Diese Zusammenfassung beinhaltet das notwendige Grundwissen für das Erste Staatsexamen (Lehramt) hinsichtlich Prophetie und Geschichte Israels.
Inhaltsverzeichnis
1. PROPHETIE IM ALTEN TESTAMENT
1.1. Allgemeines und Hinführung
1.1.1. Bibelkundliche Erschließung
1.1.2. Literatur- und forschungsgeschichtliche Problemanzeige
1.1.3. Entstehung der Prophetenbücher
1.1.4. Theologie der Prophetenbücher
1.1.5. Formale Gemeinsamkeiten und Unterschiede innerhalb der Prophetenbücher
1.1.6. Exkurs: Voraussetzungen der Metahistorie nach KLAUS KOCH (1995)
1.2. Das Zwölfprophetenbuch (XII) als Ganzes
1.2.1. Bibelkundliche Erschließung
1.2.2. Literaturhistorische Beobachtungen zum Buch der zwölf Propheten als Ganzes
1.3. Amos
1.3.1. Bibelkundliche Erschließung
1.3.2. Literatur- und forschungsgeschichtliche Problemanzeige
1.3.3. Entstehung des Amosbuchs
1.3.4. Theologie des Amosbuchs
1.4. Großbuch Jesaja – Von der Gefährdung und Rettung des Zion oder Durch Gericht zum Heil
1.4.1. Bibelkundliche Erschließung
1.4.2. Literar- und forschungsgeschichtliche Problemanzeige
1.4.3. Entstehung des Großjesajabuchs
1.4.4. Theologie des Jesajabuchs
1.4.5. Hinweise zur Wirkungsgeschichte
1.5. Protojesaja (IJes: Jes 1-39)
1.5.1. Bibelkundliche Erschließung
1.5.2. Literatur- und forschungsgeschichtliche Problemanzeige
1.5.3. Entstehung des Ersten Jesaja
1.5.4. Theologie des Ersten Jesaja
1.6. Deuterojesaja (IIJes: Jes 40-66)
1.6.1. Einleitendes
1.6.2. Bibelkundliche Erschließung
1.6.3. Literatur- und forschungsgeschichtliche Problemanzeige
1.6.4. Entstehung des Zweiten Jesaja
1.6.5. Exkurs I: Der Gesalbte JHWHs in Großbuch Jesaja (KAISER)
1.6.6. Theologie des Zweiten Jesaja
1.6.7. Exkurs II: Jahwe ward König auf Zion (KAISER)
1.6.8. Exkurs III: Die Rettung des Zion im Völkersturm – „Durch Gericht zum Heil“ (KAISER)
1.7. Das Buch Jeremia
1.7.1. Bibelkundliche Erschließung
1.7.2. Literatur- und forschungsgeschichtliche Problemanzeige
1.7.3. Entstehung des Jeremia-Buchs
1.7.4. Theologie des Jeremiabuchs
1.7.5. Hinweise auf die Wirkungsgeschichte
2. DIE GESCHICHTE ISRAELS
2.1. Einleitendes und Vorüberlegungen
2.2. Babylonisches Exil und Perserzeit
2.2.1. Die Zerstörung des Tempels von Jerusalem (587 v.Chr.)
2.2.2. Die Schlacht von Karkemisch und der babylonische König Nebukadnezzar (605 v.Chr.)
2.2.3. Die erste Eroberung von Jerusalem und die erste Deportation durch die Babylonier (597 v.Chr.)
2.2.4. Die zweite Eroberung von Jerusalem und die zweite Deportation durch die Babylonier (587 v.Chr.)
2.2.5. Das Leben in Juda, Babylonien und Ägypten (597/587-520 v.Chr.) – Die Diaspora/ Gola
2.2.6. Die Zeit nach Nebukadnezzar in Babylonien (562-539 v.Chr.)
2.2.7. Die neuen Herrscher: Die Perser (ab 538 v.Chr.)
2.2.8. Der Bau des Zweiten Tempels (520-515 v.Chr.)
2.2.9. Die persische Provinz Jehud und Nehemia und Esra (5.-4. Jh. v.Chr.) und weiterer Ausblick
2.3. Die Königszeit in Israel und Juda (10.-6.Jh. v.Chr.)
2.3.1. Einleitendes
2.3.2. Das assyrische Reich (935-612 v.Chr.) – Die beherrschende Macht im Vorderen Orient
2.3.3. Ägypten zur Zeit der assyrischen Oberhoheit
2.3.4. Die Entwicklungen in Israel und Juda (928-722/597 v.Chr.)
2.3.5. Der Nordstaat Israel von Jerobeam I. bis Hoschea (928-722 v.Chr.)
2.3.5.1. Jerobeam I. und seine Nachfolger (9 Jh. v. Chr.) – Darstellung nach 1Kön und 2Kön
