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Filme im Geschichtsunterricht am Beispiel von "Schindlers Liste"

Title: Filme im Geschichtsunterricht am Beispiel von "Schindlers Liste"

Term Paper , 2012 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anis Grün (Author)

Didactics - History

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Summary Excerpt Details

Im Unterricht diesen Einfluss von Spielfilmen […] zu ignorieren, würde im Grunde genommen bedeuten, zwei verschiedene, wenn nicht gar widerstreitende Typen von geschichtlichem Wissen erzeugen zu wollen […]: nämlich das der Schule und das – womöglich einflussreichere – außerhalb von ihr.“
Dieses Zitat zeigt einerseits erst einmal die unbestreitbare hohe Präsenz von Spielfilmen auf, die für theoretisch jeden von uns vor allem durch die Medien Fernsehen, Video, DVD aber auch im Internet ständig konsumier- und abrufbar sind. Andererseits deutet das Zitat die Problematik dieser alltäglichen hohen Präsenz und ihrer Wirkung, besonders auf Schüler außerhalb des schulischen Lebens, an. Geschichtslehrer, die natürlich ebenfalls nicht vor dem Einfluss dieser historischen Filme aller Art geweiht sind, stehen also, der obigen Aussage zu Folge, vor der Herausforderung, dieses Medium sinnvoll in ihren Unterricht zu integrieren. Dieses wird jedoch im praktischen Unterrichtsalltag kaum bzw. sehr unregelmäßig und meist nur punktuell, umgesetzt. Muss hier also eine Neukonzeption des Unterrichts erfolgen, um die Nachteile bei der Herausbildung eines Geschichtsbewusstseins, die die Ignoranz von Filmen bzw. Spielfilmen durch den Lehrer nach sich ziehen würden, zu vermeiden? Oder andersherum gefragt, wie kommt Geschichte in Filmen überhaupt vor, auf welche Weise kann historisches Wissen durch die Gesamtkonzeption eines Films vermittelt werden? Um diese Fragen zu beantworten soll in folgender Abhandlung zunächst ein allgemeiner Abriss über verschiedene historische Filmgenres gegeben werden. Außerdem soll deren didaktisches Potenzial im Vergleich zum eigentlichen Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit, dem Spielfilm, aufgezeigt werden. Nachdem dieses Genre im darauf folgenden Kapitel, und dabei die spezifische Gattung, der ‚Holocaust-Spielfilm‘, einer detaillierteren Betrachtung unterzogen wird, folgt anhand des Beispielfilms Schindlers Liste (1993) eine didaktische Analyse und Überlegungen zu unterrichtspraktischen Einsatzmöglichkeiten dieses Spielfilms: Darf die Judenvernichtung als Spielfilm überhaupt gezeigt werden, wenn die mörderische Realität sich eigentlich der Vorstellungswelt der Menschen, zumal der Schüler, entzieht? [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Filme im Geschichtsunterricht - Grundsätzliches

2.1 Das Filmdokument

2.2 Der Dokumentarfilm

3. Der historische Spielfilm

3.1 Der Spielfilm im Unterricht

3.2. Holocaust-Spielfilme – das Beispiel Schindlers Liste

4. Schindlers Liste in der Schule?

4.1 Unterrichtseinheit

4.2 Didaktische Analyse

5. Résumé

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die didaktischen Potenziale und Herausforderungen beim Einsatz von Spielfilmen, insbesondere Holocaust-Spielfilmen wie Steven Spielbergs „Schindlers Liste“, im Geschichtsunterricht. Ziel ist es zu klären, wie historische Spielfilme trotz ihres Fiktionscharakters sinnvoll genutzt werden können, um bei Schülern Geschichtsbewusstsein zu fördern und ein empathisches Verständnis für historische Akteure und Ereignisse zu wecken.

