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Malen zu Musik

Ästhetisches Lernen in fächerübergreifenden Kontexten

Title: Malen zu Musik

Seminar Paper , 2013 , 28 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sonja Schneider (Author)

Pedagogy - General

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Summary Excerpt Details

„Raum und Zeit sind Bedingung für die Möglichkeit von Wahrnehmung überhaupt.“ Mit dieser Aussage legt KRÄMER zwei Parameter fest, die sowohl für Bildende Kunst als auch für Musik von Bedeutung sind, da sie beide der Wahrnehmung bedürfen. Die menschlichen Sinne „hören“ und „sehen“, die dazu benötigt werden, lassen intuitiv zunächst darauf schließen, dass der Raum eher der Kunst und Zeit eher der Musik zugeordnet wird. BRANDSTÄTTER bezeichnet zur Unterscheidung der Künste Musik sogar als „Zeitkunst“ und Bildende Kunst als „Raumkunst“, was sie jedoch als vereinfachendes Modell anwendet. Musik ist demzufolge eine vergängliche, immaterielle Möglichkeit des künstlerischen Ausdrucks, weil sie nicht fixiert werden kann. Im Gegensatz dazu ist Bildende Kunst auf Raum und Material angewiesen, was sie gegenständlicher und fassbarer erscheinen lässt. Nicht zur Unterscheidung, sondern zur Analogiebildung zwischen Hören und Sehen wendet KRÄMER die Konstanten Raum und Zeit an. Demnach ist nicht nur Zeit, sondern auch Entfaltungsraum für das Hören wichtig, während zum bildlichen Betrachten eines Werkes nicht nur die Räumlichkeit, sondern auch die Zeit hierfür unabdingbar eine Rolle spielt. Darüber hinaus legt der Autor die Relevanz des innermusikalischen Raumes fest, den er als „imaginäre[n] Bühnenraum, in dem sich die Musik abspielt“ beschreibt.
Durch diese Dreidimensionalität zeigen sich verschiedene Möglichkeiten des Musikerlebens im Zusammenhang mit Erfahrung: wir empfinden etwas Nahes als groß und laut, etwas Fernes aber als klein und leise. Diese Erkenntnis lässt in Bezug auf Malen zu Musik darauf schließen, dass leisere Klänge eher in kleinere und lautere Klänge in größere Objekte umgesetzt werden. Außerdem kann die Raumtiefe im dreidimensionalen Raum auch auf die Gewichtung von Melodie und Begleitung in unserer Hörempfindung übertragen werden. Somit kann festgestellt werden, dass Raum als Parameter auch für Musik eine wichtige Rolle einnimmt. Doch wie hängen Raum und Zeit nun zusammen? „Wir erleben Zeit, wenn etwas von uns weggeht oder auf uns zukommt (Raumtiefe), wenn wir irgendwo hinauf- oder hinabsteigen (Vertikale) bzw. wenn sich etwas von einer Seite zur anderen durch unser Blickfeld bewegt (Horizontale)“. Durch diese Beschreibung lässt sich die Feststellung belegen, dass Bewegung als Vermittler zwischen Raum und Zeit fungiert: „Über Bewegung konkretisiert sich Zeit im Raum. Die Linie als sichtbare Bewegungsspur ist ihre anschauliche Hinterlassenschaft“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Theoretische Grundlagen

1.1 Zeit-Raum-Problematik

1.2 Phasen der Transformation

2. Umsetzung im Musikunterricht

2.1 Ziele

2.2 Aufgaben der Lehrperson

2. 3 Erfahrungen mit Malen zu Musik

2.4 Grenzen und Probleme

3. Durchführung und Reflexion

4. Auswertung der Bilder

5. Weitere Möglichkeiten

6. Eigene Stellungnahme

7. Literatur

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des Konzepts "Malen zu Musik" als ästhetisches Lernangebot, um einen unmittelbaren, nonverbalen Zugang zur Musik zu ermöglichen, der über analytische Unterrichtsmethoden hinausgeht und ein intensiveres Musikerleben fördert.

  • Die theoretische Verknüpfung von Zeit (Musik) und Raum (Bildende Kunst).
  • Die Prozessphasen der Transformation von Musik in bildnerische Gestaltung.
  • Didaktische Anforderungen an die Lehrperson und die Unterrichtsgestaltung.
  • Die Analyse von Praxisbeispielen und die Reflexion von Schüler- bzw. Studentenerfahrungen.
  • Grenzen, Probleme und methodische Erweiterungsmöglichkeiten des Musikmalens.

Auszug aus dem Buch

1.1 Zeit-Raum-Problematik

„Raum und Zeit sind Bedingung für die Möglichkeit von Wahrnehmung überhaupt.“ Mit dieser Aussage legt KRÄMER (2011, S. 100) zwei Parameter fest, die sowohl für Bildende Kunst als auch für Musik von Bedeutung sind, da sie beide der Wahrnehmung bedürfen. Die menschlichen Sinne „hören“ und „sehen“, die dazu benötigt werden, lassen intuitiv zunächst darauf schließen, dass der Raum eher der Kunst und Zeit eher der Musik zugeordnet wird. BRANDSTÄTTER bezeichnet zur Unterscheidung der Künste Musik sogar als „Zeitkunst“ und Bildende Kunst als „Raumkunst“, was sie jedoch als vereinfachendes Modell anwendet. Musik ist demzufolge eine vergängliche, immaterielle Möglichkeit des künstlerischen Ausdrucks, weil sie nicht fixiert werden kann. Im Gegensatz dazu ist Bildende Kunst auf Raum und Material angewiesen, was sie gegenständlicher und fassbarer erscheinen lässt (vgl. Brandstätter 2004, S. 184ff.).

