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Für eine autonome Moral. Abaelards "Nosce te ipsum"

Der Universalienstreit in der Frühscholastik

Titel: Für eine autonome Moral. Abaelards "Nosce te ipsum"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 1994 , 22 Seiten , Note: 2

Autor:in: Dieter Stubbemann (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Antike

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit erörtert zunächst den philosophiegeschichtlichen Ort des Abaelard, indem sie die Grundzüge der Frühscholastik darstellt. Weiter wird die Philosophie Abaelards referiert, wobei die Konzeption seiner Ethik im Vordergrund steht. Abschließend erfolgt eine kritische Würdigung seiner Philosophie.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Der philosophiegeschichtliche Ort: Am Ende der Frühscholastik

II. Zur Person Abaelards

III. Zur Philosophie Abaelards

a. Überblick

b. Die Ethik

IV. Zur Wertung Abaelards

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Leben und Wirken des mittelalterlichen Philosophen Peter Abaelard, mit einem besonderen Fokus auf seiner ethischen Lehre. Ziel ist es, die Entwicklung einer autonomen Moral zu beleuchten, die durch die kritische Anwendung der Vernunft geprägt ist und sich damit von den damals dominierenden, autoritätsgebundenen Moralvorstellungen der Frühscholastik absetzt.

  • Die historische Einordnung Abaelards in die Frühscholastik und den Universalienstreit.
  • Biografische Hintergründe und deren Einfluss auf Abaelards philosophische Entwicklung.
  • Die Analyse seiner dialektischen Methode und der ethischen Schrift "Nosce te ipsum".
  • Die Etablierung einer Gesinnungsethik im Gegensatz zur zeitgenössischen Werkethik.

Auszug aus dem Buch

b. Die Ethik

Nosce te ipsum: erkenne dich selbst, heißt die ethische Schrift Abaelards. Der Name verweist auf das in ihr entäußerte Anliegen. Die ethische Autonomie des Menschen wird eingefordert, sein Wollen möge in den Mittelpunkt ethischen Urteilens rücken. Es war eine Absage an die Wertethik, wie sie sich im Christentum widerspiegelte, wenn es die Schuld des Einzelnen nach seinen Taten bemaß. Abaelard forderte dagegen eine Gesinnungsethik: nicht durch die Taten, allein durch die Absichten lüden wir Schuld auf uns.

Seine Schrift begann Abaelard mit einer Definition. Es gebe Schwächen des Leibes, wie Gebrechlichkeit oder Blindheit, und Schwächen des Charakters. Um letztere gehe es ihm. Doch auch bei diesen stünde noch zu unterscheiden, denn unter ihnen gebe es solche, die mit dem Moralischen nichts zu tun hätten, wie Vergeßlichkeit oder Dummheit. Diese hätten keine Auswirkung auf die moralische Beschaffenheit des Menschen. Gegenstand seiner Untersuchung seien vielmehr jene Schwächen des Charakters, die uns zum Bösen verleiteten.

Im nächsten Abschnitt trennte er diese Schwächen des Charakters vom Begriff der Sünde. Keinesfalls sei es bereits Sünde, solche Schwächen zu haben. Diese suchten uns aber zum Sündigen zu verleiten, und Aufgabe des Menschen wäre es, dagegen anzukämpfen. Eine Sünde liege genau dann vor, wenn wir den Kampf nicht gewönnen und uns zur Zustimmung zu einer schlechten Tat verleiten ließen. Abaelard unterschied zwischen Willen zu einer bösen Tat, Zustimmung zu ihr und Ausführung derselben. Der Wille zum Bösen, zum Beispiel das Begehr einer Sache, die einem anderen gehört, sei noch keine Sünde. Es sei eine Charakterschwäche des Menschen. Erst jenem Willen nachzugeben, also die innere Zustimmung zur Ausführung der Tat stelle die Sünde dar. Gegen den bösen Willen erfolgreich anzukämpfen, sei die Aufgabe des Menschen. Ja, sein Vorhandensein wäre sogar die Voraussetzung, um sich mittels seiner Besiegung die Krone des Ruhmes aufzusetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Der philosophiegeschichtliche Ort: Am Ende der Frühscholastik: Dieses Kapitel verortet Abaelard im Kontext der Frühscholastik, thematisiert den Universalienstreit und beschreibt die Spannung zwischen kirchlicher Tradition und dem aufkommenden Vertrauen in die menschliche Vernunft.

