Frage nach Parametern Klangfarbe und Raum in der Neuen Musik nach 1950 wird exemplarisch an Pierre Boulez' Sur Incises durchexerziert
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Sur Incises Analyse
- a. Instrumentierung
- b. Gifle, Toccata und Stroboskopie
- c. Der Sacher-Hexachord
- d. Revision von Incises
- e. Signal, Hülle, Satellit und Verstärkung
- 3. Klangfarbe und Raum in Sur Incises
- a. Klangfarbe
- b. Raum und Räume
- 4. Resümee
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert Pierre Boulez' Werk „Sur Incises“ und untersucht das Verhältnis zwischen strukturellen Merkmalen und der Hörerfahrung. Sie befasst sich mit der Frage, wie Substitute für traditionelle Harmonien und Formen in der Musik nach dem Serialismus gefunden werden können. Die Arbeit konzentriert sich auf die Rolle von Klangfarbe und Raum als motivische Funktionen.
- Analyse von „Sur Incises“ als Weiterentwicklung von „Incises“
- Die Rolle von Klangfarbe und Raum als motivische Funktionen in moderner Instrumentalmusik
- Bedeutung der Elektroakustik für instrumentale Kompositionstechniken
- Untersuchung von Revisionismus in der Kompositionsarbeit von Pierre Boulez
- Die Relevanz von Parametern wie Tonhöhe, Tondauer, Lautstärke und Klangfarbe in der Musik nach 1950
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung
Die Einleitung stellt die Fragestellung der Arbeit vor: die Beziehung zwischen strukturellen Merkmalen in der Musik und der Hörerfahrung. Sie diskutiert die Herausforderungen der Musik nach dem Serialismus, die traditionelles Harmonisches und Formempfinden hinterfragt. - Kapitel 2: Sur Incises Analyse
Dieses Kapitel untersucht die Instrumentierung von „Sur Incises“ und beschreibt die drei Klaviere, drei Harfen und drei Schlagwerksektionen. Es analysiert Boulez' Kompositionstechniken und die Bedeutung von Refraktion als zentrales Prinzip. - Kapitel 3: Klangfarbe und Raum in Sur Incises
Hier werden die Bedeutung von Klangfarbe und Raum als motivische Funktionen in „Sur Incises“ behandelt. Es werden die Möglichkeiten und Herausforderungen dieser Parameter in der Kompositionsarbeit diskutiert.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt Themen wie Klangfarbe, Raum, Instrumentale Musik, Elektroakustik, Kompositionstechniken, Pierre Boulez, Sur Incises, Revisionismus, Motiv, Thema und Erfahrbarkeit.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Besondere an Pierre Boulez‘ Werk „Sur Incises“?
„Sur Incises“ ist eine Weiterentwicklung des Klavierstücks „Incises“ und zeichnet sich durch seine ungewöhnliche Besetzung mit drei Klavieren, drei Harfen und drei Schlagzeuggruppen aus.
Welche Rolle spielt die Klangfarbe in diesem Stück?
Die Klangfarbe fungiert als motivischer Parameter, der über die reine Verzierung hinausgeht und strukturbildend für die gesamte Komposition wirkt.
Wie wird der Raum in „Sur Incises“ thematisiert?
Boulez nutzt die räumliche Anordnung der Instrumentengruppen, um akustische Refraktionen und Perspektivwechsel für den Hörer erfahrbar zu machen.
Was bedeutet „Revisionismus“ in Boulez‘ Kompositionsprozess?
Es beschreibt Boulez‘ Neigung, bestehende Werke immer wieder aufzugreifen, zu erweitern und in neue instrumentale Kontexte zu transformieren.
Wie beeinflusst die Elektroakustik Boulez‘ instrumentales Schreiben?
Obwohl „Sur Incises“ ein rein instrumentales Werk ist, sind die Kompositionstechniken stark von den Möglichkeiten der elektronischen Klangbearbeitung (z. B. Hall, Echo, Filter) inspiriert.
- Arbeit zitieren
- Lukas Heger (Autor:in), 2014, Klangfarbe und Raum in Pierre Boulez‘ Sur Incises (1996/1998), München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/280391