  • Unterscheidung verschiedener Filmgenres für den Geschichtsunterricht
  • Analyse der narrativen und historischen Struktur von Holocaust-Spielfilmen
  • Herausforderungen der Authentizität und emotionalen Wirkung bei Schülern
  • Integration von Spielfilmen in den Lehrplan unter didaktischen Gesichtspunkten
  • Konkrete unterrichtspraktische Einsatzmöglichkeiten und Methoden

Auszug aus dem Buch

3.2. Holocaust-Spielfilme – das Beispiel Schindlers Liste

Holocaust-Spielfilme zeichnen sich im Wesentlichen dadurch aus, als dass sie die systematische, organisierte Entrechtung, sowie die Ermordung europäischer Juden und anderen Minderheiten während der Herrschaft der Nationalsozialisten in Deutschland und Europa thematisieren. Dabei geht es auch um Filme, welche nicht nur explizit die grausamsten Ausprägungen der Massenvernichtung, ergo die Gaskammern, sondern auch die Entwicklung Ausgrenzung-Verfolgung-Ermordung, entweder komplett oder in Teilen zeigen. So auch der 1993 in den Kinos erschienene Film Schindlers Liste vom Regisseur Steven Spielberg, der auf einem Roman aus den achtziger Jahren basiert. Leopold Pfefferberg, einer der Überlebenden erzählte dem Schriftsteller Thomas Keneally seine Geschichte.

Der daraus entstandene Roman, welcher auf oral-history basiert, und deshalb von Keneally als „non-fiction novel“ bezeichnet wird, verkaufte sich in Deutschland nicht gut. 1983 sicherte sich Spielberg die Rechte an diesem und 1992 begannen die Dreharbeiten zu Schindlers Liste.

Der Film ist eine geradlinig erzählte Geschichte und der Regisseur folgte der Chronologie der Ereignisse im besetzten Krakau. Die Haupterzählung deckt dabei den Zeitraum von Kriegsbeginn bis Kriegsende ab. Er erzählt über die Vernichtung der Juden in Europa. Schindlers Liste ist aber vor allem ein Film über die Geschichte des Protagonisten Oskar Schindler, einer historischen Person, Kapitalist und Lebemann, Hasardeur, ein sogenannter Frauenheld und Spieler. Er wird als „leichtfüßig“, „jovial“, „angeberisch“, „elegant“ und „genusssüchtig“ charakterisiert. Einen Menschen, der sich durch seine Taten offensichtlich als Held erwiesen hat, auf so eine Art und Weise filmisch zu präsentieren, stieß auf Kritiken und es wurde der Vorwurf des untypischen bis hin zur Verfälschung laut. Es setzte sich jedoch die Auffassung durch, dass gerade ein „unangepasster, risikofreudiger Spieler-Typ in Krisenzeiten mehr erreichen kann als der ängstliche Durchschnittstyp. Seine Arroganz und sein guter Geschmack haben Schindler vielleicht davor bewahrt, sich mit den Nazis gemein zu machen.“ Die Figur des Oskar Schindlers ist bis zum Ende den Films nicht vollständig zu durchschauen, denn sie ist ambivalent und handelt nicht aus einem tiefsitzenden Idealismus heraus. Sie findet relativ unerwartet zur Menschlichkeit und die Frage nach dem „Warum?“ bleibt offen, denn Oskar Schindler äußerte sich nie zu seinen Beweggründen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die hohe Präsenz von Spielfilmen in der Lebenswelt von Schülern und formuliert die Herausforderung, dieses Medium sinnvoll in den Geschichtsunterricht zu integrieren.

2. Filme im Geschichtsunterricht - Grundsätzliches: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das Verhältnis von Film und Geschichtswissenschaft und differenziert zwischen verschiedenen Filmgattungen wie Filmdokument und Dokumentarfilm.

2.1 Das Filmdokument: Es wird analysiert, inwieweit Filmdokumente trotz ihres hohen Authentizitätsanspruchs inszenierte Momente enthalten und welche Rolle sie für das historische Urteilsvermögen spielen.

2.2 Der Dokumentarfilm: Dieses Kapitel erläutert die Funktion des Dokumentarfilms als filmische Rekonstruktion und diskutiert dessen Vorteile sowie kritische Aspekte hinsichtlich der Suggestivität.

3. Der historische Spielfilm: Hier wird der historische Spielfilm als Filmgattung definiert, die historische Situationen und Personen nutzt, um ein Massenpublikum anzusprechen.

