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Das bedingungslose Grundeinkommen und der Standpunkt der Parteien

Titel: Das bedingungslose Grundeinkommen und der Standpunkt der Parteien

Examensarbeit , 2014 , 27 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Bachelor of Arts Jens Mayer (Autor:in)

Politik - Sonstige Themen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein Bedingungsloses Grundeinkommen wird als ein mögliches alternatives Modell der bürgerlichen Grundsicherung in Deutschland diskutiert. In einem Eingangskapitel zeichne ich die Umsetzung und die Entwicklung staatlicher Grundsicherungsmodelle in Deutschland vom Kaiserreich bis dato nach. Darauf aufbauend werden im Hauptteil dieser Arbeit Positionen der wichtigsten deutschen Parteien zur Grundeinkommens- und Grundsicherungsfrage wiedergeben und deren Konzepte verglichen. Argumente und Diskussionen parteiinterner Strömungen über ein bedingungsloses Grundeinkommen werden besonders berücksichtigt. Standpunkte der Parteien werden unter dem Blickpunkt des theoretischen Konzepts des „basic income“ des belgischen Philosophen Philippe Van Paris, dem Gründer des Basic Income Earth Network, geprüft.

Leseprobe


Gliederung

I. BÜRGERLICHE EXISTENZSICHERUNG IN DEUTSCHLAND

1. Kaiserreich und Fordismus

1.1. Grundsicherung durch Sozialversicherungssysteme und Erwerbsarbeit

1.2. Fordismus und Wohlstandsgesellschaft

1.3. Krise der klassischen Erwerbsarbeit

2. Globalisierung und Wertewandel im Post-Fordismus

2.1. Weltgesellschaft und Liberalisierung

2.2. Neoliberale Wende in der Politik

2.3. Neue Präventionsmaßnahmen gegen Langzeitarbeitslosigkeit

3. Bürgerliche Grundsicherung durch Erwerbsarbeit - ein antagonistisches Modell ?

II. PARTEIEN UND GRUNDEINKOMMENSFRAGE

1. Das Bedingungslose Grundeinkommen

1.1. Definition nach Van Parijs

1.2. Argumente der Befürworter und Gegner

1.3. Rolle der Parteien

2. Stellungnahmen der Parteien

2.1. Die Linke

2.2. Die Piraten Partei

2.3. Bündnis 90. Die Grünen

2.4. CDU/CSU

2.4.1 Ablehnung trotz interner Fürsprecher

2.4.2. Dieter Althaus

2.5. FDP

2.6. SPD

2.6.1. Ablehnung eines bedingungslosen Grundeinkommens

2.6.2. Argumentation und Alternativen zum bedingungslosen Grundeinkommen

2.6.3. Fordistische Sozial und Wirtschaftspolitik

2.6.4 Van Parijs Theorie des Grundeinkommens

2.7. Weitere Parteien

2.7.1 Marxistische Parteien

2.7.2. NPD

III. FAZIT

1. Ideologisch beschränkte gegenüber offenen Parteidebatten

2. Zukunftsausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Positionen der wichtigsten deutschen Parteien zur Frage eines bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) im Kontext des Wandels von fordistischen zu post-fordistischen Grundsicherungsmodellen in Deutschland. Dabei wird geprüft, inwieweit aktuelle Parteistandpunkte mit dem theoretischen Konzept des „basic income“ nach Philippe Van Parijs vereinbar sind oder durch traditionelle ideologische Prinzipien geprägt werden.

  • Historische Entwicklung der staatlichen Grundsicherung vom Kaiserreich bis heute
  • Kritische Analyse der fordistischen Erwerbsarbeitslogik im Post-Fordismus
  • Detaillierter Vergleich der Parteiprogramme und parteiinternen Debatten zum BGE
  • Theoretische Fundierung des „basic income“ nach Philippe Van Parijs
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen Eigenverantwortung und staatlicher Bevormundung

