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Das mexikanische Drogenkartell und seine sozio-ökonomischen Auswirkungen

Titel: Das mexikanische Drogenkartell und seine sozio-ökonomischen Auswirkungen

Seminararbeit , 2013 , 21 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Dominik Mönnighoff (Autor:in)

Politik - Region: Mittel- und Südamerika

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Schon seit mehreren Jahren erschrecken immer wieder Nachrichten und Bilder aus Mexiko über den von der Regierung ausgerufenen „Krieg gegen die Drogen“. Schwerbewaffnete Soldaten, hilflose Angehörige von Ermordeten und ein überforderter Staat. Allein im Jahr 2011 wurden mehr als 12.000 Menschen im Zusammenhang mit Drogengeschäften ermordet. Seit 2006 hatte sich die Zahl bis 2011 verdoppelt. Ganz Mexiko ist regiert durch verschiedene Drogenkartelle, die eine entscheidende nicht staatliche Position einnehmen: für sie sind mehr als fünfzig Prozent der Bevölkerung tätig. Sei es als Bauer, als Zwischenhändler, Laufbursche oder Kartell-Boss.
Statistiken zeichnen ein fortschrittliches Bild von Mexiko: es gehört mit zu den kaufstärksten Ländern der Erde. Dennoch ist Mexiko ein Land, in dem es gewaltige Unterschiede zwischen arm und reich gibt. Einigen Milliardären stehen sehr viele Menschen gegenüber, die mit nur einem US-Dollar am Tag über die Runden kommen müssen. Doch welchen Stellenwert nimmt der Drogenhandel im Zusammenhang mit den sozialen Bedingungen der Bevölkerung in Mexiko ein? Hilft der informelle Sektor den Armen? Welche Rolle nimmt die reiche Elite in Mexiko ein und welche der Staat?
Zunächst werden die offiziellen Berichte über den Zustand der Welt von Bedeutung sein. Was können uns die Berichte von Weltbank und den Vereinigten Nationen über die Welt berichten? Wie authentisch sind diese Berichterstattungen? Anschließend soll eine neue Perspektive eröffnet werden, die ein pessimistischeres Bild von der Evaluation des Zustands der Welt zeichnen wird. Die shadow networks werden in keiner Evaluierung berücksichtigt und wir werden sehen, welche gravierenden Auswirkungen die Nichtbeachtung dieses Sektors für eine sozialwissenschaftliche Untersuchung des Zustands der Welt hat. Im zweiten Teil der Arbeit wird die Schattenwirtschaft Mexikos als Beispiel für die shadow networks dienen. Hier werden zunächst die Geschichte und Hintergründe der mexikanischen Drogenwirtschaft erläutert werden, um anschließend ein Bild vom Ausmaß der informellen Ökonomie Mexikos zeichnen zu können und die sozialen Auswirkungen des Drogenhandels in Mexiko untersuchen zu können. Wie verhält sich die Verteilung des entstehenden Reichtums in den Drogen-Kartellen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführende Bemerkungen

2. Theoretische Vorbemerkungen

2.1 Formelle Tätigkeiten und offizielle Armutsberichte

2.2 Informelle Tätigkeiten: shadow networks

3. Der mexikanische Drogenhandel

3.1 Geschichte und Hintergründe des mexikanischen Drogenkartells

3.2 Die sozialen Auswirkungen des Drogenhandels in Mexiko

4. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht den Einfluss des mexikanischen Drogenhandels auf die sozio-ökonomischen Bedingungen der Bevölkerung. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie informelle Netzwerke (shadow networks) abseits offizieller Statistiken die Realität in Mexiko prägen und welche Rolle diese Systeme für die Verteilung von Armut und Reichtum spielen.

  • Analyse der Diskrepanz zwischen offiziellen Armutsberichten und der informellen Schattenwirtschaft.
  • Untersuchung der Entstehungsgeschichte und Strukturen mexikanischer Drogenkartelle.
  • Bewertung der sozialen Auswirkungen des Drogenhandels auf die mexikanische Bevölkerung.
  • Kritische Reflexion über die ökonomische Ungleichheit im Kontext globaler Märkte.

Auszug aus dem Buch

2.2 Informelle Tätigkeiten: shadow networks

Trotz aller offiziellen Analysen und statistischen Erhebungen gibt es noch eine zweite Wirklichkeit, die sich fast jeder Evaluierung entzieht: die shadow networks. Es ist davon auszugehen, dass diese informellen nicht-staatlichen Systeme ein Drittel des globalen Austausches managen und in etwa 20 Prozent der global verfügbaren finanziellen Ressourcen sich im Besitz dieser shadow networks in nichtregulierten Banken und Steuerparadiesen befinden. Die Vereinten Nationen schätzen, dass sich die jährlichen Drogenprofite auf fünfhundert Milliarden US-Dollar belaufen, der Waffenhandel weitere fünfhundert Milliarden US-Dollar erbringt und alleine in Thailand der jährliche Profit aus dem Frauenhandel nach Deutschland, Japan und Korea 3,2 Milliarden US-Dollar beträgt.