2.3.5.2. Die Omridendynastie (882-841 v.Chr.)
2.3.5.3. Die Jehu-Dynastie (842-748 v.Chr.) – Die längste Dynastie Israels
2.3.5.4. Das Ende des Nordstaates Israel (747-722 v.Chr.)
2.3.6. Der Südstaat Juda von Rehabeam bis Zidkija (928-587 v.Chr.)
2.3.6.1. Das Königreich Juda – Quellenlage und Situation
2.3.6.2. Juda im 9. – 7. Jahrhundert
2.3.6.3. König Hiskija, Sohn des Ahas (reg. 727-698 v.Chr.)
2.3.6.4. König Manasse (reg. 698-642 v.Chr.) – Eine 55-jährige Herrschaft
2.3.6.5. König Joschija (reg. 639-609 v.Chr.)
2.4. Das davidische Großreich
2.4.1. Saul
2.4.2. David
2.4.3. Salomo
2.4.4. Das Ende des Großreiches
2.5. Die Figur des Mose und der Auszug aus Ägypten
2.5.1. Kurzer Abriss über die biblische Darstellung
2.5.2. Historische Anhaltspunkte und Datierungsmöglichkeiten
2.5.3. Assyrische, babylonische und persische Einflüsse auf die Exodustradition
2.6. Grundfragen zur Sesshaftwerdung – Die Landnahme (KINET)
2.6.1. Einleitendes
2.6.2. Die Landnahme-Erzählungen
2.6.3. Theoriebildungen
2.6.4. Eine Rekonstruktion des Prozesses der Sesshaftwerdung „Israels“
2.6.5. Die Organisationsstrukturen des vorstaatlichen Israels
2.6.6. Die Richter
3. DIE ENTSTEHUNG DES PENTATEUCH
3.1. Hinweise auf eine komplexe und mehrstufige Entstehung des Pentateuch
3.2. Drei Basismodelle nach ZENGER
3.2.1. Die Fragmentenhypothese/ Die Erzählkranzhypothese
3.2.1.1. Erzählungen über die Anfänge – Die Erzelternerzählungen
3.2.2. Die Grundschrifthypothese/ Ergänzungshypothese (Fortschreibungsmodell)
3.2.3. Die Quellenhypothese/ Urkundenhypothese (Schichtenmodell)
3.3. Wichtige Etappen der kritischen Pentateuchforschung
3.3.1. Kritik am Inhalt des Pentateuch und an der mosaischen Verfasserschaft
3.3.2. Die Anfänge der neuzeitlichen Pentateuchkritik
3.3.3. Die Entstehung der klassischen Pentateuchhypothesen um 18. und 19. Jh.
3.3.4. Zwei fundamentale Erkenntnisse für die Datierung der Quellen bzw. Überlieferungen
3.3.5. Die neuen Einsichten der form- und überlieferungsgeschichtlichen Forschungen
3.4. Das Vierquellen-Modell der „Neueren Urkundenhypothese“ nach SCHMIDT und deren derzeitige Infragestellung
3.4.1. Das jahwistische Werk in der Sicht von SCHMIDT
3.4.2. Das elohistische Werk in der Sicht von SCHMIDT
3.4.3. Die Redaktionsgeschichte des Pentateuch nach SCHMIDT
3.4.4. Infragestellung des traditionellen Vierquellen-Modells
3.5. Aktuelle Pentateuchmodelle
3.5.1. Das Münsteraner Pentateuchmodell nach WEIMAR/ ZENGER (Stand 2004)
3.5.2. Das Modell nach BLUM
3.5.3. Das Modell nach OTTO
3.5.4. Generelles zur Datierungsfrage des Pentateuch (SCHMITZ)
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit befasst sich mit der historischen und theologiegeschichtlichen Entwicklung Israels von der Königszeit bis in die Perserzeit. Sie untersucht die Entstehung und theologische Ausprägung der prophetischen Bücher sowie des Pentateuchs, um die komplexen redaktionsgeschichtlichen Prozesse und die Bedeutung dieser Texte für die Identitätsbildung Israels zu beleuchten.
- Prophetie im Alten Testament: Ursprung, Gattungen und theologische Konzepte.
- Geschichte Israels: Exil, Perserzeit, Königszeit und Sesshaftwerdung.
- Pentateuch: Redaktionsgeschichte und Entstehungsmodelle (Urkundenhypothesen).
- Interpretationsansätze: Historische und redaktionsgeschichtliche Perspektiven auf biblische Texte.
