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Verbale Entwicklungsdyspraxie. Symptomatik

Titel: Verbale Entwicklungsdyspraxie. Symptomatik

Akademische Arbeit , 2005 , 29 Seiten , Note: 1

Autor:in: Meike Brinkmann (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit werden unter dem Aspekt der Symptomatik das Erscheinungsbild der verbalen Entwicklungsdyspraxie in seinem Geschlechterverhältnis, der genetischen Disposition, dem neurologischen Hintergrund und den Ausschlusskriterien umrissen. Außerdem werden nichtsprachliche Charakteristika, sowie die Auffälligkeiten im Sprechen und in der Sprache dargestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Häufigkeit und dem Geschlechterverhältnis

3. Zur genetischen Disposition

4. Zum neurologischen Hintergrund

5. Ausschlusskriterien

6. Nichtsprachliche Auffälligkeiten

7. Auffälligkeiten der Sprache und des Sprechens

7.1. Artikulatorische Auffälligkeiten

7.2. Prosodische Auffälligkeiten

7.3. Oraler Befund

7.4 Weitere Auffälligkeiten

8. Verbale Entwicklungsdyspraxie in Verbindung mit anderen Störungsbildern

9. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, ein umfassendes Verständnis der Symptomatik der verbalen Entwicklungsdyspraxie (VED) zu vermitteln. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sich die Störung von anderen sprechsprachlichen Defiziten abgrenzen lässt und welche diagnostischen Herausforderungen bestehen.

  • Genetische und neurologische Hintergründe der VED
  • Differenzierung durch Ausschlusskriterien
  • Nonverbale und sprechmotorische Charakteristika
  • Artikulatorische, prosodische und orale Auffälligkeiten
  • Schnittstellen zu anderen Störungsbildern wie oraler Apraxie

Auszug aus dem Buch

7.4 Weitere Auffälligkeiten

Von vielen Autoren werden Suchbewegungen mit Lippen, Zunge und Kiefer als charakteristisches Merkmal der VED genannt. Ihnen wird ein hoher differentialdiagnostischer Wert eingeräumt.

„…sichtbare Suchbewegungen bei der Initiierung oder während der Realisierung von Äußerungen, eine erkennbare Sprechanstrengung und Unzufriedenheit über die eigene Leistung mit mimischen und gestischen Ersatzhandlungen und häufigen Ansätzen zur Selbstkorrektur […] Vor allem das Auftreten von Suchbewegungen kann ein sehr auffallendes Symptom sein und in vielen Fällen einen Verdacht auf Sprechapraxie begründen.“

Die englischen Begriffe für Suchbewegungen sind „groping“ und „silent posturing“. Das „groping“ betrifft tastende Suchbewegungen und das „silent posturing“ ein lautloses, verkrampftes „in Stellung gehen“. HALL et al. berichten von Kindern, die mit Hilfe der Finger versuchten, die Artikulationsorgane in die richtige Stellung zu bringen. Suchbewegungen wurden häufiger bei älteren, therapieerfahreneren Kindern festgestellt. Man könnte daher annehmen, dass den Suchbewegungen ein Korrekturansatz zugrunde liege, da das Störungsbewusstsein dieser Kinder und Jugendlichen schon höher sei. Der Ausdruck von ROSENBEK und WERTZ „trial-and-error behavior“ deutet in diese Richtung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definition der VED als Problem der Sprechbewegungsplanung und Vorstellung der Arbeitsschwerpunkte.

2. Zur Häufigkeit und dem Geschlechterverhältnis: Darstellung statistischer Daten zur Prävalenz der Störung und der Verteilung zwischen den Geschlechtern.

3. Zur genetischen Disposition: Untersuchung möglicher erblicher Faktoren und Auswertung klinischer Fallbeispiele.

4. Zum neurologischen Hintergrund: Erörterung ätiologischer Hypothesen und des aktuellen Forschungsstandes zur Hirnaktivität.

5. Ausschlusskriterien: Abgrenzung der VED von anderen Störungsbildern wie Hörstörungen oder Intelligenzminderungen.

6. Nichtsprachliche Auffälligkeiten: Analyse von Merkmalen wie reduzierter Lallproduktion oder Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme.

7. Auffälligkeiten der Sprache und des Sprechens: Detaillierte Betrachtung von artikulatorischen Fehlern, Prosodie, oralem Befund und weiteren motorischen Symptomen.

8. Verbale Entwicklungsdyspraxie in Verbindung mit anderen Störungsbildern: Diskussion der Komorbidität, insbesondere mit oraler Apraxie und Apraxie der Gliedmaßen.

9. Resümee: Kritische Reflexion der Symptomatik und Diskussion zur Legitimation des Begriffs „verbale Entwicklungsdyspraxie“.

Schlüsselwörter

Verbale Entwicklungsdyspraxie, VED, Sprechbewegungsplanung, Artikulationsstörung, Sprechapraxie, Symptomatik, Kindliche Dyspraxie, Neurologie, Genetische Disposition, Diadochokinese, Phonologie, Sprechtherapie, Suchbewegungen, Differenzialdiagnose.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Symptomatik der verbalen Entwicklungsdyspraxie (VED) und beleuchtet das Erscheinungsbild aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Neben neurologischen und genetischen Hintergründen stehen vor allem die sprechsprachlichen Auffälligkeiten sowie die Abgrenzung zu anderen Störungsbildern im Fokus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, ein klares Bild der Symptome zu zeichnen, um die Diagnose VED von anderen funktionellen Artikulationsstörungen abzugrenzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin analysiert und vergleicht bestehende Fachliteratur, Studien und klinische Fallbeispiele, um den aktuellen Erkenntnisstand zusammenzufassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung von Ursachen, Ausschlusskriterien sowie eine detaillierte Beschreibung motorischer, sprachlicher und nonverbaler Auffälligkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen VED, Sprechbewegungsplanung, Artikulationsstörung, Sprechapraxie und Differenzialdiagnose.

Welche Rolle spielen „soft signs“ bei der Diagnose?

„Soft signs“ bezeichnen neurologische Begleiterscheinungen wie motorische Unreife oder auffällige EEG-Befunde, denen trotz mangelnder Einheitlichkeit eine gewisse diagnostische Relevanz zugeschrieben wird.

Warum ist die Diadochokinese für die Diagnose wichtig?

Eine niedrige orale diadochokinetische Rate gilt als ein konstituierendes Merkmal für VED, da sie auf Schwierigkeiten in der sequentiellen Anordnung von Sprechbewegungen hinweist.

Wie bewertet die Autorin den Begriff „verbale Entwicklungsdyspraxie“?

Sie hält den Begriff für legitim, da er sich an der Symptomatik orientiert und durch das Adjektiv „Entwicklung“ den kindgerechten, nicht-traumatischen Charakter der Störung korrekt hervorhebt.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Verbale Entwicklungsdyspraxie. Symptomatik
Hochschule
Universität Bremen
Note
1
Autor
Meike Brinkmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
29
Katalognummer
V277527
ISBN (eBook)
9783656701477
ISBN (Buch)
9783656716099
Sprache
Deutsch
Schlagworte
verbale entwicklungsdyspraxie symptomatik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Meike Brinkmann (Autor:in), 2005, Verbale Entwicklungsdyspraxie. Symptomatik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/277527
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  29  Seiten
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