Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › World History - Early and Ancient History

Die Varusschlacht bei Kalkriese? Bewertung der Quellenlage zu einer Legende

Title: Die Varusschlacht bei Kalkriese? Bewertung der Quellenlage zu einer Legende

Seminar Paper , 2009 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Bernhard Weidner (Author)

World History - Early and Ancient History

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Im Jahr 9 n. Chr. erlitt das römische Reich in der Varus-Schlacht, die man auch unter dem Namen "Schlacht im Teutoburger Wald" oder "Hermannsschlacht" kennt, einen herben Rückschlag in den Bestrebungen, die Macht in Germanien zu stabilisieren. Diese Schlacht – so urteilen viele Historiker – stellt einen Wendepunkt der Weltgeschichte dar. Wegen eines angeblichen Aufstandes wich das Herr von der geplanten Route ab, geriet in den Hinterhalt und erlitt eine Niederlage historischen Ausmaßes, die vor 2000 Jahren circa 20.000 Menschen das Leben kostete.
Um kaum ein geschichtliches Ereignis ranken sich so viele Vermutungen und Mythen wie um diese legendäre Schlacht. In über 700 Theorien wurden Mutmaßungen zur Lokalität der Schlacht angestellt, aber bis heute gibt es Kontroversen darüber, an welchem Ort die Schlacht nun tatsächlich stattgefunden hat. In den letzten Jahrzehnten ist durch bedeutende Funde im Osnabrücker Land wieder Bewegung in die Debatte gekommen und es mehren sich Stimmen, die vermuten, dass die Varusschlacht bei Kalkriese am Wiehengebirge stattgefunden hat.
Diese Arbeit versucht eine Zusammenschau der zur Verfügung stehenden Quellen zu erstellen. Sie widmet sich den teils diffusen, teils widersprüchlichen Schriftquellen und bewertet sowohl numismatische, als auch archäologische Befunde in der gebotenen Kürze. Anhand der Ergebnisse soll abschließend eine kritische Stellungnahme zu den Vermutungen bezüglich des Schauplatzes und der Verortung bei Kalkriese gegeben werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Varusschlacht bei Kalkriese? – Bewertung der Quellenlage zu einer Legende

2.1 Die Legende der Schlacht im Teutoburger Wald

2.2 Die Örtlichen Gegebenheiten von Kalkriese

2.3 Die schriftlichen Quellen

2.3.1 Cassius Dio

2.3.2 Tacitus

2.3.3 Velleius Paterculus

2.3.4 Florus

2.3.5 Bewertung der Schriftquellen

2.4 Die Funde von Kalkriese

2.4.1 Probleme bei Ausgrabungen

2.4.2 Die sog. militaria

2.4.3 Die numismatischen Befunde

3. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische und archäologische Beweislage zur Verortung der Varusschlacht im Raum Kalkriese. Ziel ist es, die widersprüchlichen antiken Quellen einer kritischen Bewertung zu unterziehen und diese in Bezug zu den neueren archäologischen Funden im Osnabrücker Land zu setzen, um die Plausibilität von Kalkriese als tatsächlichem Schlachtschauplatz zu prüfen.

  • Kritische Analyse antiker Schriftquellen (u.a. Cassius Dio, Tacitus)
  • Untersuchung der topographischen Gegebenheiten der Kalkrieser-Niewedder Senke
  • Auswertung archäologischer Funde (Militaria) und deren Kontext
  • Analyse numismatischer Befunde als Datierungsgrundlage
  • Diskussion der Hypothese zur Verortung der Schlacht bei Kalkriese

Auszug aus dem Buch

2.3.5 Bewertung der Schriftquellen

Anhand der Schriftquellen lässt sich in der Summe kaum verwertbares Material gewinnen, denn ihre Aussagen unterscheiden sich untereinander zu stark, als dass man bedenkenlos klare Schlüsse ziehen könnte. Zwar stimmen alle untersuchten Autoren in ihrer Beschreibung der Landschaft weitestgehend überein und die Topographie des Schauplatzes könnte auch mit Kalkriese übereinstimmen, allerdings lassen sich Bäume und Berge definitiv auch in sehr vielen anderen Regionen der Mittelgebirge finden

Abgesehen von der methodischen Problematik, überlieferte Informationen aus den Schriftquellen exakten heutigen topographischen Gegebenheiten, die sich über die Jahrtausende sicher verändert haben zuzuordnen, muss man berücksichtigen dass die Verfasser immer das zum Ausdruck bringen, was sie für entscheidend halten, und eventuell sogar politisch motiviert sind.

