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Die Problematik der Beschränkung des Abzugs von Zinsaufwendungen im Rahmen der Zinsschranke

Titel: Die Problematik der Beschränkung des Abzugs von Zinsaufwendungen im Rahmen der Zinsschranke

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Olesya Kazantseva (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit der Einführung der Zinsschranke nach § 4h EStG i. V. m. § 8a KStG hat der deutsche Gesetzgeber eine Vorschrift geschaffen, welche den Abzug von Zinsaufwendungen beschränkt. Ziel dieser Regelung ist es, „den steuergestal-terischen Handlungsspielraum der Konzerne einzuschränken und die Ergeb-nisverlagerung ins Ausland mittels Finanzierungsgestaltungen zu verhindern.“ Die Ausgestaltung der Zinsschranke wurde bereits intensiv diskutiert und teilweise heftig kritisiert. Neben der Verletzung des objektiven Nettoprinzips wurde die Diskriminierung von ausländischen Konzernunternehmen sowie die prozyklische Wirkung der Zinsschranke in Krisenfällen als Kritikpunkte angeführt. In dieser Diskussion wurde auch die mögliche negative Wirkung der Zinsschanke auf Investitionsentscheidungen erörtert. Es wird vermutet, dass der beschränkte Abzug von Fremdkapitalzinsen kapitalintensive Intentionen reduzieren könnte. Eine Mehrheit der Unternehmen assoziiert das Reformkonzept mit negativen Anpassungseffekten und sieht eine Reihe von Gestaltungsmaßnahmen vor, um einem beschränkten Zinsabzug zu entgehen.

Es stellt sich die Frage, ob und inwieweit Unternehmen, die unter die Anwendung der Zinsschranke fallen, von der Regelung tatsächlich negativ betroffen sind. Die vorliegende Ausarbeitung soll sich daher insbesondere mit der Problematik der Beschränkung des Abzugs von Zinsaufwendungen im Rahmen der Zinsschranke auseinandersetzen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Konzeption der Zinsschranke

3. Anwendungsbereich der Zinsschranke

3.1 Betrieb

3.2 Steuerliches EBITDA

3.3 Fremdkapital

3.4 Zinsaufwendungen/Zinserträge

4. Ausnahmetatbestände

4.1 Freigrenze

4.2 Keine Konzernzugehörigkeit

4.3 Eigenkapitalquotenvergleich (Escape-Klausel)

5. Problematik der Zinsabzugsbeschränkung

5.1 Ökonomische Beurteilung

5.2 Rechtliche Beurteilung

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Ausarbeitung setzt sich mit der Problematik der Beschränkung des Abzugs von Zinsaufwendungen im Rahmen der Zinsschranke nach § 4h EStG auseinander. Ziel ist es, die Wirkungsweise der Regelung zu analysieren, deren Anwendungsbereich sowie Ausnahmetatbestände darzustellen und die ökonomischen sowie rechtlichen Auswirkungen auf betroffene Unternehmen kritisch zu beleuchten.

  • Grundkonzeption und Zielsetzung der Zinsschranke
  • Definition des betrieblichen Anwendungsbereichs und des steuerlichen EBITDA
  • Abgrenzung von Fremdkapital, Zinsaufwendungen und Zinserträgen
  • Analyse der Ausnahmeregelungen (Freigrenze, Konzernklausel, Escape-Klausel)
  • Kritische Würdigung der ökonomischen Konsequenzen und verfassungsrechtlicher Bedenken

Auszug aus dem Buch

3.1 Betrieb

Unter den Anwendungsbereich der Zinsschranke fällt jeder inländischer Betrieb, mit dem Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft gemäß § 13 EStG, aus Gewerbebetrieb gemäß § 15 EStG oder aus selbständiger Arbeit gemäß § 18 EStG, erzielt werden. Sie gilt demgemäß für Einzelunternehmer, Gesellschafter von Personengesellschaften mit ihren Gewinneinkünften (Mitunternehmer) und über § 8 Abs. 1 KStG i. V. m. § 8a KStG für Körperschaften. Damit bezieht sich die Zinsschranke nicht auf eine bestimmte Rechtsform, einen bestimmten Rechtsträger oder einen bestimmten Steuersubjekt als Fremdkapitalnehmer, sondern stellt den jeweils betrachteten Betrieb in den Mittelpunkt.

