Hierbei handelt es sich um eine Klausurvorbereitung, die als Lernhilfe genutzt wurde. Sie beinhaltet die Grundlagen der germanistischen Sprachwissenschaft, d. h. Zeichentheorien, Kommunikationsmodelle, die Unterscheidung zwischen Grammatik, Semantik und Pragmatik usw.
Inhaltsverzeichnis
1. Sprache als Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung
1.1 Objektsprache vs. Metasprache
1.2 Was ist Sprache?
1.3 Perspektiven und Disziplinen der Sprachwissenschaft
1.4 Was ist ein System?
1.5 Ebenenmodell des Sprachsystems
1.6 Sprachbegriffe nach Ferdinand de Saussure
1.7 Naturalismus vs. Konventionalismus (Platons Kratylos-Dialog)
2. Kommunikation
2.1 Nachrichtentechnisches Modell (Shannon/Weaver)
2.2 Probleme und Lücken des Modells
2.3 Man kann nicht nicht kommunizieren (Watzlawick)
3. Semiotik
3.1 Was sind Zeichen?
3.2 Semiotisches Dreieck nach Odgen und Richards
3.3 Dimensionen der Semiose (Morris)
3.4 Klassen von Zeichen (Peirce)
3.5 Zeichen in der Kommunikation
3.6 Das sprachliche Zeichen nach Ferdinand de Saussure
3.7 Das sprachliche Zeichen im System
3.8 Dichotomien (Begriffspaare) nach Ferdinand de Saussure
4. Semantik
4.1 Referenz – Denotation
4.2 Denotation – Konnotation
4.3 Semasiologie – Onomasiologie
4.4 Wortfeldtheorie (Jost Trier)
4.5 Paradigmatische Bedeutungsrelationen
4.6 Komponential- bzw. Merkmalsemantik
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Einführung in die germanistische Sprachwissenschaft vermittelt die grundlegenden theoretischen Konzepte zur Analyse von Sprache als wissenschaftlichem Gegenstand, beleuchtet die Mechanismen menschlicher Kommunikation und führt in die semiotischen sowie semantischen Grundlagen ein.
- Sprache als System und Zeichensystem
- Kommunikationstheoretische Modelle und deren Grenzen
- Zeichentheorie nach Peirce und Saussure
- Bedeutungstheoretische Ansätze in der Semantik
Auszug aus dem Buch
Naturalismus vs. Konventionalismus (Platons Kratylos-Dialog)
- Kratylos: jedes Ding hat von Natur aus eine richtige Benennung, die der Natur nachempfunden ist, Buchstabenbedeutungen geben Beschaffenheit wieder
- Hermogenes: Namen entstehen durch Übereinkunft, Gebrauch und Gewohnheit einer Sprachgemeinschaft, daher ist jeder beliebige Name der richtige, kann auch durch neuen ersetzt werden
es gibt zwar Onomatopoetika (z. B. platschen, summen, krachen, Tiergeräusche), aber insgesamt entstehen Bezeichnungen durch Übereinkunft einer Sprachgemeinschaft, Beweis: verschiedene Sprachen
Zusammenfassung der Kapitel
Sprache als Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung: Einführung in die Abgrenzung von Objekt- und Metasprache sowie die disziplinäre Einordnung der Sprachwissenschaft und die linguistischen Grundbegriffe von Saussure.
Kommunikation: Analyse des nachrichtentechnischen Modells nach Shannon und Weaver sowie Erörterung von Einflussfaktoren und Grenzen in der menschlichen Interaktion.
Semiotik: Erläuterung der Zeichenlehre, ihrer Klassen und Dimensionen sowie der Struktur des sprachlichen Zeichens im System.
Semantik: Darstellung der Bedeutungstheorien, von Denotation und Konnotation über die Wortfeldtheorie bis hin zur Merkmalsemantik.
Schlüsselwörter
Sprachwissenschaft, Semiotik, Semantik, Kommunikation, Zeichensystem, Saussure, Peirce, Denotation, Konnotation, Wortfeldtheorie, Merkmalsemantik, Sprache, System, Zeichenträger, Kommunikationstheorie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Einführung grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine grundlegende Einführung in die germanistische Sprachwissenschaft und behandelt dabei die zentralen theoretischen Säulen von der Sprachbetrachtung über Kommunikation bis hin zu Zeichen- und Bedeutungstheorien.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Systemhaftigkeit von Sprache, Kommunikationsmodelle, die Semiotik (Zeichenlehre) sowie die Semantik (Lehre von der Bedeutung).
Welches Ziel verfolgt die Darstellung?
Das Ziel ist es, dem Leser ein strukturiertes Verständnis für die wissenschaftliche Analyse von Sprache, ihren Ebenen und den Regeln, nach denen sprachliche Zeichen funktionieren, zu vermitteln.
Welche wissenschaftlichen Ansätze werden primär verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf etablierte sprachwissenschaftliche Modelle, insbesondere die strukturalistischen Ansätze von Ferdinand de Saussure, die Semiotik von Charles Sanders Peirce und die Bedeutungstheorien von Jost Trier.
Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Rahmenbedingungen von Sprache als System, Modelle der Kommunikation und ihre Lücken, sowie die detaillierte Klassifizierung von Zeichen und die Analyse von Bedeutungsrelationen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Fachtermini wie Zeichenklasse, Arbitrarität, Konventionalität, Semasiologie, Onomasiologie und Merkmalsemantik charakterisieren.
Wie unterscheidet Peirce Zeichen?
Peirce unterscheidet Zeichen in die drei Klassen Index (Ursache-Folge), Ikon (Ähnlichkeit) und Symbol (Willkürlichkeit/Konvention), wobei sprachliche Zeichen primär als Symbole klassifiziert werden.
Was ist das zentrale Problem des nachrichtentechnischen Modells nach Shannon und Weaver?
Das Modell ist primär eindimensional und technisch orientiert; es vernachlässigt die komplexe Interaktion, den ständigen Rollentausch sowie äußere und innere Kontextfaktoren, die für menschliche Kommunikation essenziell sind.
Wie wird die Wortfeldtheorie definiert?
Die Wortfeldtheorie nach Jost Trier betrachtet den Wortschatz als strukturiertes System (lexikalisches Paradigma), in dem Begriffe durch ihre gegenseitige Abgrenzung innerhalb eines Begriffsbezirks (Wortdecke) ihren Wert erhalten.
- Arbeit zitieren
- Franziska Riedel (Autor:in), 2012, Klausurvorbereitung. Einführung in die deutsche Sprachwissenschaft, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/277791