3.1 Der Spielfilm im Unterricht: Dieses Kapitel befasst sich mit der organisatorischen Problematik des Filmeinsatzes und der Notwendigkeit einer geleiteten, multiperspektivischen Analyse des Spielfilms.

3.2. Holocaust-Spielfilme – das Beispiel Schindlers Liste: Es wird der spezifische Kontext von Holocaust-Spielfilmen beleuchtet und die Entstehungsgeschichte sowie die Charakterzeichnung des Protagonisten in „Schindlers Liste“ detailliert analysiert.

4. Schindlers Liste in der Schule?: Dieser Abschnitt erörtert die pädagogische Eignung des Films und seine Verankerung im Lehrplan unter Berücksichtigung der Altersfreigabe und zeitlicher Rahmenbedingungen.

4.1 Unterrichtseinheit: Hier werden Vorschläge zur Einbettung des Films in ein Unterrichtsszenario zum Thema „Demokratie und Diktatur“ gemacht, inklusive notwendiger Vor- und Nachbereitung.

4.2 Didaktische Analyse: Dieses Kapitel untersucht die didaktischen Chancen des Films hinsichtlich der Förderung von Empathie, Sach- und Sozialkompetenz sowie den Umgang mit dessen Stilmitteln im Unterricht.

5. Résumé: Das Résumé fasst zusammen, dass ein gezielter, reflektierter Einsatz von Spielfilmen im Geschichtsunterricht – insbesondere bei komplexen Themen wie dem Holocaust – lohnenswert ist.

Schlüsselwörter

Geschichtsunterricht, Spielfilm, Schindlers Liste, Holocaust, Filmdidaktik, Historisches Lernen, Authentizität, Empathie, Medienkompetenz, Filmgenre, Geschichtsbewusstsein, Holocaust-Spielfilm, didaktische Analyse, Nationalsozialismus, Filmsequenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von historischen Spielfilmen im Geschichtsunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen zählen die Unterscheidung von Filmgattungen, die didaktische Aufbereitung von Spielfilmen und der spezifische Umgang mit Holocaust-Filmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Lehrkräften aufzuzeigen, wie Spielfilme kritisch analysiert und sinnvoll zur Förderung des Geschichtsbewusstseins eingesetzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine didaktische Analyse unter Einbeziehung bestehender Fachliteratur und unterrichtspraktischer Überlegungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert verschiedene Filmgenres, die Spezifik des historischen Spielfilms und führt eine detaillierte didaktische Analyse des Films „Schindlers Liste“ durch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Geschichtsunterricht, Holocaust, Didaktik, Spielfilm, Empathie und Medienkompetenz.

Warum ist die Figur Oskar Schindler für den Unterricht so ambivalent?

Seine ambivalente Darstellung als „Lebemann“ und Profiteur einerseits sowie als Retter andererseits ermöglicht Schülern eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Komplexität historischen Handelns.

Wie kann das „Mädchen im roten Mantel“ methodisch genutzt werden?

Diese Sequenz eignet sich besonders gut, um mit Schülern über den Einsatz von filmischen Stilmitteln, wie Musik und Farbgestaltung, und deren Wirkung auf den Zuschauer zu diskutieren.

Warum sollte der Holocaust im Unterricht auf Einzelschicksale reduziert werden?

Die Reduktion auf Einzelschicksale hilft Schülern, das Unvorstellbare der industriellen Vernichtung greifbarer zu machen und Empathie zu entwickeln, ohne dabei das historische Gesamtbild aus den Augen zu verlieren.

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Details

Title
Filme im Geschichtsunterricht am Beispiel von "Schindlers Liste"
College
Christian-Albrechts-University of Kiel
Course
Fachdidaktik Geschichte
Grade
2,0
Author
Anis Grün (Author)
Publication Year
2012
Pages
20
Catalog Number
V279967
ISBN (eBook)
9783656738268
ISBN (Book)
9783656738299
Language
German
Tags
filme geschichtsunterricht beispiel schindlers liste
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anis Grün (Author), 2012, Filme im Geschichtsunterricht am Beispiel von "Schindlers Liste", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/279967
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