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Virtuelle Welten im Lebensalltag von Jugendlichen

Title: Virtuelle Welten im Lebensalltag von Jugendlichen

Bachelor Thesis , 2014 , 44 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jenny Kuprin (Author)

Social Work

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Summary Excerpt Details

In unserem täglichen Tun vermischen sich zunehmend physische und digitale Systeme und damit reale und virtuelle Welten. In virtuellen Räumen bauen sich soziale Netzwerke auf. Das Internet ist durch virtuelle Welten geprägt. Sie nehmen immer mehr Platz im Alltag vieler Menschen ein. Das Internet, die größte Plattform für Unterhaltung, Zusammentreffen und Kommunikation, scheint einen immer höheren Stellenwert in der Freizeitgestaltung Jugendlicher zu erhalten. In Chatrooms, Online-Spielen und Internetgemeinschaften „treffen" sich die Jugendlichen zum gemeinsamen Austausch, gemeinschaftlichen Spiel und Zeitvertreib. Die „Räume" der virtuellen Welt scheinen reale Treffpunkte und persönlichen Austausch teilweise zu ersetzen.
Mein Interesse an virtuellen Räumen und deren Nutzung von Jugendlichen wurde durch tägliche Beobachtung meines 13-jährigen Sohnes und seine zahlreichen realen sowie virtuellen FreundInnen geweckt. Weiterhin gewann ich meine Aufmerksamkeit durch viele junge Menschen, die ich während meines 20-wöchigen Praktikums im Jugendamt beobachten und erleben konnte. In diesem Zusammenhang interessierten mich nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die SozialarbeiterInnen. Mir fiel auf, dass der Wunsch bei Jugendlichen Online zu sein, meistens als negativ von Seiten der Sorgeberechtigten erlebt wurde, was auch in Hilfeplangesprächen zu Konsequenzen führte. Festlegungen wie minimale Nutzung des Internets und Abgabe des Handys nach bestimmten Uhrzeiten scheinen für Sorgeberechtigte und SozialarbeiterInnen der „richtige“ Schritt zu Bewältigung eines Problems zu sein. Dies möchte ich zwar nicht bestreiten, aber ich hatte dabei das Gefühl, dass niemand genau hinschaute, was die Jugendlichen als InternetnutzerInnen motiviert. Meine subjektive Meinung ist, dass das Internet im Kontext problematischer Lebensbewältigung im Jugendalter oft als negatives Verhalten erlebt wird. In der vorliegenden Arbeit wird der Blick in Bezug auf die Virtualität im Lebensalltag weniger auf Vor- und Nachteile gerichtet, sondern eher auf die Rolle der Funktionen, die die Virtuellen Welten im Alltag von Jugendlichen spielen und möglicherweise eine Ressource in Kontext der Entwicklungsaufgaben in Jugendalter sein können. Es bedeutet nicht, dass diese Richtung als eine richtige und wichtige gehalten werden sollte, sondern als eine Möglichkeit, zukünftige Perspektiven zu erweitern und eventuell zu neuen Beobachtungen und Einschätzungen zu gelangen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Fragestellung

