuvollziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Aristoteles und die Kommentare des Thomas

2. Übersetzungsfragen des Glückes

3. Die Questiones

4. Resümee

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Glückseligkeit bei Thomas von Aquin, indem sie dessen Rezeption und Transformation der aristotelischen Ethik analysiert. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Thomas den antiken Ansatz in eine christliche Ethik integriert, welche Rolle die Vernunft und der Intellekt spielen und wie sich seine eigene Position innerhalb der Quaestiones aus der Summa Theologiae entwickelt.

  • Vergleich der aristotelischen Glücksauffassung mit den Kommentaren von Thomas von Aquin.
  • Analyse der Bedeutung von Intellekt und tugendhafter Tätigkeit für das menschliche Glück.
  • Untersuchung der Differenzierung zwischen irdischem (imperfektem) und jenseitigem (perfektem) Glück.
  • Erörterung übersetzungskritischer Aspekte der aristotelischen Nikomachischen Ethik.

Auszug aus dem Buch

Abschnitt 9

Aristoteles beginnt an dieser Stelle das Wesen der Glückseligkeit zu erörtern. Zunächst sei sie kein Habitus, sondern in einer Tätigkeit zu finden. Gegen den Habitus spreche, dass sie, wäre sie darunter zu zählen, auch den Unglücklichen oder nur Schlafenden zukommen müsste. Wäre dem so, läge die Vermutung nahe, dass man sich die Glückseligkeit bloß durch festen Vorsatz zur Grundhaltung zu machen bräuchte um sie zu erringen und zu bewahren. Da der Habitus ausscheidet, muss sie also in einer Tätigkeit liegen.

Die Tätigkeiten wiederum lassen sich untereinander in solche scheiden, die Mittel zum Zweck sind und jene, die sich selbst Zweck sind.

Von denen die Mittel zum Zweck sind wird gesagt, dass im Zweck ihr Sinn besteht, die Glückseligkeit aber in sich genug ist und nach nichts außer sich selbst strebt. Sie ist nicht in diesen enthalten.

Jene Tätigkeiten, die man ihrer selbst wegen wählt, entstammen dem Spiel oder der Tugend. Dass die Glückseligkeit nicht im Spiel besteht, obgleich mit diesem in der Regel Freude verbunden ist, welche gemeinhin als eine Art von Glück oder zumindest ein Bestandteil der Glückseligkeit angenommen wird, zeigt Aristoteles ausführlich. So ist das Spiel von einer Art, die Wohl Freude bereitet, aber doch kaum sich selbst wegen gewählt wird, in der Art und Weise, dass man bereitwillig sein Leben lang größere Unbill auf sich nimmt um das Spiel zu verwirklichen. Zudem dient das Spiel, ähnlich der Ruhe, hauptsächlich der Regeneration oder dem Zeitvertreib, ist somit also gar nicht reiner Selbstzweck, wie zunächst angenommen. Man arbeitet in der Regel nicht um zu spielen, sondern eher im Gegenteil, da das Spiel der Ruhe ähnelt. Diese aber ist nicht Selbstzweck, sondern notwendig um wiederum zu arbeiten. Der im Spiel erlangten Freude ist zudem auch ein tierischer Mensch fähig, sogar Tiere selbst. Die reine Freude aus einer tugendhaften Betätigung aber ist dem bloß „lustigen“ des Spiels überlegen und auch nur vom Tugendhaften, mithin dem Besten im menschlichen Sinne, zu erlangen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung legt das Fundament der Untersuchung, indem sie das Streben nach Glück als zentrales Thema der antiken Moralphilosophie und des thomasischen Denkens einführt sowie die methodische Vorgehensweise skizziert.

1. Aristoteles und die Kommentare des Thomas: Dieses Kapitel analysiert, wie Thomas die Ausführungen des Aristoteles zur Glückseligkeit rezipiert, kritisch bewertet und in einen theologischen Kontext überführt.

2. Übersetzungsfragen des Glückes: Hier wird der Einfluss von Interpretationen der aristotelischen Texte auf das Verständnis des höchsten Gutes diskutiert, insbesondere im Hinblick auf die Frage, ob Glück ein zusammengesetztes Gut ist.

3. Die Questiones: Dieses Kapitel untersucht Thomas' eigene Position in der Summa Theologiae, wobei zentrale Fragen des menschlichen Handelns, des Letztziels und der Vollkommenheit des Glücks analysiert werden.

4. Resümee: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Verbindung zwischen dem aristotelischen Streben nach Glück und dem christlichen Verständnis der Erlösung.

Schlüsselwörter

Glückseligkeit, Eudaimonia, Thomas von Aquin, Aristoteles, Nikomachische Ethik, Summa Theologiae, Intellekt, Tugend, Beatitudo, Letztziel, Kontemplation, Handlung, Vernunft, Selbstzweck, Christliche Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen und theologischen Konzeption der Glückseligkeit bei Thomas von Aquin und seiner kritischen Auseinandersetzung mit den Lehren des Aristoteles.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind das Wesen des Glücks, die Rolle der menschlichen Vernunft und des Intellekts, der Unterschied zwischen tugendhaftem Handeln und Spiel sowie die Distinktion zwischen irdischem und vollkommenem Glück.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuvollziehen, wie Thomas das antike Konzept der Eudaimonia in seine christliche Ethik transformiert und wie er die "beatitudo" sowohl diesseits als auch jenseits bestimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Textanalyse: Sie stellt die Kommentare des Thomas den Texten der Nikomachischen Ethik des Aristoteles gegenüber und untersucht ergänzend die argumentativen Strukturen der Quaestiones aus der Summa Theologiae.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auswertung der Kommentare zur Nikomachischen Ethik, eine Untersuchung der übersetzungskritischen Herausforderungen sowie eine systematische Durchleuchtung der entsprechenden Quaestiones zum Thema Glück.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Eudaimonia, Intellekt, Tugend, Letztziel, beatitudo perfecta/imperfecta und Kontemplation definiert.

Welche Rolle spielt die Unterscheidung zwischen "beatitudo imperfecta" und "beatitudo perfecta"?

Diese Unterscheidung ist zentral, um zu erklären, warum menschliches Glück auf Erden unvollkommen bleibt und erst im jenseitigen Heil in Gott seine absolute Erfüllung findet.

Wie bewertet Thomas von Aquin die Rolle der Vernunft bei der Erreichung des Glücks?

Thomas sieht im Intellekt das "Beste" im Menschen, welches die Grundlage für die theoretische Betrachtung der Wahrheit bildet, die wiederum den Kern der glückseligen Tätigkeit ausmacht.

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Details

Title
Thomas von Aquin über die Glückseligkeit
College
http://www.uni-jena.de/  (Philosophisches Institut)
Course
Thomas von Aquin über das Glück
Grade
1,7
Author
Thomas Marx (Author)
Publication Year
2013
Pages
25
Catalog Number
V283755
ISBN (eBook)
9783656835127
ISBN (Book)
9783656835134
Language
German
Tags
Thomas von Aquin Aquin Glück Eudaimonia εὐδαιμονία Aristoteles Muße Glückseligkeit Diesseits Jenseits
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Marx (Author), 2013, Thomas von Aquin über die Glückseligkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/283755
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