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Individual vs. Organizational Burnout

Wie Institutionen krank machen und krank werden können

Title: Individual vs. Organizational Burnout

Master's Thesis , 2012 , 58 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dr. Ernst Seiffert (Author)

Business economics - Operations Research

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Summary Excerpt Details

Dass Menschen im Rahmen ihrer Arbeitstätigkeit „ausbrennen“ können, ist ein lange bekanntes Phänomen, das seit 1974 unter dem Begriff „Burnout“ wissenschaftlich erforscht wird. Seit der Begriffsprägung durch den Psychologen Herbert Freudenberger bezieht man dieses Ausbrennen in erster Linie auf die negativen Folgen einer dauerhaften Arbeitsüberlastung, insbesondere in personenorientierten, „helfenden“ Berufen.
Trotz der stetig wachsenden Zahl wissenschaftlicher Publikationen zum Thema Burnout ist jedoch festzuhalten, dass insbesondere durch die sehr häufige Verwendung eines standardisierten Fragebogens (Maslach Burnout Inventory), welcher wesentliche theoretische Grundannahmen einfach voraussetzt, relativ wenige empirisch gesicherte Erkenntnisse zum Entstehungsprozess sowie zum Verlauf eines Burnout-Syndroms existieren. Dabei sind Ursachen, Entwicklungsschritte und Folgen eines einmal konstatierten Burnouts von großer Bedeutung, wenn es darum geht, vorbeugende (präventive) oder gegensteuernde (therapeutische) Schritte zu unternehmen.
Darüber hinaus ist der Zusammenhang zwischen individuellem Burnout und dem neuerdings ebenfalls diskutierten „Ausbrennen“ ganzer Organisationen kaum erforscht. Zwar ist nicht erst seit der expliziten Begriffsprägung des „Organizational Burnout“ durch Greve bekannt, dass auch Organisationen einem stetigen Wandel unterliegen, welcher im ungünstigen Fall in einen Zustand der Ressourcen- und Perspektivlosigkeit münden kann und dann das Ende der Organisation nach sich zieht. Doch gerade die Verbindung zwischen Negativentwicklungen auf individueller und organisationaler Ebene bedarf einer eigenständigen, kritischen Analyse, die sich nicht in der Suche nach einer möglichst einfachen Kausalkette erschöpfen darf.
Unter den genannten Voraussetzungen ist es nur konsequent, Fragen nach einem möglichen Zusammenhang zwischen dem „Ausbrennen“ von Personen und einem vergleichbaren Prozess bei ganzen Organisationen zu stellen. Beeinflussen einzelne Individuen die Organisation so stark, dass sie ein „Organizational Burnout“ verursachen können? Oder kann eine „ausbrennende“ Organisation ihrerseits die in ihr beschäftigten Mitarbeiter quasi „mit in den Abgrund reißen“, d.h. ein individuelles Burnout-Syndrom begünstigen? Gibt es wechselseitige Interaktionen zwischen individuellen und organisationalen Burnout-Prozessen?
Diese und ähnliche Fragestellungen werden im Buch auf empirischer Grundlage praxisnah behandelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Das Konzept des individuellen Burnout

2.1.1 Die medizinische Perspektive

2.1.2 Limitationen des individuellen Burnout-Konzeptes

2.1.3 Überblick über den aktuellen Forschungsstand zum individuellen Burnout

2.1.4 Arbeitsdefinition des individuellen Burnout für die nachfolgende Untersuchung

2.2 Das Konzept des Organizational Burnout

2.2.1 Vergleichbare Konzepte in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

2.2.2 Limitationen des Organizational Burnout-Konzeptes

2.2.3 Überblick über den aktuellen Forschungsstand zum Organizational Burnout bzw. vergleichbaren Phänomenen

2.2.4 Arbeitsdefinition des Organizational Burnout für die nachfolgende Untersuchung

3 Exemplarische Fallstudien aus der psychiatrischen Praxis

3.1 Facharbeiterin in der Glasverarbeitungsindustrie

3.2 Controller in Medizintechnik-Großunternehmen

3.3 Informatik-Ingenieur in Familienbetrieb

3.4 Assistenzarzt an Universitätsklinik

3.5 Teamleiter in Luftfahrt-Logistikunternehmen

4 Zusammenhänge zwischen individuellem Syndrom und institutionellen Rahmenbedingungen

4.1 Individuelles Burnout-Syndrom als Hinweis auf mangelhafte Führung (Fälle 1-5)

4.2 Individuelles Burnout-Syndrom als Begleiterscheinung organisationaler Fehlentwicklungen (Fälle 2, 3 und 4)

4.3 Individuelles Burnout-Syndrom als Indikator eines beginnenden oder manifesten Organizational Burnout (insbes. Fälle 2, 3 und 4)

5 Mögliche Lösungsstrategien

5.1 Burnout-Prävention als Führungsaufgabe

5.2 Burnout-Indizes (Kennzahlen) in Planung und Controlling

5.3 Mitarbeiterbefragungen als Instrument der Organizational-Burnout-Prävention

6 Fazit und Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem individuellen Burnout-Syndrom (iBO) und dem organisationalen Burnout (oBO). Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die wechselseitige Beeinflussung dieser Phänomene zu entwickeln, um Managemententscheidungen wirksam und nachhaltig zu unterstützen und den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern.

