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Film-Theorien. Von der sowjetischen Montagetheorie zur Genretheorie

Titel: Film-Theorien. Von der sowjetischen Montagetheorie zur Genretheorie

Hausarbeit , 2010 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Corinna Gronau (Autor:in)

Filmwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit der Frage „Was ist Film?“ wurde die Filmtheorie des frühen Kinos von Lumière und Méliès eingeleitet. Das „Kino der Attraktionen“ mit seinen Trickeffekten wich um 1907 dem Kino der Narration, das den Grundstein für die heutigen (Spiel-)filme legte.
Mit Kuleschow, Pudowkin und Eisenstein rückte ab den 20er Jahren die Montage ins Zentrum des theoretischen Interesses, während sich der Russische Formalismus etwa zur gleichen Zeit dem Film aus einer literaturtheoretischen Perspektive widmete. In Deutschland propagierte Arnheim Anfang der 30er Jahre den Kunststatus des Films, wohingegen Bazin nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges mit seiner Realismustheorie eine gegenteilige Position einnahm. Etwa zur selben Zeit verfolgte Kracauer mit seiner Arbeit From Caligari to Hitler einen soziologischen Ansatz zum Film.
Mit Metz hält die Semiotik Einzug in die Filmtheorie, gefolgt von psychoanalytischen und feministischen Ansätzen. Der Neoformalismus der 80er Jahre greift auf die Begriffe der Russischen Formalisten zurück, während die Historische Poetik den externen Faktoren des Films besondere Beachtung schenkt. Mit der Theorie des filmischen Raums und der Genre-Theorie rücken einzelne Aspekte des Films in den Vordergrund, wohingegen Deleuze mit seinem philosophischen Verständnis des Kinos um 1990 den letzten Entwurf einer ganzheitlichen Filmtheorie vorlegt.
In der vorliegenden Arbeit sollen die wichtigsten Ideen der theoretischen Postionen von Kuleschow und Pudowkin, Arnheim, Kracauer, Metz, Altman und Schweinitz heraus-gearbeitet, kontextualisiert und anschließend kritisch bewertet werden. Eine abschließende vergleichende Betrachtung dient der Zusammenführung der verschiedenen Ansätze.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Filmtheoretische Positionen

2.1 Sowjetische Montagetheorie - Pudowkin und Kuleschow

2.2 Film als Kunst - Arnheim

2.3 Film und Gesellschaft - Kracauer

2.4 Semiologie des Films - Metz

2.5 Genretheorie - Altman und Schweinitz

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die wesentlichen Ideen bedeutender filmtheoretischer Positionen herauszuarbeiten, in ihren jeweiligen historischen und theoretischen Kontext zu stellen und kritisch zu bewerten. Im Zentrum steht dabei die Auseinandersetzung mit der spezifischen Wirkungsweise des Mediums Film, untersucht durch Theoretiker wie Kuleschow, Pudowkin, Arnheim, Kracauer, Metz, Altman und Schweinitz, um schließlich eine vergleichende Zusammenführung der Ansätze zu leisten.

  • Montagetheorie und psychologische Zuschauerführung
  • Medienästhetik und Film als Kunstform
  • Soziologische Filmanalyse und Mentalitätsgeschichte
  • Semiotische Ansätze und filmische Zeichensysteme
  • Genretheorie, historische Entwicklung und Rezeptionsästhetik

Auszug aus dem Buch

2.1 Sowjetische Montagetheorie - Pudowkin und Kuleschow

Die Montage wird bei den sowjetischen Theoretikern als die Spezifik des Films überhaupt betrachtet, weil sie von keiner der anderen Künste ableitbar ist. Diese eigene ästhetische Grundlage verhilft dem Film nicht nur zur Abgrenzung von den anderen Kunstformen, sondern erhebt diesen über alle anderen Künste.2