Auszug aus dem Buch

1.2. Fordismus und Wohlstandsgesellschaft

Nach Ende des ersten Weltkriegs und dem Untergang des deutschen Kaiserreichs kam es zu einem neuen Schub der Industrialisierung, wovon auch die Arbeiterschaft profitierte. Seit den 1920er Jahren basiert die moderne arbeitsteilige Gesellschaft auf der Grundlage rationalisierter Arbeitsteilung nach Henry Ford und Frederick W. Taylor. In diesem Modell (Fordismus) wurde im Rahmen großbetrieblich organisierter Produktion durch gesteigerte Arbeitsteilung, Rationalisierung, Fließbandarbeit und stetig steigernde Produktmengen und -größen eine Produktivitätssteigerung erreicht, die wiederum eine kostengünstige Herstellung standardisierter Massengüter ermöglichte. Dadurch konnten breite Bevölkerungssichten mit möglichst guten Produkten zu möglichst niedrigen Preisen versorgt werden. Die Folge war eine weitgehende Egalisierung des Konsums, die für die moderne Wohlstands- und Massenkonsumgesellschaft, die seit den Fünfziger-Jahren des 20 Jahrhunderts existiert, charakteristisch wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

I. BÜRGERLICHE EXISTENZSICHERUNG IN DEUTSCHLAND: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung staatlicher Grundsicherung nach, vom bismarckschen Versicherungssystem bis zur heutigen Krise der Erwerbsarbeit im Post-Fordismus.

II. PARTEIEN UND GRUNDEINKOMMENSFRAGE: Der Hauptteil analysiert detailliert die Positionen und Konzepte der deutschen Parteien zum Grundeinkommen, wobei die theoretische Definition von Van Parijs als Maßstab dient.

III. FAZIT: Hier werden die Ergebnisse zusammengeführt, wobei die ideologische Uneinheitlichkeit der Parteien und der offene Ausgang der Debatte um eine zukünftige Grundsicherung betont werden.

Schlüsselwörter

Bedingungsloses Grundeinkommen, Fordismus, Post-Fordismus, Grundsicherung, Wohlstandsgesellschaft, Politische Parteien, Van Parijs, Sozialstaat, Erwerbsarbeit, Hartz IV, Eigenverantwortung, Arbeitsmarkt, Soziale Inklusion, Leistungsgesellschaft, Armutsbekämpfung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie deutsche Parteien auf die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens reagieren und wie diese Reaktionen mit den historischen und aktuellen Bedingungen der sozialen Sicherung in Deutschland zusammenhängen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Entwicklung des Sozialstaats vom Kaiserreich bis in die Gegenwart, der Übergang vom Fordismus zum Post-Fordismus sowie die Debatten über soziale Teilhabe und staatliche Grundsicherung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Positionen deutscher Parteien zum Grundeinkommen zu erfassen, deren Konzepte untereinander zu vergleichen und diese mit dem theoretischen Konzept des „basic income“ nach Philippe Van Parijs abzugleichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine Kombination aus historischer Analyse, der Untersuchung parteipolitischer Programmatik und dem Vergleich dieser Programme mit soziologischen und philosophischen Theorien zur Grundsicherung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Definition nach Van Parijs, den Pro- und Contra-Argumenten in der Gesellschaft sowie einer detaillierten Einzelbetrachtung der Positionen von Linken, Piraten, Grünen, CDU/CSU, FDP, SPD und weiteren politischen Gruppierungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Bedingungsloses Grundeinkommen, Fordismus, Post-Fordismus, Grundsicherung, Sozialstaat, Eigenverantwortung und Arbeitsmarkt.

Warum lehnt die SPD das Grundeinkommen so strikt ab?

Die SPD sieht im Grundeinkommen einen Widerspruch zu fordistischen Prinzipien wie der Vollbeschäftigung. Sie befürchtet eine Spaltung der Gesellschaft und setzt stattdessen auf Inklusion durch Erwerbsarbeit, Bildung und Mindestlöhne.

Welche Rolle nimmt die Piratenpartei in der Debatte ein?

Die Piraten sind die einzige im Bundestag bzw. in einem Landtag vertretene Partei, die offiziell das Konzept eines bedingungslosen Grundeinkommens unterstützt und dieses mit dem Grundgesetz und der Würde des Menschen begründet.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das bedingungslose Grundeinkommen und der Standpunkt der Parteien
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Note
1,7
Autor
Bachelor of Arts Jens Mayer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
27
Katalognummer
V279760
ISBN (Buch)
9783656728948
ISBN (eBook)
9783656728955
Sprache
Deutsch
Schlagworte
BGE Bedingungsloses Grundeinkommen Partei
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Jens Mayer (Autor:in), 2014, Das bedingungslose Grundeinkommen und der Standpunkt der Parteien, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/279760
Blick ins Buch
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