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Pontius Pilatus und sein Wirken auf den Gerichtsablauf im Prozess gegen Jesus Christus

Titel: Pontius Pilatus und sein Wirken auf den Gerichtsablauf im Prozess gegen Jesus Christus

Hausarbeit , 2012 , 13 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Markus Mopser (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die wenigen Stunden von der Gefangennahme Jesu und seinem Prozess vor Pilatus gehören mitunter zu den umstrittensten Textpassagen in der gesamten Passionsgeschichte.
Die Verhaftung wurde im Garten Gethsemane vorgenommen und spiegelt sich in den Evangelien wieder. Seine Verhaftung wurde durch einen „Verhaftungstrupp“ vollzogen, wobei sich Theologen und Wissenschaftler uneinig sind, aus welchen Bevölkerungsschichten (jüdisch oder römisch-jüdisch) sich dieser Trupp zusammensetzte. Ein Verhaftungstrupp aus jüdischen Milizionären wäre jedoch naheliegend. Es müssen auch nicht viele gewesen sein, denn die Initiative der Verhaftung ging von den jüdischen Autoritäten aus. Zu diesen gehörten die Hohepriester Kajaphas und Hannas. Wenn Pilatus die Verhaftung angeordnet und es sich damit um einen römisch-jüdischen Trupp zur Ergreifung Jesu gehandelt hätte, wäre Jesus sicher aus Kompetenzgründen sofort vor ein römisches Gericht oder einer römischen Verwahrung gebracht worden, denn nur wenige hundert Meter von Gethsemane entfernt liegt die Burg Antonia.
Jesus erste Verhandlung startete somit vor einem jüdischen Gericht, welches sich vom Synedrium, der obersten jüdischen Verwaltungs- und Justizbehörde, zusammensetzte. Das Synedrium setzte sich aus dem Hoherpriester Kajaphas, den Hohenpriestern Hannas, dem Priesteradel und den Sadduzäern sowie den Schriftgelehrten und den Ältesten zusammen.
Die Anklage gegen Jesu lautete Tempellogion und Messiasbekenntnis. Nach einer langen Gerichtsverhandlung fragte schließlich der Hohepriester Jesu, ob er der Sohn Gottes sei. Obwohl zur damaligen Zeit die jüdische Justiz einem Beschuldigten das Recht einräumte keinerlei Äußerungen machen zu müssen, beantwortete Jesus die Frage mit „Ich Bin`s“. Somit war die „Gotteslästerung“ für die Hohepriester „live“ zu hören und weitere Zeugen waren von Unnöten. Durch seine freiwillige und wahrheitsgemäße Antwort hatte Jesus seinen Feinden die Mittel in die Hand gegeben ihn zu verurteilen.
Die beim Verhör von Jesu versammelten Synedristen sind von ihrer Schuld nicht freizusprechen, jedoch darf man ihnen nicht vorwerfen, dass sie es sich mit ihrer Entscheidung zu einfach gemacht hatten, bedenkt man die Tatsache, dass Jesus wie ein politisch und religiöser gefährlicher Rebell wirkte, den es zu beseitigen galt, da man die Stadt und die Religion keinem Risiko aussetzten wollte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorgeschiche

Die Person Pontius Pilatus

Biblische Quellen

Überlieferung an Pilatus

Anklage und Verhör

Verurteilung

Geißelung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wirken des römischen Präfekten Pontius Pilatus im Kontext des Prozesses gegen Jesus Christus, wobei die Rolle der Evangelien als historische Quellen kritisch hinterfragt wird.

  • Analyse des historischen Hintergrunds und der rechtlichen Rahmenbedingungen der Verhaftung Jesu.
  • Charakterisierung der Person Pontius Pilatus unter Berücksichtigung antiker Quellen.
  • Vergleich der unterschiedlichen Darstellungen des Prozessablaufs in den vier Evangelien.
  • Untersuchung der Dynamik zwischen den jüdischen Autoritäten, der Volksmenge und dem römischen Stadthalter.

Auszug aus dem Buch

Die Person Pontius Pilatus

Die Passionsgeschichten der vier Evangelien im NT sind, neben den Quellen von Josephus und Philo die wichtigsten Verzeichnisse, um eine Charakterisierung von Pilatus anzufertigen. Nun muss man jedoch bedenken, dass zur damaligen Zeit die Verfasser der Evangelien religiöse Interessen verfolgten und daher diese Quellen nur eingeschränkt zu benutzen sind.

