Wer kennt sie nicht, die Filme von Christopher Nolan. Die "Dark-Knight-Trilogie" setzt außergewöhnliche Akzente in der Darstellung des Bösen. Noland lässt das Böse sich ständig entwickeln und verändern. Diese Arbeit behandelt die ersten beiden Filme der Trilogie (Batman Begins und The Dark Knight).
Im Anhang der Arbeit befindet sich eine fast vollständige Transskriptionstabelle zu "Batman Begins". In dieser sind die entsprechenden Minutenangaben zu finden und passend hierzu wird die Handlung und der Ort beschrieben. Die Musik wird beschrieben und die filmischen Besonderheiten werden veranschaulicht. Die verschiedenen Gesprächsszenen und Aussagen, die in den jeweiligen Passagen getroffen werden, sind außerdem in dieser Tabelle zu finden, so dass diese Arbeit optimal für eine weitere Bearbeitung des Filmes dient.
Der zweite Film ist so transkripiert, dass die thematisierten Bösewichte kurz dargestellt werden und sich danach die Transskription ausschließlich mit den Charaktereigenschaften vom Joker beschäftigt, denn dieser ist der zentrale Faktor im zweiten Film der Reihe.
Die Arbeit liefert weitere Punkte, um sich mit dem Film auseinandersetzen und zieht untereinander Verbindungen, so dass der Leser das Gefühl bekommt, teil des Filmes zu werden, bzw. als Kritiker dabei ist, um diesen Film zu verbessern bzw. sogar zu entwickeln.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionen des Bösen
2.1 Keime des Bösen
2.2 Das Böse als Übel und Leid
2.3 Grausamkeit
2.4 Hass und Selbsthass
2.5 Lust an der Zerstörung
2.6 Symbole des Bösen
3. Batman Begins
3.1 Inhalt des Filmes
3.2 Charaktere des Bösen
3.2.1 Joe Chill
3.2.2 Carmine Falcone
3.2.3 Crane/Scarecrow
3.2.4 Ra’s Al Ghul
3.3 Entwicklung des Bösen
4. The Dark Knight
4.1 Inhalt des Filmes
4.2 Charaktere des Bösen
4.2.1 sonstige Charaktere des Bösen
4.2.2 Der Joker
4.3 Entwicklung des Bösen
5. Veränderung des Bösen als Vergleich beider Filme
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung und Steigerung des Bösen in Christopher Nolans Batman-Filmen "Batman Begins" und "The Dark Knight", mit dem Ziel, die Entwicklung der antagonistischen Charaktere und deren Einfluss auf die Narration vergleichend zu analysieren.
- Theoretische Definition und Symbolik des Bösen
- Analyse der Antagonisten in "Batman Begins" (u.a. Ra's Al Ghul, Scarecrow)
- Eingehende Betrachtung des Jokers als Verkörperung des Bösen in "The Dark Knight"
- Vergleichende Analyse der Steigerung des Bösen zwischen den beiden Filmen
Auszug aus dem Buch
3.2.2 Carmine Falcone
Namentlich wird Falcone erstmals von der Frau erwähnt, die Joe Chill erschießt (vgl. Nolan, 2005, Min. 24:17 – 25:00). Von Rachel wird er als Mafia-Boss beschrieben, der Gothams Straßen mit Drogen und Verbrechen überflutet und die Schwachen ausnutzt. Er sorgte, laut Rachel, für das Entstehen vonVerbrechern wie Joe Chill, die zerstören, was Bruce Eltern versucht haben aufzubauen. Er ist unantastbar, da er den Guten Angst und die Bösen reich macht (vgl. Nolan, 2005, Min. 25:34 – 26:55).
