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Die Frühe Neuzeit. Ein Zeitalter der Phänomene

Titel: Die Frühe Neuzeit. Ein Zeitalter der Phänomene

Seminararbeit , 2014 , 16 Seiten

Autor:in: Christin Kolbeck (Autor:in)

Weltgeschichte - Moderne Geschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Frühe Neuzeit ist ein Übergangszeitalter. Als eine Art Bindeglied zwischen dem finsteren Mittelalter und der Moderne ist sie geprägt von Widersprüchen und enormen Entwicklungen in Wissenschaft und Gesellschaft. Sie ist nicht in einem Satz zu beschreiben, da ein in ihr stetiger Wandel von Dunkelheit zu Licht, von Ängsten zu Freuden stattfand. Sterben, Tod, Hunger und Daseinsvorsorge prägten mehrere Jahrhunderte und mündeten schlussendlich in Krieg, Frieden und Ende des 18. Jahrhunderts in die Französische Revolution, welche der Vormoderne ein jähes Ende bescherte. Der Zeitgeist lässt eine Trennung von Realität und Fiktion nicht zu und es eskaliert eine Hexenverfolgung, die viel zu häufig fälschlicherweise im Mittelalter angesiedelt wird. Kein Jahrhundert der frühmodernen Epoche ist ereignislos und dennoch sticht das 17. Jahrhundert hervor. Ein Krieg, der dreißig Jahre währte und eine Gesellschaft, die von Hunger und Krankheiten geprägt war, die im Barock ihren geistigen Zwiespalt fand. Diese Brücke zwischen alt und neu ist ein wahrhaft beeindruckendes Zeitalter, man kann fast sagen, ein phänomenales.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Ein phänomenales Zeitalter

Gotteslästerung

Kindsmord

Inquisitionsprozess

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das gesellschaftliche und rechtliche Umfeld der Frühen Neuzeit als Epoche der Widersprüche, wobei der Fokus auf dem Umgang mit abweichendem Verhalten und den damit verbundenen Strafpraktiken liegt.

  • Kulturelle und gesellschaftliche Rahmenbedingungen der Frühen Neuzeit
  • Die Wahrnehmung und Bestrafung von Gotteslästerung
  • Strafrechtliche und soziale Aspekte des Kindsmords
  • Strukturen und Entwicklung des Inquisitionsprozesses
  • Der Übergang von religiös geprägten Normen hin zur staatlichen Rechtsordnung

Auszug aus dem Buch

Gotteslästerung

Wer Gott lästert wird im Fegefeuer enden und hat keine Chance auf das ewige Leben. Doch wie lästert man Gott? Es gibt verschiedene blasphemische Vergehen. Man kann seine Existenz oder seine Schöpfung anzweifeln, man kann fluchen oder auch Ketzerei begehen. Es war die Kirche, die vom Fegefeuer predigte und von der Kanzel aus richtete und im schlimmsten Fall die Exkommunizierung verordnete. Mit der Peinlichen Halsgerichtsordnung Karls V. änderte sich etwas Grundlegendes: Nicht mehr die Kirche strafte bei Gotteslästerung, sondern eine weltliche Ordnung. Im ersten Artikel der Carolina steht festgeschrieben, dass der, der Gott lästert, am Leibe gestraft werden solle. Die Schwere des Vergehens solle allerdings von einem Richter festgestellt werden.

So ist der einfache Bauer, der geflucht hat, einer geringeren blasphemischen Handlung strafbar geworden, als ein Martin Luther. Religiöse Neuordner, also Ketzer, waren die größten und schlimmsten Lästerer. Wenn man beim Beispiel Martin Luther bleibt, ist die als Lästerei angegebene Straftat nicht nur ein Vergehen gegen Gott, sondern vor allem ein Verbrechen, dass die katholische Kirche in ihren Grundfesten erschüttert und letzten Endes die Kirche spaltet. Ein Ketzer, der es wagt sich gegen den Stellvertreter Gottes auf Erden, den Papst, zu richten, wäre nach den Gesetzen der Carolina im Ermessen des Richters gestraft worden. Luther wäre mit großer Wahrscheinlichkeit der Todesstrafe zugeführt worden.