Einer dieser Filmtheoretiker ist Wsewolod I. Pudowkin, der ab 1920 beim sowjetischen Regisseur Lew W. Kuleschow an der „Moscow State Film School“ studierte. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges führte die Flucht vieler russischer Produzenten samt ihrem Kapital und ihrem Equipment zu einem starken Rückgang der Filmproduktion im postrevolutionären Russland. Das Bolschewistische Regime begegnete diesem Umstand mit der Gründung einer staatlichen Filmhochschule um die nationale Filmindustrie wiederaufzubauen und eine neue Generation von Filmemachern auszubilden.3 Dem Regime war daran gelegen die „revolutionäre Sprengkraft“4 des Films für ihre politischen Zwecke zu nutzen. Unterstützt von staatlicher Seite wurde Kuleschow und seinen Studenten die Möglichkeit gegeben mit dem Medium Film zu experimentieren, was zum ersten systematischen filmischen Experiment zur Montage führte. Das Ergebnis war der sogenannte „Kuleschow-Effekt“5. Die dem Effekt zugrunde liegende Annahme ist die, dass sich bei der Montage von zwei Bildern zwangsläufig ein Zusammenhang einstellt, sei es räumlich, zeitlich oder abstrakt. Die Bedeutung einer Einstellung hängt also vom jeweiligen Kontext ab, von den angrenzenden Einstellungen.6 Die so hervorgerufenen Emotionen und Assoziationen beim Zuschauer übersteigen den fotografischen Inhalt einer einzelnen isolierten Einstellung und machen aus der Montage ein machtvolles Werkzeug der Illusion und Manipulation.7

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen historischen Überblick über die Entwicklung der Filmtheorie von den Anfängen bis zur Moderne und formuliert das Ziel der Arbeit, die zentralen theoretischen Positionen kritisch aufzuarbeiten.

2. Filmtheoretische Positionen: Dieses Kapitel analysiert systematisch verschiedene filmtheoretische Ansätze, von der sowjetischen Montagetheorie über ästhetische und soziologische Perspektiven bis hin zur Semiotik und Genretheorie.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Entwicklung der Filmtheorie zusammen und stellt fest, dass sich der Fokus von normativen, allgemeinen Theorien hin zu empirisch-deskriptiven Analysen und der Berücksichtigung der Interaktion zwischen Produktion, Distribution und Rezeption verschoben hat.

Schlüsselwörter

Filmtheorie, Montage, Kuleschow-Effekt, Pudowkin, Arnheim, Kracauer, Metz, Semiologie, Genretheorie, Filmgeschichte, Filmanalyse, Rezeptionsästhetik, Medienwissenschaft, Sowjetische Montage, Strukturalismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Übersicht und Analyse grundlegender filmtheoretischer Ansätze des 20. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt unter anderem die Montagetheorie, die Definition des Films als Kunst, soziologische Filmbetrachtungen, semiotische Zeichensysteme und moderne Ansätze der Genretheorie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Herausarbeitung, Kontextualisierung und kritische Bewertung der wichtigsten theoretischen Positionen von Autoren wie Kuleschow, Pudowkin, Arnheim, Kracauer, Metz, Altman und Schweinitz.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein vergleichender, strukturwissenschaftlicher Ansatz gewählt, der die Theorien im historischen Kontext beleuchtet und ihre jeweilige Methodik hinterfragt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in fünf Bereiche, die von der sowjetischen Montagetheorie über die ästhetische Theorie Arnheims und Kracauers soziologische Filmbetrachtung bis hin zur Semiotik von Metz und aktuellen genretheoretischen Ansätzen reichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören Filmtheorie, Montage, Semiotik, Genretheorie, Filmanalyse und die Auseinandersetzung mit der ästhetischen Spezifik des Mediums Film.

Wie unterscheidet sich Kracauers Ansatz von dem Arnheims?

Während Arnheim den Film primär unter ästhetischen und wahrnehmungspsychologischen Aspekten als Kunstform definiert, betrachtet Kracauer den Film soziologisch als Spiegelbild gesellschaftlicher Mentalitäten.

Welche Rolle spielt die Montage bei Pudowkin und Kuleschow?

Für sie ist die Montage das spezifische, konstituierende Element des Films, das es ermöglicht, durch die Verknüpfung von Einstellungen Emotionen zu lenken und Bedeutungen zu erzeugen.

Warum wird Metz' semiotischer Ansatz im Fazit besonders hervorgehoben?

Metz löst die normativen, oft idealistischen Theorien seiner Vorgänger durch einen streng wissenschaftlich orientierten, strukturalistisch-linguistischen Ansatz ab, der eine exakte Filmanalyse ermöglicht.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Film-Theorien. Von der sowjetischen Montagetheorie zur Genretheorie
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Veranstaltung
Einführung in die Filmtheorie
Note
1,0
Autor
Corinna Gronau (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
22
Katalognummer
V277937
ISBN (eBook)
9783656725909
ISBN (Buch)
9783656725923
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Film Filmtheorie Montage Lumière Méliès Kuleschow Pudowkin Eisenstein Arnheim Bazin Kracauer Deleuze Metz Altman Schweinitz Genre Realismus Formalismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Corinna Gronau (Autor:in), 2010, Film-Theorien. Von der sowjetischen Montagetheorie zur Genretheorie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/277937
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Leseprobe aus  22  Seiten
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