Ziel dieser Arbeit ist es, zu hinterfragen, ob langfristig gesehen der Fachkräftemängel durch Migranten/Migrantinnen behoben werden kann. Dabei wird neben der Untersuchung des Arbeitskräftepotenzials von Migranten/Migrantinnen erforscht, ob und welche Barrieren bestehen, die den Prozess der Integration beeinträchtigen und erschweren. Hierzu wird der Arbeitsmarkt und der damit verbundene Bildungssektor zur Untersuchung herangezogen und mögliche Konsequenzen der Folgegenerationen von Migranten/Migrantinnen analysiert. Es werden dabei sowohl Beeinträchtigungen auf Grund sprachlicher und kultureller Hindernisse in Bezug auf die Qualifikationen, gesellschaftliche Integration und langfristige Migration in den Arbeitsmarkt näher beleuchtet, als auch der Einfluss der Familie auf die nachfolgenden Generationen hinterfragt.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Migrationspotenzial
2 Einwanderungskontinent Europa – historischer Kontext ab 1950
2.1 Freizügigkeit
2.2 EU Blue Card
3 Einwanderungsland Deutschland
3.1 Integrationsprozess und Einflussfaktoren der Eingliederung
3.1.1 Willkommenskultur
3.1.2 Gesellschaft
3.1.3 Bildung
3.1.4 Arbeitsmarkt
3.2 Auswirkungen auf die Folgegeneration
Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Bachelorarbeit untersucht das Arbeitskräftepotenzial von Migranten und Migrantinnen in Deutschland vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Das primäre Ziel ist es, zu hinterfragen, ob und unter welchen Bedingungen dieser Personenkreis langfristig dazu beitragen kann, den Fachkräftemangel in der Bundesrepublik zu beheben, wobei insbesondere bestehende Integrationsbarrieren sowie die Rolle der Integration als zentrales Steuerungsinstrument beleuchtet werden.
- Analyse des demografischen Wandels und des daraus resultierenden Fachkräftebedarfs.
- Untersuchung des Integrationsprozesses und relevanter Einflussfaktoren wie Willkommenskultur und Bildung.
- Bewertung des Einflusses von Migranten auf den deutschen Arbeitsmarkt und Sozialstaat.
- Betrachtung der spezifischen Situation der Folgegeneration von Migranten.
Auszug aus dem Buch
Einwanderungsland Deutschland
Nachfolgend wird auf die Auswirkungen der Migration in Deutschland eingegangen. Hierzu werden kurz die Entwicklung und die aktuelle Stand Deutschlands dargestellt. Im Anschluss daran erfolgt ein Einblick auf den Integrationsprozess, unter Berücksichtigung einer Auswahl von Einflussfaktoren der Eingliederung. Im Zuge der ausgewählten Faktoren wird zunächst die Willkommenskultur, dann der Bereich der Gesellschaft sowie der Bildung und dem des Arbeitsmarktes untersucht. Neben den Möglichkeiten zur Förderung der langfristigen Migration werden in diesem Kapitel auch Maßnahmen und Barrieren der Integration analysiert.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des demografischen Wandels in Deutschland ein und verknüpft diese mit dem Potenzial von Migranten als Arbeitskräfte, wobei der Titel der Arbeit die kritische Frage aufwirft, ob Deutschland in einem "Migrationsmärchen" verweilt.
1 Migrationspotenzial: Dieses Kapitel definiert den Migrationsbegriff, klassifiziert die verschiedenen Personengruppen und beziffert das Arbeitskräftepotenzial anhand aktueller Zahlen des Statistischen Bundesamtes.
2 Einwanderungskontinent Europa – historischer Kontext ab 1950: Es wird die historische Entwicklung der europäischen Migration seit 1950 dargestellt, wobei insbesondere die Auswirkungen der Freizügigkeit und die Einführung der EU Blue Card für hochqualifizierte Arbeitskräfte analysiert werden.
3 Einwanderungsland Deutschland: Dieses Hauptkapitel untersucht die aktuelle Situation in Deutschland, den Integrationsprozess mit seinen verschiedenen Einflussfaktoren sowie die spezifische Situation der Folgegeneration.
Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont, dass trotz eines vorhandenen Potenzials langfristige Maßnahmen notwendig sind, um eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt zu gewährleisten.
Schlüsselwörter
Migration, Arbeitskräftepotenzial, demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Integration, Integrationsprozess, Willkommenskultur, Bildungssystem, Arbeitsmarkt, Sozialstaat, EU Blue Card, Freizügigkeit, Folgegeneration, Akkulturationsprozess, Diversität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, ob und inwieweit Migranten und Migrantinnen in Deutschland ein ungenutztes Arbeitskräftepotenzial darstellen, um dem zunehmenden Fachkräftemangel durch den demografischen Wandel entgegenzuwirken.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung der Migration in Europa, die aktuelle Integrationspolitik Deutschlands, die Rolle der Bildung für den Arbeitsmarktzugang sowie die Herausforderungen der gesellschaftlichen Integration.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Die Forschungsfrage lautet, ob für die Bundesrepublik ein Arbeitskräftepotenzial in Bezug auf Migranten besteht und welche Rolle das Instrument der Integration spielt, um dieses Potenzial zu erschließen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse unter Einbeziehung statistischer Daten des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS), der OECD und der Bundesagentur für Arbeit sowie der Auswertung aktueller Studien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung der europäischen Migration, die Analyse Deutschlands als Einwanderungsland sowie die Untersuchung der spezifischen Einflussfaktoren der Integration, nämlich Willkommenskultur, Gesellschaft, Bildung und Arbeitsmarkt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Migrationspotenzial, Integration, demografischer Wandel, Fachkräftemangel und Arbeitsmarktintegration charakterisieren.
Wie bewertet die Autorin die Rolle des Anerkennungsgesetzes?
Die Autorin sieht in dem Gesetz zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen eine positive Maßnahme, weist jedoch kritisch darauf hin, dass die Möglichkeiten bislang nicht ausreichend vom betroffenen Personenkreis ausgeschöpft werden.
Welche Rolle spielt die Folgegeneration in der Analyse?
Die Folgegeneration ist ein eigenständiges Untersuchungsobjekt, da hier die Integration in das deutsche Bildungssystem und der Erwerb von kulturellem Kapital entscheidend für den späteren beruflichen Erfolg und die Systemintegration sind.
Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich des "Migrationsmärchens"?
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Deutschland nicht in einem "Migrationsmärchen" verweilt, da die Problemstellungen erkannt wurden und gezielte Maßnahmen zur Förderung der Integration ergriffen werden.
- Arbeit zitieren
- Alice Kruligk (Autor:in), 2014, Verweilt Deutschland in einem Migrationsmärchen? Migranten als Arbeitskräftepotenzial im demographischen Wandel, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/276625