Die Abkürzung LOHAS steht für Lifestyle of Health and Sustainability, was einen sich auf Gesundheit und Nachhaltigkeit gründenden Lebensstil meint. Anhänger dieses Trends beschäftigen sich in einem überdurchschnittlichen Maße mit ökologischen und sozialen Themen. Ihre politische Meinung zu diesen Themen, welche von Umweltverschmutzung über den Klimawandel bis hin zu einer Vielzahl von Menschenrechten reichen, drückt sich in ihrem Konsumverhalten aus, mit welchem sie politischen Druck aufbauen, um so die nationale und internationale Wirtschaft zu beeinflussen. Eine enorme Bedeutung spielen dabei die Werte der LOHAS, auf welche sich ihr Handeln gründet.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Definition und Werte der LOHAS
2 LOHAS-Märkte
3 Ausblick: Die Wirtschaft der Zukunft
4. Kritik
4.1 Selbst schuld!
4.2 Nachhaltigkeit aus Egoismus
4.3 Die Gefahr: Der Glaubwürdigkeitsverlust der Bio-Branche
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den "Lifestyle of Health and Sustainability" (LOHAS) als neuartige Form der politischen Partizipation durch Konsum. Dabei wird analysiert, wie dieser Lebensstil Märkte transformiert und welche ethischen sowie ökonomischen Ambivalenzen mit dieser "grünen" Konsumhaltung verbunden sind.
- Definition und Wertesystem der LOHAS-Zielgruppe
- Einfluss von LOHAS auf verschiedene Industriebranchen
- Prognose zur Entwicklung einer "Wohlfühl-Ökonomie"
- Kritische Auseinandersetzung mit Egoismus und Konsumverhalten
- Glaubwürdigkeitsproblematik der Bio-Branche
Auszug aus dem Buch
1 Definition und Werte der LOHAS
Die Abkürzung LOHAS steht für Lifestyle of Health and Sustainability, was einen sich auf Gesundheit und Nachhaltigkeit gründenden Lebensstil meint. Anhänger dieses Trends beschäftigen sich in einem überdurchschnittlichen Maße mit ökologischen und sozialen Themen. Ihre politische Meinung zu diesen Themen, welche von Umweltverschmutzung über den Klimawandel bis hin zu einer Vielzahl von Menschenrechten reichen, drückt sich in ihrem Konsumverhalten aus, mit welchem sie politischen Druck aufbauen, um so die nationale und internationale Wirtschaft zu beeinflussen. Eine enorme Bedeutung spielen dabei die Werte der LOHAS, auf welche sich ihr Handeln gründet. Auf diese werde ich deshalb unten stehend genauer eingehen.
Erstmals dokumentiert findet sich der Lifestyle of Health and Sustainability (LOHAS) unter dem Namen „Cultural Creatives“ in dem gleichnamigen Buch von Paul Ray und Sherry Ruth Anderson aus dem Jahr 2000. Schon im Untertitel des Buches, welches sich ausschließlich auf die Vereinigten Staaten von Amerika bezieht, schwingt die Tragweite des Trends mit: „How 50 million people are changing the world“. Dies bedeutet, dass der LOHAS-Trend knapp ein Viertel der gesamten US-Bevölkerung über 15 Jahre betrifft. Die ebenfalls amerikanische Autorin Patricia Aburdene fasst LOHAS unter dem Begriff der „Values-Driven Consumers“ oder der „Conscious Consumers“ zusammen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen LOHAS als politisch wirksame Subkultur ein und stellt die Relevanz des Trends für die moderne Ökonomie dar.
1 Definition und Werte der LOHAS: Dieses Kapitel erläutert den Begriff und identifiziert die zentralen Werte, wie Authentizität und Ganzheitlichkeit, die den LOHAS-Lebensstil prägen.
2 LOHAS-Märkte: Es wird analysiert, wie LOHAS als Zielgruppe verschiedene Branchen – von Lebensmitteln bis zur Tourismusindustrie – durch ihr verändertes Konsumverhalten transformieren.
3 Ausblick: Die Wirtschaft der Zukunft: Dieses Kapitel prognostiziert die Entstehung einer "Wohlfühl-Ökonomie" und beschreibt, wie ökologische und soziale Aspekte zu maßgeblichen Wettbewerbsfaktoren werden.
4. Kritik: Das Kapitel reflektiert kritisch über das LOHAS-Modell, insbesondere hinsichtlich der Vorwürfe des Egoismus, der Ablasshandels-Mentalität und des drohenden Glaubwürdigkeitsverlusts durch Vermassung.
Schlüsselwörter
LOHAS, Nachhaltigkeit, Gesundheit, politischer Konsum, Cultural Creatives, Werte-Renaissance, Wohlfühl-Ökonomie, ökologischer Lifestyle, ethischer Konsum, Bio-Branche, Corporate Social Responsibility, Konsumkritik, Effizienzstrategie, Konsistenzstrategie.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?
Die Arbeit behandelt den Lifestyle of Health and Sustainability (LOHAS) als eine Form des modernen, konsumbasierten politischen Engagements.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Schwerpunkte sind die Definition der Zielgruppe, die ökonomischen Auswirkungen des Trends auf diverse Märkte und eine kritische ethische Reflexion des Konsumstils.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu ergründen, ob LOHAS eine Wirtschaft der Zukunft einläuten können und welche moralischen Widersprüche dabei zwischen Anspruch und Wirklichkeit existieren.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller Studien zu LOHAS, Marktprognosen und zeitgenössischen kritischen Diskursen.
Welche Aspekte werden im Hauptteil fokussiert?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Zielgruppe, die Analyse der Marktveränderungen (insbesondere Bio-Branche) und die kritische Auseinandersetzung mit dem Vorwurf des Egoismus.
Was charakterisiert einen typischen LOHAS-Anhänger?
LOHAS zeichnen sich durch ein hohes Interesse an ökologischen und sozialen Themen aus, sind jedoch demographisch heterogen und suchen nach einer Verbindung von Genuss und ethischem Handeln.
Wie unterscheidet sich der LOHAS-Trend von den "Ökos" der 80er Jahre?
Während die 80er-Jahre-Bewegung stark auf Suffizienz (Verzicht) setzte, verfolgen LOHAS eher Effizienz- und Konsistenzstrategien innerhalb des bestehenden Wirtschaftssystems.
Welche Rolle spielt die Bio-Branche für den Erfolg des LOHAS-Trends?
Die Bio-Branche ist eng mit LOHAS verknüpft; der Erfolg hängt maßgeblich von der Glaubwürdigkeit der Produkte ab, die bei Lebensmittelskandalen oder Vermassung gefährdet ist.
- Arbeit zitieren
- Stefanie Aue (Autor:in), 2008, Lifestyle of Health and Sustainability. Die Wirtschaft der Zukunft?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/283098