II. Zur Person Abaelards: Hier wird der Lebensweg Abaelards nachgezeichnet, von seiner Herkunft über seine Erfolge als Lehrer bis hin zu den Konflikten mit kirchlichen Autoritäten und seinem Schicksal.

III. Zur Philosophie Abaelards: Dieser Abschnitt erläutert Abaelards dialektische Methode, seine Position im Universalienstreit und analysiert detailliert seine ethische Lehre der Gesinnungsethik sowie sein Verständnis von Sünde und Reue.

IV. Zur Wertung Abaelards: Das abschließende Kapitel fasst verschiedene philosophische Perspektiven auf Abaelard zusammen und bewertet seinen Beitrag zur Emanzipation des Individuums und zum Sieg der Vernunft.

Schlüsselwörter

Peter Abaelard, Frühscholastik, Gesinnungsethik, Nosce te ipsum, Dialektik, Vernunft, Universalienstreit, Autonomie, Sünde, Philosophie, Theologie, Mittelalter, Bernhard von Clairvaux, Erkenntnistheorie, Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Philosophie und der ethischen Lehre von Peter Abaelard, einem bedeutenden Denker der Frühscholastik, der besonders für seine Betonung der menschlichen Vernunft bekannt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Universalienstreit, die dialektische Methode der Scholastik, der Gegensatz von Glauben und Vernunft sowie die Entwicklung einer Gesinnungsethik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es aufzuzeigen, wie Abaelard durch die Forderung nach einer ethischen Autonomie des Individuums eine Brücke zur frühen Aufklärung schlug und dabei die Philosophie von der strengen theologischen Bevormundung emanzipierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophisch-historische Analyse, bei der sowohl Primärquellen wie Abaelards "Nosce te ipsum" als auch zeitgenössische sowie moderne Interpretationen von Philosophen wie Ernst Bloch herangezogen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Abaelards Biografie, seine logischen Ansätze (besonders seine Universalienlehre) sowie seine ethische Theorie, die Absicht und Zustimmung über das bloße Handeln stellt, detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Autonomie, Gesinnungsethik, Dialektik, Vernunft, Abaelard und Frühscholastik.

Wie unterscheidet Abaelard zwischen der Sünde und einer bloßen Charakterschwäche?

Für Abaelard ist eine Charakterschwäche, wie etwa ein böser Wille oder eine Begierde, an sich noch keine Sünde. Erst die bewusste innere Zustimmung zur Ausführung einer Tat entgegen dem moralischen Gewissen macht diese Tat zur Sünde.

Warum lehnte Abaelard die klassische Werkethik seiner Zeit ab?

Abaelard lehnte die Werkethik ab, weil er davon überzeugt war, dass nicht die rein äußere Tat moralisch wertvoll oder sündhaft ist, sondern allein die innere Absicht und die Gesinnung des Handelnden, die allein Gott vollständig beurteilen kann.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Für eine autonome Moral. Abaelards "Nosce te ipsum"
Untertitel
Der Universalienstreit in der Frühscholastik
Hochschule
Universität Bremen
Veranstaltung
Modelle befreiender Theorie in der europäischen Geschichte
Note
2
Autor
Dieter Stubbemann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1994
Seiten
22
Katalognummer
V277852
ISBN (eBook)
9783668282209
ISBN (Buch)
9783668282216
Sprache
Deutsch
Schlagworte
moral abaelards nosce universalienstreit frühscholastik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dieter Stubbemann (Autor:in), 1994, Für eine autonome Moral. Abaelards "Nosce te ipsum", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/277852
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Leseprobe aus  22  Seiten
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