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Slow Food. Ein Instrument zur Bildung für nachhaltige Entwicklung?

Eine qualitative Analyse der Veranstaltung „Kochen mit Studenten“ des Slow Food Convivium München

Title: Slow Food. Ein Instrument zur Bildung für nachhaltige Entwicklung?

Bachelor Thesis , 2013 , 61 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Carolina Klein (Author)

Geography / Earth Science - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Essen – ein Thema, welches Menschen überall auf der Erde in großer Bandbreite beschäftigt.
Diese reicht von der Überlegung, welche Köstlichkeit am Abend serviert werden soll, bis hin zur existenziellen Sorge um die Ernährung der eigenen Familie. Die Lebensmittelindustrie
steht vor dem Hintergrund einer immer weiter wachsenden Bevölkerung vor der Herausforderung, einen gangbaren Weg zu finden, die Ernährung einer sprunghaft wachsenden Bevölkerung auch in der Zukunft sicherzustellen.
In der Diskussion um Ernährung geht es allerdings nicht nur primär um Nahrungssicherung. Es gilt vielmehr auch zu klären, wie die Ernährungsbedürfnisse der heutigen Generation auf nachhaltige Weise befriedigt werden können. Hier gerät neben der Quantität vor allem auch die Qualität der produzierten Lebensmittel, verbunden mit den Ernährungsgewohnheiten der Konsumenten, in den Fokus (vgl. STIEß & HAYN 2005: 1). Die Globalisierung eröffnet den Menschen immer mehr Möglichkeiten, stellt die Gesellschaft gleichzeitig jedoch vor immer größere miteinander verwobene Herausforderungen.

„Wir leben in der paradoxen Situation, dass der Fortschrittsglaube in unserer postmodernen Gesellschaft einerseits gebrochen ist, andererseits in vielen Bereichen unvermindert vorausgesetzt wird und weitere Fortschritte vielfach notwendig scheinen, um die drängenden Probleme zu lösen“ (OSTHEIMER & VOGT 2004: 110).

Eine kontinuierlich zunehmende Komplexität auf sozialer, ökonomischer wie auch auf ökologischer Ebene bestimmt den Alltag der globalisierten Welt. Die Verantwortung, diesem Näherrücken von Kulturen und Märkten bewusst zu begegnen, obliegt nicht allein der Politik und der Wirtschaft. Vielmehr sind die Zivilgesellschaft und somit jeder Einzelne mit verantwortlich, sich den anstehenden Veränderungen anzunehmen. Ein globaler Mentalitätswandel muss ein-
setzen, der durch das Wissen von Wertevorstellungen und Normen gesteuert wird (vgl. DE HAAN 2003). Bildung ist daher unabdingbar. Sie stellt einen wichtigen Zugang zu Verständnisschaffung der weltweiten Zusammenhänge und Abhängigkeiten dar und bietet Raum für Diskussionen.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Kochen für eine bessere Welt?

2 Ziel der Arbeit und Einordnung in den geographischen Kontext

3 Forschungsgegenstand

3.1 Slow Bewegung – ein Konzept der Beschleunigung und Entschleunigung des Lebens

3.2 Slow Food – eine Vereinigung zur Förderung der Esskultur

4 Wege des Lernens unter dem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung

4.1 Ursprung des Begriffs nachhaltige Entwicklung

4.2 Entstehung des Bildungsansatzes

4.3 Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung

4.4 Alternativer Wissensanspruch: Advocacy-Ansatz

5 Ableitung der Forschungsfrage auf Basis von Leitfragen

6 Angewandte Forschungsmethodik

6.1 Qualitativ-teilnehmende Beobachtung der Veranstaltung „Kochen mit Studenten“

6.2 Qualitative Interviews mit Slow Food Mitgliedern und Veranstaltungsteilnehmern

6.3 Auswahlverfahren der Gesprächspartner

6.4 Erhebungsdesign auf Grundlage der Forschungsmethodik

7 Auswertung und Interpretation der Erhebungsdaten

7.1 Die Motivation

7.2 Die Gesprächssituation

7.3 Die Wissensvermittlung

7.4 Die Politik

8 Slow Food als Impuls für einen Bewusstseinswandel

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, das Engagement des Vereins Slow Food kritisch zu analysieren, um zu ermitteln, ob und wie durch die Veranstaltung „Kochen mit Studenten“ Wissen vermittelt wird und ob diese einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln anstoßen kann. Dabei steht die Frage im Zentrum, ob der Verein die propagierten Werte effektiv an die Teilnehmer weiterleitet oder ob der soziale Aspekt der Veranstaltung überwiegt.

