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Klimaschutz. Ist das Kyoto-Protokoll reine Symbolpolitik oder hat es reale Effekte zur Folge?

Eine Auseinandersetzung mit dem Kyoto-Protokoll, dessen Inhalt, möglichen Schwächen und potentiellen Ansatzpunkten für weitere Abkommen

Title: Klimaschutz. Ist das Kyoto-Protokoll reine Symbolpolitik oder hat es reale Effekte zur Folge?

Term Paper , 2013 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Mirko Kruse (Author)

Politics - Environmental Policy

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Summary Excerpt Details

Die umfassende Industrialisierung der westlichen Welt im Verlauf des letzten Jahrhunderts hat das Leben der Menschen maßgeblich beeinflusst. Verbesserte Ernährung oder medizinische Versorgung ermöglichten einen massiven Anstieg der Bevölkerungszahlen, und die neu etablierte Industrie versprach durch höhere Effizienz eine Verbesserung des Lebensstandards der Menschen (Helm, 2000). Die Folgen dieser Entwicklung werden erst heute schrittweise deutlich. Während immer größere Fabriken gebaut wurden, stieg der Ausstoß diverser Treibhausgase in einem solchen Maße an, dass diese von der Natur nicht mehr vollständig abgebaut werden konnten und sich somit in der Atmosphäre ansammelten. Sonnenstrahlen, die normalerweise von der Erdoberfläche reflektiert und wieder in den Weltraum abgegeben würden, werden durch die Gasakkumulation in der Atmosphäre zurückgehalten und verursachen so einen Anstieg der Temperatur auf dem Planeten. Die Folgen, die dieser Temperaturanstieg auf das Leben der Menschen haben wird, können nur geschätzt werden, skizzieren aber bereits eine Zukunftsprognose, die umfassende internationale Intervention unausweichlich macht. Weiterhin hat sich der Konsens herausgebildet, dass die Vermeidung von Emissionen langfristig günstiger als die Beseitigung der Folgen zu erwarten ist (Helm, 2000).
In der vorliegenden Ausarbeitung soll daher erst ein kurzer Überblick über die möglichen Folgen der Klimaerwärmung gegeben und anschließend das „Kyoto-Protokoll“, das erste völkerrechtlich bindende internationale Abkommen für Klimaschutz mit festen Zielen, vorgestellt und in seiner Zielsetzung erklärt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Klimaveränderung und mögliche Folgen

3. Kyoto Protokoll

3.1 Entstehung und Inhalt

3.2 Schwächen des Kyoto-Protokolls

I. Kooperation und Anreize

II. Entwicklungsländer

III. Einseitige Verhandlungsvorteile

IV. Ausklammerung wichtiger Bereiche

V. Forschung und Entwicklung

3.3 Messbare Auswirkungen

4. Symbolpolitik

4.1 Definition

4.2 Symbolische Aspekte des Kyoto-Protokolls

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Kyoto-Protokoll im Kontext der globalen Klimapolitik. Dabei wird analysiert, ob das Abkommen tatsächlich eine substanzielle Maßnahme zur Eindämmung des Klimawandels darstellt oder ob es primär als Symbolpolitik einzustufen ist, die zwar hohe Erwartungen weckt, aber an strukturellen Schwächen leidet.

  • Analyse der globalen Auswirkungen des Klimawandels
  • Untersuchung der Entstehungsgeschichte und der inhaltlichen Mechanismen des Kyoto-Protokolls
  • Kritische Bewertung der strukturellen Schwächen des Abkommens (u.a. Anreizsysteme, Entwicklungsländer-Problematik)
  • Definition und theoretische Einordnung des Begriffs der Symbolpolitik
  • Bewertung des Kyoto-Protokolls hinsichtlich seines Nutzens als Prototyp für künftige internationale Klimavereinbarungen

Auszug aus dem Buch

I. Kooperation und Anreize

Möglich ist ein Erfolg bei der Bekämpfung des Klimawandels nur dann, wenn sämtliche Staaten geschlossen handeln. Das berühmte „Gefangenendilemma“ zeigt allerdings den, dem menschlichen Wesen eigenen, Anreiz zu egoistischen Handeln (Helm, 2009). Diese Problematik wird besonders in der Klimapolitik – globales öffentliches Gut – deutlich: Während es wenig bis gar keine Anreize gibt, dem Kyoto Protokoll beizutreten, ist der Anreiz hoch, sich nicht zu beteiligen und die Kosten zu sparen, die eine Reduktion der Emissionen zur Folge hätte. Gleichzeitig würde man mitprofitieren, wenn alle anderen Länder ihre Ziele einhalten (Petrakis und Xepapadeas, 1996). Sobald allerdings ein Land aus dem globalen Verbund ausschert, wird ein Optimum verfehlt und andere Länder würden dem Beispiel des Abweichlers folgen. Hier liegt das Paradoxon: Sobald alle Länder kooperieren, sind alle durch die Kooperation besser gestellt, profitieren also. Jeder Einzelne hat aber den Anreiz, die Gemeinschaft zu verlassen, auch wenn das schließlich die Auflösung der Kooperation zur Folge hätte und niemand mehr profitiert. Eine Möglichkeit, Zwang auszuüben, um den Konsens zu halten, besteht nur begrenzt, da keine supranationale Autorität, nach Vorbild der Welthandelsorganisation WTO beispielsweise, existiert (Böhringer, 2003).Es liegt somit bisher kein endgültiger Lösungsansatz vor, um der Gefahr des Trittbrettfahrerverhaltens zu begegnen. Hier wären glaubhafte und praktikable Sanktionen notwendig, die jedoch nicht so scharf ausfallen dürften, dass massive Nachteile entstehen würden. Der Anreiz zur Sanktionsakzeptanz muss gewahrt werden, um eine konstruktive Zusammenarbeit nicht zu gefährden (Brekke und Johansson-Stenman, 2009).