Aufgrund dieses zentralen Merkmals der Zinsschranke ist es sinnvoll auf den Begriff „Betrieb“ genauer einzugehen. Grundsätzlich handelt es sich um einen Betrieb, wenn das Unternehmen Gewinneinkünfte im Sinne der §§ 13 bis 18 EStG generiert. Im Gegensatz zu einem Einzelunternehmer, der gleichzeitig mehrere getrennte Betriebe führen kann, gelten im Sinne der Zinsschranke Mitunternehmerschaften und Körperschaften als ein einziger Betrieb, der insgesamt den Beschränkungen des § 4h EStG unterliegt. Die vermögensverwaltende Personengesellschaft ist im Sinne der Zinsschranke kein Betrieb. Ausnahme hierfür ist die gewerblich geprägte Personengesellschaft i. S. d. § 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG. Die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) hat auch nur einen Betrieb, der auch den Gewinnanteil des persönlich haftenden Gesellschafters umfasst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des durch den Gesetzgeber beschränkten Zinsabzugs ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit sowie den methodischen Aufbau der Untersuchung.

2. Konzeption der Zinsschranke: Hier wird der Hintergrund der Einführung der Zinsschranke im Rahmen der Unternehmenssteuerreform 2008 erläutert, wobei insbesondere die Begrenzung des Zinsabzugs auf 30% des steuerlichen EBITDA im Fokus steht.

3. Anwendungsbereich der Zinsschranke: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe, wie den steuerlichen „Betrieb“, das steuerliche EBITDA, Fremdkapital sowie Zinsaufwendungen und Zinserträge, die für die Anwendung der Vorschrift maßgeblich sind.

4. Ausnahmetatbestände: Es werden die drei zentralen Ausnahmen von der Zinsschranke vorgestellt: die Freigrenze von 3 Mio. EUR, die Konzernklausel sowie die Escape-Klausel für Unternehmen mit nicht unterdurchschnittlicher Eigenkapitalfinanzierung.

5. Problematik der Zinsabzugsbeschränkung: Dieses Kapitel bietet eine kritische ökonomische und rechtliche Beurteilung der Zinsschranke und diskutiert insbesondere deren Auswirkungen auf Investitionen und das objektive Nettoprinzip.

6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Würdigung der Ergebnisse ab und stellt fest, dass die Regelung trotz ihrer Zielsetzung, Missbrauch zu verhindern, oft unbeabsichtigte negative Folgen für nicht missbräuchlich handelnde Unternehmen hat.

Schlüsselwörter

Zinsschranke, § 4h EStG, Fremdkapital, steuerliches EBITDA, Unternehmenssteuerreform, Zinsabzugsbeschränkung, Konzernklausel, Escape-Klausel, objektives Nettoprinzip, Eigenkapitalquote, Zinsvortrag, Doppelbesteuerung, Finanzierungsgestaltung, Betriebsausgabenabzug, Steuerrecht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Zinsschranke nach § 4h EStG, welche den Abzug von Zinsaufwendungen für Unternehmen begrenzt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Konzeption der Regelung, die Definition des Anwendungsbereichs (Betrieb, Fremdkapital, EBITDA), die Ausnahmetatbestände sowie die ökonomische und rechtliche Kritik an der Vorschrift.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Problematik der Zinsabzugsbeschränkung strukturiert darzustellen und zu analysieren, ob und inwieweit Unternehmen durch die Regelung tatsächlich negativ betroffen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematische Literaturanalyse und eine Auswertung der relevanten steuergesetzlichen Grundlagen sowie deren Anwendung im Unternehmenskontext.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Funktionsweise der Zinsschranke, erläutert die Tatbestandsmerkmale, prüft die Ausnahmeregelungen und diskutiert die ökonomischen sowie verfassungsrechtlichen Auswirkungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Zinsschranke, Fremdkapital, steuerliches EBITDA, Zinsvortrag und objektives Nettoprinzip geprägt.

Wie wirkt sich die Zinsschranke auf Unternehmen in Krisensituationen aus?

Laut der Ausarbeitung kann die Zinsschranke in Krisenfällen prozyklisch wirken, da sie den Zinsabzug weiter einschränkt, wenn das Unternehmen ohnehin bereits unter finanziellem Druck steht.

Warum wird die Zinsschranke rechtlich kritisiert?

Die Kritik basiert vor allem auf der Verletzung des objektiven Nettoprinzips und einer möglichen verdeckten Diskriminierung durch die Ausnahmetatbestände, was verfassungs- und europarechtliche Fragen aufwirft.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Problematik der Beschränkung des Abzugs von Zinsaufwendungen im Rahmen der Zinsschranke
Hochschule
Universität Kassel
Note
1,3
Autor
Olesya Kazantseva (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
21
Katalognummer
V278316
ISBN (eBook)
9783656711308
ISBN (Buch)
9783656712725
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zinsschranke Zinsabzug Problematik Fremdkapitalaufwendungen § 4h EStG
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Olesya Kazantseva (Autor:in), 2014, Die Problematik der Beschränkung des Abzugs von Zinsaufwendungen im Rahmen der Zinsschranke, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/278316
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