Auch einzelne informelle Ökonomien in kleineren Ländern setzen große Geldsummen in Bewegung: Schätzungen gehen davon aus, dass das informelle Einkommen Sierra Leone, welches durch illegale Diamanten auf dem Weltmarkt erzielt wird, jährlich etwa 500 Millionen US-Dollar umfasst. Fast die Hälfte des ökonomischen Einkommens Mosambik wird auf informellen Wege generiert, der Anteil der in der nicht formellen Ökonomie beschäftigten Personen beträgt in Peru 48 Prozent, in Kenia 58 Prozent und steigt in Krisen- und Kriegsgebieten kontinuierlich an, wie beispielsweise in Angola, wo 2001 neunzig Prozent der Bevölkerung auf informellen Wege ihren Unterhalt erwirtschafteten.

Noch überraschender sind jedoch die Schätzungen zum informellen Sektor in den westlichen Industrienationen. So gelten fünfzig Prozent der italienischen, sechzig Prozent der russischen und dreißig Prozent der US-amerikanischen Ökonomie als nicht formal, werden also extra-state generiert. In diesem Zusammenhang handelt es sich jedoch nicht nur um informelle Tätigkeiten wie Drogen-, Waffen- oder Menschenhandel. Vielmehr zirkulieren in diesen shadow networks "Gold, Edelsteine, Luxusgüter, Lebensmittel und Medikamente, sensible Elektronik, Patente, Erdöl und menschliche Organe, radioaktive Materialien, Technologien, Kunstobjekte, Konterbande, Kreditkarten, kurz: alles was einen prohibitiven Extraprofit zu versprechen scheint."

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführende Bemerkungen: Einleitung in die Problematik des "Krieges gegen die Drogen" in Mexiko und die zentrale Rolle der informellen Schattenwirtschaft bei der globalen Vermögensverteilung.

2. Theoretische Vorbemerkungen: Kritische Auseinandersetzung mit offiziellen Armutsstatistiken und der theoretischen Einordnung von informellen Systemen als "shadow networks".

3. Der mexikanische Drogenhandel: Detaillierte Untersuchung der Kartellstrukturen, deren historischer Hintergründe sowie ihrer massiven sozio-ökonomischen Auswirkungen auf die mexikanische Gesellschaft.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der informellen Sektoren als systemrelevante, aber statistisch ignorierte Faktoren, die zur extremen sozialen Ungleichheit in Mexiko beitragen.

Schlüsselwörter

Mexiko, Drogenkartell, Schattenwirtschaft, shadow networks, Armut, Ungleichheit, Sozio-ökonomie, Sinaloa-Kartell, Kriminalität, informeller Sektor, Globalisierung, Entwicklung, Wohlstandsgefälle, Drogenkrieg, Korruption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die sozio-ökonomischen Auswirkungen des Drogenhandels in Mexiko unter besonderer Berücksichtigung der informellen Schattenwirtschaft.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die Diskrepanz zwischen offizieller Weltwirtschaft und informellen Netzwerken, die Strukturen der Drogenkartelle und die soziale Instabilität Mexikos.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, welchen Stellenwert der Drogenhandel für die sozialen Bedingungen der mexikanischen Bevölkerung einnimmt und inwiefern informelle Sektoren die offizielle Wahrnehmung der Weltwirtschaft verfälschen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine sozialwissenschaftliche Analyse, die auf der Auswertung offizieller Berichte, Statistiken und politikwissenschaftlicher Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu shadow networks und eine spezifische Fallstudie zum mexikanischen Drogenhandel sowie dessen Auswirkungen auf Armut und Reichtum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Schattenwirtschaft, soziale Ungleichheit, mexikanische Drogenkartelle und shadow networks charakterisiert.

Wie erklärt der Autor die Macht der Kartelle?

Der Autor führt die Macht der Kartelle auf eine Mischung aus Korruption, Infiltration staatlicher Institutionen und deren Eigenschaft als informelle Großunternehmen zurück.

Warum sind offizielle Statistiken laut der Arbeit oft unzureichend?

Die Arbeit argumentiert, dass offizielle Statistiken die sogenannten shadow networks ignorieren, die jedoch einen erheblichen Teil des globalen Austauschs ausmachen.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das mexikanische Drogenkartell und seine sozio-ökonomischen Auswirkungen
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Institut für Politikwissenschaft)
Note
2,0
Autor
Dominik Mönnighoff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
21
Katalognummer
V276431
ISBN (eBook)
9783656694885
ISBN (Buch)
9783656697121
Sprache
Deutsch
Schlagworte
drogenkartell auswirkungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dominik Mönnighoff (Autor:in), 2013, Das mexikanische Drogenkartell und seine sozio-ökonomischen Auswirkungen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/276431
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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