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"…aber die Arbeit befriedigte mich nicht." Eine exemplarische Agency-Analyse anhand zweier Interviews zur beruflichen Laufbahn

Title: "…aber die Arbeit befriedigte mich nicht." Eine exemplarische Agency-Analyse anhand zweier Interviews zur beruflichen Laufbahn

Term Paper (Advanced seminar) , 2014 , 34 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jara Marder (Author)

German Studies - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

"Agency ist ein Grundbestandteil aller Konzepte, die erforschen oder erklären, wer oder was über welche Art von Handlungsmächtigkeit verfügt oder diese zugeschrieben bekommt bzw. als welchen und wessen Einwirkungen geschuldet etwas zu erklären ist.“ (Cornelia Helfferich)

Wie durch dieses einführende Zitat erkennbar wird, stellt der zunächst recht abstrakt anmutende Begriff „Agency“ das zentrale Thema der vorliegenden Arbeit dar. Gleichzeitig kann Helfferichs Aussage aber auch als Basis dieses Textes in Form einer Definition dienen, womit Agency als Konzept beschrieben werden kann, welches sich mit Handlungsmächtigkeit in verschiedensten Facetten beschäftigt; ich werde mich im Folgenden allerdings ausschließlich der subjektiven Perspektive bezüglich des Empfindens von Handlungsmöglichkeiten widmen. Dieser soziologische Ansatz kann dann auch für Sprachwissenschaftler interessant werden, wenn Agency anhand der sprachlichen Äußerungen einer Person untersucht und deren Vorstellung von Handlungsfreiheit bzw. Ohnmacht vom Sprachmaterial ausgehend rekonstruiert wird. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Untersuchungsgegenstand und analytisches Vorgehen

3. Sprachliche Agency-Analyse der Interviews

3.1 Prädikatsausdrücke

3.2 Semantische Rollen

3.3 Wirkmächte

3.4 Vergleich und Interpretation der Ergebnisse

4. Agency im Forschungskontext

4.1 Biographieforschung und Agency?

4.2 Narrative Identität und Agency?

5. Fazit

Transkript I

Transkript II

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der "Agency" – verstanden als subjektive Handlungsmächtigkeit – anhand von zwei narrativen Interviews zu beruflichen Lebensläufen. Ziel ist es, durch eine sprachwissenschaftliche Analyse zu rekonstruieren, wem die Interviewten in ihrer beruflichen Laufbahn Handlungsmacht zuschreiben und wie sie sich in ihren Erzählungen diesbezüglich positionieren.

  • Anwendung der Analysemethode nach Gabriele Lucius-Hoene auf Transkripte.
  • Untersuchung von Prädikatsausdrücken, semantischen Rollen und Wirkmächten.
  • Vergleichende Interpretation der Agency-Konstruktionen zweier Erzählerinnen.
  • Einordnung der Befunde in den Kontext der Biographieforschung und narrativen Identität.

Auszug aus dem Buch

3. Sprachliche Agency-Analyse der Interviews

Die erzählende Person des ersten Interviews verwendet überwiegend sogenannte Aktionsprädikate. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine Handlung oder Tätigkeit indizieren und eine klare Handlungsabsicht zuschreiben. Dies trifft zum Beispiel auf die häufig verwendeten Verben bewerben (siehe Sequenz 07), übernehmen (s. Seq. 36), helfen (s. Seq. 39) und suchen (s. Seq. 62) zu, die allesamt eine aktive und beabsichtige Handlung implizieren. An einigen Stellen wird dieser Eindruck sogar verstärkt, indem ein Aktionsprädikat in Verbindung mit dem Hilfsverb wollen (s. Seq. 12) auftritt. Zusätzlich benutzt die Erzählende an einigen Stellen Statusprädikate, welche im Gegensatz zur vorangegangenen Prädikatsklasse keine klare Handlungsabsicht eines Individuums oder ähnlichem andeuten und einen grundsätzlich veränderlichen Zustand beschreiben. Hierzu zählen beispielsweise die Ausdrücke Angst/Glück haben (s. Seq. 47-48, 93) und arbeitslos sein (s. Seq. 125). Letztlich sind im Verlauf des Gesprächs auch zwei Prozessprädikate zu finden, die einen Vorgang beschreiben, welcher von keinem handlungsfähigen Lebewesen absichtlich veranlasst wurde. Zu dieser Klasse lässt sich aus dem vorliegenden ersten Transkript das Verb sich anhäufen in Bezug auf die Schulden (s. Seq. 59-60) zuordnen, da es einen prozesshaften Charakter und keine klare Täterschaft aufweist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das zentrale Thema "Agency" als Konzept der Handlungsmächtigkeit und Darlegung der Leitfrage sowie der Motivation hinter der Seminararbeit.