  • Analyse des individuellen Burnout-Syndroms aus medizinischer und betriebswirtschaftlicher Perspektive
  • Entwicklung und Definition des Konstrukts "Organizational Burnout" (oBO)
  • Empirische Untersuchung mittels exemplarischer Fallstudien aus der psychiatrischen Praxis
  • Kritische Analyse der Zusammenhänge zwischen individuellem Syndrom und institutionellen Rahmenbedingungen
  • Ableitung von Lösungsstrategien und Präventionsmaßnahmen für Führungskräfte

Auszug aus dem Buch

Die vier Phasen des Organizational Burnout

A) Latentes Organizational Burnout 1 Der Markt beantwortet die Sinnfrage nicht mehr 2 Produktivität nimmt schleichend ab 3 Interne Anforderungen binden mehr und mehr Zeit und Energie 4 Ressourcen werden knapper, man weiss aber nicht, warum 5 Der Betrieb funktioniert trotz, nicht wegen des Managements

B) Akutes Organizational Burnout 6 Unsicherheiten machen sich breit, Dynamik geht verloren 7 Der Anspruch von allen an alle steigt 8 Zynische Grundstimmung macht sich breit 9 Simulation des persönlichen Engagements 10 Innovationen finden nicht mehr statt

C) Chronisches Organizational Burnout 11 Führungskräfte schotten sich vom Tagesgeschäft ab 12 Gefühl der Macht- und Sinnlosigkeit auf allen Ebenen 13 Überraschende Wechsel im Management 14 Fluktuation nimmt zu 15 Ritualisierte Neustarts

D) Letales Organizational Burnout 16 Das Management erreicht die Mitarbeiter nicht mehr 17 Kontrollverlust 18 Diffuse Sehnsucht nach dem „Big Bang“ des Neubeginns 19 Hoffnungslosigkeit 20 Unbewusste Duldung des Organisationssuizids

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Phänomen Burnout ein und beleuchtet die Notwendigkeit, sowohl individuelle als auch organisationale Aspekte kritisch zu untersuchen.

2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die theoretischen Voraussetzungen für das individuelle und organisationale Burnout-Konstrukt dargestellt und definiert.

3 Exemplarische Fallstudien aus der psychiatrischen Praxis: Dieses Kapitel präsentiert fünf Fallbeispiele von Patienten, um die Verbindung zwischen iBO und oBO praxisnah zu illustrieren.

4 Zusammenhänge zwischen individuellem Syndrom und institutionellen Rahmenbedingungen: Dieser Teil analysiert die Wechselwirkungen zwischen dem Burnout des Individuums und organisationalen Defiziten.

5 Mögliche Lösungsstrategien: Hier werden präventive Ansätze für Führungskräfte und Kennzahlen zur Früherkennung von Burnout-Prozessen vorgeschlagen.

6 Fazit und Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und definiert den Bedarf an weiterer wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit dem Thema.

Schlüsselwörter

Burnout-Syndrom, Organizational Burnout, Führungsdefizite, Personalmanagement, Fehlentwicklungen, Organisationspathologie, MBI, Mitarbeiterbefragungen, Arbeitspensum, Personalfluktuation, Prävention, Arbeitspsychologie, Unternehmensführung, Symptomkomplexe, Salutogenese.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse von Burnout-Phänomenen auf zwei Ebenen: dem individuellen Burnout von Mitarbeitern (iBO) und dem organisationalen Burnout ganzer Unternehmen (oBO).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung und Definition beider Burnout-Typen, die Auswirkungen von Führungsfehlern und Organisationsdefiziten sowie Möglichkeiten der Prävention.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Sensibilität für die wechselseitigen Zusammenhänge zwischen individuellem Ausbrennen und einer "ausbrennenden" Organisation zu schaffen, um wirksame Management-Interventionen zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen explorativen Forschungsansatz, der fünf anonymisierte Fallstudien aus der psychiatrischen Praxis mit quantitativen Messdaten des Maslach Burnout Inventory (MBI) kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben theoretischen Fundamenten spezifische Fallbeispiele analysiert und daraus Hypothesen über die Kausalität zwischen Organisationsversagen und individuellem Burnout abgeleitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Burnout-Syndrom, Organizational Burnout, Führungsdefizite, Organisationspathologie, Prävention und Personalmanagement.

Wie definiert der Autor das Organizational Burnout?

Es handelt sich um einen Zustand der nachhaltigen Schwächung materieller und immaterieller Ressourcen einer Organisation, der durch interne Fehlentwicklungen in verschiedenen Managementfunktionen entsteht.

Welche Rolle spielen die untersuchten Fallbeispiele?

Die Fälle dienen dazu, empirische Hinweise auf die Theorie zu gewinnen, dass iBO-Fälle in einem Unternehmen oft Symptome tieferliegender, organisationaler Defizite sind.

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Details

Title
Individual vs. Organizational Burnout
Subtitle
Wie Institutionen krank machen und krank werden können
College
University of Hagen  (Hagener Institut für Managementstudien)
Course
Masterstudiengang
Grade
1,3
Author
Dr. Ernst Seiffert (Author)
Publication Year
2012
Pages
58
Catalog Number
V282256
ISBN (Book)
9783656770510
ISBN (eBook)
9783656770527
Language
German
Tags
Burnout Organizational Burnout
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Ernst Seiffert (Author), 2012, Individual vs. Organizational Burnout, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/282256
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