Nicht zur Unterscheidung, sondern zur Analogiebildung zwischen Hören und Sehen wendet KRÄMER die Konstanten Raum und Zeit an (vgl. 2011, S. 100). Demnach ist nicht nur Zeit, sondern auch Entfaltungsraum für das Hören wichtig, während zum bildlichen Betrachten eines Werkes nicht nur die Räumlichkeit, sondern auch die Zeit hierfür unabdingbar eine Rolle spielt. Darüber hinaus legt der Autor die Relevanz des innermusikalischen Raumes fest, den er als „imaginäre[n] Bühnenraum, in dem sich die Musik abspielt“ (ebda) beschreibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die enge Verknüpfung von Raum und Zeit in der Musik- und Kunstwahrnehmung und definiert die fünf Phasen der Transformation vom Musikhören zur bildnerischen Gestaltung.

2. Umsetzung im Musikunterricht: Hier werden die pädagogischen Ziele, die Rolle der Lehrperson bei der Anleitung und die bisherigen praktischen Erfahrungen mit diesem Unterrichtskonzept sowie dessen Grenzen dargelegt.

3. Durchführung und Reflexion: Dieses Kapitel beschreibt den praktischen Versuch mit einer studentischen Gruppe, von der Hinführung über die Arbeitsphase bis zur anschließenden gemeinsamen Reflexion.

4. Auswertung der Bilder: Hier erfolgt eine detaillierte bildanalytische Auswertung der entstandenen Werke und deren Vergleich mit existierenden Schülerarbeiten zu Arvo Pärts „Spiegel im Spiegel“.

5. Weitere Möglichkeiten: Dieses Kapitel gibt einen Ausblick auf didaktische Alternativen, wie die Sensibilisierung für Farben, technische Erweiterungen oder unterschiedliche Malmodelle.

6. Eigene Stellungnahme: Die Autorin reflektiert persönlich den Wert des Konzepts als motivierende und schülergerechte Alternative zum theoretisch geprägten Musikunterricht.

7. Literatur: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen für die Untersuchung.

Schlüsselwörter

Malen zu Musik, ästhetisches Lernen, Zeit-Raum-Problematik, Transformation, Musikunterricht, künstlerischer Ausdruck, Synästhesie, Musikinterpretation, Kreativität, Unterrichtsmethodik, Bildanalyse, Arvo Pärt, Wahrnehmungsintensität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept des "Malens zu Musik" als Methode, um Schülern einen direkten und individuellen Zugang zur Musik zu ermöglichen, der über das rein rationale oder analytische Musikhören hinausgeht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Raum-Zeit-Verhältnisses in den Künsten, die praktischen Transformationsphasen vom Hören zum Bild, die Lehrerrolle sowie die Auswertung künstlerischer Ergebnisse in einem fächerübergreifenden Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch die Verknüpfung von Musik und Malerei das Musikerleben intensiviert und kreative Ausdrucksmöglichkeiten der Schüler gefördert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse und der empirischen Auswertung eines Praxisversuchs, bei dem Bilder nach musikalischen Vorgaben analysiert und interpretiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung, den didaktischen Zielen, der Planung und praktischen Durchführung einer Unterrichtseinheit sowie der detaillierten Auswertung der resultierenden bildnerischen Arbeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind ästhetisches Lernen, Transformation, Musikinterpretation, Synästhesie und die methodische Gestaltung von Kunst- und Musikprojekten.

Warum wurde für den Praxisversuch das Stück "Spiegel im Spiegel" von Arvo Pärt gewählt?

Das Stück wurde gewählt, weil es durch seine Einfachheit und seinen repetitiven, in sich gekehrten Charakter eine ruhige Atmosphäre schafft und zudem bereits Vergleichsmaterial aus anderen Studien vorliegt.

Welche Rolle spielt die Lehrperson während des Malprozesses?

Die Lehrperson fungiert als Vermittler, der eine geeignete Atmosphäre schafft und durch gezielte Vorübungen auf das Thema einstimmt, sich dann aber im Gestaltungsprozess bewusst in den Hintergrund zurückzieht, um die Kreativität der Schüler nicht zu beeinflussen.

Welche Schwierigkeiten ergaben sich bei der praktischen Umsetzung im Seminar?

Die Teilnehmer fühlten sich teilweise durch die Fülle an Materialien überfordert, was die Konzentration auf die Musik minderte, und die Reflexionsphase fiel aufgrund organisatorischer Umstände und Zurückhaltung einseitig aus.

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Details

Title
Malen zu Musik
Subtitle
Ästhetisches Lernen in fächerübergreifenden Kontexten
College
University of Education Weingarten
Grade
1,0
Author
Sonja Schneider (Author)
Publication Year
2013
Pages
28
Catalog Number
V278904
ISBN (Book)
9783656717256
ISBN (eBook)
9783656717423
Language
German
Tags
malen musik ästhetisches lernen kontexten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sonja Schneider (Author), 2013, Malen zu Musik, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/278904
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