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Fixierung von dementen Patienten. Zwischen Fürsorgepflicht und dem Recht auf persönliche Freiheit und Selbstbestimmung

Titel: Fixierung von dementen Patienten. Zwischen Fürsorgepflicht und dem Recht auf persönliche Freiheit und Selbstbestimmung

Hausarbeit , 2014 , 11 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Annett Hornung (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Angehörige, Betreuer, Ärzte und Pflegepersonal befinden sich auf einem schmalen Grat, wenn sie Verantwortung für einen Menschen übernehmen, der durch sein Krankheitsbild offensichtlich daran gehindert wird, selbstverantwortet zu handeln und zu leben. Angehörige möchten das Familienmitglied „gut aufgehoben“ wissen und möglichst frei von Leid und Schmerzen. Betreuer und professionelle medizinische Helfer sehen sich aufgrund ihres Berufsbildes und rechtlicher Vorschriften veranlasst, möglichst Schaden von den Patienten selbst, z. B. durch Stürze, abzuwenden, aber auch Schäden anderer betreuter Personen durch das Verhalten der Demenzbetroffenen – z. B. durch Aggressionen – zu verhindern. Ein Versuch, diese Schäden zu verhindern, ist die Fixierung, d. h bewegungseinschränkende Maßnahmen (BEM) oder auch freiheitseinschränkende Maßnahmen (FEM).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Medizinische und pflegerische Aspekte

3. Psychosoziale Aspekte

4. Juristische Aspekte

5. Ethisch-moralische Aspekte – ein Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der medizinischen Fürsorgepflicht gegenüber demenziell erkrankten Menschen in stationären Einrichtungen und deren Recht auf persönliche Freiheit sowie Selbstbestimmung, mit dem Ziel, kritische Ansätze zur Reduktion freiheitsentziehender Maßnahmen aufzuzeigen.

  • Medizinische Hintergründe und Folgen von Fixierungen bei Demenz
  • Psychosoziale Auswirkungen auf Patienten und Pflegepersonal
  • Juristische Rahmenbedingungen und Genehmigungsverfahren
  • Ethische Bewertung und Ressourcenorientierung in der Pflege

Auszug aus dem Buch

3. Psychosoziale Aspekte

Da oft aus einem hochaltrigen Menschen ein „Patient“ gemacht wird, statt Einschränkungen und Zuwendung durch Pflegepersonen einzukalkulieren, wird Leiden manifestiert. Schon die meist vom Arzt gestellte Frage, welche Medikamente ein neuer Heimbewohner braucht, lässt den normalen Vorgang „Altern“ wie eine Krankheit erscheinen. Auch bereiten die finanziellen Aufwendungen für einen Heimplatz Schwierigkeiten. Die Betroffenen werden oft zum Sozialfall. Da sie die behördlichen Angelegenheiten nicht mehr selbständig erledigen können, werden Angehörige oder ein Betreuer damit beauftragt. Ein großes Stück Selbständigkeit, oft das Erreichte aus einem ganzen Arbeitsleben, geht verloren. Kommt nun noch zur Demenz mit dem Verlust kognitiver und physischer Fähigkeiten die Fixierung dazu, wird der dementierende Mensch seiner Freiheit und Würde völlig beraubt.

In seinen Augen und den Augen der anderen, nicht-fixierten Heimbewohner wird seine Hilflosigkeit noch betont, seine offensichtliche Unfähigkeit, sein Leben zu meistern. Es wird ihm dadurch auch die Möglichkeit genommen, dies in einem ihm möglichen Rahmen noch zu versuchen. Ressourcen werden minimiert, und Resignation und Verzweiflung können sich einstellen. Die angsterzeugende Konnotation der Demenz im öffentlichen und medialen Bild findet sich bestätigt. FEM zeitigt solche Folgen: „Keine Reduktion der Agitation, reduziertes Sozialverhalten, vermehrte Desorientierung, höhere Abhängigkeit in den Aktivitäten des täglichen Lebens, höhere Inkontinenzrate, höhere Dekubitusrate.“ Der Stigmatisierung des Betroffenen können sich auch Angehörige kaum entziehen, sie erleben ein Ohnmachtsgefühl.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den schmalen Grat zwischen dem Wunsch nach Sicherheit für demenzkranke Menschen und der notwendigen Wahrung ihrer Freiheit, was oft in freiheitsentziehenden Maßnahmen (FEM) resultiert.