1.2 Methodische Vorgehensweise

2 Begriffsdefinitionen

2.1 Virtuelle Welt

2.2 Die Jugendlichen

2.2.1 Entwicklungsaufgaben des Jugendalters

2.2.2 Psychologische Aspekte und Krisen des Jugendalters

3 Internetnutzung durch Jugendliche im Überblick

3.1 Zahlen und Fakten

3.2 Muster und Typen der Internet-Nutzung

3.3 Nutzungsverhalten bzw. Internet-Milieus

4 Nutzungsmotive

4.1 Mediensozialisation

4.1.1 Familie

4.1.2 Peergroups

4.2 Die virtuellen Räume als Kommunikations-, Unterhaltungs-, Orientierungs- und Informationsmedium

4.2.1 Identitätsbildung

4.2.2 Selbstdarstellung und Anerkennung

4.2.3 Interpersonelle Kommunikation

4.2.4 Beziehungsmanagement

4.2.5 Flucht aus dem Alltag

4.2.6 Abgrenzung von der Erwachsenenwelt

4.2.7 Informationsbeschaffung

5 Gefahren und Chancen für Jugendliche bei Internetnutzung

5 .1 Gefahren im Internet

5.1.1 Missbrauch von persönlichen Informationen

5.1.2 Cyber-Mobbing

5.1.3 Konfrontation mit bedenklichen Inhalten

5.1.4 Verharmlosung von Selbstmord, Selbstverletzung, Magersucht

5.2 Chancen

6 Konsequenzen für die SA/SP

6.1 Online - Beratung

6.2 Eltern-Medien-Beratung

6.3 Straßensozialarbeit 2.0

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktionen, die virtuelle Räume im Alltag von Jugendlichen einnehmen, und analysiert diese im Kontext sozialpädagogischer Handlungsfelder. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Mediennutzung Jugendlicher zu entwickeln, um professionelle Konsequenzen für die Soziale Arbeit abzuleiten, die sowohl Risiken als auch Chancen der Virtualität berücksichtigen.

  • Sozialisationsprozesse in einer digital geprägten Lebenswelt.
  • Differenzierung von Internet-Milieus und Nutzungstypen bei Jugendlichen.
  • Die Rolle virtueller Räume für Identitätsbildung und Beziehungsmanagement.
  • Gefahren wie Cyber-Mobbing oder bedenkliche Inhalte versus Chancen der Ressourcenvielfalt.
  • Handlungsansätze für die Soziale Arbeit, wie Online-Beratung und aufsuchende digitale Sozialarbeit.

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Identitätsbildung

Gerade im Jugendalter werden starke Bemühungen um Identitätsbildung eingesetzt. In diesem Alter steht eine beginnende Selbstreflexion im Mittelpunkt, die zugleich mit Selbstaufmerksamkeit verbunden ist. (Oerter u.a. 2002, 301) Die Frage nach Identität wird in der Jugendphase besonders wichtig. Solche Fragen wie: Wer bin ich? und Wer will ich sein? werden immer wieder gestellt und müssen beantwortet werden. Die Gestaltung einer tragfähigen Identität ist eine der zentralen Entwicklungsaufgaben. Die Konstruktion einer Identität besteht durch verschiedene Erfahrungsmomente und deren Verknüpfung. (Würfel u.a. 2008, 101) Nach postmodernem Verständnis geht es bei der Identitätsentwicklung darum, dass Teil-Identitäten (z.B. Geschlechts-Identität, sexuelle Identität, Fan-Identität usw.) als ein lebenslanger Entwicklungsprozess gesehen wird. Die Identität gilt heute als Prozess des Selbstfindung, der mit der Geburt beginnt und mit dem Tod aufhört. Das ist ein Prozess, „an dem der Mensch ein Leben lang arbeiten muss“. (Schorb 2008, 81) Es bedeutet, dass Identität nicht einmal und nicht für allemal ausgebildet wird, sondern es ist ein komplexes und flexibles System, die in der Interaktion mit der sozialen Umwelt lebenslang überarbeitet wird.

Die virtuellen Räume mit ihrer inhaltlichen Auswahl bieten die Möglichkeit die Entwürfe der Identität zu produzieren, zu präsentieren und auf soziale Akzeptanz zu überprüfen. Die sozialen Netzwerke ermöglichen den Jugendlichen, ihr Ich in Persönlichkeitsprofilen zu gestalten. Auch die Computerspiele sind die selbstgestaltenden Räume, die die Simulation von Leben ermöglichen. Dabei geht es nicht um das Ausmaß der Beeinflussung in der Identitätsfindung, sondern es geht mehr darum, dass in diesen Räumen die Teilidentitäten erprobt, entwickelt, entworfen und praktiziert werden. (Schorb 2008, 89 ff.)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz virtueller Welten im Lebensalltag Jugendlicher ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der Funktionen dieser Räume.

2 Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen gelegt, indem Begriffe wie virtuelle Welten und das Jugendalter als Reifeprozess sowie dessen spezifische Entwicklungsaufgaben und Krisen definiert werden.

