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LRS und Legasthenie im Kindesalter

Titel: LRS und Legasthenie im Kindesalter

Hausarbeit , 2007 , 17 Seiten

Autor:in: Katharina Los (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Sumerer, von welchen bereits 4000 vor Christus Schriftstücke gefunden wurden, gelten heute als die Erfinder der Schrift. Grundlage unseres Alphabets sind allerdings die ägyptischen Hieroglyphen aus dem dritten Jahrhundert vor Christus, welche erstmals Zeichen abstrahierten, sowie die Phönizischen Schriftzeichen, welche als Basis der lateinischen Schriftzeichen um 1300 vor Christus entstanden. Das Thema „Schrift“ entwickelt sich also schon seit langem und erhält immer mehr Aktualität. Die Entdeckung des Buchdrucks durch Johannes von Gutenberg in der Mitte des 15.Jahrhunderts, sowie die Einführung der allgemeinen Schulpflicht am Anfang des 18. Jahrhunderts, die alle Kinder zum Erlernen des Lesens und Schreibens verpflichtet, sind wichtige Etappen auf dem Weg der Schrift, ohne die heute nichts mehr denkbar ist. Im Jahr 1880 entstand Konrad Dudens „Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der Deutschen Sprache“, welches heute als „Urduden“ bezeichnet wird und durch seine einfache Zugänglichkeit zur Rechtschreibung ein Verkaufsschlager wurde. Die Menschen mussten sich nun nicht mehr mit komplizierten Rechtschreiberegeln befassen, sondern konnten einzelne Worte in ihrer richtigen Schreibweise nachschlagen. Doch nicht für alle Menschen ist Lesen und Schreiben so einfach, einige durchaus intelligente Menschen scheinen die Kulturtechnik des Lesens und Schreibens trotz enormer Bemühungen einfach nicht vollständig erlernen zu können. Bereits 1916 befasste sich Pál Ranschburg, ein ungarischer Psychologe mit diesen Problemen und prägte die Begriffe „Legasthenie“ und „Arithmasthenie“, die wörtlich übersetzt soviel wie „Leseschwäche“ und „Rechenschwäche“ bedeuten. Bis zu diesem Zeitpunkt waren es hauptsächliche Ärzte und sonstige Mediziner, die dieses Phänomen „Wortblindheit“ nannten. Diese Bezeichnung kam daher, dass all diese Menschen zwar Bilder benennen, allerdings Schriftzeichen und einfache Zusammensetzungen nicht betiteln konnten. Einige Jahre später, 1951, wollte Maria Lindner, eine Schweizer Psychologin, diese Handhabung entkräften und untersuchte daher leseschwache Kinder auf ihre Intelligenz, wobei sie zu folgendem Ergebnis kam:
Diese Kinder waren alle nicht unterdurchschnittlich begabt, sondern befanden sich in einem mittleren bis hohen Intelligenzbereich.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. HINFÜHRUNG

II. LEGASTHENIE UND LESE-RECHTSCHREIBSTÖRUNG

III. SYMPTOME

IV. URSACHEN

V. DIAGNOSTIK

VI. THERAPIE UND FÖRDERUNG

1. Etablierte Trainingsverfahren

a) Lerntherapeutische Fördermaßnahmen

b) Psychotherapeutische Ansätze

c) Computergestütztes Training

2. Alternative Trainingsverfahren

VII. RECHTE LEGASTHENER SCHÜLER

VIII. FREMDSPRACHENLEGASTHENIE

IX. RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Legasthenie und Lese-Rechtschreibschwäche im Kindesalter, beleuchtet deren Ursachen, Symptomatik sowie verschiedene Therapie- und Förderansätze und analysiert die rechtliche Situation betroffener Schüler.

  • Abgrenzung zwischen Legasthenie und Lese-Rechtschreibschwäche
  • Diagnostische Verfahren und therapeutische Möglichkeiten
  • Einsatz von Computer-Lernsoftware zur Unterstützung
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Nachteilsausgleich
  • Herausforderungen bei der Fremdsprachenlegasthenie

Auszug aus dem Buch

III. Symptome

Die Symptome der Legasthenie und Lese-Rechtschreibschwäche zeigen sich meist erst dann deutlich, wenn die Kinder eingeschult worden sind, da sie mit dem Erlernen des Lesens und Schreibens einhergehen. Doch bei einigen im Grunde besonders intelligenten Schülern wird diese Schwäche bis in das Gymnasium nicht erkannt. Bei den zunehmenden Klassenstärken, dem häufigen Desinteresse der Eltern an den Leistungen ihrer Kinder und aufgrund der Unwissenheit der Lehrkräfte ist es für die betroffenen Kinder immer leichter, die Störungen zu verstecken. Bei aufmerksamem Beobachten lassen sich allerdings folgende Schwächen erkennen:

Optische Differenzierungsschwäche: Ein legasthenes Kind hat Schwierigkeiten, kleinste visuelle Unterschiede wahrzunehmen, z.B. den Unterschied zwischen „c“ und „o“, „mein“ und „nein“, „f“ und „k“.

Lautunterscheidungsschwäche: Die Kinder können ähnlich klingende Laute, beispielsweise „k“ und „g“, „t“ und „d“ nicht unterscheiden. Auch einzelne Laute können nicht aus einem Wort herausgehört werden.

