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Die historische Entwicklung des Sozialisationsbegriffs

Theorien und Forschung zu Erziehung und Sozialisation

Titel: Die historische Entwicklung des Sozialisationsbegriffs

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 14 Seiten , Note: 1,1

Autor:in: Dr. Manuel Wasserzier (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Jeder Mensch durchläuft in seiner Biographie verschiedene Altersstufen und immer begleitet ihn dabei die Sozialisation. Wir begegnen und erleben sie nicht bewusst mit, aber sie ist da und hört nie auf. Überall im Alltag wird man mit etwas Neuem konfrontiert, man lernt stetig dazu, entwickelt sich weiter, reift und eignet sich im Laufe seines Lebens immer wieder neue Verhaltensweisen an. Dies weiß man durch Erfahrungen. Doch was ist das eigentlich ganz genau – die Sozialisation? Was passiert mit einem Menschen während des Sozialisationsprozesses? Wie werden wir zu einem Mitglied der Gesellschaft? Das Ziel meiner Arbeit ist es, einen kleinen Überblick über die von uns behandelten Sozialisationstheorien zu geben. Allerdings erhebt die Arbeit keinen Anspruch auf eine vollständige Ausarbeitung des Themas, da die Sozialisation sehr breit gefächert und vielschichtig ist. Für meine Erarbeitungen habe ich mich besonders auf ein Buch von Herbert Gudjons und auf Texte von Baumgart bezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Sozialisation?

3. Vorstellung der Theorien

3.1 Parsons: Handeln in gesellschaftlichen Systemen

3.2 Mead: Soziales Handeln durch Sprache

3.3 Habermas: Kommunikatives Handeln und Ich-Identität

3.4 Hurrelmann: Sieben Maximen der Sozialisationstheorie

4. Diskussion der Theorien

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über zentrale sozialisationstheoretische Ansätze, um die historische Entwicklung des Sozialisationsbegriffs und die Mechanismen der menschlichen Persönlichkeitsentwicklung im Kontext gesellschaftlicher Einflüsse zu beleuchten.

  • Historische Grundlagen des Sozialisationsbegriffs (Durkheim)
  • Strukturfunktionalistische Perspektive nach Parsons
  • Symbolischer Interaktionismus und Rollentheorie bei Mead
  • Kommunikatives Handeln und Identitätsbildung nach Habermas
  • Modell des produktiv realitätsverarbeitenden Subjekts von Hurrelmann

Auszug aus dem Buch

3.2 Mead: Soziales Handeln durch Sprache

Herbert Mead war der Begründer der Theorie des Symbolischen Interaktionismus, welche im Gegensatz zu Parsons eher die Perspektive der Teilnehmer betrachtet und ihre Interaktion in ihren Rollen. Im Gegensatz zu den Tieren, die nur auf Reize von anderen Tieren reagieren und weder ihr Verhalten interpretieren noch zu deuten wissen, sagt Mead, dass Menschen hingegen die Fähigkeit besitzen, sprachliche Äußerungen zu verstehen und zu interpretieren.

Menschen sind im Gegensatz zur Tierwelt zu Kommunikation und Interaktion in der Lage und können sich in andere Perspektiven hineinversetzen. Durch die Fähigkeit des Hineinversetzens in andere Individuen kann der Mensch die Rollenerwartungen eines anderen Menschen im Vorhinein verstehen und dementsprechend handeln. Mead nennt diesen Prozess „role-taking“. Gleichzeitig wird die Reaktion des Gegenübers vorhergesehen und in die weitere Kommunikation mit eingeplant und das eigene Rollenverhalten angepasst. Dieser Prozess wird als „role-making“ bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Sozialisation für die menschliche Biographie ein und umreißt das Ziel der Arbeit, einen Überblick über ausgewählte Sozialisationstheorien zu geben.

2. Was ist Sozialisation?: Dieses Kapitel beleuchtet die wissenschaftliche Herkunft des Sozialisationsbegriffs und nennt Emile Durkheim als maßgeblichen Wegbereiter für das Verständnis der Internalisierung gesellschaftlicher Normen.

3. Vorstellung der Theorien: Hier werden vier zentrale theoretische Ansätze präsentiert, die den Sozialisationsprozess durch Rollenübernahme, Interaktion, kommunikatives Handeln oder als produktive Realitätsverarbeitung erklären.

4. Diskussion der Theorien: Das letzte Kapitel reflektiert kritisch die vorgestellten Ansätze, vergleicht ihre Erklärungsmodelle und diskutiert deren Relevanz für eine moderne, ganzheitliche Sozialisationstheorie.

Schlüsselwörter

Sozialisation, Sozialisationstheorie, Rollentheorie, Identität, Parsons, Mead, Habermas, Hurrelmann, Symbolischer Interaktionismus, Kommunikatives Handeln, Persönlichkeitsentwicklung, Sozialisationstheorie, Individuation, Integration, Identitätsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der historischen Entwicklung des Begriffs der Sozialisation und stellt verschiedene theoretische Modelle vor, die erklären, wie Menschen durch soziale Einflüsse zu Mitgliedern der Gesellschaft werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Verinnerlichung von Normen, die Bedeutung von Sprache für Interaktionen, die Rolle von Identität sowie die Dynamik zwischen Individuum und gesellschaftlichen Systemen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen Überblick über bedeutende Sozialisationstheorien zu geben und diese in einer abschließenden Diskussion kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich theoretischer Konzepte der Soziologie, Psychologie und Pädagogik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Theorien von Parsons, Mead, Habermas und Hurrelmann sowie deren anschließende vergleichende Diskussion.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialisationsbegriff, Rollenhandeln, Identitätstheorie, Symbolischer Interaktionismus und produktive Realitätsverarbeitung.

Wie unterscheidet sich Meads Ansatz von dem von Parsons?

Während Parsons die Einordnung des Individuums in hierarchische gesellschaftliche Systeme betont, fokussiert Mead stärker auf die aktive Gestaltung von Interaktionen zwischen Teilnehmern durch Sprache.

Welche Bedeutung misst Hurrelmann der Jugendphase bei?

Hurrelmann definiert die Jugendphase als die zentrale Phase der Sozialisation, da sie eine besonders intensive Zeit der Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsbildung darstellt.

Warum spielt die Sprache bei der Sozialisation nach Mead eine so wichtige Rolle?

Nach Mead ermöglicht Sprache erst das semantische Verständnis, wodurch Individuen lernen, Rollen zu interpretieren und sich in andere Perspektiven hineinzuversetzen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die historische Entwicklung des Sozialisationsbegriffs
Untertitel
Theorien und Forschung zu Erziehung und Sozialisation
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg  (Institut für Theorien und Geschichte der Pädagogik)
Veranstaltung
„Theorien und Forschung zu Erziehung und Sozialisation“
Note
1,1
Autor
Dr. Manuel Wasserzier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
14
Katalognummer
V280491
ISBN (eBook)
9783656738572
ISBN (Buch)
9783656741190
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erziehung Sozialisation Entwicklung historisch parson mead habermas hurrelmann
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Manuel Wasserzier (Autor:in), 2008, Die historische Entwicklung des Sozialisationsbegriffs, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/280491
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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