2. Untersuchungsgegenstand und analytisches Vorgehen: Vorstellung der beiden Interviewpartnerinnen, der Transkriptionsmethode (GAT2) sowie des methodischen Rahmens nach Lucius-Hoene.

3. Sprachliche Agency-Analyse der Interviews: Detaillierte Auswertung der Sprachdaten hinsichtlich Prädikatsausdrücken, semantischen Rollen und Wirkmächten sowie Vergleich der Ergebnisse.

4. Agency im Forschungskontext: Theoretische Einbettung des Konzepts in die Biographieforschung und die narrative Identitätsforschung.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Analyseergebnisse und Bestätigung des aktiven Handlungscharakters beider Erzählerinnen bei gleichzeitigen Unterschieden in der Besetzung der Wirkmächte.

Schlüsselwörter

Agency, Handlungsmächtigkeit, Biographieforschung, narrative Identität, Sprachwissenschaft, Prädikatsausdrücke, semantische Rollen, Wirkmächte, Interviewanalyse, Arbeitsleben, Berufsbiographie, Aktionsprädikate, Subjektivität, Handlungsmöglichkeiten, Gesprächsanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem soziologisch-sprachwissenschaftlichen Konzept der "Agency", also der subjektiven Empfindung von Handlungsmächtigkeit im Kontext biographischer Erzählungen über den eigenen beruflichen Werdegang.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Untersuchung von Handlungsmöglichkeiten in Lebensläufen, die sprachliche Konstruktion von Identität in Erzählungen und die Anwendung linguistischer Analysekategorien auf biographische Interviews.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, wem die Interviewpartnerinnen Handlungsmacht bezüglich ihrer beruflichen Stationen zuschreiben und wie sie ihre eigene Positionierung als "Agentinnen" ihrer Laufbahn sprachlich ausdrücken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die Analysemethode der Psychologin Gabriele Lucius-Hoene, welche auf der Untersuchung von Prädikatsausdrücken, semantischen Rollen und Wirkmächten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zwei Transkripte analysiert. Dabei werden die verwendeten Verben in semantische Klassen (Aktions-, Prozess-, Statusprädikate) unterteilt und untersucht, welche Akteure oder Umstände (Personen, Institutionen) in den Erzählungen als handlungsmächtig gerahmt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Agency, Handlungsmächtigkeit, Biographieforschung, narrative Identität, Prädikatsausdrücke, Wirkmächte und Interviewanalyse sind die prägenden Begriffe.

Welche Rolle spielt die "Wirkmacht" in den Analysen?

Die Wirkmacht untersucht, wer oder was als Urheber von Veränderungen im Lebenslauf benannt wird – ob die Erzählenden selbst, Vorgesetzte, Institutionen oder externe Umstände wie der Arbeitsmarkt.

Wie unterscheiden sich die beiden untersuchten Erzählungen?

Während bei beiden Erzählerinnen Aktionsprädikate dominieren, unterscheiden sie sich grundlegend in der Besetzung der Wirkmächte: Die erste Person integriert verstärkt Vorgesetzte als positiv konnotierte Helfer, während die zweite Person häufiger auf ein privates Umfeld oder durch externe Zwänge agierende Instanzen verweist.

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Details

Title
"…aber die Arbeit befriedigte mich nicht." Eine exemplarische Agency-Analyse anhand zweier Interviews zur beruflichen Laufbahn
College
Dresden Technical University  (Institut für Germanistik)
Course
Herstellung von sprachlicher Identität
Grade
1,3
Author
Jara Marder (Author)
Publication Year
2014
Pages
34
Catalog Number
V279750
ISBN (Book)
9783656735687
ISBN (eBook)
9783656735717
Language
German
Tags
Soziolinguistik Agency Identität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jara Marder (Author), 2014, "…aber die Arbeit befriedigte mich nicht." Eine exemplarische Agency-Analyse anhand zweier Interviews zur beruflichen Laufbahn, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/279750
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