2. Medizinische und pflegerische Aspekte: Dieses Kapitel definiert Demenz als Krankheitsbild und analysiert die negativen gesundheitlichen sowie pflegerischen Folgen, die durch Fixierungen und unangemessene Medikamentengabe entstehen.

3. Psychosoziale Aspekte: Hier wird der Verlust von Autonomie und Würde durch die Stigmatisierung als "Patient" und durch Fixierung kritisch hinterfragt, wobei Ressourcenorientierung als möglicher Ausweg diskutiert wird.

4. Juristische Aspekte: Dieses Kapitel erläutert die strengen gesetzlichen Voraussetzungen und Genehmigungsverfahren für freiheitsentziehende Maßnahmen nach dem BGB und dem FamFG.

5. Ethisch-moralische Aspekte – ein Fazit: Das Fazit stellt fest, dass rechtliche Vorschriften oft unterlaufen werden und plädiert für eine wertschätzende Pflegekultur, die FEM durch alternative Ansätze vermeidet.

Schlüsselwörter

Demenz, Fixierung, freiheitsentziehende Maßnahmen, FEM, Pflegeethik, Betreuungsrecht, Selbstbestimmung, Pflegenotstand, stationäre Einrichtung, Menschenwürde, Ressourcenorientierung, Alter, Stigmatisierung, medizinische Fürsorgepflicht, Lebensqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem ethischen und rechtlichen Dilemma der Fixierung von demenziell erkrankten Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der medizinischen Sichtweise, den psychosozialen Folgen für Betroffene, den rechtlichen Anforderungen an freiheitsentziehende Maßnahmen sowie der ethischen Reflektion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist eine kritische Diskussion darüber, wie das Spannungsfeld zwischen medizinischer Fürsorge und dem Recht auf persönliche Freiheit zugunsten der Selbstbestimmung des Patienten aufgelöst werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literatur- und Studienanalyse sowie die Auswertung rechtlicher Vorschriften, um den aktuellen Stand der Problematik und alternative Ansätze darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der gesundheitlichen Folgen von Fixierungen, die psychosozialen Belastungen der Betroffenen und eine detaillierte Erläuterung des Genehmigungsverfahrens für FEM durch die Betreuungsgerichte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Demenz, Fixierung (FEM), Selbstbestimmung, Menschenwürde, rechtliche Genehmigung und Ressourcenorientierung.

Warum wird im juristischen Teil die Rolle des Verfahrenspflegers hervorgehoben?

Der Verfahrenspfleger ist als gesetzlicher Vertreter entscheidend, um bei drohender Fixierung die Interessen und Rechte des oft einwilligungsunfähigen Patienten gegenüber dem Gericht zu wahren.

Was schlägt die Autorin als Alternative zur Fixierung vor?

Die Arbeit empfiehlt personenzentrierte Pflegekonzepte, Ressourcenorientierung sowie Maßnahmen zur Umgebungsgestaltung, um Fixierungen weitgehend zu vermeiden.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fixierung von dementen Patienten. Zwischen Fürsorgepflicht und dem Recht auf persönliche Freiheit und Selbstbestimmung
Hochschule
Fachhochschule Münster  (Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Gesundheit und Soziale Arbeit
Note
1,7
Autor
Annett Hornung (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
11
Katalognummer
V276467
ISBN (eBook)
9783656696575
ISBN (Buch)
9783656696919
Sprache
Deutsch
Schlagworte
fixierung patienten zwischen fürsorgepflicht recht freiheit selbstbestimmung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annett Hornung (Autor:in), 2014, Fixierung von dementen Patienten. Zwischen Fürsorgepflicht und dem Recht auf persönliche Freiheit und Selbstbestimmung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/276467
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Leseprobe aus  11  Seiten
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