  • Qualitative Analyse der Slow Food Veranstaltung „Kochen mit Studenten“
  • Untersuchung der Wissensvermittlung im Kontext der Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • Reflektion über individuelle Motivationen der Organisatoren und Teilnehmer
  • Betrachtung der Rolle von Entschleunigung und Genuss in der Lebensmittelbildung
  • Kritische Auseinandersetzung mit der politischen Dimension des Slow Food Gedankens

Auszug aus dem Buch

3.1 Slow Bewegung – ein Konzept der Beschleunigung und Entschleunigung des Lebens

Dem Soziologen und Politikwissenschaftler ROSA (2005) zufolge ist Zeit der Schlüsselfaktor der beschriebenen Herausforderungen der heutigen Welt. Alle Ereignisse, Zustände und Objekte sind von dynamischer und prozessualer Natur und unterliegen diesem Phänomen. Eine zentrale Rolle nimmt hierbei der Modernisierungsprozess der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen ein. Modernisierung ist hierbei als strukturelle und kulturelle Umformung der Temporalstrukturen und -horizonte zu charakterisieren, deren Veränderungsrichtung als soziale Beschleunigung bezeichnet wird (vgl. ROSA 2005: 24). Rosa definiert drei Formen, die diese soziale Beschleunigung definieren. Die Steigerung im Rahmen der Technologie oder im Transportwesen benennt er als technische Beschleunigung. Hierzu zählen Entwicklungen im Transportwesen, aber auch die Produktion von Gütern und Dienstleistungen sowie Prozesse in der Kommunikation.

Besonders deutlich sind die Fortschritte in der Fortbewegung zu erkennen: reiste man einst zu Fuß oder mit dem Pferd, lassen sich kilometerweite Distanzen heutzutage innerhalb kürzester Zeit mit dem Flugzeug überwinden (vgl. ROSA 2005: 114, 124ff). Darüber hinaus findet eine Steigerung sozialer Veränderungsraten statt, die sich im Wechsel von Vereinsmitgliedschaften, Berufstätigkeiten oder Intimpartner wie auch im Wandel familiärer Strukturen erkenntlich zeigt. Diese Form kann als Beschleunigung der Gesellschaft bezeichnet werden (vgl. ROSA 2005: 114, 129ff). In der dritten Form der Beschleunigung wird eine Erhöhung des Lebenstempos durch die Steigerung von Erlebnis- oder Handlungsperioden hervorgerufen. Diese dritte Komponente lässt sich demnach weder dem technischen noch dem sozialen Wandel zuordnen. Zu ihr zählen Fast-Food, Speed-Dating oder Power-Nap (vgl. ROSA 2005: 114, 136). Die drei Dimensionen stehen nach ROSA (2005: 243) in einem wechselseitigen Verhältnis zueinander, d.h. sie unterliegen einem Prozess, der sich letztlich selbst antreibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Kochen für eine bessere Welt?: Das Kapitel führt in die Thematik der globalen Lebensmittel- und Ernährungsproblematik ein und stellt das Engagement von Slow Food als bildungsrelevanten Ansatz vor.

2 Ziel der Arbeit und Einordnung in den geographischen Kontext: Hier wird die Problematik der Nahrungsmittelverfügbarkeit erörtert und die Relevanz der Geographie für die Erarbeitung von Lösungsansätzen durch das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung begründet.

3 Forschungsgegenstand: Dieses Kapitel erläutert die Slow Bewegung sowie die Entstehung und Philosophie der Slow Food Vereinigung als internationale Entschleunigungsinitiative.