Bei 193 Teilnehmerstaaten des Protokolls ist es weiterhin naturgemäß schwierig, sich auf ein gemeinsames Ziel zu einigen. Die nationale Souveränität wirkt hier als Hemmnis, da jeder auf sich selbst bedacht ist und eine Einigung ohne übergeordnete Instanz, wie weiter oben ausgeführt, nur schwerlich zu erreichen ist (Barret, 1990).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Dringlichkeit internationaler Klimaschutzmaßnahmen und führt in die zentrale Fragestellung ein, ob das Kyoto-Protokoll mehr als nur symbolische Politik ist.

2. Klimaveränderung und mögliche Folgen: Das Kapitel beschreibt das Ausmaß des menschengemachten Klimawandels, die globalen Risiken und die wirtschaftliche Notwendigkeit zur Emissionsreduktion.

3. Kyoto Protokoll: Der Abschnitt befasst sich mit dem ersten völkerrechtlich bindenden Klimaschutzabkommen und analysiert dessen Entstehung, flexible Mechanismen sowie strukturelle Schwachstellen und reale Auswirkungen.

4. Symbolpolitik: Hier wird der politikwissenschaftliche Begriff der Symbolpolitik definiert und auf das Kyoto-Protokoll angewandt, um dessen Rolle als Meilenstein trotz begrenzter praktischer Erfolge zu hinterfragen.

5. Fazit: Das Kapitel fasst zusammen, dass das Kyoto-Protokoll zwar deutliche strukturelle Defizite aufweist, aber als unverzichtbare Rahmenbedingung für zukünftige, wirksamere Abkommen fungiert.

Schlüsselwörter

Kyoto-Protokoll, Klimawandel, Treibhausgase, Symbolpolitik, Klimaschutz, Emissionen, Internationale Kooperation, Nachhaltigkeit, Gefangenendilemma, Weltwirtschaft, Emissionszertifikate, Globale Erwärmung, Entwicklungsländer, Klimapolitik, Umweltökonomie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Effektivität des Kyoto-Protokolls als internationales Klimaschutzabkommen und hinterfragt dessen Funktion zwischen realem Klimaschutz und symbolpolitischem Handeln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die ökonomischen Folgen des Klimawandels, die Entstehung und Mechanismen des Kyoto-Protokolls sowie die politikwissenschaftliche Debatte über symbolische Handlungen in der globalen Umweltpolitik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob das Kyoto-Protokoll als rein symbolische Politik zu bewerten ist oder ob es trotz Defiziten eine notwendige Grundlage für zukünftige Klimaschutzbemühungen bildet.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit der klimapolitischen Literatur, der ökonomischen Analyse von Anreizsystemen und der vergleichenden Betrachtung zwischen politischen Zielen und tatsächlichen Emissionsdaten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehungsgeschichte des Protokolls, diskutiert strukturelle Schwachstellen wie das Trittbrettfahrerverhalten oder die Sonderrolle der Entwicklungsländer und beleuchtet die Messbarkeit der erzielten Auswirkungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die wichtigsten Begriffe sind Kyoto-Protokoll, Klimapolitik, Symbolpolitik, Treibhausgasemissionen und die ökonomische Internalisierung von Klimaschäden.

Inwiefern beeinflusst das „Gefangenendilemma“ das Handeln der Staaten?

Das Dilemma beschreibt den Anreiz für Staaten, sich egoistisch zu verhalten und die Kosten der Emissionsreduktion zu vermeiden, während sie gleichzeitig von den Maßnahmen anderer Länder profitieren möchten, was die internationale Kooperation erschwert.

Warum wird das Kyoto-Protokoll von einigen als „Symbolpolitik“ bezeichnet?

Kritiker führen an, dass das Abkommen aufgrund von Kompromissen und mangelnder Bindungswirkung für einige Akteure kaum praktische Auswirkungen auf die globale Emissionsbilanz hatte und daher eher der Außendarstellung diente.

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Details

Title
Klimaschutz. Ist das Kyoto-Protokoll reine Symbolpolitik oder hat es reale Effekte zur Folge?
Subtitle
Eine Auseinandersetzung mit dem Kyoto-Protokoll, dessen Inhalt, möglichen Schwächen und potentiellen Ansatzpunkten für weitere Abkommen
College
University of Applied Sciences Bremen
Grade
1,0
Author
Mirko Kruse (Author)
Publication Year
2013
Pages
12
Catalog Number
V277992
ISBN (eBook)
9783656710882
ISBN (Book)
9783656712909
Language
German
Tags
klimaschutz kyoto-protokoll symbolpolitik effekte folge eine auseinandersetzung inhalt schwächen ansatzpunkten abkommen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mirko Kruse (Author), 2013, Klimaschutz. Ist das Kyoto-Protokoll reine Symbolpolitik oder hat es reale Effekte zur Folge?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/277992
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