Trotzdem entlasten alle vier Evangelien Pontius Pilatus, indem sie die Hauptschuld und die Initiative an der Kreuzigung Jesu auf die Hohenpriester und dem zurufenden Volk abwälzen. So beschreiben alle Evangelien die Feststellung von Jesus Unschuld durch Pilatus und eine darauffolgende Forderung der Menge (von den Hohenpriester und Ältesten angestiftet) für die Kreuzigung! (Mt 27,21-25; Mk 15,12-14; Lk 23,21-23, Joh 19,15)

Zusammenfassung der Kapitel

Vorgeschiche: Einleitung in die Ereignisse rund um die Gefangennahme Jesu im Garten Gethsemane und das erste jüdische Verhör vor dem Synedrium.

Die Person Pontius Pilatus: Charakterisierung des römischen Stadthalters anhand unterschiedlicher antiker Quellen, wobei sein Handeln zwischen historischer Grausamkeit und politischer Schwäche abgewogen wird.

Biblische Quellen: Untersuchung der verschiedenen neutestamentlichen Evangelien als strukturierte Berichte über das Passionsgeschehen, inklusive einer grafischen Darstellung der Prozessabläufe.

Überlieferung an Pilatus: Erörterung der Umstände der Auslieferung Jesu an den Stadthalter und die geografische sowie politische Verortung des Prätoriums in Jerusalem.

Anklage und Verhör: Detaillierte Darstellung des juristischen Vorgehens gegen Jesus, der Änderung des Anklagepunktes in ein politisches Delikt („König der Juden“) und der Verhörsituation.

Verurteilung: Beschreibung der Zwangslage des Pilatus, der schließlich dem Druck der Menge nachgibt und das offizielle Todesurteil verkündet.

Geißelung: Schilderung des Ablaufs der Geißelung als Teil der römischen Exekutivmaßnahmen und die abschließende Verspottung durch die Soldaten.

Schlüsselwörter

Pontius Pilatus, Jesus Christus, Passionsgeschichte, Johannesevangelium, Synedrium, Prätorium, Kreuzigung, Prozessablauf, Römische Gerichtsbarkeit, Messiasbekenntnis, Hohepriester, Barabbas, Paschaamnestie, Historizität, Bibelanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Pontius Pilatus im Prozess gegen Jesus Christus und hinterfragt, wie historisch und theologisch die Berichte in den vier Evangelien zu bewerten sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die juristische Einordnung des römischen Prozesses, die Charakterzeichnung von Pilatus und die Analyse der unterschiedlichen Evangelientexte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein differenzierteres Bild des Pilatus-Prozesses zu zeichnen und zu verstehen, warum die Evangelien Pilatus tendenziell entlasten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine exegetisch-historische Analyse, die antike Quellen (Evangelien, Josephus, Philo) vergleicht und in den zeitgeschichtlichen Kontext einordnet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch vom jüdischen Verhör über die Verhandlung vor Pilatus bis hin zum Urteil und der anschließenden Geißelung Jesu.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Pontius Pilatus, Prozessablauf, historische Quellenkritik und Passionsgeschichte geprägt.

Warum wird Pilatus in den Evangelien oft als "schwach" charakterisiert?

Laut der Arbeit deutet vieles darauf hin, dass er zwar ein klares Karrierebewusstsein hatte, sich jedoch gegenüber der aufgehetzten Menge und dem politischen Druck durch die Hohenpriester als unentschlossen erwies.

Wie unterscheidet sich der Bericht des Johannesevangeliums von den anderen Quellen?

Johannes legt besonderen Wert auf die räumliche Trennung zwischen Innen- und Außenszenen während des Prozesses, was durch die religiösen Vorschriften der Synedristen (kein Betreten des heidnischen Palastes) begründet wird.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Pontius Pilatus und sein Wirken auf den Gerichtsablauf im Prozess gegen Jesus Christus
Hochschule
Universität Kassel  (Katholische Religion)
Veranstaltung
Die Joh. Passions- und Ostergeschichte als Schlüssel zum Verständnis des Johannesevangeliums
Note
2,7
Autor
Markus Mopser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
13
Katalognummer
V279244
ISBN (eBook)
9783656720867
ISBN (Buch)
9783656721789
Sprache
Deutsch
Schlagworte
pontius pilatus wirken gerichtsablauf jesus christus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Mopser (Autor:in), 2012, Pontius Pilatus und sein Wirken auf den Gerichtsablauf im Prozess gegen Jesus Christus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/279244
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Leseprobe aus  13  Seiten
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