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Karl der Große. Die Quellenlage

Ihre Problematik und wie mit dieser umgegangen werden kann

Title: Karl der Große. Die Quellenlage

Essay , 2013 , 5 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Marcel Rapp (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Er gilt als „Vater Europas“, in dessen Herrschaftszeit das Frankenreich seine größte Ausdehnung erfuhr. Ihm war es gelungen, das Reich im Inneren zu stärken, das westliche Kaisertum mit seiner Kaiserkrönung 800 zu erneuern und sich gegen seine militärischen Feinde durchzusetzen. Auf einer Vielzahl, meist im Original überlieferter, schriftlicher Quellen beruht dieses, unser heutiges Bild über Karl den Großen, eine der bekanntesten Gestalten der mittelalterlichen Geschichte. Neben den Reichsannalen, diversen Urkunden und den Kapitularien gilt Einharts „Vita Karoli“ als wichtigste Quelle, um Karls Taten und Wirken zu beschreiben. Sie gelten als zentral für die Rekonstruktion politischer Ereignisse und Zusammenhänge. Hier ist jedoch zu berücksichtigen, dass ihr Quellenwert aufgrund ihrer Voreingenommenheit und propagandistischen Züge nicht unproblematisch sind. Dieses Essay hinterfragt die These, dass die politischen Verhältnisse unter Karl dem Großen für Historiker nicht mehr erkennbar seien und wie er darauf reagieren muss, da die Quellen nur aus dem Umkreis des Herrschers stammen und die Wirklichkeit verzerrt wiedergeben. Um diese näher zu durchleuchten, wird zunächst kurz die Außen – und Innenpolitik sowie die Herrschaft Karls des Großen beschrieben und schließlich ein ausführlicher Bezug zu den verschiedenen Quellen, ihren Eigenschaften und ihrer Glaubwürdigkeit genommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

1. Die Innen – und Außenpolitik Karls des Großen

2. Die Quellen über Karl den Großen

a) Die Reichsannalen

b) Einharts „Vita Karoli“

c) Notkers „Gesta Karoli“

d) Die Urkunden

e) Die Kapitularien

III. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Glaubwürdigkeit und den Quellenwert zeitgenössischer Dokumente über die Regierungszeit Karls des Großen, um die Frage zu klären, inwieweit politische Verhältnisse durch eine propagandistische Geschichtsschreibung aus dem Umfeld des Herrschers verzerrt dargestellt werden.

  • Analyse der Innen- und Außenpolitik Karls des Großen
  • Kritische Untersuchung der Reichsannalen und Einharts „Vita Karoli“
  • Bewertung von Urkunden als historische Zeugnisse
  • Untersuchung der Kapitularien und ihrer Bedeutung für die Verwaltung
  • Reflektion über Legendenbildung bei Notker von St. Gallen

Auszug aus dem Buch

b) Einharts „Vita Karoli“

Eine Quelle, aus der der Mainfranke Einhart als Autor jedoch eindeutig hervorgeht, ist die „Vita Karoli“. Hierbei handelt es sich um eine im 9. Jahrhundert verfasste Lebensbeschreibung Karls des Großen. Einhart gehörte bis zum Tode Karls zum engeren Vertrauten – und Bekanntenkreis des Kaisers, den er um 820 in einer ausführlichen Lebensbeschreibung würdigte. Seine Vita wurde in drei Kernbereiche unterteilt: Zunächst berichtet Einhart über die Taten und im Speziellen die Kriegszüge Karls („res gestae“), dann über seine Gewohnheiten und Beschäftigungen („mores et studia“) und letztendlich über die Reichsorganisation sowie über seinen Tod im Jahre 814.

Ein Vorbild jener Vita sollten die Kaiserviten, vor allem jene über Augustus, des römischen Autors Sueton sein, was man an Einharts Redewendungen und seiner Gliederung bemerkt. Speziell in Karls Lebensweise und seiner physischen Erscheinung wurde Karl ausschließlich positiv dargestellt und verherrlicht, jedoch ohne dass Einhart in hagiographische Sphären abdriftet. Darüber hinaus wurde seine Augenzeugenschaft und Authentizität betont, sowie in den übrigen Darstellungen auch Karls negative Eigenschaften erwähnt, ein Zeichen der Objektivität der Darstellungen also.

