Ludwig Wittgenstein hat mit seinen posthum veröffentlichten „Philosophischen Untersuchungen“ die Sprachforschung nachhaltig verändert und zu neuen Perspektiven bewogen. Erstaunlich ist vor allem, dass er selbst Jahre zuvor eine völlig konträre Meinung vertrat.
Betrachtet man nun einige von Wittgenstein beschriebene Passagen der Philosophischen Untersuchungen und vergleicht seine Herangehensweise der Sprachbetrachtung mit der einer recht umstrittenen und dadurch nach wie vor aktuellen Strömung der Grammatiktheorie, nämlich der Konstruktionsgrammatik, dann lassen sich viele Parallelen erkennen und thematisieren.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- WITTGENSTEINS „PHILOSOPHISCHE UNTERSUCHUNGEN“
- FAMILIENÄHNLICHKEIT
- DAS SPRACHSPIEL
- REGELN UND REGELFOLGEN
- KONSTRUKTIONSGRAMMATIK
- WITTGENSTEIN UND KONSTRUKTIONSGRAMMATIK
- FAMILIENÄHNLICHKEIT UND SPRACHSPIEL IN KONSTRUKTIONEN
- REGELN UND REGELFOLGEN IN KONSTRUKTIONEN
- FAZIT
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Gemeinsamkeiten zwischen Wittgensteins „Philosophischen Untersuchungen“ und der Konstruktionsgrammatik. Dabei werden die Überlegungen Wittgensteins zu Familienähnlichkeit, Sprachspiel, Regeln und Regelfolgen im Kontext der Konstruktionsgrammatik analysiert.
- Der pragmatische Ansatz von Wittgenstein und der Konstruktionsgrammatik
- Die Rolle von Regeln und Konventionen in der Sprache
- Die Bedeutung von Sprachspiel und Familienähnlichkeit für die Sprachbeschreibung
- Die Grenzen einer logischen Sprachauffassung
- Der Einfluss von Wittgenstein auf die aktuelle Sprachforschung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Arbeit ein und stellt die Relevanz von Wittgensteins „Philosophischen Untersuchungen“ für die Sprachforschung dar. Das zweite Kapitel widmet sich den „Philosophischen Untersuchungen“ und beleuchtet die zentralen Konzepte von Familienähnlichkeit und Sprachspiel. Im dritten Kapitel wird die Konstruktionsgrammatik vorgestellt und ihre zentralen Thesen erläutert. Das vierte Kapitel untersucht die Gemeinsamkeiten von Wittgensteins „Philosophischen Untersuchungen“ und der Konstruktionsgrammatik. Dabei werden die Konzepte von Familienähnlichkeit, Sprachspiel und Regeln im Kontext der Konstruktionsgrammatik analysiert.
Schlüsselwörter
Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen, Familienähnlichkeit, Sprachspiel, Regeln, Konstruktionsgrammatik, Pragmatik, Sprachforschung.
Häufig gestellte Fragen
Welche Verbindung besteht zwischen Wittgenstein und der Konstruktionsgrammatik?
Die Arbeit untersucht Parallelen zwischen Wittgensteins Spätwerk "Philosophische Untersuchungen" und der modernen Konstruktionsgrammatik, insbesondere hinsichtlich pragmatischer Ansätze und Sprachbetrachtung.
Was bedeutet der Begriff "Familienähnlichkeit" bei Wittgenstein?
Familienähnlichkeit beschreibt das Konzept, dass Begriffe nicht durch eine einzige gemeinsame Eigenschaft definiert sind, sondern durch ein Netzwerk sich überschneidender Ähnlichkeiten, ähnlich wie bei Familienmitgliedern.
Was ist ein "Sprachspiel" laut dieser Untersuchung?
Ein Sprachspiel bezeichnet bei Wittgenstein die Einheit aus Sprache und den Handlungen, in die sie verwoben ist. Die Arbeit analysiert, wie dieses Konzept in der Konstruktionsgrammatik wiederzufinden ist.
Wie werden Regeln und Regelfolgen in der Arbeit thematisiert?
Es wird untersucht, wie sprachliche Regeln nicht als starre logische Gesetze, sondern als Konventionen innerhalb von Konstruktionen und sozialen Praktiken verstanden werden können.
Warum ist Wittgensteins Ansatz für die heutige Sprachforschung relevant?
Sein Fokus auf den Gebrauch der Sprache im Alltag und die Abkehr von rein logischen Sprachauffassungen dient als theoretisches Fundament für moderne Strömungen wie die Konstruktionsgrammatik.
- Arbeit zitieren
- Anna Borggreve (Autor:in), 2013, Wittgensteins "Philosophische Untersuchungen". Wegbereiter für die Konstruktionsgrammatik?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/276247