Zusammenfassung der Kapitel

Ein phänomenales Zeitalter: Das Kapitel zeichnet die Frühe Neuzeit als Übergangsphase zwischen Mittelalter und Moderne nach, die durch den stetigen Wandel, den Dreißigjährigen Krieg und den aufkommenden Humanismus geprägt ist.

Gotteslästerung: Hier wird analysiert, wie sich die Zuständigkeit für Blasphemie von der Kirche auf die weltliche Gesetzgebung, insbesondere die Carolina, verlagerte und welche Rolle dies für die Stabilität der gesellschaftlichen Ordnung spielte.

Kindsmord: Dieses Kapitel thematisiert die rechtliche Verschärfung im Umgang mit Kindstötungen in der Frühen Neuzeit sowie die soziokulturellen Hintergründe, die Mütter oft in ausweglose Situationen und zur Tat trieben.

Inquisitionsprozess: Es erfolgt eine Gegenüberstellung von Akkusations- und Inquisitionsverfahren, wobei der Fokus auf der Rolle des Richters, der Geheimhaltung und der systematischen Suche nach Geständnissen durch Folter liegt.

Schlüsselwörter

Frühe Neuzeit, Gotteslästerung, Kindsmord, Inquisitionsprozess, Peinliche Halsgerichtsordnung, Carolina, Reformation, Barock, Vanitas, Aberglaube, Säkularisierung, Rechtsprechung, Hexenverfolgung, Dreißigjähriger Krieg, Humanismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert ausgewählte strafrechtliche Phänomene der Frühen Neuzeit und setzt diese in den historischen Kontext einer Gesellschaft zwischen Mittelalter und Moderne.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Definition und Bestrafung von Gotteslästerung, das Delikt des Kindsmords sowie die methodischen Abläufe und Auswirkungen von Inquisitionsprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie weltliche und kirchliche Instanzen mit Abweichungen umgingen und warum bestimmte Taten in dieser Epoche als existenzielle Bedrohung für die Ordnung wahrgenommen wurden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die primäre Rechtstexte wie die Carolina mit dem historischen Zeitgeist und literarischen Zeugnissen der Epoche in Beziehung setzt.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil beleuchtet detailliert die rechtliche Transformation von Delikten wie Blasphemie und Kindsmord sowie die inquisitorische Praxis der Wahrheitsfindung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind die Carolina, der Gegensatz von Realität und Fiktion, die Rolle der Religion als Machtstruktur sowie die Zerrissenheit der frühneuzeitlichen Gesellschaft.

Warum wurde Gotteslästerung so streng als weltliches Verbrechen geahndet?

Gotteslästerung galt nicht nur als religiöses Vergehen, sondern als direkter Angriff auf die von Gott gewollte staatliche Ordnung, die Ruhe und Stabilität innerhalb der Gesellschaft sicherte.

Wie unterscheidet sich das Akkusationsverfahren vom Inquisitionsverfahren?

Das Akkusationsverfahren basierte auf einer privaten Anklage und einem Reinigungseid, während das Inquisitionsverfahren vom Richter geleitet wurde, der die Ermittlung und Urteilsfällung zentralisierte und oft durch Folter ein Geständnis erzwang.

Welchen Einfluss hatte das Patriarchat auf die Verurteilung von Müttern?

Die patriarchalische Gesellschaft der Frühmoderne sah im Kindsmord vor allem einen egoistischen Verstoß gegen die gottgegebene Ordnung, ohne psychologische Faktoren oder die soziale Notlage der Frauen zu berücksichtigen.

Warum spielt die Carolina eine so zentrale Rolle in der Arbeit?

Die Peinliche Halsgerichtsordnung von 1532 (Carolina) dokumentiert den Übergang zu einem verschriftlichten, weltlichen Strafrecht, das zentrale Delikte wie Gotteslästerung und Kindsmord präzise definierte und mit teils grausamen Strafen belegte.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Frühe Neuzeit. Ein Zeitalter der Phänomene
Autor
Christin Kolbeck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
16
Katalognummer
V283264
ISBN (eBook)
9783656841777
ISBN (Buch)
9783656841784
Sprache
Deutsch
Schlagworte
frühe neuzeit zeitalter phänomene
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christin Kolbeck (Autor:in), 2014, Die Frühe Neuzeit. Ein Zeitalter der Phänomene, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/283264
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Leseprobe aus  16  Seiten
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