4 Wege des Lernens unter dem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung: Der theoretische Rahmen wird gespannt, indem die Ursprünge der nachhaltigen Entwicklung, des Bildungsansatzes und des Advocacy-Ansatzes dargelegt werden.

5 Ableitung der Forschungsfrage auf Basis von Leitfragen: Auf Basis der Theorie werden Forschungsdimensionen definiert und eine konkrete Forschungsfrage für die Arbeit abgeleitet.

6 Angewandte Forschungsmethodik: Das Kapitel beschreibt das explorative Forschungsdesign, bestehend aus teilnehmender Beobachtung und qualitativen Interviews mit Organisatoren und Teilnehmern.

7 Auswertung und Interpretation der Erhebungsdaten: Die empirischen Ergebnisse werden analysiert, wobei die Aspekte Motivation, Gesprächssituation, Wissensvermittlung und politische Implikationen im Fokus stehen.

8 Slow Food als Impuls für einen Bewusstseinswandel: Abschließend werden die Ergebnisse reflektiert und das Potenzial von Slow Food als Instrument zur Bildung für nachhaltige Entwicklung kritisch bewertet.

Schlüsselwörter

Slow Food, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Nachhaltigkeit, Entschleunigung, Lebensmittelbildung, Ernährungskultur, Qualitative Forschung, Teilnehmende Beobachtung, Konsumentenverantwortung, Gestaltungskompetenz, Bewusstseinswandel, Advocacy-Ansatz, Ernährungsalltag, Kochen, Regionale Produkte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht das Slow Food-Projekt „Kochen mit Studenten“ in München als ein mögliches Instrument zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und analysiert, inwieweit dadurch ein bewussterer Umgang mit Lebensmitteln bei jungen Menschen gefördert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Philosophie der Slow Food-Bewegung, das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung, Methoden der qualitativen Sozialforschung sowie die Analyse von Motivation, Kommunikation und Wissensvermittlung in einem Koch-Kontext.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es zu klären, welchen Stellenwert die Veranstaltung „Kochen mit Studenten“ in Bezug auf einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln hat und welcher Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung sich daraus konkret ableiten lässt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine explorative qualitative Studie, die auf zwei Methoden basiert: der teilnehmenden Beobachtung der Kochveranstaltungen sowie teilstrukturierten Interviews mit den Organisatoren und den Veranstaltungsteilnehmern.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Bildung für nachhaltige Entwicklung, eine methodische Darstellung des Erhebungsdesigns und eine detaillierte Auswertung der erhobenen Daten hinsichtlich Motivation, Gesprächsstrukturen und Wissensvermittlung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Slow Food, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Entschleunigung, qualitative Forschung und Konsumentenverantwortung.

Hat die Veranstaltung einen messbaren Einfluss auf den Alltag der Teilnehmer?

Die Untersuchung zeigt, dass die Veranstaltung zwar wichtige Impulse und Anregungen gibt, eine tiefgreifende, unmittelbare Veränderung des alltäglichen Konsumverhaltens jedoch nur schwer nachweisbar ist, da die Teilnehmer oft bereits vorbelastet bzw. sensibilisiert sind.

Spielt die politische Gesinnung bei der Slow Food Bewegung eine Rolle?

Ja, die Arbeit stellt heraus, dass die Bewegung ihre Wurzeln im italienischen Kommunismus hat und trotz eines Fokus auf Genuss und Bildung eine klare politische Dimension in Bezug auf Agrarpolitik und Konsumentenverantwortung verfolgt.

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Details

Title
Slow Food. Ein Instrument zur Bildung für nachhaltige Entwicklung?
Subtitle
Eine qualitative Analyse der Veranstaltung „Kochen mit Studenten“ des Slow Food Convivium München
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt  (Lehrstuhl für Kulturgeographie)
Grade
1,7
Author
Carolina Klein (Author)
Publication Year
2013
Pages
61
Catalog Number
V282904
ISBN (eBook)
9783656847267
ISBN (Book)
9783656847274
Language
German
Tags
slow food instrument bildung entwicklung eine analyse veranstaltung kochen studenten convivium münchen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carolina Klein (Author), 2013, Slow Food. Ein Instrument zur Bildung für nachhaltige Entwicklung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/282904
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