3 Internetnutzung durch Jugendliche im Überblick: Dieser Abschnitt bietet einen statistischen Überblick über den Gerätebesitz, die Nutzungsdauer und die verschiedenen Typologien bzw. Milieus von Internetnutzern unter Jugendlichen.

4 Nutzungsmotive: Hier werden die Hintergründe der Mediensozialisation beleuchtet und die Funktionen virtueller Räume für Identitätsbildung, Kommunikation, Beziehungsmanagement und als Fluchtmöglichkeit detailliert analysiert.

5 Gefahren und Chancen für Jugendliche bei Internetnutzung: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit den Risiken wie Cyber-Mobbing und bedenklichen Inhalten auseinander, stellt diesen aber die Chancen der Kompetenzentwicklung und Ressourcenvielfalt gegenüber.

6 Konsequenzen für die SA/SP: Dieser Teil leitet Handlungsmöglichkeiten für die Soziale Arbeit ab, insbesondere in den Bereichen Online-Beratung, Eltern-Medien-Beratung und aufsuchende digitale Sozialarbeit (Straßensozialarbeit 2.0).

7 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, betont die Bedeutung digitaler Räume für die Lebenswelt Jugendlicher und fordert eine stärkere Auseinandersetzung der Sozialen Arbeit mit diesem Thema.

Schlüsselwörter

Virtuelle Welten, Jugendliche, Soziale Arbeit, Mediensozialisation, Internetnutzung, Identitätsbildung, Cyber-Mobbing, Online-Beratung, Internet-Milieus, Digitale Lebenswelt, Medienkompetenz, Jugendsozialarbeit, Beziehungsmanagement, Identitätsarbeit, Ressourcenorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und den Funktionen virtueller Räume im Alltag von Jugendlichen und untersucht, wie diese das Aufwachsen, die Identitätsentwicklung und soziale Beziehungen beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Motiven der Internetnutzung, den verschiedenen Nutzertypen, den damit verbundenen Risiken wie Cyber-Mobbing sowie den notwendigen pädagogischen Konsequenzen für die Soziale Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Funktionen virtueller Welten für Jugendliche wissenschaftlich zu fundieren, um daraus für die Soziale Arbeit Handlungsempfehlungen für eine professionelle Begleitung in digitalen Räumen abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine Literatur- und Studienanalyse, die verschiedene aktuelle Untersuchungen und theoretische Ansätze zur Mediennutzung und Sozialisation miteinander verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Internetnutzung, eine Analyse der Motive (wie Identitätsbildung und Kommunikation), eine Abwägung von Chancen und Risiken sowie die Diskussion spezifischer sozialpädagogischer Methoden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind virtuelle Welten, Mediensozialisation, Identitätsbildung, Online-Beratung, Internet-Milieus und digitale Lebenswelt.

Warum ist laut der Autorin eine "Straßensozialarbeit 2.0" erforderlich?

Da virtuelle Räume heute zentrale Handlungsorte für Identitätsarbeit und soziale Beziehungen sind, muss die Soziale Arbeit laut der Autorin auch in diesen digitalen Räumen präsent sein, um Jugendliche professionell zu unterstützen.

Wie bewertet die Autorin den Einfluss des Internets auf soziale Beziehungen?

Die Autorin stellt fest, dass Internetnutzung nicht zu einer Verarmung sozialer Kontakte führt, sondern diese durch erweiterte Optionen für Integration in Familien und Peergroups sogar stützen kann.

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Details

Title
Virtuelle Welten im Lebensalltag von Jugendlichen
College
Erfurt University of Applied Sciences
Grade
1,7
Author
Jenny Kuprin (Author)
Publication Year
2014
Pages
44
Catalog Number
V282003
ISBN (Book)
9783656830757
ISBN (eBook)
9783656831556
Language
German
Tags
virtuelle welten lebensalltag jugendlichen kontext sozialer arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jenny Kuprin (Author), 2014, Virtuelle Welten im Lebensalltag von Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/282003
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