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Die Verfassung der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK) von 1933

Titel: Die Verfassung der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK) von 1933

Hausarbeit , 2012 , 11 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anna Poppen (Autor:in)

Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der 11.07.1933 ist die Geburtsstunde der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK), eines Zusammenschlusses der 28 deutschen protestantischen Landeskirchen. An diesem Tag wurde mittels einer gemeinsamen Verfassung die Gründung einer vereinigten Reichskirche beschlossen und das Amt eines Reichsbischofs geschaffen. Die Verfassung der DEK von 1933 hatte somit unmittelbare Auswirkungen auf das Fortbestehen der protestantischen Kirche im nationalsozialistischen Deutschland. Aus heutiger Sicht ist es von besonderem Interesse, inwieweit die Verabschiedung der Verfassung den weiteren Verlauf des sogenannten Kirchenkampfes und somit die Beziehung zwischen evangelischer Kirche und Deutschem Reich beeinflusst hat. Hierbei stellt sich die Frage, ob die Verfassung als Widerspruch der protestantischen Kirche gegen das Eingreifen des Staates oder als Durchsetzung von Hitlers Interessen im Zuge der Gleichschaltungspolitik zu verstehen ist.
Im Folgenden soll ergründet werden, inwiefern die Verfassung der DEK das NS-Regime stärkte und wie der Verfassungstext von den regimetreuen Deutschen Christen einerseits und den kirchlichen Oppositionsgruppen andererseits ausgelegt wurde. Aufgrund des begrenzten Rahmens dieser Arbeit soll es dabei jedoch nur um den Zeitraum von Januar 1933 bis Mai 1934 und eine vereinfachende Darstellung der kirchlichen Gruppierungen gehen. Zunächst werden die wichtigsten Inhalte der Verfassung vorgestellt, um den Text dann in den historischen Kontext einordnen zu können. Daraufhin sollen die Folgen der neuen Verfassung aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden. Hierbei wird es jeweils um die Verfassung als Instrument der NS-Regierung, der Deutschen Christen und der evangelischen Oppositionsbewegungen gehen. In einem abschließenden Fazit sollen die Auswirkungen der Verfassung der DEK zusammengefasst werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Verfassung der Deutschen Evangelischen Kirche vom 11. Juli 1933

2.1 Inhalte der Verfassung der DEK

2.2 Die Verfassung der DEK in ihrem historischen Kontext

3. Bedeutung und Folgen der neuen Verfassung

3.1 Die Verfassung als Instrument des NS-Regimes

3.2 Die Auslegung der Verfassung durch die Deutschen Christen

3.3 Die Auslegung der Verfassung durch die Oppositionsbewegungen

4. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Auslegung der Verfassung der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK) von 1933 im Kontext des nationalsozialistischen Kirchenkampfes. Ziel ist es, zu ergründen, inwiefern der Verfassungstext einerseits als Werkzeug der Gleichschaltung durch das NS-Regime diente und andererseits von kirchlichen Oppositionsgruppen als Rechtsgrundlage für ihren Widerstand instrumentalisiert wurde.

  • Entstehung und Inhalte der Verfassung der DEK von 1933
  • Historischer Kontext der kirchenpolitischen Gleichschaltung
  • Die Machtstellung des Reichsbischofs und ihre Auswirkungen
  • Die unterschiedliche Interpretation der Verfassung durch die "Deutschen Christen" und die Bekennende Kirche

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Verfassung als Instrument des NS-Regimes

Die Verabschiedung der soeben beschriebenen neuen Verfassung hatte bedeutende Auswirkungen auf die Strukturen der protestantischen Kirche. Besonders auffällig ist die starke Stellung des Reichsbischofs. Laut Verfassungstext durfte der Bischof Maßnahmen zur Erhaltung der Verfassung treffen, was Klaus Scholder als Einladung zum Machtmissbrauch deutet. Das Geistliche Ministerium und die Nationalsynode waren keine wirksamen Kontrollinstanzen, da die Verfassung die Rollen der Organe mit unklaren Formulierungen beschrieb: „Dem Reichsbischof tritt ein Geistliches Ministerium zur Seite“ und „Eine Deutsche Evangelische Nationalsynode wirkt[…]mit.“ Es liegt die Vermutung nahe, dass beide Instanzen den Reichsbischof nur unterstützen, ihn aber nicht in seiner Macht beschränken sollten. Horst Kater wirft der neuen Verfassung schwere Mängel vor: „Wichtige Gebiete wurden überhaupt nicht oder unvollkommen geregelt, so die Bedeutung des ‚Bekenntnisses’ für das kirchliche Recht […]; das Verhältnis der DEK zu den Landeskirchen und die Befugnisse des Reichsbischofs.“

Diese Aspekte zeigen auf, in welchem Ausmaß Hitlers Unterstützer Einfluss auf die Formulierung des neuen Verfassungstextes nehmen konnten. Das Loccumer Manifest wurde bis zur Verabschiedung der neuen Verfassung mehrmals überarbeitet und im Interesse der Staatsvertreter, vor allem Müllers und Jägers, verändert. Trotz des Protests von Seiten der Reformierten wurde das Führerprinzip in Form des Reichsbischofsamtes immer stärker herausgestellt während der Nationalsynode immer weniger Kompetenzen zukamen. Kater spricht in diesem Zusammenhang von „diktatorischen Befugnisse[n] des Reichsbischofs.“ Auffällig ist auch der nationalistische Unterton in der Aufgabenbestimmung der DEK, da es hier primär um die Fürsorge für das deutsche Volkstum geht. Die ideologische Beeinflussung sowie die Vereinheitlichung der evangelischen Landeskirchen und die Einsetzung eines starken Reichsbischofs entsprachen Hitlers kirchenpolitischen Zielen. Er beabsichtigte, alle Einflüsse der Religionen auf politische Angelegenheiten sowie Auseinandersetzungen zwischen Staat und Kirche zu vermeiden. Seine Strategie erwies sich aus der Sicht Hitlers als erfolgreich, da er nun die Möglichkeit hatte, seinen Einfluss innerhalb der evangelischen Kirche durch die Besetzung des Bischofsamtes mit einer regimetreuen Person auszuüben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Entstehungsgeschichte der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK) ein und formuliert die Leitfrage nach dem Charakter der Verfassung als Instrument der Gleichschaltung oder des kirchlichen Widerstands.

2. Die Verfassung der Deutschen Evangelischen Kirche vom 11. Juli 1933: Hier werden die inhaltlichen Eckpunkte der Verfassung sowie die politische Einbettung in die nationalsozialistische Machtübernahme und Gleichschaltungspolitik analysiert.

3. Bedeutung und Folgen der neuen Verfassung: Dieses Kapitel untersucht die Auswirkungen der Verfassung, indem es deren Nutzung durch die Nationalsozialisten, die Deutungshoheit der Deutschen Christen und die Gegenposition der kirchlichen Opposition beleuchtet.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Verfassung der DEK zunächst als Instrument der NS-Gleichschaltung fungierte, jedoch durch die Oppositionsbewegung erfolgreich auf ihren ersten Artikel als Rechtsbasis gegen den Staat bezogen werden konnte.

Schlüsselwörter

Deutsche Evangelische Kirche, DEK, Verfassung 1933, NS-Regime, Gleichschaltung, Reichsbischof, Deutsche Christen, Kirchenkampf, Bekenntnissynode, Bekennende Kirche, Pfarrernotbund, Barmer Theologische Erklärung, Kirchenpolitik, Widerstand, Loccumer Manifest

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Verfassung der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK) aus dem Jahr 1933 und deren Einfluss auf die kirchlich-politischen Machtverhältnisse im nationalsozialistischen Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Publikation behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der kirchenpolitischen Gleichschaltung, der Rolle des Reichsbischofs, dem Wirken der Deutschen Christen und der Entstehung eines kirchlichen Widerstands innerhalb der Bekennenden Kirche.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, ob die Verfassung als ein Instrument zur Durchsetzung von Hitlers kirchenpolitischen Zielen zu verstehen ist oder ob sie Raum für einen theologischen Widerspruch gegen staatliche Eingriffe bot.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse herangezogen?

Die Arbeit basiert auf einer rechts- und verfassungsgeschichtlichen Untersuchung, die den Verfassungstext in den historischen Kontext der Jahre 1933 bis 1934 einordnet.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden zunächst die konkreten Inhalte der Verfassung vorgestellt, um anschließend deren Auslegung und Nutzung durch das NS-Regime, die Deutschen Christen und die Oppositionsbewegungen gegenüberzustellen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Zentrale Begriffe sind unter anderem DEK-Verfassung, Gleichschaltung, Reichsbischof, Kirchenkampf, Bekennende Kirche und Barmer Theologische Erklärung.

Warum wird das Reichsbischofsamt im Text als problematisch eingestuft?

Es wird kritisiert, dass das Amt eine starke, hierarchische Machtfülle schuf und in Verbindung mit der Nationalsynode als Instrument für Machtmissbrauch fungierte, da die Kontrollinstanzen der Verfassung unzureichend waren.

Welche Bedeutung hatte der "erste Artikel" der Verfassung für die Bekennende Kirche?

Der erste Artikel, der das Evangelium und die Bekenntnisse als Grundlage der Kirche festlegte, wurde von der Opposition als zentrale Rechtsnorm genutzt, um sich gegen die deutschchristliche Ideologie und staatliche Eingriffe zu legitimieren.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Verfassung der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK) von 1933
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
1,3
Autor
Anna Poppen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
11
Katalognummer
V278566
ISBN (Buch)
9783656714989
ISBN (eBook)
9783656715009
Sprache
Deutsch
Schlagworte
verfassung deutschen evangelischen kirche
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Poppen (Autor:in), 2012, Die Verfassung der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK) von 1933, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/278566
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Leseprobe aus  11  Seiten
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