Die „Vita Karoli“ geben einen gut überlieferten Blick auf Karls politisch-militärische Aktivitäten. Aber auch an dieser Quelle gibt es Zweifel: Zum einen lassen sich die Aussagen Einharts weder verifizieren noch falsifizieren, da ohne die Kaiservita im Quellenfundus nicht allzu viel übrig geblieben wäre, zum anderen weist die „Vita Karoli“ allerlei Lücken auf. Beispielsweise erfahren wir in ihr nichts über die Geburt, Kindheit und Jugendjahre Karls des Großen. Zwar schrieb Einhart, dass es ihm nicht möglich war, über die jungen Jahre des späteren Kaisers zu schreiben, aber der stetige und intensive Kontakt mit Karl und Augenzeugen hätten ihn, so Lars Hageneier, damals verpflichten müssen, die Nachwelt auch hierüber in Kenntnis zu setzen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung stellt Karl den Großen als bedeutende historische Figur vor und führt in die Problematik der Quellenkritik ein, da die Mehrheit der Berichte aus seinem direkten Umfeld stammt.

II. Hauptteil: Der Hauptteil beschreibt zunächst die politische Entwicklung des Reiches und untersucht anschließend systematisch verschiedene Quellengattungen wie Annalen, Biographien, Urkunden und Kapitularien auf ihre Glaubwürdigkeit.

III. Fazit: Das Fazit resümiert, dass aufgrund der propagandistischen Absichten der Autoren und der Hofnähe der Quellen ein objektives historisches Bild der politischen Verhältnisse unter Karl dem Großen nur eingeschränkt möglich ist.

Schlüsselwörter

Karl der Großen, Karolinger, Reichsannalen, Einhart, Vita Karoli, Quellenkritik, Historiographie, Kapitularien, Urkunden, Mittelalter, Politik, Frankenreich, Propaganda, Macht, Herrschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse der Quellenlage zur Regierungszeit Karls des Großen und hinterfragt deren Objektivität.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die Innen- und Außenpolitik des Kaisers sowie die verschiedenen schriftlichen Gattungen wie Annalen, Viten, Urkunden und Kapitularien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit die damalige Geschichtsschreibung propagandistisch geprägt war und wie Historiker mit der Voreingenommenheit dieser Quellen umgehen müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quellenkritische Methode angewandt, bei der die Texte in ihren historischen Kontext eingeordnet und auf ihren Wahrheitsgehalt sowie ihre Intention hin geprüft werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Übersicht der politischen Erfolge (Expansion, Verwaltung) und eine detaillierte Auseinandersetzung mit den bedeutendsten zeitgenössischen Quellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Quellenkritik, Karolinger, Propagandistische Geschichtsschreibung und Herrschaftsdarstellung.

Warum wird Einharts „Vita Karoli“ in der Forschung kritisch betrachtet?

Obwohl sie eine zentrale Quelle darstellt, enthält sie Lücken, eine bewusste Verherrlichung des Herrschers und lässt sich durch ihren hofnahen Entstehungshintergrund nicht vollständig neutral verifizieren.

Welche Rolle spielen Urkunden als historische Quelle?

Urkunden dienen als Dokumente für Rechtsgeschäfte, jedoch weist die Arbeit darauf hin, dass viele erhaltene Exemplare Fälschungen sind und eher Aktivitäten von Amtsträgern statt die persönliche Anwesenheit des Königs belegen.

Inwiefern beeinflusste die Mündlichkeit die Wirksamkeit der Kapitularien?

Da Kapitularien oft nur schriftlich fixiert, aber mündlich weitergegeben wurden, war die Umsetzung oft ungleichmäßig und fehleranfällig, was die Autorität des Königs gefährden konnte.

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Details

Title
Karl der Große. Die Quellenlage
Subtitle
Ihre Problematik und wie mit dieser umgegangen werden kann
College
University of Cologne  (Historisches Institut)
Grade
3,0
Author
Marcel Rapp (Author)
Publication Year
2013
Pages
5
Catalog Number
V279401
ISBN (eBook)
9783656720652
ISBN (Book)
9783656722410
Language
German
Tags
Karl der Große Quellenlage
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcel Rapp (Author), 2013, Karl der Große. Die Quellenlage, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/279401
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