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Selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen

Psychoanalytische Erklärungsversuche

Title: Selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen

Pre-University Paper , 2014 , 18 Pages , Grade: 15 Punkte (1+)

Autor:in: Svenja Esser (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology

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Summary Excerpt Details

Das Thema „selbstverletzendes Verhalten“ beziehungsweise Autoaggression begegnete mir persönlich zum ersten Mal vor gut einem Jahr in einer Jugendpsychiatrie. Dort lernte ich ein sechzehn Jahre altes Mädchen kennen, deren Arme mit Narben übersät waren, die durch häufiges Schneiden in die Haut, auch „Ritzen“ genannt, entstanden waren. Für diese Art der Verletzungen sensibilisiert sind mir seitdem bei Jugendlichen in meinem alltäglichen Umfeld häufiger Spuren von selbstverletzendem Verhalten aufgefallen. Zunächst stand ich diesem Phänomen relativ fassungslos gegenüber. Diese Selbstverstümmelungen mussten doch sehr schmerzhaft sein und hinterließen zudem noch hässliche Narben. Ich konnte absolut nicht verstehen, warum jemand sich selbst bewusst Schmerzen zufügt, und dabei sogar Spuren in Kauf nimmt, die ein Leben lang zu sehen sind. In den seltensten Fällen reden die Betroffenen über ihre Gründe für dieses Verhalten. Daher stellte ich mir die Frage, was Jugendliche dazu drängt, sich selbst zu verletzen.

Diese Facharbeit bietet mir nun die Gelegenheit, mich näher mit dem Thema zu befassen. Da ich mich - auch durch meine eigene psychoanalytische Therapie - sehr für die Psychoanalyse als Wissenschaft interessiere und die Grundüberlegungen Freuds ein wichtiger Bestandteil des Lehrplans in der QI sind, habe ich mich für die psychoanalytischen Erklärungsversuche für selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen als Thema entschieden. Im den folgenden Ausführungen werde ich Fachtermini, die ich im anliegenden alphabetischen Glossar erklärt habe, mit einem * markieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen

2.1 Begrifflichkeiten und Klassifikation der Erscheinungsformen

2.2 Definition von selbstverletzendem Verhalten

2.3 Zahlen und Fakten

3 Psychoanalytische Erklärungsversuche

3.1 Grundüberlegung

3.2 Hintergründe

3.2.1 Störungen in der Kindheit

3.2.1.1 Deprivation

3.2.1.2 Traumata

3.2.2 Dissoziation als Bewältigungsmechanismus

3.2.3 Auswirkungen auf das Ich-Ideal und die Persönlichkeitsstruktur

3.3 Funktionen von selbstverletzendem Verhalten für Betroffene und ihre Psyche

3.3.1 „Wendung gegen das Selbst“

3.3.2 Suizidprophylaxe

3.3.3 Selbstfürsorge

3.3.5 Verhinderung der Desintegration

4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Ursachen und Funktionen von selbstverletzendem Verhalten bei Jugendlichen aus einer psychoanalytischen Perspektive zu beleuchten, um Betroffene besser verstehen zu können und die Notwendigkeit professioneller Hilfsangebote aufzuzeigen.

  • Psychoanalytische Grundlagen und Erklärungsmodelle für Autoaggression
  • Einfluss frühkindlicher Erfahrungen (Deprivation, Traumata) auf die Persönlichkeitsentwicklung
  • Dissoziation als Abwehrmechanismus bei unerträglichen Spannungszuständen
  • Psychologische Funktionen des selbstverletzenden Verhaltens, wie Selbstfürsorge und Suizidprophylaxe

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Dissoziation als Bewältigungsmechanismus

Wenn der innerseeliche Zustand des Ichs durch ein Trauma unerträglich ist, verfügt die menschliche Psyche unter anderem über einen Bewältigungsmechanismus, der Dissoziation genannt wird. Dabei werden die „logisch und emotional unvereinbaren Erfahrungen“ vom Rest der Persönlichkeit abgespalten. Dieser Abwehrmechanismus wirkt für die Psyche lebenserhaltend und schützend, jedoch geht die Dissoziation selbst beim Betroffenen „mit Gefühlen von Taubheit, Leere und Realitätsverlust einher.“ Die Wahrnehmung des Betroffenen ist gestört, sodass dieser seinen eigenen Körper und die Umwelt nicht mehr richtig spüren beziehungsweise erleben kann. Zudem kann sich die Dissoziation als Abwehrmechanismus bei ähnlichen Situationen „langfristig verselbstständigen und zu enormen inneren Spannungen und Konflikten führen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des selbstverletzenden Verhaltens ein und begründet die Motivation für die psychoanalytische Auseinandersetzung mit dem Phänomen.