Da keiner der oben genannten Autoren als Zeitzeuge der Schlacht anwesend war, entwarfen sie ihre Schriften auf Erzählungen basierend oder einfach durch Übernehmen von Informationen aus früheren Darstellungen und passten sie örtlichen Gegebenheiten an. Außerdem fühlten sich die antiken Geschichtsschreiber nicht zuvorderst der tatsachengetreuen Wiedergabe der Fakten verpflichtet, sondern agierten auch als Schriftsteller mit dem Ziel zu unterhalten. Was bleibt also? Nur die Erkenntnis, dass man den Bezug dieser Überlieferungen zur historischen Realität anzweifeln muss und in anderen Quellengattungen nach stichhaltigen Beweisen für den Schauplatz der Varusschlacht suchen muss. Rainer Wiegels fasst dies ganz treffend mit Theodor Mommsen zusammen, als er erklärt, „Daß jedenfalls nur entsprechende Funde und Befunde die Diskussionen [um den Schauplatz der clades Variana] auf eine neue und tragfähige Grundlage stellen können.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Varusschlacht, ihre Bedeutung als geschichtlicher Wendepunkt und die Zielsetzung der Arbeit, die Quellenlage sowie archäologische Befunde zu prüfen.

2. Die Varusschlacht bei Kalkriese? – Bewertung der Quellenlage zu einer Legende: Umfassende Untersuchung der verschiedenen Theorien, der Topographie von Kalkriese sowie der schriftlichen Überlieferungen und archäologischen Funde.

3. Zusammenfassung: Fazit der Untersuchung, das Kalkriese trotz der Unzulänglichkeiten der Schriftquellen als plausibelsten Schauplatz der Schlacht bestätigt.

Schlüsselwörter

Varusschlacht, Kalkriese, Germanien, Arminius, Publius Quinctilius Varus, Römisches Reich, Militaria, Numismatik, Archäologie, Schlacht im Teutoburger Wald, clades Variana, Quellenkritik, Ausgrabungen, Osnabrücker Land, historische Topographie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Debatte um den tatsächlichen Ort der historischen Varusschlacht im Jahr 9 n. Chr. und prüft die Hypothese, dass diese in Kalkriese stattgefunden hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Analyse konzentriert sich auf die Bewertung antiker literarischer Quellen sowie auf die archäologischen Funde (Militaria und Münzen) in der Region Kalkriese.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, eine Zusammenschau der verfügbaren Belege zu erstellen, um eine kritische Stellungnahme zur Plausibilität von Kalkriese als Schauplatz der Varusniederlage zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die vergleichende Quellenanalyse antiker Schriften sowie die Auswertung archäologischer Befunde und geographischer Gegebenheiten im Abgleich mit aktuellen Forschungsergebnissen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung antiker Texte (Cassius Dio, Tacitus etc.), die Analyse topographischer Gegebenheiten und eine detaillierte Betrachtung der archäologischen Funde, insbesondere der militärischen Ausrüstungsgegenstände und Münzfunde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Varusschlacht, Kalkriese, clades Variana, militaria, numismatische Befunde und Quellenkritik.

Warum gelten die antiken Schriftquellen laut Autor als problematisch?

Der Autor betont, dass die antiken Autoren keine Zeitzeugen waren, ihre Berichte teilweise politisch motiviert waren und sie eher als Unterhaltungsschriftsteller agierten, weshalb die Texte für eine exakte Lokalisierung unzureichend sind.

Welche Bedeutung kommt den Münzfunden bei Kalkriese zu?

Die Münzfunde, insbesondere diejenigen mit dem Gegenstempel VAR, dienen als gewichtige "Kronzeugen", da sie die Anwesenheit römischer Truppen unter Varus zeitlich präzise in den Kontext der Schlacht einordnen lassen.

Wie bewertet der Autor den Stellenwert der archäologischen Funde gegenüber den Texten?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die archäologischen Befunde die einzige tragfähige Grundlage für die Diskussion bilden, da die literarischen Quellen allein keine eindeutige Verortung zulassen.

Was ist das abschließende Fazit zur Verortung der Schlacht?

Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass die Varusschlacht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in der Kalkrieser Senke stattfand und Kalkriese bis zum Beweis des Gegenteils die plausibelste Hypothese bleibt.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Die Varusschlacht bei Kalkriese? Bewertung der Quellenlage zu einer Legende
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Geschichte)
Grade
2,0
Author
Bernhard Weidner (Author)
Publication Year
2009
Pages
15
Catalog Number
V277499
ISBN (eBook)
9783656711780
ISBN (Book)
9783656713319
Language
German
Tags
varusschlacht kalkriese bewertung quellenlage legende
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bernhard Weidner (Author), 2009, Die Varusschlacht bei Kalkriese? Bewertung der Quellenlage zu einer Legende, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/277499
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  15  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint