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Die Blending-Theorie. Ein hilfreicher Ansatz beim Verstehen neuartiger Metaphern?

Title: Die Blending-Theorie. Ein hilfreicher Ansatz beim Verstehen neuartiger Metaphern?

Seminar Paper , 2013 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: MA Isabelle Köntopp (Author)

German Studies - Linguistics

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Die Blending-Theorie wurde von Fauconnier und Turner (1996, 2002) im Rahmen der (holistischen) kognitiven Linguistik entwickelt. Sie geht aus der mental space theory von Fauconnier hervor. In der Blending-Theorie wird das Metaphernverstehen dadurch erklärt, dass die Bedeutung durch die Interaktion mentaler Bereiche vom Rezipienten konstruiert wird. Ein wichtiger Aspekt ist dabei der Emergenz-Begriff. Die Blending-Theorie wird als eine Ergänzung der konzeptuellen Metapherntheorie von Lakoff und Johnson (1980) betrachtet.
In der vorliegenden Arbeit soll zunächst ein Überblick über die Blending-Theorie gegeben werden. Anhand eines selbstgewählten Korpus wird anschließend ihre Anwendbarkeit an
einigen Beispielen neuartiger Metaphern erprobt. Dies soll eine Einschätzung darüber erlauben, ob die Blending-Theorie einen hinreichenden Ansatz zur Erklärung des Metaphernverstehens bietet. Die Ergebnisse der Analyse werden abschließend diskutiert und mit Kritikpunkten der bestehenden Literatur verknüpft.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

0.1 Fragestellung und These

0.2 Korpus

1 Die Blending-Theorie

1.1 Die mentalen Bereiche

1.1.1 Input-Bereiche

1.1.2 Generischer Bereich

1.1.3 Blending-Bereich

1.2 Beschränkungen der Blending-Theorie: Optimalitätsprinzipien

2 Korpus-Analyse

2.1 Metaphernverstehen ohne Kotextualisierung

2.2 Metaphernverstehen mithilfe von Ko- und Kontext

3 Diskussion

4 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit der Blending-Theorie auf das Verstehen neuartiger Metaphern. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage gestellt, ob diese Theorie einen hinreichenden Erklärungsansatz für metaphorische Prozesse bietet, wobei insbesondere die Rolle von Ko- und Kontext kritisch beleuchtet wird.

  • Grundlagen und zentrale Konzepte der Blending-Theorie
  • Die Rolle von mentalen Bereichen und Optimalitätsprinzipien
  • Analyse von kreativen und innovativen Metaphern anhand eines selbstgewählten Korpus
  • Einfluss von Kotextualisierung auf das Verstehen von Metaphern
  • Kritische Diskussion der theoretischen Schwachstellen hinsichtlich der Kontextabhängigkeit

Auszug aus dem Buch

1.2 Beschränkungen der Blending-Theorie: Optimalitätsprinzipien

Mit den Optimalitätsprinzipien („optimality principles“) schaffen FAUCONNIER und TURNER (1998: 162 ff.; 2002) Beschränkungen für den Blending-Prozess. Damit wollen sie den Vorwurf aus dem Weg räumen, die Blending-Theorie könne alles und zugleich nichts erklären (s. COULSON und OAKLEY 2000: 186). „In principle, emergent structure is open ended. […] This has prompted justified criticism that ‘anything goes’ in blending theory” (SCHMID 2011: 219). FAUCONNIER und TURNER (1998: 162) stellen fest:

„Some blends are better than others. There are optimality principles that a blend can meet more or less well. It turns out that these principles compete and that there is a variety of more specific blend structures which are motivated by these principles.”

Durch das Anwenden der Optimalitätsprinzipien soll sich der Blending-Bereich am effektivsten zusammenfügen. Zudem soll die Blending-Theorie dadurch ausreichend detailiert sein, um verlässliche Vorhersagen darüber zu machen, wie Rezipienten durch Blending neue Konzepte kreieren (s. SCHMID 2011: 219). Die Beschränkungen beinhalten (u.a.):4

Integration: Die Repräsentation im Blending-Bereich muss als Einheit manipulierbar sein. (s. COULSON/OAKLEY 2000: 186). Je mehr Relationen aus dem Netzwerk und den Inputbereichen im Blending-Bereich abgebildet werden, desto eher kann dieser als ganzheitlich betrachtet werden (PEREIRA/CARDOSO 2003: 4).

Topology: Die Relationen im Blending-Bereich sollen den Relationen in den anderen mentalen Bereichen entsprechen (s. COULSON/OAKLEY 2000: 186). „[…] it is optimal for the relations of the element in the blend to match the relations of its counterpart” (FAUCONNIER/TURNER 1998: 163).

Unpacking: Der Rezipient sollte vom Blending-Bereich mühelos auf die Inhalte der anderen mentalen Bereiche und ihre Verbindungen schließen können (s. COULSON/OAKLEY 2000: 186).

Web: Repräsentationen des Blending-Bereichs sollten Verbindungen zu den Input-Bereichen enthalten (s. COULSON/OAKLEY 2000: 186).

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Einführung in die Kognitive Linguistik, die Blending-Theorie sowie deren Einordnung in die bestehende Metaphernforschung.

1 Die Blending-Theorie: Detaillierte Erläuterung der mentalen Bereiche, des Emergenz-Begriffs und der Optimalitätsprinzipien innerhalb der Blending-Theorie.

2 Korpus-Analyse: Empirische Untersuchung anhand ausgewählter Metaphern, wobei kotextfreie Beispiele solchen in natürlichen Ko(n)texten gegenübergestellt werden.

3 Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit den Schwachstellen der Blending-Theorie, insbesondere der Vernachlässigung von Kontext und der mangelnden Vorhersagekraft.

4 Zusammenfassung und Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Blending-Theorie und Bestätigung der Arbeitsthese zur Unzureichendheit des Modells bei neuartigen Metaphern.

Schlüsselwörter

Blending-Theorie, Kognitive Linguistik, Metapher, Konzeptuelle Integration, Emergenz, Optimalitätsprinzipien, Kotextualisierung, Mentale Bereiche, Korpus-Analyse, Sprachgebrauch, Konzeptualisierung, Semantik, Pragmatik, Online-Verarbeitung, Sprachliche Äußerungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Blending-Theorie innerhalb der Kognitiven Linguistik und hinterfragt deren Fähigkeit, das Verstehen neuartiger Metaphern adäquat zu erklären.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Mittelpunkt stehen die kognitiven Prozesse der konzeptuellen Integration, die Bedeutung von mentalen Bereichen sowie der Einfluss von Ko- und Kontext auf die Interpretation metaphorischer Ausdrücke.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Anwendbarkeit der Blending-Theorie auf neuartige Metaphern zu prüfen und die These zu belegen, dass die Theorie keinen hinreichenden Erklärungsansatz für diese Sprachphänomene bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine korpusbasierte Analyse, bei der 15 verschiedene sprachliche Äußerungen (kreative und innovative Metaphern sowie wörtlicher Sprachgebrauch) exemplarisch untersucht werden.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Darstellung der Blending-Theorie inklusive ihrer Optimalitätsprinzipien sowie die praktische Korpus-Analyse, in der die Rolle des Kotextes bei der Metapherninterpretation aufgezeigt wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Blending-Theorie, konzeptuelle Integration, Emergenz, Metaphernverstehen, Kotextualisierung sowie die kritische Reflexion kognitiv-linguistischer Erklärungsmodelle.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen kreativen und innovativen Metaphern im Korpus?

Kreative Metaphern bauen auf bereits bekannten Konzeptualisierungen auf, während innovative Metaphern gänzlich neue Konzeptkopplungen darstellen und somit oft als ungewöhnlicher wahrgenommen werden.

Warum wird die Vernachlässigung des Kontextes in der Blending-Theorie kritisiert?

Die Autorin argumentiert, dass das Verstehen einer Metapher maßgeblich durch den situativen Kontext oder den umgebenden Kotext determiniert wird, was das blending-theoretische Modell ohne diese Berücksichtigung zu vage und post-hoc erscheinen lässt.

Welche Rolle spielen die Optimalitätsprinzipien bei der Kritik der Autorin?

Die Autorin zeigt auf, dass diese Prinzipien als eher abstrakte Bedingungen fungieren und nicht ausreichen, um die Variabilität im Verstehensergebnis bei identischen metaphorischen Oberflächenstrukturen zu erklären.

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Details

Title
Die Blending-Theorie. Ein hilfreicher Ansatz beim Verstehen neuartiger Metaphern?
College
Technical University of Berlin  (Institut für Sprache und Kommunikation)
Course
Kognitive Linguistik und Metapherntheorien
Grade
1,0
Author
MA Isabelle Köntopp (Author)
Publication Year
2013
Pages
27
Catalog Number
V280051
ISBN (eBook)
9783656732778
ISBN (Book)
9783656732785
Language
German
Tags
blending-theorie ansatz verstehen metaphern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
MA Isabelle Köntopp (Author), 2013, Die Blending-Theorie. Ein hilfreicher Ansatz beim Verstehen neuartiger Metaphern?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/280051
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