- Legitimation und Identität: Rolle von Tempel, Königtum und prophetischer Botschaft.
Auszug aus dem Buch
1.1.4.Theologie der Prophetenbücher
Produktive Auslegung vorgegebener Überlieferung: Bei Tradierung keine Übernahme des reinen Wortlauts im Sinne einer fides historica, sondern stets Frage nach der Aktualität des Prophetenworts → Neue Explikation des Inhaltes = Unmöglichkeit eines biblizistischen Verständnisses
Das Proprium der Prophetie in Israel und Juda: Prophetie in Israel & Juda an sich kein Spezifikum im Rahmen des Alten Orients (vgl. 1Kön 18,19; Jer 27,9); Außerbiblische Texte u.a. Mari-Texte (TUAT II/1, 83-93). Proprium 1: Altorientalische Prophetie meist institutionell an den Königshof gebunden → i.d.R. königsfreundlich & Verhaften in ihrer eigenen Entstehungszeit; Schriftprophetie unabhängig und mit Sozial- und Kultkritik. Proprium 2: Keine Erschöpfung im aktuellen Zeitbezug, sondern Gültigkeit auch für weitere Generationen → Daher auch Aufschreiben & Aktualisieren (so u.a. KOCH, KAISER)
Das Ende der „Profeten-Anschluss-Theorie“ (KOCH 1970): Polemische Bezeichnung KLAUS KOCHS für den geistigen Abbau der Prophetie (Lücke von ca. 500 Jahren nach Jeremia) hin zur jüdischen Gesetzlichkeit → Befreiung aus diesem Abbau durch Jesus
Zusammenfassung der Kapitel
1. PROPHETIE IM ALTEN TESTAMENT: Dieses Kapitel erläutert das Wesen alttestamentlicher Prophetie, ihre historische Verortung im hebräischen Kanon sowie die Entwicklung von Begriffen und Erscheinungsformen prophetischen Wirkens.
2. DIE GESCHICHTE ISRAELS: Es wird der Verlauf der israelitischen Geschichte von der vorstaatlichen Zeit über die Monarchie bis hin zum babylonischen Exil und der nachexilischen Perserzeit systematisch dargestellt.
3. DIE ENTSTEHUNG DES PENTATEUCH: Dieser Abschnitt widmet sich der kritischen Pentateuchforschung, vergleicht verschiedene Basistheorien und diskutiert aktuelle Modelle der Quellenscheidung und Redaktionsgeschichte.
Schlüsselwörter
Prophetie, Altes Testament, Pentateuch, Exil, Königszeit, Israel, Juda, Redaktionsgeschichte, Quellenhypothese, JHWH, Zionstheologie, Deuterojesaja, Jeremia, Landnahme, Geschichtstheologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Publikation bietet eine umfassende Analyse der Geschichte und Theologie des Alten Testaments, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Prophetie und der Entstehung des Pentateuchs liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Geschichte Israels, die kritische Erforschung der Prophetenbücher, die Entstehung des Pentateuchs sowie religionsgeschichtliche Kontexte wie die assyrische und babylonische Zeit.
Welche Forschungsfrage wird verfolgt?
Die Arbeit untersucht, wie historische Ereignisse und krisenhafte Erfahrungen der israelitischen Geschichte Eingang in die biblische Literatur fanden und dort theologisch verarbeitet wurden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden methodische Ansätze der historisch-kritischen Exegese, insbesondere der Literarkritik, der Redaktionsgeschichte und der traditionsgeschichtlichen Forschung angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Prophetie (Jesaja, Amos, Jeremia), der politischen Geschichte (Exil, Königszeit) und den wissenschaftlichen Theorien zur Entstehung des Pentateuchs (Quellenmodelle).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Prophetie, Pentateuch, Israel, Geschichte, Exil, Redaktionsgeschichte, JHWH, Zionstheologie und Landnahme.
Welche Bedeutung kommt dem "Neuen Bund" im Jeremiabuch zu?
Der "Neue Bund" (Jer 31) markiert laut der Analyse eine tiefgreifende theologische Neuorientierung nach dem Bruch des alten Bundes, die ein Schreiben des Gesetzes in das Herz anstelle einer äußeren Belehrung postuliert.
Wie unterscheidet sich die hebräische von der griechischen Fassung des Jeremiabuchs?
Die Fassungen unterscheiden sich primär im Textumfang – die hebräische Fassung ist wesentlich umfangreicher – sowie in der Anordnung der Fremdvölkerorakel und dem Aufbau des Gesamtwerkes.
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- Anonym (Author), 2012, Geschichte und Prophetie Israels, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/277735