Raumorientierungsschwäche: Wenn die Lage der Buchstaben im Raum ähnlich ist, wie bei „p“ und „q“, „b“ und „d“, „u“ und „n“ haben legasthene Kinder Schwierigkeiten, diese im Leseprozess zu differenzieren, sowie im Schreibprozess richtig wiederzugeben.

Wortbildschwäche: Ein legasthenes Kind ist durchaus in der Lage, Wörter leise vor sich hinzusagen und sich bestimmte Worte zu denken. Es weiß ebenfalls, was mit bestimmten Begriffen, wie zum Beispiel „Baum“, „Haus“, „Hose“ gemeint ist. Allerdings hat es enorme Schwierigkeiten damit, sich aus diesen Begriffen im Kopf die entsprechende Schreibweise des Wortes vorzustellen. Es ist also der Weg vom Lautwort zum Schriftwort, der ihm große Schwierigkeiten bereitet, auch Graphem-Phonem-Korrespondenz genannt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. HINFÜHRUNG: Historischer Abriss über die Entwicklung der Schrift und die ersten psychologischen Ansätze zur Definition von Leseschwächen.

II. LEGASTHENIE UND LESE-RECHTSCHREIBSTÖRUNG: Differenzierung zwischen der Störung Legasthenie und einer schwächer ausgeprägten Lese-Rechtschreibschwäche sowie deren Verbreitung.

III. SYMPTOME: Darstellung spezifischer Schwierigkeiten wie optische Differenzierungsschwäche, Lautunterscheidung und Probleme beim Wortbild.

IV. URSACHEN: Diskussion biologischer und erblicher Faktoren sowie Abgrenzung zu psychosozialen Ursachen einer Lese-Rechtschreibschwäche.

V. DIAGNOSTIK: Erläuterung der Notwendigkeit einer fachmännischen Untersuchung zur Erstellung eines individuellen Therapieplans.

VI. THERAPIE UND FÖRDERUNG: Überblick über etablierte lerntherapeutische und psychotherapeutische Maßnahmen sowie den Einsatz von Computerprogrammen.

VII. RECHTE LEGASTHENER SCHÜLER: Erläuterung von Nachteilsausgleichen am Beispiel des Bundeslandes Baden-Württemberg.

VIII. FREMDSPRACHENLEGASTHENIE: Behandlung der besonderen Herausforderungen beim Erlernen von Fremdsprachen bei Vorliegen einer Legasthenie.

IX. RESÜMEE: Reflexion der Autorin über die Bedeutung der Thematik für ihre zukünftige Tätigkeit als Fremdsprachenlehrerin.

Schlüsselwörter

Legasthenie, Lese-Rechtschreibschwäche, LRS, Symptome, Diagnostik, Therapie, Fördermaßnahmen, Nachteilsausgleich, Fremdsprachenlegasthenie, Graphem-Phonem-Korrespondenz, Lernsoftware, Schriftspracherwerb, Pädagogik, Intelligenz, Zentrale Nervensystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Definition, den Symptomen, Ursachen und Therapiemöglichkeiten von Legasthenie und Lese-Rechtschreibschwäche im Kindesalter.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Neben der medizinisch-psychologischen Einordnung stehen die praktische Förderung im schulischen Kontext sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und der Nachteilsausgleich im Vordergrund.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Phänomen zu schaffen, um betroffene Kinder frühzeitig zu erkennen und gezielte Förderstrategien zu entwickeln.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Autorin stützt sich auf etablierte Theorien, Studien zur Gehirnfunktion, pädagogische Förderkonzepte und rechtliche Erlasse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Symptombeschreibung, die Analyse der neurobiologischen Ursachen sowie eine umfassende Darstellung verschiedener Therapieansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Legasthenie, LRS, Nachteilsausgleich, Förderdiagnostik, Therapieansätze und Fremdsprachenlegasthenie.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Lese-Rechtschreibschwäche und Legasthenie eine Rolle?

Die Differenzierung ist wichtig, da Legasthenie als tiefgreifende, anlagebedingte Entwicklungsstörung eingestuft wird, während eine Lese-Rechtschreibschwäche oft durch Krisen oder mangelnde Förderung entsteht.

Welche Rolle spielt die Schule bei der Unterstützung betroffener Kinder?

Schulen müssen durch Nachteilsausgleich, wie etwa den Verzicht auf Benotung im Bereich Rechtschreibung, sicherstellen, dass die Kinder trotz ihrer Störung den Zugang zu höherer Bildung behalten.

Wie sollte beim Erlernen von Fremdsprachen bei Legasthenikern vorgegangen werden?

Experten empfehlen häufig Englisch als erste Fremdsprache, da es weniger komplexen grammatikalischen Regeln unterliegt und mündliche Leistungen stärker gewichtet werden können.

Was ist das zentrale Ergebnis bezüglich der Therapie?

Es gibt keine allgemeingültige Therapie; der Therapieplan muss individuell erstellt werden und sollte idealerweise eine Kombination aus Lerntherapie und psychologischer Begleitung darstellen.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
LRS und Legasthenie im Kindesalter
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Autor
Katharina Los (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
17
Katalognummer
V278990
ISBN (eBook)
9783656719465
ISBN (Buch)
9783656741152
Sprache
Deutsch
Schlagworte
legasthenie kindesalter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Los (Autor:in), 2007, LRS und Legasthenie im Kindesalter, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/278990
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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