2 Selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen: In diesem Kapitel werden Begriffe geklärt, das Phänomen definiert sowie relevante statistische Daten und Fakten dargestellt.

3 Psychoanalytische Erklärungsversuche: Der Hauptteil erläutert theoretische Hintergründe der Psychoanalyse, untersucht kindliche Störungen, Abwehrmechanismen und die verschiedenen Funktionen, die Selbstverletzung für die Betroffenen erfüllt.

4 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass eine langfristige professionelle Therapie notwendig ist, um die Ursachen in der Kindheit aufzuarbeiten und den Teufelskreis der Autoaggression zu durchbrechen.

Schlüsselwörter

Selbstverletzendes Verhalten, Autoaggression, Psychoanalyse, Kindheit, Deprivation, Traumata, Dissoziation, Ich-Ideal, Wendung gegen das Selbst, Suizidprophylaxe, Selbstfürsorge, Desintegration, Therapie, Jugendpsychiatrie, Abwehrmechanismen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Hintergründe und psychologischen Erklärungsversuche für selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen aus psychoanalytischer Sicht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die frühkindliche Prägung, die Rolle von Abwehrmechanismen wie der Dissoziation sowie die verschiedenen Funktionen, die Selbstverletzung für das psychische Gleichgewicht haben kann.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, Betroffene durch ein besseres Verständnis ihrer zugrunde liegenden psychischen Dynamiken besser nachvollziehen zu können, um angemessenere Hilfestellungen zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung psychoanalytischer Literatur sowie der Einbeziehung relevanter psychologischer Konzepte zur Erklärung autoaggressiven Verhaltens.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ursachen in der Kindheit (Deprivation, Traumata), die psychischen Abwehrmechanismen und die spezifischen Funktionen von Selbstverletzung, wie etwa als Mittel der Selbstfürsorge oder zur Verhinderung der Desintegration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Selbstverletzendes Verhalten, Autoaggression, Psychoanalyse, Traumata, Dissoziation und Ich-Ideal.

Wie unterscheidet sich "Automutilation" von anderen Formen der Selbstschädigung?

Automutilation ist laut der Arbeit ein autoaggressives Verhalten ohne suizidale Absicht, im Gegensatz zur bewussten Selbsttötung, und umfasst unter anderem das „Ritzen“ als direkte Verletzung.

Welche Bedeutung hat das "Ich-Ideal" bei der Entstehung von Selbsthass?

Ein überhöhtes Ich-Ideal, das in der Kindheit durch bestimmte Umweltbedingungen entstehen kann, stellt für das Kind unerfüllbare Ansprüche, was bei Nichterfüllung zu Selbstabwertung und Selbsthass führen kann.

Warum wirkt eine rein verhaltenstherapeutische Behandlung oft nicht nachhaltig?

Laut der Autorin reicht eine bloße Konditionierung (Symptombekämpfung) nicht aus, da die tieferliegenden Ursachen aus der frühen Kindheit unbearbeitet bleiben und der Teufelskreis somit nicht dauerhaft durchbrochen werden kann.

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Details

Title
Selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen
Subtitle
Psychoanalytische Erklärungsversuche
Grade
15 Punkte (1+)
Author
Svenja Esser (Author)
Publication Year
2014
Pages
18
Catalog Number
V282335
ISBN (eBook)
9783656822240
ISBN (Book)
9783656822257
Language
German
Tags
Selbstverletzendes Verhalten SVV Psychoanalytische Erklärunfsversuche Svenja Esser Kinder und Jugendlichen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Svenja Esser (Author), 2014, Selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/282335
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