Falcone selber, wird erstmals im Restaurant gezeigt, als Bruce zu ihm kommt. Carmine zeigt sich sehr selbstbewusst, aber auch überrascht, dass jemand ihm seine Meinung sagt und ihm zeigt, dass nicht jeder Angst hat. Er weiß von seinem Machteinfluss und der Angst der Menschen in Gotham, da er Bruce auf der Stelle erschießen könnte und niemand dagegen etwas tun würde. Diese Macht kann sich niemand erkaufen, da sie von der Angst genährt wird. An seiner lauter werdenden Stimme und seinem rot werdenden Gesicht ist zu erkennen, dass er leicht aufbrausend ist (vgl. Nolan, 2005, Min. 27:34 – 28:00). Falcone sagt zu Bruce, dass jeder vor etwas Angst haben wird, was dieser nicht kennt. Sein Gesicht ist in dieser Szene vergrößert im Mittelpunkt, da die Kamera aus der Perspektive von Bruce aufnimmt: Er wirkt bedrohlich und angsteinflößend, zugleich aber auch etwas verunsichert (vgl. Nolan, 2005, Min. 28:40 – 28:44). Er provoziert außerdem, wenn er weiß, dass seine Männer in der Nähe sind, da „Chill [Falcone] von der Nacht erzählt [hat], als er [seine] Eltern umgebracht hat. [Sein] Vater hätte um Gnade gebettelt wie ein Hund!“ (Nolan, 2005, Min. 29:00 – 29:15).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Hinführung zum Thema des Bösen in Filmen und Formulierung der Forschungsfrage bezüglich der Steigerung des Bösen in Nolans Batman-Trilogie.
2. Definitionen des Bösen: Theoretische Auseinandersetzung mit philosophischen und psychologischen Konzepten des Bösen, wie Grausamkeit, Hass und dessen Symbolik.
3. Batman Begins: Analyse des ersten Teils, wobei der Fokus auf den Charakteren wie Joe Chill, Carmine Falcone, Scarecrow und Ra's Al Ghul sowie deren Entwicklung liegt.
4. The Dark Knight: Untersuchung des zweiten Teils mit Schwerpunkt auf dem Joker als Hauptantagonist und dessen Rolle als Verkörperung des Chaos.
5. Veränderung des Bösen als Vergleich beider Filme: Gegenüberstellung der beiden Filme zur Verdeutlichung der Zunahme und qualitativen Veränderung des Bösen.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Analyseergebnisse und Ausblick auf weitere Forschungsmöglichkeiten zum Thema.
Schlüsselwörter
Das Böse, Batman, Joker, Christopher Nolan, Gotham City, Charakterentwicklung, Grausamkeit, Angst, Macht, Gerechtigkeit, Chaos, Filmtheorie, Archetypen, Antagonismus, Moral.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Darstellung, Ausprägung und Steigerung des Bösen in den Filmen "Batman Begins" und "The Dark Knight" von Christopher Nolan.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit verbindet filmwissenschaftliche Analysen mit ethischen und psychologischen Definitionen des Bösen, um die Charaktere und deren Entwicklung zu deuten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist der Vergleich beider Filme, um zu zeigen, wie sich die Darstellung des Bösen vom ersten zum zweiten Teil der Trilogie intensiviert und qualitativ verändert.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Der Autor nutzt eine strukturierte Filmanalyse, bei der Charaktere anhand von psychologischen Konzepten und archetypischen Modellen nach Vogler untersucht werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition des Bösen, eine detaillierte Charakteranalyse der Schurken in beiden Filmen sowie einen direkten Vergleich ihrer Entwicklung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Zentrale Begriffe sind das Böse, der Joker, Batman, Charakterentwicklung, Macht, Angst sowie filmtheoretische Aspekte wie Erzählstruktur und Symbolik.
Warum wird "The Dark Knight Rises" in der Arbeit nicht thematisiert?
Der Autor entscheidet sich gegen diesen Film, da er eine andere Art des Bösen einführt und nicht in die gezielte Entwicklung vom ersten zum zweiten Film passt.
Welche besondere Rolle spielt der Joker im Vergleich zu den Bösewichten aus "Batman Begins"?
Im Gegensatz zu den eher machtorientierten oder auf festen Weltbildern basierenden Schurken des ersten Teils verkörpert der Joker ein regelloses Chaos und sadistische Zerstörungslust.
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- Jan Brüggemann (Author), 2014, Böse, Böser, Am Bösesten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/278162